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Mittwoch, 8. April 2020

Covid-Frisuren


Covid-Frisuren

Was ihr es jetzt alle mit euren Haaren habt.
Eiert doch nicht so rum und schneidet sie ab
oder lasst es bleiben und nehmt es hin.
Als ob es den größten und wichtigsten Sinn
hätte. Es sind nur Haare und Frisuren,
die ja eh derweil keiner sieht, nicht mal die Huren.
Die Haare wachsen sogar wieder, wetten?!
...klappt es nicht mit dem Selbstversuch.
Probleme, die andere gerne hätten...
Oberfläche gepaart mit Eitelkeit, ein Fluch.

Was noch aus dieser Langeweile entsteht,
wird sich uns zeigen, denn jeder fleht
dieser Tage mehr um Normalität als je zuvor.
Behaltet Geduld und stellt euch vor,
was wäre, wenn es wirklich schlimm wird?
Sind die Haare dann immer noch wichtig?
Wie man aussieht, ist doch nichtig?!
Covid-Frisuren im ganzen Land,
hooray, eine Welt geht sich zur Hand.





Freitag, 3. April 2020

Dunkles Gold


Dunkles Gold

Du wundervolles, heißes, dunkles Gold,
was hab' ich mich auf dich gefreut.
Jeden Morgen gibst du's mir.
Jeden Morgen folge ich dir.

Du nimmst mich an die Hand,
begleitest mich in den Tag.
Du weißt, was ich mag
und bist immer eine gute Tat.

Würde ich fanatisch glauben,
würd' ich 'nen Schrein erbauen.
Nur, um jeden Tag zu loben und zu preisen,
dass du nie versiebst, selbst in schweren Zeiten.

Lass dich drücken und mit heißem Wasser fluten,
mach aus dir das Wundermittel,
das jetzt nicht zwingend hilft beim Bluten,
dafür unfassbar deliziös ist, ohne Bitten.

Jeder Tag, der ohne dich passiert,
ist ein Tag, der traurig vergeht.
Dich zu missen, ist ein Greuel par excellence,
wenn es so wäre, entfiele mir die Contenance.

So zehre ich von dir, Stunde um Stunde,
du machst mich glücklich, jede Sekunde.
Bleib für immer ein Teil von mir!
Kaffee, ich danke dir!





Dienstag, 24. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW52 - Heiliger Abend




Heiliger Abend

Heilige Abende...so ein Quatsch.
Wenn man den Konventionen nicht folgt,
wenn man der Kirche nicht glaubt,
ist das alles nur obriger Tratsch. 
Warum sieht man darin ein Fest,
welches zur Besinnung rufen soll?
Was ist daran denn echt oder toll?
Alle tuen so, als wären sie nett,
kommen zusammen, schlürfen nen Sekt,
schenken sich Dinge, die sie nicht brauchen,
gaukeln sich vor, sich zusammen zu raufen.
Aber mal ganz ehrlich, 
braucht's solche Feste oder sind sie entbehrlich?
Wäre es nicht viel erstrebenswerter,
würden wir uns schätzen und lieben,
ohne den Mantel von Illusion und Frieden?!
Klarheit, Offenheit und Aufrichtigkeit.
Schenkt euch Liebe, Zuneigung und Zeit.
Teilt die schönen Dinge an jedem Tag,
nicht nur dann, wenn's irgendwer sagt.
Das Schöne ist immer da, wenn wir wollen.
Das Schlimmste wäre es, zu bereuen,
sich nur auf ein Datum festzulegen
und dann zu merken, es fehlte etwas im Leben.






Dienstag, 10. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW50 - In meiner Welt



In meiner Welt

Ich nehm' dich mit in meine Welt,
fühl' dich frei, tu', was dir gefällt.
Sie steht dir offen und zwar in Gänze,
springe, lache, laufe, tanze!
Ich sehe dich so gerne, wenn du schwebst,
wie du lächelst, wie du strahlst, wie du lebst.
Wie du völlig geborgen und leicht,
mir mit deiner Anwesenheit zeigst,
wie schön das Teilen der eigenen Welt doch ist.

Ich nehm' dich mit in meine Welt
und wir machen einfach das, was uns gefällt.
Ich lasse dich dich selbst entfalten,
halte deinen Geist und sehe dich gleiten.
Ich zeige dir meine Fantasie, meine Horizonte,
mein Inneres und meine ganz besonderen Orte.
Ich zeige dir, was meine Welt ausmacht,
ich zeige dir, was mein Feuer entfacht.
Ich sehe das Funkeln in deinen Augen.

Wir gehen die zahlreichen Wege, die sich in mir winden,
wir fliegen umher, ohne dabei zu schwinden.
Wir springen durch offene Tore und Türen,
verlieren dabei nie das Gefühl, uns zu fühlen.
Wir führen uns immer wieder gegenseitig ans Ziel
und wissen ganz genau, wieviel
die Welt des Anderen in uns selber lebt
und wie gerne wir einfach in uns sind.
Wir hören das Knistern unserer Gedanken.

Hier in meiner Welt ist alles möglich,
keine Gefängnisse, keine Schranken nötig.
Zudem ist es hier unendlich weit,
komm', wir vergessen einfach die Zeit.
Alles, was du hier siehst, ist deins,
Alles, was ich dir gebe, ist meins.
Alles, was du träumst und willst,
gipfelt hier und spiegelt mich selbst.
Wir spüren die Intensität unserer Herzen.

Hier in deiner Welt, da will ich bleiben,
träumen, leben, frei sein, verweilen.
Ich fühle mich so wohl mit dir,
du bist die Erfüllung, die in letzter Zeit gefehlt hat.
Ich bin so gerne das Wohl in dir,
du machst mich zu dem, was ich solange vermisst hab'.
Wir wissen, lächeln, verschmelzen
für einander, miteinander, alle Grenzen.
Ich halte mich in deiner Welt.
Du hälst dich in meiner Welt.
Wir halten uns aneinander fest
und fühlen uns, ganz in echt.





Donnerstag, 28. November 2019

Ein neuer Tag an deinem Strand


Ein neuer Tag an deinem Strand

Augen auf, Glück im Herzen.
Kaffee ans Bett, keine Schmerzen.
Noch ein bisschen wach werden.
Noch ein bisschen weiter träumen.
Ruhige Worte, treue Blicke,
Wohlgefühl, statt Angezicke.
Noch nen Kaffee?! Aber klar!
Noch ne Kippe, wunderbar.
Noch ein bisschen schwelgen
und sich in den Kissen wälzen.
Spontane Erinnerung an gestern,
dauerhaftes Wiederholenwollen.
Ich schaue dich ja so gerne an
und weiß, du tust es ebenso.
Schmachtende Blicke,
kaltwerdender Kaffee,
knisternde Stille,
uneingeschränkte Nähe.
Die Zeit verfliegt im Nu,
nur der Horizont schaut uns zu.
Erinnerungen an heute.
Erinnerungen an morgen.
Ein neuer Tag an deinem Strand.


Donnerstag, 14. November 2019

Dichterdienstag 19KW46 - Der Hammer mit dem Nagel



Der Hammer mit dem Nagel

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.
Es ist dann so, wie mit dem Deckel und dem Topf,
völlig frei und ständig, wie die Brandung in der Bucht.
Wenn man nicht mal groß ausholen muss...
Wenn es egal ist, welche Macken man hat...
Wenn es einfach funktioniert, wie im Fluss...
Wenn es tiefgreifend ist und nicht platt...
...dann ist der Hammer die Besänftigung
und der Nagel die totale Bestätigung.

Auf den Kopf, auf den Kopf bei jedem Mal,
ständig steigt die Zahl,
der Frequenz der wahnsinnigen Genugtuung,
mit Schwung, Leichtigkeit, ohne Zumutung.
Ganz wie von selbst funktioniert's dann
mit jedem weiteren Schlag.

Egal wo,
egal wie,
egal wann.

Ich bin der Hammer, du der Nagel.
Getroffen, ohne hinzusehen.
Verbunden, ohne Knoten.
Verwunden, ohne Wunden.
Unfassbare Verbindungen
ohne wirkliche Einschränkungen.

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Dichterdienstag 19KW44 - Mein Glück



Mein Glück

Egal wo ich bin, Eines ist gewiss:
ich weiß um mein Glück, ganz bewusst.
Ich kann mich darauf verlassen,
ohne verlassen zu sein,
mit dem Wissen, immer da zu sein.

Mein Glück ist so erstrebenswert,
so unglaublich stark und toll.
Es ist da, es ist nah, es ist mein Held.
Manchmal klingt es auch in Moll,
dennoch macht es nicht traurig,

ganz im Gegenteil: es beflügelt,
macht mich zufrieden, schenkt mir Kraft.
Es sagt mir, glaube an dich. Es lacht,
es lebt, es ist präsent. Es zügelt
mich manchmal, hält mich bei mir selbst.

Mein Glück, egal, ob nah, ob fern,
es belebt mich, lässt mich atmen.
Es blüht in mir, wie ein bunter Garten,
Mein Glück, ich trage dich so gern
in mir, bei mir, mit mir. Ich danke dir!

Dank dir sehe ich, selbst im tiefen Dunkel.
Dank dir höre ich, selbst im lauten Tosen.
Dank dir schmecke ich, selbst im Faden.
Dank dir rieche ich, selbst im Argen.
Dank dir spüre ich mich selbst in mir.

Mein Glück, bleibe genau so wie du bist.
Du bist mein Quell, mein Motor, mein Weg.
Du bist mein Klee, mein Gold, mein Steg,
an dem das Schiff des Lebens anlegt,
welches mich dann zu dir bringt.

Montag, 28. Oktober 2019

Dichterdienstag 19KW43 - Steck' mich an



Steck' mich an

Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Zuversicht und Tatendrang.
Mit Wohlgefühl und Optimismus,
mit Geborgenheit und einem Seelenkuss.

Ich gebe dir ja so gerne von mir:
das Licht und die Ruhe,
die Wärme und das Hier,
wenn du Schuhe brauchst, auch Schuhe.

Aber vor allen Dingen will ich dir Zeit spendieren.
Zeit, die gut tut.
Zeit, die glücklich macht.
Zeit, die einen immensen Wert hat.
Zeit, die dein inneres Feuer entfacht.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich einfach so berührt.

Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Fantasie und Schelmigkeit.
Mit Freude und Gelassenheit,
mit Kraft und Zufriedenheit.

Ich gebe dir ja so gerne von mir:
mein Lächeln, meinen wissenden Blick.
Mein Ohr, meine Hand, mein Wir.
Mein Verständnis und mein großes Glück.

Jeden Tag ein bisschen mehr.
Jeden Tag ein Stückchen näher.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich immer mehr verführt.
Zeit, die dich positiv stimmt.
Zeit, die dir deine Sorgen nimmt.
Zeit, die ich mit dir teile.
Zeit, die dich immer mehr berührt.

So schenke ich dir diese großartigen Sachen
und knüpfe ein konstantes Band.
Ich schaue dich an,
reiche dir die Hand
und sehe dann:
dein wundervollstes Lachen.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Dichterdienstag 19KW40 - Leicht



Leicht

Eigentlich ist es ganz leicht.
Streiche einfach das "eigentlich"
und was bleibt, ist das leicht,
welches ist und für sich steht
und den Weg dann mit dir geht.

So viel Schwere, potentielle,
muss doch gar nicht sein.
Tritt nicht auf der Stelle
und sei dir selbst im Herzen treu.
Dann schau und sieh, wie man sich freut.
Denn wenn du zuversichtlich bist,
vergeht die Scheu, die Schleier fliegen
und die Leichtigkeit, sie wird obsiegen.

Mach dich frei vom Erwartungsdruck
des ganzen, großen Massenglücks.
Entsprich dir selbst und sei dir selbst bewusst.
Dass du gut bist, hast du eh längst gewusst.
Sei dir selbst ein König und verhalte dich
so königlich-nötig, wie möglich.
So wird es bald ein Leichtes sein,
dir selbst ein kleines Wunder zu sein.

Wunder? Ja, die gibt es.
Und es gibt sie immer wieder.
Lass sie zu und sieh sie an.
Denn bei Zeiten, dann und wann,
sind sie einfach für dich da,
nimm sie an und nimm sie wahr.
Denn im tiefen Leichten, kaum verborgen,
liegt dein bestes Glück ohne Sorgen.
Es ist bereit für dich.
Sei du selbst.
Sei leicht.
Sei glücklich.

Dichterdienstag 19KW39 - 39



39

Diese Zahl an sich, so ganz für sich,
könnte unter Anderem vom Lotto sein,
oder gar eine Addition vieler Dreien.
An und für sich ist sie aber ganz anders wertig.
Wird sie doch kleiner, je weiter
man sich der Reduzierung nähert.
Je weniger die Zeiten werden,
desto größer wird die Freude werden.
Ein Countdown sie zu knechten,
eine Zahl die zum Echten
wird und endlich das zusammenführt,
was ganz einfach zusammengehört.
Diese Zahl gilt es nun zu verwenden,
um damit tägliche Vorfreude zu senden.
Warum dreht die Zeit sich manchmal nur so langsam?
Wäre es nicht schön, wäre sie jetzt schon unaufhaltsam
schnell und rasant heruntergezählt?!
Oh ja, das wäre völlig fantastisch,
total großartig und galaktisch.
Auf jeder Ebene erstrebenswert
und einfach wundervoll und lebenswert.
Bald, bald und immer mehr
kommt er dann immer näher:
der Tag an dem die Null dann steht
und endlich die Verbindung passiert.
Ich zähle nun die Tage,
sehe nach vorne ohne Frage,
freue mich auf jede Stunde
und höre es schon aus deinem Munde.
Wie lang es damals noch gedauert hat...
und jetzt, schließlich, endlich ist der Tag!

Dienstag, 17. September 2019

Dichterdienstag 19KW38 - Kreativität

Kreativität tropft aus allen meinen Poren.
Ich Kann sie weder stoppen noch hindern,
zu fließen. Sie ist da, ungewollt auserkoren
und hilft mir dabei, die Tristess zu lindern.

Kreativität tropft aus allen meinen Händen,
tropft und tropft und hört nicht auf
in Worten sich zu ergründen,
in Tönen sich zu ergießen,
in Farben sich zu erfließen.
Sie tropft und tropft und hört nicht auf.

Kreativität tropft aus allen meinen Seelen,
fliegend, auf und nieder, immer wieder,
im Kreis herum, um sich selbst ergeben,
strahlend, gleißend, leuchtend, immer wieder.

Kreativität strömt aus
meinen Poren,
meinen Händen,
meinen Seelen,
Öffnet Schranken, Fenster, Türen,
schreibt Bände, spielt Lieder und malt Bilder.
Immer wieder, nie zu wider,
stet'ger Quell, stet'ges dunkles Hell,
Niemals versiebend, ihr ständig erliegend.

Eines sei dir gesagt, liebe Kreativität:
Ich danke dir!

Dichterdienstag 19KW37 - Sonntags - das Nachts fürs Gehirn

Nachts - das Sonntags für's Gehirn

Nachts, da ist es meistens friedlich,
denn dann, meistens, schlaf' ich
ungestört vom Gedankenapparat.
Manchmal mag ich zwar auch Salat,
aber eher selten. Denn, was zählt, wenn
ich darf, ist die Stille, wenn ich penn'.

Wenn die Lider sich vor die Augen schieben,
sich wie ein schwerer Vorhang vor die Pupillen legen,
dann ist das Theater meist vorbei,
die Bühne ist leer. Stummes Geschrei
dröhnt dann nicht mehr, nimmer
das Palavern des Einheitsbreis.
Alles ruhig, alles still.
Selbst in mir drin.

Irgendwann endet dieser Frieden natürlich  wieder,
dann gehen sie wieder auf, die Lider.
Auf geht der Geist und der Verstand.
Auf geht das Ohr und noch was Anderes.
Palim, palim, da ist sie ja schon wieder.
Kaum verändert, kreischend hell,
erdrückend laut und fahrig schnell.
Diese schöne, bunte, runde Welt.
Widewidewie sie mir gefällt.
Vielleicht träume ich ja noch.
kann es sein, dass es gerade nach Kaffee roch?

Und schon wieder war ein Sonntag vorbei.
Hooray, dachte ich mir noch, als es nach Kaffee roch.
Aber das war Einbildung! Danke Sonntag,
wirklich, danke! Es gibt keinen besseren Tag,
um zu merken, wie wichtig doch die Zeit ist,
die man nicht bemerkt, wenn es wieder mal soweit ist.

Das nächste Sonntags folgt auch meist,
spätestens später dann, wenn's wieder heißt:
Augen zu und in den Staub mit dem Lärm
Nachts - das Sonntags für's Gehirn.

Dienstag, 3. September 2019

Dichterdienstag 19KW36 - Manchmal Melancholie


Manchmal Melancholie

Ich schreibe so viel und mache so wenig,
denke so viel und handle nur mäßig.
Manchmal gucke ich in den Himmel empor,
lasse die Gedanken Gedanken sein und stelle mir vor,
wie es wäre, jetzt auf dem Mond zu sein.
Wäre es friedlich, luftleer oder allein?

Ich schweige so viel und sage so wenig,
diskutiere mit mir selbst oft zu emsig.
Manchmal schaue ich mir die Sterne an,
lasse die Gedanken Gedanken sein und frage mich dann,
wie es wäre, wären wir nicht allein.
Wäre es neutral, krieglich oder gar fein?

Ich empfinde so viel und gebe so wenig,
nehme es auf und verarbeite es täglich.
Manchmal schaue ich stur in den Horizont,
lasse die Gedanken Gedanken sein und fahre fort,
mir zu wünschen und zu erstreben:
ein freies, gutes und wundervolles Leben.

Ich bin nicht viel, zudem auch wenig,
leuchte meistens dunkler als ein Irrlicht.
Manchmal schaute ich dich einfach an,
ließ die Gedanken Gedanken sein und sagte dir dann,
wie schön du bist, wie hell du scheinst.
Wie furchtbar es ist, wenn du weinst.
Wie erstrebenswert dein Kosmos ist,
wie wunderbar und toll du bist.

Manchmal schaue ich in die Nacht empor, 
lausche den Wolken und bin ganz Ohr.
Ich höre dich noch von Weitem rufen,
schaue mich um und fange an, zu suchen.
Aber es ist nur ein Echo vergangener Zeiten,
was mich daran erinnert, nicht zu entgleiten.

Dienstag, 6. August 2019

Dichterdienstag 19KW32 - Denke, Henker. Dichte, Richter.

Denke, Henker. Dichte, Richter.

Wenn aus "Dichter und Denker"
"Richter und Henker" wird, wird
es unsere Aufgabe sein werden,
erneut die alten Werten zu erwerben.

Einst schrieben und dichteten sie.
Heut' richten und wortschlachten sie
jede Meinung so derbe auseinander,
dass man meinen könnte, jeder hat 'nen Hammer.

Egal um welches Urteil es nun geht,
ob von Westen, Osten, Norden oder Süden,
der Wind der kommunikativen Mobilmachung, der weht,
meistens stark, manchmal mäßig, selten gediegen.

Die Bühnentauglichkeit der neuen Plattform
ist auf jeden Fall die neueste Wert-Norm,
wenn es darum geht, mitzumachen,
sich zu positionieren und anzufachen.

Ob Spaß, ob Nahrung, ob Unterhaltung,
ob OBs, ob Gummis, ob Vergeltung,
nebst Kleidung, Behaarung oder Schmuck,
liegt alles unter diesem stetigen Urteilsdruck.

Meinungen kann man ja durchaus haben.
Der Gerichtssaal ist allerdings kein Debattierclub...
das muss man schon so sagen.

Schnell wandelt sich der Raum zur Folterkammer,
wird dann zum öffentlichen Pranger
und letztendlich zum Schafott.

Das Schöne ist, am nächsten Tag ist alles vergessen...
verlaufen im Sand und Blut der letzten Qual,
bereit für ein nächstes - wieder - letztes Mal.

Es passiert, es nicht schön, es ist normal.
Ob gefragt oder ungefragt, ein jeder sagt,
was er denkt oder fühlt oder ist geplagt,
dass ein jeder fühlt, was er denkt oder fragt.

Dienstag, 23. Juli 2019

Dichterdienstag 19KW30 - Unter der Gürtellinie ('xtnd)

Unter der Gürtellinie (extended)

Ungenierte Blicke wandern über verdeckte Ziele.
Wagen es zu ersuchen, was niemals jemand
im Vorhinein wissen werden kann.

Vermeintliche Unsichtbare, diese Blicke.
Nicht gänzlich ungesehen und niemals ungeschehen.
Zugegeben: effektiver für sie als für ihn.

Denn wie jeder einmal lernen wird:
die Enttäuschung über minimale Unbefriedigung
ist eine maximal-traurige Vorstellung.

Deshalb prüfe stets, was zu prüfen ist.
Es soll ja nachher keiner sagen:
"Hättest du das mal vorher gewusst!"

Dennoch seid Euch immer gewiss,
sowohl Weiblein als auch Männlein,
Vieles ist einfach nicht so, wie es ist.

Variationen, Formen, Farben und Größen.
Alles ist nunmal vetreten. Gegeben
dank der Physiologie der Anatomie.

Entweder voll des Glücks oder halt des Pechs,
im Reigen des Gürtellinien-Roulettes
wird es immer spannend bleiben.
(Außer man cheatet oder bekommt nen Tipp
oder fragt einfach mal nach nem Pic.
Sie ist zwar nicht so Eine, aber sie hasst diesen Trick.)

Inständig hofft man einfach, dass Alles
gut und das subjektive Empfinden
zufrieden ist - im Falle eines näheren Falles.

Bennent die Dinge ruhig beim Namen.
Unter der Gürtellinie kann man Betragen
eh vergessen. Es geht um's Nageln.

Unter der Linie geht der Spaß ja weiter.
Meistens heiter, weiter, immer weiter,
manchmal heißer, manchmal fleiß'ger.
In Perfektion von Deckungsgleichheit
gelingt die intensivste Zeiteinheit:
Stillstand.

Vergessen ist das Ticken der Zeiger.
Vergessen...die Erde dreht sich weiter.
Vergessen ineinander: bitte bleib' da.
Vergessen im Einklang der Zweiheit
gelingt die intensivste Zeiteinheit:
Stillstand.

Deshalb prüfe stets, was zu prüfen ist.
Es soll ja nachher keiner wagen, zu sagen:
"Hättest du das mal vorher gewusst!"

Dienstag, 9. Juli 2019

Dichterdienstag 19KW28 - Jeder mag Steine


SPOILER!!! Zu einem Film (Avengers Infinity War), den nun fast jeder gesehen haben sollte! Falls dem nicht so ist, spart Euch bitte dieses Gedicht!


Jeder mag Stein

Planlos geht der Tag los,
dachte sich einst der Thanos.
Was könnte ich denn heute so machen?
Vielleicht auf Xandar ein Feuerchen anfachen?

Gesagt, hingeflogen, getan.
Xandar brauchte keinen großen Plan.
Einfach hin, alles in Schutt und Asche legen
und dann den Machtstein an sich nehmen.

Auf dem Weg zum nächsten Stein
trat er dann ein paar Türen ein,
folgte den Asgardianern mit Geschick
und brach dem schelmischen Gott das Genick.

Ein paar wenigen Zeiten später,
suchte er dann den Äther.
Fand ihn bald beim Collector...
zugegeben, Dieser war kein guter Protector.

Drei von sechs! Die Hälfte war gesammelt.
Red Skull hatte etwas gestammelt
von wegen: eine Seele für eine Seele...
und selbst Thanos verdrückte eine Träne.

Nachdem er dann sein Tochterlein
opferte, erhielt er so den Seelenstein,
tauchte ein in die Vergangenheit
und freute sich schon auf den Stein der Zeit.

Dieser wurde ihm dann ausgehändigt.
Nach einem guten Kampf, fast gebändigt,
schenkte ihm der Zauberer diesen Stein.
Jetzt nur noch Einer, so sollte es sein.

Auf nach Wakanda, denn dort war die Vision.
Wie es enden würde, wusste er schon.
Die Maschine hart am Kragen gepackt,
den Gedankenstein aus seiner Stirn gehackt.

Jetzt hatte er endlich alle Sechs zusammen!
Er war freudig, stolz und sein Verlangen
war enorm, nun mit den Fingern zu schnipsen,
um die Hälfte des Universums auszuknipsen.

Auch wenn der Axtmann sich noch bemühte,
war es zu spät und dem Universum blühte
das, was er Gnade nannte oder Gleichgewicht.
Nur vom Endspiel wusste er noch nicht.