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Freitag, 20. März 2020

Was man nicht weiß


Was man nicht weiß

Ist es so, dass Menschen gewisse Dinge tun,
ohne große Bedenken oder Not,
einfach nur, weil man weiß,
wenn es keiner weiß, macht's keinen heiß?!

Wie sieht's mit der Moral dann aus,
gibt's die noch oder bleibt die zu Haus'?
Kleine Notlügen sind schon okay?
Hauptsache es kommt nicht raus, hooray?

Wie vetraut man dann, mit dem Wissen:
Menschen tun immer nur das, was ihnen gefällt.
Wo fängt die Notlüge an, in welcher Welt
hört sie auf? Wo ist das Gewissen!?

Ganz bewusst die Dinge zu verschweigen,
nur um sich selbst keine Meinung zu geigen,
Klar, gelogen ist es nicht, aber so zu tun als ob
grenzt an das Gleiche und verdient alles andere als Lob.

Wenn man Aufrichtigkeit so mit Füßen tritt,
hat man es nicht verdient Vetrauen zu bekommen
und ist selber Schuld. Aber egal,
solche Menschen halten eh nichts von Moral.

Wertevorstellungen variieren eh,
wenn's keiner weiß, tut's keinem weh.
Am Ende kommt aber alles ans Licht.
Dann ist das Geschrei groß: "Ich wollte das nicht!"









Mittwoch, 11. März 2020

Koronalisierung - ch zwischen sch



Koronalisierung

Koronalisierung, na wer kennt's?
Oder hat das wieder jeder verpennt?!
Mit Nichten, weder Neffen,
dem Grippe-Trallala entsprechend.
Weder Rotz, noch Husten, gar Infekt.
Dennoch etwas mit dem Mund, aber kein Konfekt!

Dialekt? Mmmmm-maybe...damit in Verbindung bringend.
Wortklänge, Silben und Laute bindend.
Und btw eines der besten Wörter in dem Zusammenhang:
"Der palatale Frikativ ch",
also spätestens da
nahm es seinen Anfang
purer Erheiterung und Information,
denn "Koronalisierung" - wer wusste es schon?

Im Endeffekt geht's um eine Variation
von dem ich-Laut und dem eszehha.
Auch dieser palatale Frikativ ch,
spielt eine Rolle bei der Lautausbildung.
So variiert die Kirsche hier und da immens,
oder die Geschi(s)chte von der Kirche, man kennt's.

Je nach Ursprung und Aufenthalt spricht's
sich überall ein wenig unterschiedlich.
Angepasst, abgewandelt, dialektisch.
Koronalisierung passiert...selbst am Essti(s)ch.






Dienstag, 3. März 2020

Gegenseitigkeit erleben



Gegenseitigkeit erleben

Dein Leben ist Veränderung,
Meines besteht aus Absicherung.
Bei dir herrscht Tohowabohu,
bei mir ist's eher andersrum.
Ständiges Funktionieren-Müssen
gegen zu viel Zeit unter meinen Füßen.
Bei dir ist alles durchgeplant,
ich lebe eher in den Tag.
Du bist immer im Alltag angekommen,
ich hänge noch ein bisschen in Erinnerungen.
Du musst stark und pragmatisch sein,
ich mache mich manchmal zu klein.
Du stehst um sieben Uhr auf,
ich schlafe meistens aus.
Dein Leben ist der Wahnsinn,
Meines läuft überschaubar vor sich hin.

Trotz unserer beider, immer noch, verschiedener Leben,
kann es einfach nichts Schöneres geben,
als die Zeit mit dir zu teilen,
ohne uns dabei zu enteilen.
Jeden Tag auf's Neue 
herrscht Dankbarkeit und immense Freude.

So Vieles, was wir nun schon zusammen erlebt haben.
So viele Monate wunderbarer Verbundenheit.
So viele Tage voller Lebendigkeit.
So viele Momente voller Zusammenhalt.
So viel unbeschreibliche Zweisamkeit.

So viel Zeit, die du weiterhin erübrigst
und uns über die Distanz das ermöglichst,
was wir beide schätzen, wollen und erstreben:
ein verbundenes und gückliches Leben.



Samstag, 11. Januar 2020

Bild-im-Bild-Bild - Inspirationen unter sich




Bild-im-Bild-Bild

Inspirationen hängen zusammen
rum und unterhalten sich.
Kommt eine andere Idee vorbei,
bleibt hängen und setzt sich.

'So, Mädels, ich male jetzt ein Bild von euch.'

"Hört, hört! Schaut, schaut! (,shout it all out)
Welch tolle Idee für kunstvolles Zeug(ch)."

'Dann haben wir hier alle Bilder im Bilde, 
Metaphorische und auch das Wilde.
Lasst mich mal machen, ihr Inspirationen,
dieses Bild eurer Bilder wird sich voll lohnen.'

"Und wer malt dann das Bild zu deiner Idee?
Oder verliert sich sowas im Schnee?
Zu schade wäre es d'rum, bliebe dieses
Bild-im-Bild-Bild, ein Bild im Bild, schien es
doch so ambitioniert, zu erlangen,
was sich inspiriert und dies zu fangen.

Wenn der Rahmen allerdings der Richtige ist,
verliert sich der Schnee im Bilde
alsbald von selbst im Bild-Bild-Gebilde.
Also fang' an zu malen, gute Inspiration,
wir unterhalten uns einfach weiter,
du machst das da schon!"





Dienstag, 17. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW51 - Schreib-Aufgabe #3.2019 - Teaser-Gedicht

 
 
Schreib-Aufgabe #3.2019 - Teaser-Gedicht

Morgen, Kinder, wird's was geben,
Zeilen und Texte aus dem Leben.
Die Schreibaufgabe ist wieder am Start,
Mittwoch-Abend für Euch parat.

Sechs Schreiber und ein Thema.
Auflage Nummer drei, da sind wir.
Nicht leicht, eher unbequemer,
als die letzten Beiträge, hier.

Ob Caro wieder ein Lied gebastelt?
Ob David wieder über Dialoge sinniert?
Ob Joe wieder über die Stränge schlägt?
Ob Lena wieder von sich erzählt?
Ob Viviane die Aufgabe gemeistert?
Ob der Mystery-Writer auch begeistert?

Fragen, die sich in Antworten ergeben.
Ich poste es morgen, ihr werdet es erleben.
Ich bin ebenso wieder sehr gespannt,
was die Leute auf's digitale Papier gebannt.

Das Thema? Ja, das verrate ich jetzt schon:
Es geht um Depressionen und die Veröffentlichung.
"Depressionen und das Öffentlichmachen", um genau zu sein,
Seid gespannt, es wird wieder wunderfein.

Damit schließt sich die Challenge für dieses Jahr,
bald geht's aber weiter, ist doch klar!
Mit vielen spannenden Themen,
aus der Gesellschaft, aus dem Leben.

Ich bedanke mich einfach jetzt schonmal,
für das fleißige Mitwirken und Teilnehmen,
für das Schreiben und Gedankengeben.
Für eure Zeit und die Energie,
für eure Ambition und Aufwendungen.
Gehabt euch wohl! Bis morgen.
 
 


 

Dienstag, 10. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW50 - In meiner Welt



In meiner Welt

Ich nehm' dich mit in meine Welt,
fühl' dich frei, tu', was dir gefällt.
Sie steht dir offen und zwar in Gänze,
springe, lache, laufe, tanze!
Ich sehe dich so gerne, wenn du schwebst,
wie du lächelst, wie du strahlst, wie du lebst.
Wie du völlig geborgen und leicht,
mir mit deiner Anwesenheit zeigst,
wie schön das Teilen der eigenen Welt doch ist.

Ich nehm' dich mit in meine Welt
und wir machen einfach das, was uns gefällt.
Ich lasse dich dich selbst entfalten,
halte deinen Geist und sehe dich gleiten.
Ich zeige dir meine Fantasie, meine Horizonte,
mein Inneres und meine ganz besonderen Orte.
Ich zeige dir, was meine Welt ausmacht,
ich zeige dir, was mein Feuer entfacht.
Ich sehe das Funkeln in deinen Augen.

Wir gehen die zahlreichen Wege, die sich in mir winden,
wir fliegen umher, ohne dabei zu schwinden.
Wir springen durch offene Tore und Türen,
verlieren dabei nie das Gefühl, uns zu fühlen.
Wir führen uns immer wieder gegenseitig ans Ziel
und wissen ganz genau, wieviel
die Welt des Anderen in uns selber lebt
und wie gerne wir einfach in uns sind.
Wir hören das Knistern unserer Gedanken.

Hier in meiner Welt ist alles möglich,
keine Gefängnisse, keine Schranken nötig.
Zudem ist es hier unendlich weit,
komm', wir vergessen einfach die Zeit.
Alles, was du hier siehst, ist deins,
Alles, was ich dir gebe, ist meins.
Alles, was du träumst und willst,
gipfelt hier und spiegelt mich selbst.
Wir spüren die Intensität unserer Herzen.

Hier in deiner Welt, da will ich bleiben,
träumen, leben, frei sein, verweilen.
Ich fühle mich so wohl mit dir,
du bist die Erfüllung, die in letzter Zeit gefehlt hat.
Ich bin so gerne das Wohl in dir,
du machst mich zu dem, was ich solange vermisst hab'.
Wir wissen, lächeln, verschmelzen
für einander, miteinander, alle Grenzen.
Ich halte mich in deiner Welt.
Du hälst dich in meiner Welt.
Wir halten uns aneinander fest
und fühlen uns, ganz in echt.





Dienstag, 3. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW49 - Der Knopf




Der Knopf

Manchmal drückt man einen Knopf
und man merkt direkt, wie frei der Kopf,
wie leicht das Drücken dieses Knopfes ist,
wie sehr er dann hält, was er verspricht.

Er ist gekennzeichnet mit Signalen,
mit pragmatischer Einfachheit und Farben.
Eigentlich nicht zu übersehen,
dennoch nicht für jeden zu verstehen.

Ein Knopf, den es zu drücken gilt.
Ein Eindruck, den es zu wahren gilt.
Eine Wahrheit, die es anzunehmen gilt.
Ein Annehmen, das völlig leicht geschieht.

Er öffnet ein Portal, Pforten und Räume.
Er ermöglicht lebensverbundene Träume.
Einmal gedrückt, beschert er für mich
die tollste Wahrnehmung, eindrücklich,
voller Horizonte,
voller Erstrebungen.
Voller Glücksmomente
und Belebungen.

Einst verborgen, nun aktiviert,
entfaltet er das Potential, jeden Morgen,
gibt Kraft und Energie für jeden Tag,
und spendet mir genau das, was ich wollte.

Das, was ich ersehnte und mir wünschte.
Er zeigt mir all die tollen Künste,
neue Ideen und Symbiosen,
richtig wundervolle Perspektiven.

Ich bin so froh, ihn gedrückt zu haben.
Ich bin so froh, dass er einfach bleibt.
Ich werde seine Möglichkeiten wahren
und ihn immer bei mir tragen.




Dienstag, 19. November 2019

Dichterdienstag 19KW47 - Gleichgewichte

Gleichgewichte

Wieviel wiegt eine Sehnsucht?
Wie schwer ist die Demut?
Wieviel wiegt das Wissen?
Wie schwer ist das Vermissen?
Wieviel wiegt ein Verlangen?
Wie leicht es ist, dies zu erlangen!
Wieviel wiegt die Leichtigkeit?
Wie leicht es ist, frei zu sein!
Wie lange dauert eine Ewigkeit?
Wie weit ist der Weg zur Glückseligkeit?
Wie lange hält dieses Gefühl dann an?
Am liebsten für immer, von Anfang an!

Wieviele Male braucht es, um zu sehen,
wie leicht es einfach ist, mit dir zu gehen?!
Diesen langen Weg, der ans Ziel uns bringt,
diese tolle Zeit, die uns niemand nimmt!

Die Sehnsucht wiegt so viel, wie es nötig ist.
Die Demut ist so schwer, wie es möglich ist.
Denn das Wissen ist unendlich gewichtig,
das Vermissen so intensiv-leicht-schwierig.
Das Verlangen in seiner reinsten Form,
wird ständig größer und immer mehr.
Die Leichtigkeit bleibt Leichtigkeit,
denn frei zu sein, heißt: sich einig zu sein.
Ewigkeiten später, einfach unaufhörlich,
ist des Glückes Präsenz weiter riesig.
Von Anfang an bis zur Unendlichkeit,
jedes Mal ist es Leichtigkeit, die bleibt.

Denn: egal, wie lange, wie schwierig, wie schwer...
Egal, wie weit, wie lästig, wie fern...
Egal, welche Stunden, welche Tage, welche Zeiten...
Egal, welche Umstände, welche Steine, welche Hürden...

...trotzend allen Widrigkeiten
und den temporären Schwierigkeiten,
zu wissen, dass es einfach völlig leicht,
einfach und erstrebenswert bleibt,
schürt die Euphorie ganz enorm,
und bringt uns jedes Mal ein Stück nach vorn'.





Donnerstag, 14. November 2019

Dichterdienstag 19KW46 - Der Hammer mit dem Nagel



Der Hammer mit dem Nagel

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.
Es ist dann so, wie mit dem Deckel und dem Topf,
völlig frei und ständig, wie die Brandung in der Bucht.
Wenn man nicht mal groß ausholen muss...
Wenn es egal ist, welche Macken man hat...
Wenn es einfach funktioniert, wie im Fluss...
Wenn es tiefgreifend ist und nicht platt...
...dann ist der Hammer die Besänftigung
und der Nagel die totale Bestätigung.

Auf den Kopf, auf den Kopf bei jedem Mal,
ständig steigt die Zahl,
der Frequenz der wahnsinnigen Genugtuung,
mit Schwung, Leichtigkeit, ohne Zumutung.
Ganz wie von selbst funktioniert's dann
mit jedem weiteren Schlag.

Egal wo,
egal wie,
egal wann.

Ich bin der Hammer, du der Nagel.
Getroffen, ohne hinzusehen.
Verbunden, ohne Knoten.
Verwunden, ohne Wunden.
Unfassbare Verbindungen
ohne wirkliche Einschränkungen.

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.

Dienstag, 29. Oktober 2019

Dichterdienstag 19KW44 - Mein Glück



Mein Glück

Egal wo ich bin, Eines ist gewiss:
ich weiß um mein Glück, ganz bewusst.
Ich kann mich darauf verlassen,
ohne verlassen zu sein,
mit dem Wissen, immer da zu sein.

Mein Glück ist so erstrebenswert,
so unglaublich stark und toll.
Es ist da, es ist nah, es ist mein Held.
Manchmal klingt es auch in Moll,
dennoch macht es nicht traurig,

ganz im Gegenteil: es beflügelt,
macht mich zufrieden, schenkt mir Kraft.
Es sagt mir, glaube an dich. Es lacht,
es lebt, es ist präsent. Es zügelt
mich manchmal, hält mich bei mir selbst.

Mein Glück, egal, ob nah, ob fern,
es belebt mich, lässt mich atmen.
Es blüht in mir, wie ein bunter Garten,
Mein Glück, ich trage dich so gern
in mir, bei mir, mit mir. Ich danke dir!

Dank dir sehe ich, selbst im tiefen Dunkel.
Dank dir höre ich, selbst im lauten Tosen.
Dank dir schmecke ich, selbst im Faden.
Dank dir rieche ich, selbst im Argen.
Dank dir spüre ich mich selbst in mir.

Mein Glück, bleibe genau so wie du bist.
Du bist mein Quell, mein Motor, mein Weg.
Du bist mein Klee, mein Gold, mein Steg,
an dem das Schiff des Lebens anlegt,
welches mich dann zu dir bringt.

Montag, 28. Oktober 2019

Dichterdienstag 19KW43 - Steck' mich an



Steck' mich an

Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Zuversicht und Tatendrang.
Mit Wohlgefühl und Optimismus,
mit Geborgenheit und einem Seelenkuss.

Ich gebe dir ja so gerne von mir:
das Licht und die Ruhe,
die Wärme und das Hier,
wenn du Schuhe brauchst, auch Schuhe.

Aber vor allen Dingen will ich dir Zeit spendieren.
Zeit, die gut tut.
Zeit, die glücklich macht.
Zeit, die einen immensen Wert hat.
Zeit, die dein inneres Feuer entfacht.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich einfach so berührt.

Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Fantasie und Schelmigkeit.
Mit Freude und Gelassenheit,
mit Kraft und Zufriedenheit.

Ich gebe dir ja so gerne von mir:
mein Lächeln, meinen wissenden Blick.
Mein Ohr, meine Hand, mein Wir.
Mein Verständnis und mein großes Glück.

Jeden Tag ein bisschen mehr.
Jeden Tag ein Stückchen näher.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich immer mehr verführt.
Zeit, die dich positiv stimmt.
Zeit, die dir deine Sorgen nimmt.
Zeit, die ich mit dir teile.
Zeit, die dich immer mehr berührt.

So schenke ich dir diese großartigen Sachen
und knüpfe ein konstantes Band.
Ich schaue dich an,
reiche dir die Hand
und sehe dann:
dein wundervollstes Lachen.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Dichterdienstag 19KW40 - Leicht



Leicht

Eigentlich ist es ganz leicht.
Streiche einfach das "eigentlich"
und was bleibt, ist das leicht,
welches ist und für sich steht
und den Weg dann mit dir geht.

So viel Schwere, potentielle,
muss doch gar nicht sein.
Tritt nicht auf der Stelle
und sei dir selbst im Herzen treu.
Dann schau und sieh, wie man sich freut.
Denn wenn du zuversichtlich bist,
vergeht die Scheu, die Schleier fliegen
und die Leichtigkeit, sie wird obsiegen.

Mach dich frei vom Erwartungsdruck
des ganzen, großen Massenglücks.
Entsprich dir selbst und sei dir selbst bewusst.
Dass du gut bist, hast du eh längst gewusst.
Sei dir selbst ein König und verhalte dich
so königlich-nötig, wie möglich.
So wird es bald ein Leichtes sein,
dir selbst ein kleines Wunder zu sein.

Wunder? Ja, die gibt es.
Und es gibt sie immer wieder.
Lass sie zu und sieh sie an.
Denn bei Zeiten, dann und wann,
sind sie einfach für dich da,
nimm sie an und nimm sie wahr.
Denn im tiefen Leichten, kaum verborgen,
liegt dein bestes Glück ohne Sorgen.
Es ist bereit für dich.
Sei du selbst.
Sei leicht.
Sei glücklich.

Dichterdienstag 19KW39 - 39



39

Diese Zahl an sich, so ganz für sich,
könnte unter Anderem vom Lotto sein,
oder gar eine Addition vieler Dreien.
An und für sich ist sie aber ganz anders wertig.
Wird sie doch kleiner, je weiter
man sich der Reduzierung nähert.
Je weniger die Zeiten werden,
desto größer wird die Freude werden.
Ein Countdown sie zu knechten,
eine Zahl die zum Echten
wird und endlich das zusammenführt,
was ganz einfach zusammengehört.
Diese Zahl gilt es nun zu verwenden,
um damit tägliche Vorfreude zu senden.
Warum dreht die Zeit sich manchmal nur so langsam?
Wäre es nicht schön, wäre sie jetzt schon unaufhaltsam
schnell und rasant heruntergezählt?!
Oh ja, das wäre völlig fantastisch,
total großartig und galaktisch.
Auf jeder Ebene erstrebenswert
und einfach wundervoll und lebenswert.
Bald, bald und immer mehr
kommt er dann immer näher:
der Tag an dem die Null dann steht
und endlich die Verbindung passiert.
Ich zähle nun die Tage,
sehe nach vorne ohne Frage,
freue mich auf jede Stunde
und höre es schon aus deinem Munde.
Wie lang es damals noch gedauert hat...
und jetzt, schließlich, endlich ist der Tag!

Dienstag, 17. September 2019

Dichterdienstag 19KW38 - Kreativität

Kreativität tropft aus allen meinen Poren.
Ich Kann sie weder stoppen noch hindern,
zu fließen. Sie ist da, ungewollt auserkoren
und hilft mir dabei, die Tristess zu lindern.

Kreativität tropft aus allen meinen Händen,
tropft und tropft und hört nicht auf
in Worten sich zu ergründen,
in Tönen sich zu ergießen,
in Farben sich zu erfließen.
Sie tropft und tropft und hört nicht auf.

Kreativität tropft aus allen meinen Seelen,
fliegend, auf und nieder, immer wieder,
im Kreis herum, um sich selbst ergeben,
strahlend, gleißend, leuchtend, immer wieder.

Kreativität strömt aus
meinen Poren,
meinen Händen,
meinen Seelen,
Öffnet Schranken, Fenster, Türen,
schreibt Bände, spielt Lieder und malt Bilder.
Immer wieder, nie zu wider,
stet'ger Quell, stet'ges dunkles Hell,
Niemals versiebend, ihr ständig erliegend.

Eines sei dir gesagt, liebe Kreativität:
Ich danke dir!

Dichterdienstag 19KW37 - Sonntags - das Nachts fürs Gehirn

Nachts - das Sonntags für's Gehirn

Nachts, da ist es meistens friedlich,
denn dann, meistens, schlaf' ich
ungestört vom Gedankenapparat.
Manchmal mag ich zwar auch Salat,
aber eher selten. Denn, was zählt, wenn
ich darf, ist die Stille, wenn ich penn'.

Wenn die Lider sich vor die Augen schieben,
sich wie ein schwerer Vorhang vor die Pupillen legen,
dann ist das Theater meist vorbei,
die Bühne ist leer. Stummes Geschrei
dröhnt dann nicht mehr, nimmer
das Palavern des Einheitsbreis.
Alles ruhig, alles still.
Selbst in mir drin.

Irgendwann endet dieser Frieden natürlich  wieder,
dann gehen sie wieder auf, die Lider.
Auf geht der Geist und der Verstand.
Auf geht das Ohr und noch was Anderes.
Palim, palim, da ist sie ja schon wieder.
Kaum verändert, kreischend hell,
erdrückend laut und fahrig schnell.
Diese schöne, bunte, runde Welt.
Widewidewie sie mir gefällt.
Vielleicht träume ich ja noch.
kann es sein, dass es gerade nach Kaffee roch?

Und schon wieder war ein Sonntag vorbei.
Hooray, dachte ich mir noch, als es nach Kaffee roch.
Aber das war Einbildung! Danke Sonntag,
wirklich, danke! Es gibt keinen besseren Tag,
um zu merken, wie wichtig doch die Zeit ist,
die man nicht bemerkt, wenn es wieder mal soweit ist.

Das nächste Sonntags folgt auch meist,
spätestens später dann, wenn's wieder heißt:
Augen zu und in den Staub mit dem Lärm
Nachts - das Sonntags für's Gehirn.

Dienstag, 3. September 2019

Dichterdienstag 19KW36 - Manchmal Melancholie


Manchmal Melancholie

Ich schreibe so viel und mache so wenig,
denke so viel und handle nur mäßig.
Manchmal gucke ich in den Himmel empor,
lasse die Gedanken Gedanken sein und stelle mir vor,
wie es wäre, jetzt auf dem Mond zu sein.
Wäre es friedlich, luftleer oder allein?

Ich schweige so viel und sage so wenig,
diskutiere mit mir selbst oft zu emsig.
Manchmal schaue ich mir die Sterne an,
lasse die Gedanken Gedanken sein und frage mich dann,
wie es wäre, wären wir nicht allein.
Wäre es neutral, krieglich oder gar fein?

Ich empfinde so viel und gebe so wenig,
nehme es auf und verarbeite es täglich.
Manchmal schaue ich stur in den Horizont,
lasse die Gedanken Gedanken sein und fahre fort,
mir zu wünschen und zu erstreben:
ein freies, gutes und wundervolles Leben.

Ich bin nicht viel, zudem auch wenig,
leuchte meistens dunkler als ein Irrlicht.
Manchmal schaute ich dich einfach an,
ließ die Gedanken Gedanken sein und sagte dir dann,
wie schön du bist, wie hell du scheinst.
Wie furchtbar es ist, wenn du weinst.
Wie erstrebenswert dein Kosmos ist,
wie wunderbar und toll du bist.

Manchmal schaue ich in die Nacht empor, 
lausche den Wolken und bin ganz Ohr.
Ich höre dich noch von Weitem rufen,
schaue mich um und fange an, zu suchen.
Aber es ist nur ein Echo vergangener Zeiten,
was mich daran erinnert, nicht zu entgleiten.

Dienstag, 6. August 2019

Dichterdienstag 19KW32 - Denke, Henker. Dichte, Richter.

Denke, Henker. Dichte, Richter.

Wenn aus "Dichter und Denker"
"Richter und Henker" wird, wird
es unsere Aufgabe sein werden,
erneut die alten Werten zu erwerben.

Einst schrieben und dichteten sie.
Heut' richten und wortschlachten sie
jede Meinung so derbe auseinander,
dass man meinen könnte, jeder hat 'nen Hammer.

Egal um welches Urteil es nun geht,
ob von Westen, Osten, Norden oder Süden,
der Wind der kommunikativen Mobilmachung, der weht,
meistens stark, manchmal mäßig, selten gediegen.

Die Bühnentauglichkeit der neuen Plattform
ist auf jeden Fall die neueste Wert-Norm,
wenn es darum geht, mitzumachen,
sich zu positionieren und anzufachen.

Ob Spaß, ob Nahrung, ob Unterhaltung,
ob OBs, ob Gummis, ob Vergeltung,
nebst Kleidung, Behaarung oder Schmuck,
liegt alles unter diesem stetigen Urteilsdruck.

Meinungen kann man ja durchaus haben.
Der Gerichtssaal ist allerdings kein Debattierclub...
das muss man schon so sagen.

Schnell wandelt sich der Raum zur Folterkammer,
wird dann zum öffentlichen Pranger
und letztendlich zum Schafott.

Das Schöne ist, am nächsten Tag ist alles vergessen...
verlaufen im Sand und Blut der letzten Qual,
bereit für ein nächstes - wieder - letztes Mal.

Es passiert, es nicht schön, es ist normal.
Ob gefragt oder ungefragt, ein jeder sagt,
was er denkt oder fühlt oder ist geplagt,
dass ein jeder fühlt, was er denkt oder fragt.