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Donnerstag, 14. November 2019

Dichterdienstag 19KW46 - Der Hammer mit dem Nagel



Der Hammer mit dem Nagel

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.
Es ist dann so, wie mit dem Deckel und dem Topf,
völlig frei und ständig, wie die Brandung in der Bucht.
Wenn man nicht mal groß ausholen muss...
Wenn es egal ist, welche Macken man hat...
Wenn es einfach funktioniert, wie im Fluss...
Wenn es tiefgreifend ist und nicht platt...
...dann ist der Hammer die Besänftigung
und der Nagel die totale Bestätigung.

Auf den Kopf, auf den Kopf bei jedem Mal,
ständig steigt die Zahl,
der Frequenz der wahnsinnigen Genugtuung,
mit Schwung, Leichtigkeit, ohne Zumutung.
Ganz wie von selbst funktioniert's dann
mit jedem weiteren Schlag.

Egal wo,
egal wie,
egal wann.

Ich bin der Hammer, du der Nagel.
Getroffen, ohne hinzusehen.
Verbunden, ohne Knoten.
Verwunden, ohne Wunden.
Unfassbare Verbindungen
ohne wirkliche Einschränkungen.

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Dichterdienstag 19KW44 - Mein Glück



Mein Glück

Egal wo ich bin, Eines ist gewiss:
ich weiß um mein Glück, ganz bewusst.
Ich kann mich darauf verlassen,
ohne verlassen zu sein,
mit dem Wissen, immer da zu sein.

Mein Glück ist so erstrebenswert,
so unglaublich stark und toll.
Es ist da, es ist nah, es ist mein Held.
Manchmal klingt es auch in Moll,
dennoch macht es nicht traurig,

ganz im Gegenteil: es beflügelt,
macht mich zufrieden, schenkt mir Kraft.
Es sagt mir, glaube an dich. Es lacht,
es lebt, es ist präsent. Es zügelt
mich manchmal, hält mich bei mir selbst.

Mein Glück, egal, ob nah, ob fern,
es belebt mich, lässt mich atmen.
Es blüht in mir, wie ein bunter Garten,
Mein Glück, ich trage dich so gern
in mir, bei mir, mit mir. Ich danke dir!

Dank dir sehe ich, selbst im tiefen Dunkel.
Dank dir höre ich, selbst im lauten Tosen.
Dank dir schmecke ich, selbst im Faden.
Dank dir rieche ich, selbst im Argen.
Dank dir spüre ich mich selbst in mir.

Mein Glück, bleibe genau so wie du bist.
Du bist mein Quell, mein Motor, mein Weg.
Du bist mein Klee, mein Gold, mein Steg,
an dem das Schiff des Lebens anlegt,
welches mich dann zu dir bringt.