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Freitag, 20. März 2020

Was man nicht weiß


Was man nicht weiß

Ist es so, dass Menschen gewisse Dinge tun,
ohne große Bedenken oder Not,
einfach nur, weil man weiß,
wenn es keiner weiß, macht's keinen heiß?!

Wie sieht's mit der Moral dann aus,
gibt's die noch oder bleibt die zu Haus'?
Kleine Notlügen sind schon okay?
Hauptsache es kommt nicht raus, hooray?

Wie vetraut man dann, mit dem Wissen:
Menschen tun immer nur das, was ihnen gefällt.
Wo fängt die Notlüge an, in welcher Welt
hört sie auf? Wo ist das Gewissen!?

Ganz bewusst die Dinge zu verschweigen,
nur um sich selbst keine Meinung zu geigen,
Klar, gelogen ist es nicht, aber so zu tun als ob
grenzt an das Gleiche und verdient alles andere als Lob.

Wenn man Aufrichtigkeit so mit Füßen tritt,
hat man es nicht verdient Vetrauen zu bekommen
und ist selber Schuld. Aber egal,
solche Menschen halten eh nichts von Moral.

Wertevorstellungen variieren eh,
wenn's keiner weiß, tut's keinem weh.
Am Ende kommt aber alles ans Licht.
Dann ist das Geschrei groß: "Ich wollte das nicht!"









Samstag, 2. Februar 2019

Das ewige Mädchen

Wenn ich an sie denke, dann sehe ich Blumen und Blüten. Dann rieche ich Lavendel. Ich sehe sie in der Gegenwart aber auch in einer alten Zeit. Ich sehe sie in etwas Vergangenem, was zugleich präsent erscheint. Die Aura, in der sich meine Gedanken an sie bewegen, ist erfüllt mit zeitlosem Dasein schwingender Harmonie. Es war jeher ein sehr einvernehmliches Miteinander, obgleich sich unsere direkten Wege eher selten kreuzten. Ich schätze ihren Sinn für das Gesamte und die unsichtbare Akzeptanz, die sie aufbringen kann.

Wenn ich an sie denke, denke ich an Übereinstimmung. Ich denke an tiefes Verständnis und Demut. Ich erinnere mich gut, wie sie etwaige Konversationen mit ihrer fröhlich-frechen Art und Weise ein ums andere Mal erheiterte. Ihre Augen funkelten unentwegt, als sie von den Abenteuern des Lebens und dem Enthusiasmus erzählte, der nötig war um dem Leben auf der Nase tanzen zu können. Sie liebt es, zu tanzen und sie liebt die Musik. Sie liebt das Leben und sprüht förmlich vor Optimismus. Sie ist ansteckend. Euphorisch. Inspirierend. Voll des Lebens.

Wenn ich an sie denke, dann sehe ich aber auch, wie verletzlich sie sein kann. Ich muss an die intensiven und schweren Unterhaltungen denken. An die Momente totaler Offenheit und Ehrlichkeit. Die Momente des Zweifels und der Ohnmacht. Ihre Augen funkelten bei diesen Gesprächen nicht. Sie blickte oft minutenlang in eine Richtung und ließ ihre Gedanken dabei schweifen. Sie ließ die Gedanken über sich kommen. Sie starrte dabei ins Leere. Aber in ihr, das konnte ich sehen, arbeitete ihr wahres Ich auf Hochtouren. Alsbald würde sie sich des leeren Blickes mit einem raschen Schütteln des Kopfes entledigen und der Funke würde wieder in ihren Augen zu sehen sein. So war es immer gewesen, so wird es immer sein.

Wenn ich an sie denke, dann sehe ich ein Lächeln. Ich sehe die Sonne. Ich freue mich darüber, ein Stückchen der Ewigkeit mit ihr teilen zu können. Ich schätze ihre Zeitlosigkeit und ihre leichtsinnig lockere Sicht der Dinge. Ich schätze es, dass wir so verschieden sind und dennoch so viel gemeinsam haben. Sie erinnert mich an jemanden, der ich immer sein wollte. An jemanden, der immer der inneren Stimme folgt. Sie erinnert mich an den Sinn der Leichtigkeit und das Bestreben, für immer eine unbeschwerte Seele haben zu wollen.

Die Ewigkeit schützt vor Schwere nicht, das wissen wir beide. Ganz im Gegenteil, die Erfahrungen der endlosen Situation sind mannigfaltig und unter Umständen ausschweifend. Wenn ich an sie denke, habe ich manchmal Angst, dass sie sich der Mannigfaltigkeit zu sehr hingibt und irgendwann nicht mehr aus ihr heraustreten kann. Das darf niemals geschehen. Und das wird es nicht!

Sie ist und bleibt das ewige Mädchen, das ich einst kennenlernte. Sie wird immer die sein, die sich hoffnungslos verliebt. Sie wird immer die sein, die ohne offensichtlichen Grund weint. Die, die auch mal zickig ist und Launen an den Tag legt. Sie wird aber auch immer die sein, auf die du dich verlassen kannst. Die mit dem guten Herzen...dem zu großen Herzen. Sie wird immer die sein, die tanzt und feiert, als gäbe es keinen Morgen. Die, die ohne Musik nicht leben kann. Sie wird immer das Mädchen sein, was Poster im Zimmer hängen hat und Idole, die es anhimmeln kann. Sie ist die, die nicht davon ausgeht, dass die Welt ungerecht und grausam ist. Sie ist die, die einfach lebt, mit allen Höhen und Tiefen. Sie ist das Mädchen, das sie immer sein wollte. Für jetzt und immer und darüber hinaus.

Dienstag, 20. November 2018

Nur Du

Menschen:
Alle sind sich ähnlich.
Viele sind gewöhnlich.
Wenige sind gleich.
Und ein Paar...sind meist zwei.

Nur Du,
Du bist einzigartig,
ganz speziell und eigen-artig.
Wunderbar verrückt.
Ich bin von Dir entzückt.



Sonntag, 18. November 2018

Rückkehr und Schutz

Ich blickte tief in Ihre großen, dunklen Augen und vernahm das leichte Beben darin. Ein tanzender Kranz, pulsierende Pupillen. Eine einsetzende Verschwommenheit, ein unsicheres Flackern. Sie blickte sich hektisch um, während Nervosität über Ihre feinen Züge huschte. Ich sah die Zweifel, die Ihre Mundwinkel - kaum merkbar - zum Zucken brachten. Immer wenn sie grübelte oder besorgt war, zog sie eine Augenbraue nach oben und feine Falten erschlossen Ihre Stirn. Sie nestelte nervös am Saum der viel zu großen Sweatshirtjacke, blickte mich an und fragte:

"Warum ist das Leben so ungerecht? Nur Enttäuschungen und Betrug. Neid und Eifersucht. Meine Seele ist schon wieder ein bisschen mehr kaputt gegangen, denke ich...das ist doch scheiße!"

"Aber es sind die Menschen, die ungerecht sind, nicht das Leben.", sagte ich. "Du bist toll und wunderbar und voller Herz und Frohsinn. Lasse niemals zu, dass Dir die Menschen das wegnehmen. Nimm das Leben an, dein Leben und sei Du selbst. Dafür brauchst du doch niemand Anderen."

"Ich bin doch immer ich gewesen" resignierte Sie, "...was mache ich denn nur falsch? Alles, was ich will, ist doch nur ein bisschen Liebe, Zuneigung und Geborgenheit. Vertrauen und Leichtigkeit...ganz normale Dinge...aber..."

"...einige Menschen wollen die Welt einfach nur brennen sehen.", fiel mir dazu spontan ein, "Es ist ein Graus mit einem Großteil der Gesellschaft, das wissen wir beide. Und dennoch, gerade deswegen, bewundere ich Dich für deinen Optimismus. Du versuchst es wenigstens immer wieder...auch wenn es mir im Herzen schmerzt, Dich dann so sehen zu müssen. Besonders Du hast diese kalte, oberflächliche Ungerechtigkeit nicht verdient."

"Bin ich deshalb naiv, blöd oder gar bescheuert? Ich habe Zweifel und ich verliere die Kraft. Ich fühle mich gerade wieder so klein..." Sie senkte den Kopf und seufzte.

Ich trat einen Schritt auf sie zu, nahm Ihre, immer noch leicht zitternden Hände, lächelte und sagte: "Ganz im Gegenteil, Sweetheart. Du bist sensibel und denkst einfach viel nach. Blöd wäre es nur, wenn Dich das Alles runterzieht und Du dich ungewollt veränderst..."

"Aber..."

"Kein "Aber" und keine Widerrede...!"

Sie senkte ihren Kopf und ließ die Schultern noch ein wenig mehr sinken als zuvor.
 
"Hey, schau mich an."

Der Blick den sie mir dann entgegenbrachte, war wieder voller Angst und Zweifel. Tanzende Kreise. Unsicheres Flackern.

"Ändere Dich nicht, denn Du bist gut, wie du bist. Vergiss das bitte nicht. Jeder sollte sich eine Scheibe von Dir bzw. deinem Charakter und Wesen abschneiden. Wären mehr Menschen, wie du, wäre die Welt ein gutes Stück besser und definitiv ein besseres Stück guter!"

Sie musste schmunzeln. Dabei wackelte Ihre Nasenspitze für einen kleinen Augenblick. Das tat sie immer, wenn sie schmunzelte. Aber das wusste Sie natürlich.

"...siehst Du, da bist Du ja wieder.", freute ich mich. "Das Lächeln steht Dir eindeutig besser als der Zweifel und die ganzen Runzel auf deiner Stirn! Und Du weißt: wenn du Dich klein fühlst, hebe ich Dich hoch. Wenn Du Kraft brauchst, schenke ich Dir Energie. Wenn Du Schutz benötigst, empfange ich Dich mit offenen Armen und schließe Dich darin ein. Ich halte Dich fest, damit Du nicht verloren gehst."

Die Falten der Sorgen legten sich so langsam. Ein tiefes Durchatmen. Sie schloss die Augen für einen weiteren Moment, öffnete sie wieder, schaute mich an und eine spontane Rührung überkam sie. Eine Mischung aus Erkenntnis, Dankbarkeit und purer Emotion. Jetzt war Sie wieder so echt, wie sie nur sein konnte.

"Lass einfach los, hier bist Du in Sicherheit. Ich verstehe Dich. Ich bin da, wenn Du mich brauchst!"

Es war drei Uhr nachts, kalt und nass. Es war wieder Herbst.

Sie nickte nur kurz zur Bestätigung, schloss dann wieder ihre braunen Augen und umarmte mich. Sie hielt sich fest. Ich schloss meine Arme um Ihre Schultern und hielt sie ebenso fest.
Das leise "Danke", was sie mir entgegen flüsterte, erfüllte mich mit tiefer Emotion, Demut und ebenso Dankbarkeit.

So standen wir dort, umarmten uns und waren einfach für einander da. Auch um drei Uhr Nachts.


Donnerstag, 5. Juli 2018

Erinnerung. Der schönste Speicher

Wenn Sätze aus dem On/Off inspirieren: "Die Erinnerung ist der schönste Datenspeicher"

Wie wahr, wie wahr. Erinnerungen, unser Gedächtnis. Bilder, Emotionen, Gedanken. Alles auf einmal.

Mit einer schönen Erinnerung, die man sich selber vorstellen kann - an die man sich bewusst erinnert, sich diese vor die inneren Augen führen kann - verbindet man doch so Vieles auf einmal. Ich habe so viele Erinnerungen eingelagert, die immer mal wieder bewusst oder auch unbewusst, dann von außen herausgekitzelt, passieren. In meinem Kopf laufen zusätzlich zu den Erinnerungen auch weitere Assoziationen ab. Dinge die man neu mit den Erinnerungen verknüpfen kann, da man sie erst nach der Erinnerung in Erfahrung gebracht hat, diese aber nun zu einer Erinnerung passen (assoziativ) und dadurch eine Verknüpfung und Verbindung erhalten. So werden Erinnerungen unter Umständen mehr, als sie es mal gewesen sind.

Ich finde Erinnerungen unglaublich toll und bin so froh darum, dass ich mir Dinge merken kann. Klar, heutzutage, in einer Zeit, in der Datenspeicherung salonfähig geworden ist, ist es auch nicht verwunderlich, dass wir (die Gesellschaft) die Dinge auch speichern, aufnehmen und behalten wollen. Wir bedienen uns dazu aber oft und immer mehr dem Hilfsmittel, der Foto- und Video-Erinnerung. Alles wird heutzutage aufgenommen. Alles, wirklich Alles und ja...früher oder später wird genau das Alles auch irgendwie mal im Netz landen. Dann wird aus der Archivierung schnell die Verbreitung und tja...wenn man Glück hat wird man zum YT.Star und merkt es nichteinmal. Sachen gibts immer wieder.

"Ich war kurz Millionär und habs nichts mal mitbekommen." Andy, Mitte vierzig, Internettroll und Famehure.

Diese immer transparenter werdende Gesellschaft ist mittlerweile wahrscheinlich auch gar nicht mehr fähig, Erinnerungen so richtig zu behalten. So ganz klassisch, mein ich. Angucken, merken, behalten, sich erinnern. Emotion! Während wir uns Veranstaltungen, die Natur, oder einfach nur das Leben anschauen, sind wir so damit beschäftigt, ein Handy hochzuhalten, auf Play zu drücken, den Fokus zu checken, Ladebalken, Benachrichtigungen, Zeit, Wetter, Empfang...so viel Informartion in so einer kleinen Zeile!

Aber sollten wir diese vermeintlich besonderen Momente nicht einfach wahrnehmen und genießen, anstatt Sie zudem künstlich zu archivieren? Klar, es ist irgendwie schön, sich nach vierzig Jahren Bilder anschauen zu können oder eben ein Video. Bewegte Bilder mit Ton und Allem. Ein Fotoalbum ist ja auch seit je her ein klassisches Andenken-Sammelsurium. Schön und gut. Erinnerungen werden dadurch einfacher aktiviert. Man schwelgt in Erinnerungen, wenn man sich in vergangenen Bildern sieht, alte Aufzeichnung anschaut oder durch die Mitnahme eines Konzertmitschnittes, einen Höreindruck bekommt. Für den Zweck sich auf die Zukunft "vorzubereiten" sind dieses Aufnahme-Einstellungen der Leute auf jeden Fall gut.

Aber genießt man dann noch? Ein Konzert, z.B. oder eine Theateraufführung, ein Feuerwerk, das Meer, die Sonne, die Umwelt, die Menschen!! Jeder ist immer mehr Kameramann, Regisseur und Darsteller zugleich und dreht seinen eigenen kleinen Film. Die Anthologie der Egos. Episode für Episode. Im Endeffekt, besteht ein vieler Leben aus reinen Fortsetzungen. Man weiß ja, was man so über Fortsetzungen sagt...oder: nicht jedes Franchise wird ein Kassenschlager.

Was halt flöten geht, ist die Gegenwart. Der Moment, den wir uneingeschränkt wahrnehmen sollten. Mit all unseren Sinnen. Momente, in denen wir frei sein könnten. Momente, die, wenn wir sie einfach wahrnehmen, für immer in Erinnerung bleiben werden. Wir brauchen keinen zusätzlichen, digitalen Sinn. Es sind doch nur Instrumente und Werkzeuge und kein Ersatz für die Wahrnehmung. Dennoch ist die Bereitschaft, sich dieser Werkzeuge zu behelfen enorm groß geworden. Wie schon so oft gesagt, es gibt für Alles eine App. Jeder wäre so froh, wenn es die eine App gäbe, die dein Leben leichter machen würde...

So bedienen wir uns lediglich sprichwörtlicher Momentaufnahmen. Ohne sie selber so aufzunehmen, wie wir es einmal im Stande gewesen sind, diese aufzunehmen. Ich denke ja weiterhin, dass durch die permanente Nutzung von Hilfsmitteln und Werkzeugen, die Fähigkeit zu Eigenständigkeit abhanden geht. Wir prägen uns und unser Verhalten und die Fähigkeiten durch Routine und Rhythmus. Spiele eintausend mal das gleiche Lied und es bleibt hängen. Irgendwann kann man es auswendig, sofern man noch in der Lage ist, den Lern- und Denkprozess bei Wiederholung und Wahrnehmung arbeiten zu lassen.

Veränderungen passieren so schnell und automatisch, dass wir sie gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Die Kurzfristigkeit der Dinge lässt uns weiterhin immer mehr kurzfristige Dinge tun. Auch im Kopf. Die Erinnerungsfähigkeit nimmt auf Dauer ab. Mit den Werkzeugen/Hilfsmitteln machen wir uns faul. Irgendwo ganz normal, dass das passiert. Autofahren war ja auch schon vor dem Internet da. Und viele die fahren, fahren lieber statt zu laufen, auch wenn es nur dreihundert Meter um die Ecke sind. Man wird eben gemütlicher und fauler. Innen und außen. Wobei ich die Kopffäule im Allgemeinen am erschreckendsten finde. Der Begriff Smombie ist aktueller denn je, befürchte ich. Wird Zeit, dass die neue Staffel von TWD wieder beginnt. Dann kann man wieder so schöne Parallelen ziehen.

Was wäre, wenn die Apokalypse nicht erst kommt, sondern gerade passiert? Wer würde dann als Gewinner aus den Trümmern hervorgehen? Die Smombies oder die, die sie dazu gemacht haben?


Ich erinnere mich spontan an ein Weihnachten von vor über 20 Jahren. Ich sehe das angenehme Licht der Kerzen, kann mir vorstellen, wie es im Haus meiner Eltern gerochen hat. Es riecht nacht Nadelbaum und Räuchermännchen. Funkeln. Geschenke. Familie. Harmonie. Eine wunderschöne Zeit, ein toller Moment. Weihnachten in Frieden, was Anderes gab es bei uns nie. Die Kinder mussten nicht irgendwas singen, was sie nicht wollten, das Essen wurde für Alle gleich genehm ausgewählt. Fotos wurden so gut wie nie gemacht. Auch damals haben wir einfach den Moment genossen. Und er bleibt. Er ist da und kann, auch ohne Hilfsmittel zurückgeholt werden.

"Die Erinnerung ist der schönste Datenspeicher." (ich glaub der Nafets hats so formuliert)






Donnerstag, 31. Mai 2018

Narziss und Echo - Geschichten aus dem Feuerkorb

Es war einmal...

...ein Schönling names Narziss. Ein ansehnlicher Bursche, halb Gott, halb irgend etwas anderes. Entstanden aus der Triebhaftigkeit seines Vaters Kephissos mit einer schönen Nymphe namens Leiriope. Da die Zeugung nur einseitig freiwillig war bzw. forciert wurde, wurde Kephissos für seine Schandtat der Nymphe gegenüber, von Poseidon höchstpersönlich bestraft und unter die Erde verbannt. Wohlgemerkt, für Kephissos, als göttliche Personifikation des mächtigen Flusses Kephissos, war das schon ne harte Nummer. Er ist bestimmt irgendwann einfach unterirdisch versickert...

Wie dem auch sei, aus dieser einseitigen Liebe entstand der Bub Narziss. Er war schön und beliebt und erfreute sich an den Lebensumständen der damaligen Zeit. Bestimmt viele Orgien, Saufgelage, hier mal mit dem Finger schnippen, da mal etwas halb-göttlich sein...könnte schlimmer sein. Narziss allerdings war so sehr von sich und seiner Schönheit befangen und begeistert, dass er die Zuwendungen und Annäherungen sämtlicher Verehrerinnen und Verehrer zurückwies. Er strafte der anderen Leute Zuwendung mit eiskalter Herzlosigkeit. Er liebte sich selbst am meisten und konnte im Grunde keine andere Liebe zulassen. (Die Idee mit den Orgien und Saufgelagen sollte man in seinem Fall dann wohl auf eine Person reduzieren. Daraus wird dann Selbstbefriedigung und Volllaufenlassen.) Narziss' Vorteil dabei war, "alleine saufen, macht hässlich" konnte gar nicht zutreffen, dafür war er einfach zu schön und holte sich darauf eben regelmäßig einen runter. Kann man machen, aber wartet ab: seine Selbstliebe wird sich noch rächen...


Narziss' Vater war ein Vergewaltiger der Natur. Er meanderte an der Flussnymphe Leiriope herum... (ungefragt!) ...dessen Vater, Okeanos, war sogar der Vater aller Götter und galt als Ursprung der Welt, King of the Hill quasi (je nach Überlieferung). Narziss selbst, war ein eingebildetes Arschloch. Merkt man was? Okay, der Ursprung der Welt sollte nicht als negativ betrachtet werden (oder vielleicht doch, wenn man damit den "Anfang allen Übels meint"). Allerdings passiert direkt in der zweiten Generation Scheiße und einer schlägt über die Stränge. Dass Narziss Schicksal irgendwo vorherbestimmt war, sollte man Anhand von DNA Analysen bestätigen können. Ginge man davon aus, mythische Wesen und Götter der griechischen Antike hätten so etwas wie Biologie. Sagen wir einfach: eine göttliche Fügung. Nachher heißt's noch, Götter würden an Schicksal glauben...na Prost Mahlzeit!


Zurück zum Protagonisten: Narziss spazierte manchmal einfach gerne herum. Durch den Wald, an Flüssen und Bächen vorbei. Über Stock und Stein. Meistens jedoch über Wege und Trampelpfade. In der Natur fühlte er sich irgendwie aufgehoben, dachte er. Sie war Ihm scheinbar wohlgesonnen. Die Vöglein zwitscherten munter vor sich her. Obligatorische Rehe kreuzten dann und wann seine Wege und hielten für einen Klischee-Moment inne, um ihm diesen typischen Reh-Blick zu zuwerfen, bevor sie wieder gemütlich in den Wald huschten. Ziemlich selbstverliebt, dennoch im Einklang, geriet er eines wundervollen Tages an eine Lichtung. Es war eher eine halbe Lichtung, mit einem Ufer eines kleinen Sees, der friedlich darin eingebettet lag. Narziss ging so zum Ufer, schaute über die glatten Wogen der nicht vorhandenen Wellen hinweg. Schaute nach links, nach oben, nach rechts. Dann blickte er sich schlagartig um. Schulterblick, ohne Auto, Respekt. Warum auch immer er das tat?! Da war nämlich nichts...(außer der Hauch seines nicht vorhandenen Gewissens und die Nemesis, die  stumm eine Todesmelodie summte...die Narziss aber nicht wahrnahm. Selbstliebe schützt vor äußeren Einflüssen, sollte man meinen.)

Die ruhige Ruhe der Idylle eingeatmet, setzte Narziss sich dann am Ufer nieder und blickte das erste mal hinab ins Wasser. Und das, was er dann dort sah, war nichts anderes als sein Spiegelbild. Narziss war direkt hin und weg. Er schaute keine 5 Sekunden in dieses wunderschöne Gesicht, das ihn anblickte und konnte nicht anders, als sich vollends in sich selbst zu verlieben. Damit war es dann um ihn geschehen. Mit dieser Erkenntnis und einem noch breiteren, selbstverliebteren Grinsen, machte er sich - nachdem er sein Spiegelbild gute 5 Stunden angehimmelt hatte - auf den Rückweg zu seiner Behausung. Der Rückweg blieb, bis auf die obligatorischen Rehe, relativ unspektakulär. Außerdem war Narziss viel zu sehr damit beschäftigt, sich selbst zu lieben. Noch merkte er nicht, dass die völlige Selbstliebe sein Untergang sein würde...er dachte weiterhin nur an sich.


Zur Erklärung: 5 Tage bevor er sich vollends in sich und sein eigenes Spiegelbild verliebte, gab es zwei einschneidende Zurückweisungen, die sich für Narziss noch rächen sollten:

Zum Einen war da der Schönling Ameinios, der sich Narziss angeboten hatte. Man focht ein wenig miteinander, strebte nach Kraft und protzte mit Schönheit. Zu mehr war Ameinios aber nicht in der Lage. Narziss' Egoismus erteilte ihm eine eiskalte Abfuhr. Zu guter letzt schenkte Narziss ihm sogar noch ein nicht minder prachtvolles Schwert. "Es würde Ameinios insgesamt aufwerten", so meinte er. Aufgrund der Zurückweisung, der Schmach und seines verletzten Stolzes, erstach sich Ameinios mit dem geschenkten Schwert und rief im Sterben die Götter an, seinen Tod, für den er Narziss verantwortlich machte, zu rächen. Dieses Gebet erhörte die Göttin des gerechten Zornes Nemesis und strafte Narziss zum ersten mal mit dem Fluch der volkommenen Selbstverliebtheit. Narziss belächelte diese Tatsache einfach nur und tat weiter, wie ihm bestimmt war.

Zum Anderen, traf er am Abend bei einer Jagd auf die Bergnymphe Echo. Als Narziss sich beim Verfolgen eines Hirsches im Dickicht verlor, war die gute Echo so nett, ihm zu folgen und ihn zu suchen. Dabei muss man wissen, dass die Nymphe Echo eine eigene Vorgeschichte hatte:
Sie wurde selber Opfer göttlichen Zorns und verlor auf Befehl von Hera Ihre Sprache.
Echo war am Hofe der Hera als Erzählerin tätig und wurde aufgrund einer zornigen Kurzschlussreaktion der Ober-Uschi zum Sündenbock und musste einfach herhalten. Immerhin ließ ihr Hera die Möglichkeit, die letzten Worte eines Satzes, den sie zuvor gehört hatte, zu wiederholen.

Kommen wir zur Krux: Narziss, verirrt im Wald, Echo hinterher. Echo kann aber nicht eigenständig rufen. Demnach war sie jetzt erstmal keine große Hilfe, ihn zu finden. Aber er war doch so schön, sie wollte unbedingt hinter im her. Irgendwann merkte auch Narziss, dass er irgendwo falsch abgebogen war und rief einfach nach seinen Jagdkameraden. Zufälliger Weise war Echo tatsächlich in relativer Nähe zu ihm gewesen und sie konnte ihn rufen hören und erwiderte sein "Ist jemand hier?", mit "Hier!". Narziss reagierte darauf erneut und rief "Wo ist denn hier?". Echo wiederholte es: "Hier!" Narziss konnte sich grob an der Stimme orientieren und nach ein paar weiteren "Hiers" kamen die beiden tatsächlich im Wald zusammen. Echo, überglücklich, dass sie trotz des Sprachentzuges, diesen schönen Menschen gefunden hatte, wollte Narziss umarmen und herzen. Dieser allerdings war sich keines Dankes bewusst und wies Echo eiskalt ab! Über Nemesis oder der Gleichen verschwendete er keinen einzigen Gedanken.

Echo war am Boden zerstört und gab sich in diesem Moment der Undankbarkeit und Ablehnung auf, verkroch sich in einer Höhle und verschmolz irgendwann wieder mit den Felsen und Gesteinen, stieß noch ein letztes Gebet aus und war für immer dahin...verschmäht, einsam und traurig. Nemesis vernahm auch diese erneute Undankbarkeit und gestaltete den Ausflug, den Narziss in 5 Tagen machen würde so, dass er auf jeden Fall zu einem See gelangte und sich dann im Wasser selber sehen würde. Er würde sich vollends in sich selbst verlieben. Sie wiederum liebte es, wenn ein Plan funktionierte...


Wieder fünf Tage nach vorn:

Narziss tat auch nach dem Spiegelbild-Erlebnis das, was er tat. Er wies, wie zuvor, kommende Anwärter und Verehrerinnen ab und liebte sich selbst in höchstem Maße. Stunde um Stunde...Woche um Woche. Monat um Monat.
Eines grauen Tages dann, alleine, ohne Kuscheldecke, ohne Regentropfen am Fenster, weil keine Fenster, kam Narziss endlich zu einer erschütternden Erkenntnis. "Die Nemesis, diese hinterhältige Schachtel", dachte er. Und diese Erkenntnis war sein Ende.

Narziss liebte sich, ja. Er liebte sich selbst, wie nichts anderes auf der Welt. Er schmachtete jedesmal Stundenlang vor Spiegelbildern in diversen Wasserquellen. Aber er sehnte sich auch so sehr nach sich selbst, dass er nicht anderes mehr zuließ. Sein Narzissmus schlug ihm eiskalt ins Gesicht. Obwohl er die ganze Zeit selbst präsent war, verzehrte er sich trotzdem nach Liebe. Letztlich überkam ihn die Erkenntnis, dass er seinen eigenen Wunsch nach Selbstliebe niemals würde erfüllen können. So stark er sich auch liebte, es reichte nicht, um ein erfülltes Leben zu leben, geschweige denn zu lieben.

Und so trat ein langer, zäher Prozess des Verfalls in Kraft. Narziss konnte nicht anders, als für ihn bestimmt war. Durch den Fluch der unendlichen Selbstliebe - ausgelöst durch Rachegedanken, Zorn und die Zurückweisung von allem anderen - verendete er irgendwann vor einem Spiegelbild schmachtend und schied alleine, voller Liebe aber dennoch komplett leer, dahin.

Spätere Entdeckungen gaben preis, dass an dem Ort, wo Narziss starb, keine Leiche und keine Gebeine zu finden waren. Das kleine Stück Ufer wurde lediglich von einer wunderschönen Narzisse dekoriert.



Basierend auf der Quelle Wikipedia und externen Einflüssen. Alles andere ist Mythik und Überlieferung, plus ein paar ausschmückende Elemente. 


Mittwoch, 23. Mai 2018

Pech beim Denken, Glück beim Vorstellen

Moinsen folks. Spontane Beiträge für den Blog sind ja oft spontan und manchmal packts mich so sehr, dass ich flott den Rechner anmache und einfach zu einem Schlagwort oder einer Aussage etwas Gedankenerguss niederschreibe. So ergeht es nun auch diesem Beitrag. Wie er dann werden wird, müsst Ihr ihn dann selber fragen, wenn er fertig ist.

"Pech beim Denken"

Ich muss sagen, dass diese Aussage aus dem 1-live-Freundeskreis adaptiert ist, wie so Vieles, so oft. Das ist schon ne gute Gruppe. Da kann man sagen, was man will, aber manchmal ist zwischen den ganzen Alltagsleichen und den wellenartigen Wiederholungen von Memes und Spruchbildern auch etwas sehr Erheiterndes dabei. Menschen zum Beispiel. Oder Worte und Aussagen. Manchmal Bilder.

Ein kurzer Schwenk zur allgemeinen Erläuterung: Im 1-live-Freundeskreis (seines Zeichens eine Facebook-Gruppe) ist es mittlerweile Normalität geworden, dass sich in regelmäßigen Abständen vorgestellt wird. Nicht so, wie an der Kasse oder gedanklich, fantastisch, eher so profilierungs- und anzeigenmäßig. Das läuft dann ungefähr so ab, dass jemand meint, ob nun ernsthaft oder nicht, einen Vorstellungspost zu erstellen, um sich eben in der Gruppe vorzustellen, Hallo zu sagen oder einfach, um ein paar Likes abzugreifen. Das passiert dann meistens an einem Sonntag, weil Zeit und mutmaßliche Muße für Blödeleien oder ernsthafte Absichten vorhanden ist.

Kaum ist der erste Beitrag erstellt (ein wenig Resonanz ist erforderlich), folgen dann auch Andere und machen in der Vorstellungsrunde mit. Am Anfang noch etwas zaghaft, dann aber immer mehr. So fängt das dann meistens am Wochenende an und läuft dann ein paar Tage in die Woche hinein, ab und an hält sich das Ganze dann bis zum nächsten Wochenende, sprich bis zum Freitag. Lawinen leicht gemacht. Oder auch Gruppenzwang, Gruppendynamik, Mitläufer, "...weil es ja Alle machen." (nicht zu verwechseln mit "...weil es ja Aale machen."), "Eigentlich bin ich ja stiller Mitleser, aber..."...

Ich bin da ja jetzt schon ein bisschen länger involviert und stelle weiterhin fest: Ja, Vorstellungsrunden sind definitiv sinnig für die Kommunikation unter einander und irgendwie auch normal und mittlerweile etabliert. Durchaus aber auch ein bisschen nervig, weil man in regelmäßigen Abständen die gleichen Fressen, in typischen mono-perspektivischen Blickwinkeln sieht, die offenbar einfach Ihre Anzeige aus dem letzten Jahr mit einem aktuelleren Bild versehen haben und sich selbst, recht unmotiviert, aber durch die Gruppe gezwungen, mit auf den Markt werfen.
Denn Eines muss man immer bedenken: So eine Vorstellung führt zu Resonanzen. Und ja, Vieles ist echt stumpf. Besonders die Resonanzen von verzweifelten Single-Männern zwischen dreiundzwanzig und fünfundvierzig. Da wird dann aus einem lockeren Vorstellen schnell mal ein Feilschen, ein Handeln, ein Umsichwerfen mit Komplimenten. Eine gewisse Marktatmosphäre ist definitiv nicht von der Hand zu weisen. Ich stelle mich meistens an den Rand und werfe mit Tomaten, wahlweise Pflastersteinen, nach dem Mob. Das Problem, geht einer down, stehen direkt an einer anderen Stelle zwei Neue parat. Die Hydra des FK. Ganz toll! :D

Wenn man sich daraus allerdings einen Spaß macht und das ganze arg sarkastisch oder ironisch darstellt - weil man sich im Laufe der Zeit schon gefühlte hundert Mal ernsthaft vorgestellt hat - dann ist das nur super, so empfinde ich das auf jeden Fall. Es ist auch eine gute Methode einen eigenen humoristischen Vorstellungspost zu erstellen, wenn die Tomaten mal Alle sind.
Kurzfazit. Vorstellungen haben den Zweck der Information. Jeder darf. Resonanz sollte immer bedacht werden (Negative und Positive). In der breiten Masse geht Vieles unter, außer die Masse, die bleibt.

Im Moment, ganz aktuell, läuft wieder eine solche Vorstellungsrunde. Der Name ist übrigens ein Selbstläufer. Irgendwann hats jemand so benannt (was ja auch logisch ist), zack, Normalität. Und mal ehrlich bei annähernd elftausend Mitgliedern...das dauert schon etwas, bis Alle durch sind. Neben dem ganzen Einheitsbrei und den üblichen Selfiegesichtern, gibts hier und dort auch Dinge, die sich vorstellen. Kaffee, zum Beispiel. Oder ein Hammer. Tiere stellen sich auch vor. Es passiert sogar, dass Menschen andere Menschen vorstellen, die wiederum dann Menschen vorstellen, die sich vorstellen, auch mal gerne vorgestellt zu werden, sich aber nicht trauen. Batman hat sich auch schon vorgestellt. Aber der darf das.

Die Inhalte in den einzelnen Post variieren, je nach Motivation oder Kapazität. Es gibt auch immer ein paar Nörgler, die dann extra depri-Posts dazwischen hauen...das hat aber meistens nicht so viel Bestand...die Gruppendynamik überrolt einfach alles, was nicht ganz in den temporären Trend passt.
Statt aber rumzunölen, sollte man einfach weiterscrollen, wenn es einem zu arg auf den/die Sack/Eierstöcke geht. Wohl gemerkt, muss man dann ne Zeit lang echt viel scrollen, da die Vorstellungsposts einfach die gesamte Chronik dominieren. Ein Hinweis: spart Euch die Mühe für eigene Antiposts und klickt einfach auf "verbergen"!!! Das klappt ganz gut. Allerdings könnte man ja auch Etwas verpassen...jaa...ist alles nicht so einfach im Internet, ne?!

However...ich schweife wieder zu sehr ab..."Pech beim Denken" ein Satz aus einem Vorstellungspost, den ich spontan für ziemlich gut, originell und erheiternd befunden habe und demnach den ganzen Beitrag schreibe. Danke dafür!

Kann man Pech beim Denken haben? Kann man Glück beim Denken haben? Wenn man bewusst denkt, sollte man meinen, dass das nicht möglich ist. Rein logisch betrachtet, hat Denken nicht viel mit Glück zu tun...obwohl Gen-Glück ein vernünftiges Denken begünstigt. Wenn man also über sich selber sagt, "Ich habe Pech beim Denken", dann meint man ja nichts anderes, als dass man bei Gedanken, Ideen oder Annahmen falsch gelegen hat und das eigentlich ein bisschen blöd war, so zu denken. Wenn man viel Pech beim Denken hat, dann passiert einem aber wahrscheinlich auch das ein oder andere Malheur oder man tendiert stark dazu, in viele, wenn nicht alle, Fettnäpfchen zu treten.

Wenn man Pech beim Denken hat, kann man auch meinen, dass man etwas nicht ganz be- oder durchdacht hat und eine eventuelle Aussage dann negativ ankommt und man Menschen damit vor den Kopf stößt. Pech beim Denken beschreibt auch eine Art Schusseligkeit. Vielleicht eine gewisse Vergesslichkeit, eine temporäre, geistige Umnachtung. Das passiert tatsächlich den Besten. Pech beim Denken kann aber auch Naivität bedeuten. Pech beim Denken suggeriert ja irgendwo etwas Negatives, das passiert ist, weil man gedacht oder unbedacht gehandelt hat.

Ich finde aber, dass eine solche Aussage über sich selber, definitiv positiv ist. Pech beim Denken zu haben, heißt ja nicht immer, dass man dumm ist. Würde man dumm sein, würde man diese Aussage gar nicht erst machen können. Man muss natürlich immer etwas differenzieren. Das einfach so zu sagen, das kann ja jeder. Aber in Relation zu Umfang und Inhalt eines Vorstellungspost, zum Beispiel, kann man im Laufe der Zeit ganz klare (anmaßende) Schlüsse ziehen. Manch eine Vorstellung ist so stumpf und unnötig...das ist dann aber wieder die Frage nach der Kapazität und der Motivation. Einige machen einfach nur mit, weil es ja alle machen. Das erfüllt zwar den Zweck dieser Runde, aber fühlt sich halt dann so an, wie: "Wie gehts Dir?" "Ja, muss." Der Wahnsinn, wieviel man mit so wenig Worten nicht sagen kann. Dann lieber ne Münze werfen und das Pech und Glück ohne Denken herausfinden. Aber: wer Pech beim Denken hat, wird wahrscheinlich nicht ins Casino gehen. Ich sags Euch, mit der nötigen Selbstironie muss man sein Glück auch nicht so oft herausfordern und "verliert" dadurch sehr viel seltener beim Glückspiel.

Aber ganz ernsthaft: Ich denke, Pech beim Denken (wie auch schon die Person in der Vorstellung sagte) haben wir alle mal. Dinge, besonders zwischenmenschliche Geschichten, die wir uns anders vorgestellt haben und von denen wir dann enttäuscht wurden, beschreiben dieses Gedanken-/Lebenspech vielleicht. Laut des Sprichwortes "Pech in der Liebe, Glück im Spiel" (oder anders herum), können wir nie hundertprozentig wissen, wieviel Vertrauen gut ist. Wieviel man investieren soll. Wieviel man von sich preisgeben soll. Es gibt ja immer die berüchtigten zwei Seiten einer Medaille.

Das kommt einfach auch immer, wenn man es gesellschaftlich macht, auf das "Gegenüber" an. Schädeldecken sind ja weiterhin ziemlich undurchsichtig. Wären sie durchsichtig, würden aber immer noch keine Gedanken zu sehen sein. Die sind ja meistens auch durchsichtig. So kommt es einfach auf die eigene Intuition an. Wenn man von seinem ersten Gedanken enttäuscht wurde, kann man also von Pech beim Denken sprechen. Dieses Pech oder Glück werden wir Alle haben, sogar unabhängig davon, ob wir mal schusselig, vergesslich und unbedacht sind.

Und niemals vergessen: Der Schmied. Das Glück. Hurz!

Sarkasmus-Einschub: Fettnäpfchen haben auch Vorteile. Die Haut trocknet dann nicht so schnell aus und Wasser perlt ab. Man kann immer irgendwas braten, wenn man will. Und ein Napf ist ebenfalls praktisch, wenn man etwas anderes darin aufbewahren will...dann sollte man das Fett aber vorher entfernen, sonst wirds glitschig. In Verbindung mit Pech kann man daraus auch super Fackeln machen, für St. Martin, zum Beispiel oder für die nächsten FK-Wettspiele, wenn es wieder heißt:
Eine neue Runde, wer will nicht mehr, wer hatte schon?! Nicht lang fackeln, Pancakes backen!





Montag, 7. Mai 2018

Ein spontaner Besuch im Kino

Hey fellows,

ich weiß, ich weiß, ich hab noch zwei Beiträge angekündigt, zu denen die Themen feststehen und die ich schon längst beschrieben haben wollte! Das folgt auch definitiv noch. Die Geschichte mit Hypnose und den Erfahrungsberichten von Gitarristen. Aber ich wollte auch mal ein bisschen davon weg, geplante Dinge zu beschreiben und einfach mal wieder etwas spontaner schreiben. Deshalb stelle ich die Themen erstmal weiterhin in die Warteschleife. Blogger erinnert mich ja glücklicherweise immer über Entwürfe etc. Aber vergessen tue ich eh wenig. Also - platt aber zutreffend - aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Aufgehoben habe ich auch am Samstagabend meinen Rucksack, als ich nach qualvollen zweieinhalb Stunden endlich ne Toilette aufsuchen konnte. Klingt komisch, erklärt sich aber relativ schnell. Samstagabend, Kino, Verspätungen, Stress, volle Blase. Ja, ich war seit gut drei, vier Jahren mal wieder im Kino, yay! Sollte eigentlich ganz cool sein...aber ich weiß schon, warum ich mir Filme dann doch lieber zu Hause anschaue. Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Filme liebe?! Ich hab echt schon Einiges gesehen, ne ordentliche Sammlung zu Hause, plus das Internetangebot durch Prime und Netflix. Da ist viel möglich und das beschert meinem Cineasten-Herz regelmäßig Freudensprünge. Wobei sich die wirklichen Filmperlen oft abseits des Mainstreams finden lassen.

Trotz der großen Leidenschaft für Filme, bin ich dennoch kein klassischer Kinogänger. Zu viele Menschen, zu fiese Luft. Zu viele Störfaktoren für meine persönliche Wahrnehmung, befürchte ich. Aber nun gut, ich habe dann am Samstag ganz spontan mit ins Kino gedurft. es war eigentlich nicht eingeplant und im Moment auch einfach nicht drin, aber durch einen Abfall in einer Gruppe wurde eine Karte frei. Und ja, ich wollte Avengers Infinity War auch echt gerne im Kino sehen, weil Bombast und auch, um mich vor dem Internet und seinen spoiler-freudigen Gemeinde zu schützen.
(Schon übel, dass man dadurch fast schon genötigt wird, schnell ins Kino zu gehen. Ein guter Marketing-Zug, wie ich finde. Die Einspielergebnisse nach knapp zwei Wochen sprechen Bände!!)

Zugesagt, am Samstag zur geplanten Uhrzeit am Start gewesen und auf die Verspätung gewartet. Danke auf jeden Fall für diese Option, das ganze wahrzunehmen, Flo! Geplant war die Vorstellung um zwanzig Uhr, zu der wir dann geschlossen (zwölf Leute) um ca. zwanzig Uhr und 3 Minuten betreten haben. Und trara...keine große Werbung oder Trailer, der Film fing pünktlich an. Demnach saßen natürlich alle schon und Spoiler hatte Spoiler schon ordentlich aufgemischt. Toll war auch, dass die zwölf reservierten Plätze, zehn nebeneinander und zwei etwas oberhalb, von anderen Menschen besetzt waren. Zudem ist das Kino in Gladbach jetzt auch nicht wirklich toll. Klar, alles ist dunkel, du erkennst da nicht wirklich Zahlen auf Sitzen, die auch noch besetzt sind, der Film hat angefangen, man will ja auch nicht groß stören. Allerdings ist eine Gruppe von zwölf Leuten schon auffällig, wenn sie während einer Vorstellung durch die Gänge und Reihen wandert...

Die Platzbesetzer waren im Endeffekt wohl davon ausgegangen, dass wir nicht mehr erscheinen, da der Film ja angefangen hatte und haben sich dann einfach auf die besseren Plätze gesetzt. Da das aber verschiedene Individuen waren und diese keine zusammenhängenden sozialen Strukturen hatten, war es etwas müßig, jeden Einzelnen anzusprechen und zu fragen, warum er sich nun dort hingesetzt habe...ein teil unseres Grüppchens hat sich dann einfach irgendwo Plätze gesucht, ein andere Teil, auch ich, saß erstmal auf der Treppe...der Film lief halt weiter. Wir, die Splittergruppe, haben uns dann auf drei freie Plätze über der reservierten Reihe gesetzt...ganz rechts...aber egal sitzen und den Film gucken, dachte ich nur.

Das habe ich dann auch gemacht. Zwei einhalb Stunden Marvel Comic Action Spektakel. War auf jeden Fall ganz gut. Auch wenn ich andere Marvel Filme - der Filme wegen - eindeutig besser finde. Aber eine detaillierte Infinity War Rezension spare ich mir noch auf. Infinitiy War macht aber definitv, das was er soll und ist zu Recht enorm wichtig für die Zukunft dieses Franchises. 

Zurück zu dem Kinostress. Man sieht, es ist nicht einfach nur hinsetzen und genießen. Wir kamen etwas zu spät, hatten dadurch widriger Plätze, unnötigen Stress und eine gekürzte Version. Da ich vorher eben nicht noch mal flott pinkeln gegangen bin, und der Stress irgendwie genervt hat, lag mir leider die ganze Zeit so ein ätzender Druck im Körper und auf der Blase. Ja hat alles geklappt...allerdings bin ich noch vor der Post-Credit-Scene flott Richtung stilles Örtchen. Die anderen saßen noch bis zum Ende. Ich dann so nicht mehr in den Saal rein und hab draußen bei zwei Kippen gewartet. Irgendwie bin ich dann einfach nach Hause gegangen ohne auf die Anderen zu warten und ohne Tschöö zu sagen. Ich hab zwar telefonisch Bescheid gegeben, dass ich schon nach Hause bin...hmm, ja, aber kein ganz so etikettierter Weg, ich weiß.

Summa summarum, Filme gucken im Kino kann toll sein, weil groß und laut, kann aber auch echt nervig sein. Da lob ich mir doch echt die Sammlung zu Hause. Und bei den angezogenen Preisen, die mittlerweile im Kino gängig sind, sehe ichs auch fast nicht mehr ein. Klar, die Exklusivität hat durchaus Vorteile. Aber ich bin ja generell sehr geduldig und schaffe mir das dann bei Veröffentlichung für zu Hause an. Infinitiy War definitiv auch. Ich mag ja diese ganzen Comic-Verfilmungen aus den letzten Jahren. Die machen Laune und steicheln zudem meine Comic-Seele. Wirklich tiefgründige, wahnsinnig gute Filme sind das aber dennoch nicht. Muss aber eben auch nicht immer sein. Wie Herr Kalevra schon sagte: Alles kann, nichts muss. Offensein für Vieles aber es nicht zwingend machen müssen. Es gibt immer die Möglichkeit der subjektiven Wahl, meistens auf jeden Fall!

Cheerio

Montag, 5. Februar 2018

Blindes Verständnis ist so toll!

Kids, hier kommt mal wieder ein Beitrag über Ereignisse und Tatsachen. Nicht, wie sonst oft, über irgendwelche Themen, auch wenn diese für mich meistens sehr interessant sind, wie das Zeit-Thema, zum Beispiel, oder das Gehirn an sich, oder Verhalten von Leuten...aber weg von diesen Allgemeinheiten, hin zu konkreten Beispielen für wunderbares Verständnis.

Ich habe da eine Band. Eine Gute? Sozusagen die Beste! Das Problem, ich habe eine Schwester...aber das ist ja jetzt nur Quatsch in meinem Kopf :P
Die Band, wir, Makiwara, hatten da am Wochenende, am Samstag, nen kleinen Auftritt. Wir wurden vor ca. 3 Wochen gefragt, ob wir spontan in Mönchengladbach als Support für die Band Katortz spielen wollen und können. Gefragt, getan. Wir haben natürlich zugesagt. Obwohl wir uns mit der Band immer noch auf Sängersuche befinden, weiterhin also nur instrumental auftreten können, werden wir doch des Öfteren bedacht und in Erwägung gezogen, Auftritte absolvieren zu dürfen. Das alleine ist schon so eine tolle Sache und ein wunderbares Vertrauen, das da in uns, als Band, gelegt wird. Ganz groß! Wir wollen natürlich so viel wie möglich vor Publikum spielen, da wir uns bisher eher im Proberaum aufgehalten haben. Also immer her mit weiteren Gig Angeboten, Makiwara muss in die Welt!!

Zum Auftritt: Samstag, 17 Uhr, Kultube, Mönchengladbach. Treffen vor Ort mit der anderen Kapelle zum Aufbau, Soundcheck etc. Das Übliche, was man so macht, wenn man als Band nen Auftritt gibt. Sprich, aus dem Proberaum in das Auto, zur Location, aus dem Auto, in die Location, schleppen. Großteils Gestänge vom Schlagwerker. Viel Kleinzeug hat der gute Tommler, aber so muss das sein! Also alles easy peasy. Das Kultube als Location kannte ich persönlich noch nicht von innen. Nur von außen und aus Erzählungen. Das ist echt ne kleine, feine Rockkneipe, recht zentral, mit reichlich Auftrittsangeboten von diversen Bands. Hut ab, Herr Busch, für die Organisation und das am Leben halten dieser Instititution, richtig gut!

Katortz hat dann erstmal die Bühne, eine kleine Bühne, vielleicht so 3 x 3 Meter, in Beschlag genommen. Sie haben freundlicher Weise das Schlagzeug gestellt und aus Köln mitgebracht, sprich Base, Toms und Grundlagen. Für uns war dann erstmal warten angesagt, die Beine vertreten, den Laden angucken, viele Raucherpausen. Als dann alles soweit verkabelt und aufgebaut war, haben die Jungs dann ihren Soundcheck gemacht. Soweit so gut. Auch wenn es hier und da noch kleine Abstimmungsschwierigkeiten mit den Subwoofern unter der Bühne und der Mikrofonierung der Basedrum gegeben hat...viel Subbass der da passiert ist...etwas zu viel, aber auch das konnte der freundliche Tonmensch soweit auspegeln, steuern und regeln.

Katortz waren nun also erstmal durch mit Ihrem Kram. Zu diesem Zeitpunkt war es kurz vor 19 Uhr. Einlass war um 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Also ein bisschen Zeitdruck, aber nur ein bisschen.
Wir also mit unserem Zeug rauf auf die Bühne, alles verkabelt, mikrofoniert, Becken-Geshizzle angeschraubt, und dann unseren Soundcheck gemacht. Katortz waren nach ihrem Check mit dem Sound auf der Bühne eigentlich ganz zufrieden, so sagten sie. Problem: Die Verstärker auf der Bühne waren so leise eingestellt, da ja alles über PA und DI abgenommen wurde und wir uns eigentlich über die Monitor-Boxen hören sollten. Das große Manko dabei war leider die Tatsache, dass die Monitore leider mal so gar nichts ausgegeben haben...wirklich, also so null, irgendwie. Der Tonmensch meinte noch, ja...die sind schon ganz aufgedreht, da kann ich nicht mehr viel machen...ja, das war schade...aber damit muss man dann auch umgehen und die ganze Geschichte durchziehen. Fakt war also, Bass und Gitarre war für uns, Bass und Gitarre, kaum bis gar nicht hörbar. Der Trommler hatte wenigstens noch etwas Glück mit seiner Box, da kam immerhin ein bisschen was raus. Alles in Allem stand uns also ein auditiver Blindflug bevor. Die Art von Konzerten, bei denen man vorher sagt, dass man froh ist, wenn man es gemeistert hat. Wir waren dennoch pünktlich um 19:30 Uhr fertig mit unserem Blindcheck und haben uns dann darauf geeinigt, dass das schon werden wird. Immerhin machen wir jetzt seit knapp 1 1/2 Jahren zusammen Mucke und das hat sich ausgezahlt...

...die Tatsache, dass wir uns selber beim Auftritt nicht gehört haben, sorgte natürlich für etwas Verunsicherung, die man uns aber nicht angemerkt hat. Wir haben also unser Set, knapp 45 Minuten, abgerockt und alles gegeben, um ne vernünftige Darbietung auf die Bühne zu bringen und das kleine Publikum zu unterhalten. Direkt nach dem ersten Song haben wir germerkt, dass es super funktioniert, also wir, als Band und die Songs, die wir geschrieben haben, wohl gemerkt, noch immer ohne Vocals. Die Menschen vor Ort hatten hörbar Spaß und motivierten dadurch natürlich umso mehr, genau so weiter zu machen. Blindes spielen, nach Gefühl, ist echt so ne Sache... Wir konnte immer noch nicht richtig einschätzen, wie wir im Endeffekt gespielt haben. Klar, so ein paar kleine Verspieler, oder Patzer merkt man ja direkt beim Zocken. Aber ohne das Feedback von Anschlägen oder Effekten konnte man schwerlich einschätzen, ob es jetzt mega tight und auf den Punkt war, oder nicht.

Und jetzt kommen wir auch mal zum Titel, dass blindes Verständnis echt toll ist. Jungens, Danke! Wir machen das alles sehr richtig, sehr gut und können uns aufeinander verlassen und sind wirklich bestens eingespielt, das kann man nicht anders sagen. Trotz des Blindfluges hat alles geklappt, weil wir einfach wissen, was wir da tun, auch ohne es zu hören.
Das Gefühl, in einem Bandgefüge die eigene Musik zu performen und einem Publikum zu offerieren und dafür auch noch so viel Zuspruch zu bekommen, ist echt eine ganz besondere und ganz eigene, nicht vergleichbare Sache. Eh die Tatsache als Künstler auf einer Bühne zu stehen, ist so ein Unikat an Gefühl und Erfahrung! Und mit den richtigen Menschen, umso schöner. Es hat also im Endeffekt alles so funktioniert, wie wir uns unsere Musik vorstellen. Die konkrete Bestätigung, dass wir, ob der Umstände, tatsächlich ganz geil gezockt haben, bekamen wir dann am Sonntag Nachmittag. In Form eines Videos von dem Auftritt, das eine ganz wunderbare Person den ganzen Abend gemacht hat. 50 Minuten Arm hochhalten und aufnehmen, sehr gut, Respekt! Muchas gracias dafür,  Frau B.
Beim nächsten Gig werden wir uns auch wieder selber hören und wirken dann wahrscheinlich noch etwas lockerer und gelöster.
Da wir uns ja zudem immernoch ein bisschen ausprobieren müssen, was die Performance auf einer Bühne angeht, war das eine gute Erfahrung und Herausforderung. Vor allen Dingen eine positive Bewältigung im Kollektiv. Wie gesagt, ein so wunderbar funktionierendes Bandgefüge ist echt eine ganz, ganz tolle Angelegenheit!

In der Nachbetrachtung waren wir aber alle wirklich positiv überrascht, da wir von dem Schlimmsten ausgegangen waren und den Auftritt bis dahin einfach nicht so richtig einschätzen konnten. Toll, dass mittlerweile die Technik soweit ist, dass alles in relativ vernünftiger Qualität in Bild und Ton festgehalten werden kann, Smartphones sei Dank. Ich bin mir sehr sicher, dass wir uns den Auftritt seit gestern alle mehrfach reingezogen haben und das noch öfter tun werden, da es im Endeffekt ein wirklich cooles Ding war, und wir uns absolut nichts vorzuwerfen haben!! Also weiter so, Jungs, Makiwara, wir. Eigenlob stinkt ja zum Glück nicht, falls doch, gibts noch genug Menschen, die bisher bei allen Gigs dabei waren und uns genau diese Bestätigung geben! Wie der Tom schon sagte, "Ihr seid die Geilsten". Wirklich wahr, Respekt und einen riesen Dank an Alle, die uns weiter so feiern!!! Musik, Band, hach, du Insel.

Und: wir sind fleißig dabei, für Vocals zu sorgen und "casten" aktuell Menschen, die bei uns singen möchten. Man darf also gespannt sein. Wenn es so kommt, wie wir uns das wünschen und erhoffen, wirds alles noch ne weitere Ecke fetter werden, stay tuned!! Makiwara for the world, ich sags ja. Falls es Euch interessiert, checkt auch einfach unsere Facebook-Seite aus, oder Youtube, oder Instagram, das ganze Zeug, da sind wir natürlich überall zugegen und freuen uns über Feedback in allen Formen.




Mittwoch, 6. Dezember 2017

Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Internetuser/Leute zur Paarungszeit

Hey Folks, heute mal wieder etwas, was uns alle betrifft. Fortpflanzung und so, is klar, ne?! Ich habe mir zwar noch nicht wirklich viele, konkrete Gedanken zu dem Thema gemacht, außer die, die spontan bei der Themenwahl erschienen sind, aber - wie so oft - entsteht der Beitrag dieses Mal auch eher beim Schreiben.

Der Ein oder Andere wird den Beitragstitel sicherlich in seiner Ursprungsform kennen?! Der Originaltitel eines Filmes lautet nämlich "Das merkwürdiger Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" und befasst sich natürlich mit der Gesellschaft, dem Miteinander und den Problemchen, die so auftreten, wenn Menschen geschlechtsreif sind und nach Umgang und Körperlichkeiten streben. Ich finde den Übertrag ins Internet nur passend und will das Verhalten bei den geschlechtsreifen Internetusern eben ein bisschen hinterfragen bzw. gedanklich anschauen, da wir uns - mittlerweile in fast allen Generationen - mit dem Internet als Kommunikator befassen und es vermehrt wahrnehmen.

Wenn man sich das allgemeine Verhalten im Internet, spezieller Weise in Facebook-Gruppen, Whats-App- und Telegram-Gruppen anschaut, wird der versierte Menschenkenner schnell feststellen: Ja, viel Stumpfsinn, viel Primitives, viel Profilieren, viel Titten, viel Penis, viel Sex und naja, Vieles, was unnötig, aber leider ganz normal ist. Viel Oberflächlichkeit.

Offensichtlich besteht die Paarungszeit dieser Internetuser permanent. Das ganze Jahr, 24/7/365, quasi. Im Sommer und Frühling intensiver, weil Sonne und Hormone, die vermeintlich über die Stränge schlagen. Im Winter und Herbst aber auch, nur etwas anders merkbar, mit mehr Bezug auf die Jahreszeiten...Ein Kamin mit Teppich davor, ist zum Beispiel ein Bild für den Winter...

Das merkwürdige Verhalten dieser Leute, das Verhalten Aller, die annähernd triebgesteuert sind, herrscht, seit dem das Internet sämtliche Kommunikationswege beeinflusst, also permanent vor. So ist also eine permanente Paarungszeit einhergehend mit permanent, merkwürdigem Verhalten. Menschen machen Sachen, dreiste, kommunikative Sachen, um darauf aufmerksam zu machen, dass Paarungszeit ist. Hauptsache es mal erwähnen, sich anbieten, anpreisen, mit einem Augenzwinkern (wie ich es liebe) darauf hinweisen, zur Not ist ja Alles nur ein Spaß (wie ich es liebe). Der einfache Mensch, der sich keine Gedanken macht, würde das merkwürdige Verhalten wahrscheinlich als Flirten auslegen, bzw. es so erklären, wenn er danach gefragt werden würde. Das ist dann individuelle Auslegungssache, natürlich. Und wenn Flirten heutzutage heißt, auf Biegen und Brechen darauf hinzuweisen, dass man ja zur Verfügung steht...naja, dann sollte ich wohl endlich mit der alten Welt und den Vorstellungen von  früher abschließen und einfach mitmachen...

...ja, eher nicht, auch wenn ich wollen würde. Ein bisschen eigenen Anspruch, Gewissen und Würde will ich mir dann doch behalten und muss das Flirten anders gestalten, als es heutzutage der Usus ist. Von daher nehme ich dann weiter mit dem kleinen, speziellen Teil, den besonderen Menschen vorlieb, die es ähnlich sehen, dass dieses 0815-Getue des Großteils der Leute, stumpf und hohl ist. Ich mag Menschen, die meine Ansichten teilen. Ich mag Ansichten, die von Wenigen geteilt werden. Gegen die Masse? Ja, durchaus. Kritik, weiterhin. Total glücklich mit Gedanken über die Welt und deren Bewohnern? Bedingt. Zu viel Ärger und Unverständnis. Aber, hey, hier ist wieder der Punkt, an dem man feststellen kann: mach dir keine Gedanken und du bist glücklich. Mache dir zu viele Gedanken und du bist definitiv schwierig. Der Mittelweg, auch hier, ja, der wäre gut.

Zurück zu vermeintlich merkwürdigem Verhalten. Die meisten Mädels im Internet sind wie Prinzessinnen, die erobert werden möchten. Eine recht klassiche Vorstellung und gar nicht mal so abwegig, dass dies so ist. Sie wollen gewonnen und überzeugt werden, dass man der Prinz auf dem weißen Ross ist, ob es dabei speziell um Sex geht oder nicht, ist erstmal egal. Die emanzipierte Prinzessin von heute würde niemals auf die Idee kommen auch nur einen kleinen Schritt von alleine zu machen. Der Herr ist gefragt und soll aktiv werden und Interesse bekunden, soweit so gut, klassisch und so gar nicht modern, in dieser aufstrebenden und nach Gleichstellung bemühten Welt. Dennoch ist dieses Verhalten durchaus nachzuvollziehen. Warum sollte man sich auch bemühen, wenn man eh täglich, je nach optischer Erscheinung, mit diversen Angeboten, Flirtversuchen oder eindeutigen Bildern überschwemmt wird. Man kann ja dann ganz einfach aussuchen und sich das herauspicken, was man gerade braucht. Die Kurzfristigkeit der Dinge. Überangebot macht faul.
Da die meisten Typen diese Art und Weise aber voll unterstützen, gerne der Jäger sind und mit Tatendrang dafür sorgen, mindestens jedes weibliche Wesen, was annähernd - in ihren Augen - nicht hässlich ist, wenigstens einmal angeschrieben, geliked oder einen zweideutigen Spruch offeriert zu haben, wird diese Jagd nach Profilen, oberflächlich betrachtet, einfach voll ausgelebt und befeuert.
Ganz klar, man liest immer wieder von Mädels, die sich öffentlich darüber auslassen, dass sie ja schon wieder Dick-Pics bekommen haben, aber gar nicht danach gefragt hatten. Das sind dann die ganz primitiven Prinzen, die nicht mal mehr ein "Hi, wie gehts?" schreiben, sondern direkt alles anbieten. Sicher, das ist sehr eindeutig und verfehlt wohl nicht den Zweck, der da gewollt ist. Und wenn man als ambitionierter Internetuser 100 Mädels solche Bilder geschickt hat, und nur Eine darauf eingeht, nun ja...Zweck erfüllt. Und auch bei den weiblichen Usern, die sich darüber beschweren, stört der, leicht süffisante, Nebensatz "...ich habe nicht mal danach gefragt 😂😂", wie ich finde. Ganz so scheiße wird diese Art der Aufmerksamkeit wohl gar nicht gefunden. Das betrifft dann aber auch wieder alles die breite Masse, denke ich. Ganz normal, jeder möchte Sex. Sex ist, wie oft erwähnt, eine ganz tolle Sache, das sehe ich ja auch so. Aber muss man denn das ganze Internet auf so eine stumpfe Art und Weise, regelrecht, abgrasen, um nur mal zum Zug zu kommen? Kann man machen, weil es durch die Mittel und Wege nunmal möglich ist...

...da nehme ich mich dann mal wieder raus. Spezielles Pflänzchen, ich bin. Auf der Suche nach dem Platz im Licht mit Bewässerungsmöglichkeiten. Ich will ja schließlich nicht eingehen. Sex ist wichtig und er fehlt mir auch arg in den letzten drei Jahren. Sehnsucht ist als sensibler Mensch nochmal ne ganz andere Nummer, als bei den ganzen hohlen Fritten, ich sags Euch! Ich habe eben das Verlangen nach ganzheitlichem, einvernehmlichem und erfülltem Sex. Diesen kann man eventuell auch dadurch finden, in dem man einfach danach fragt, ne?! Wer ficken will, muss freundlich sein. Ja, super. Ich kann so freundlich sein, mein Wesen hat so eine tolle Art, ich bin ein liebenswerter Mensch. Auf jeden Fall, das Alles, zu letzt noch gehört. Alles toll. Nur ist mein Gewissen einfach zu präsent und meine Ängste vor Ablehnung einfach zu groß, als dass ich so ohne Weiteres bei den Menschen, die mir sympathisch sind, bei denen ein gewisser Vibe vorherrscht, aufs Ganze gehen würde. Ich machs mir selber schwer, oder?
Ja, mitunter, ich kenne mich ja leider auch ganz gut und weiß, dass man mich auch ersteinmal kennen lernen muss. Ich komme einfach über die Zeit und die Intensität, als über das Kurzfristige und Oberflächliche. Also, wer Zeit will und intensive Momente mag, der sollte sich nun angesprochen fühlen. Wie sagte man mir vor Kurzem noch: "Du bist eh das speziellste Pflänzchen, das ich kenne, du bekommst deinen ganz eigenen Platz. fern ab von den anderen Schubladen, damit du keinen Schaden anrichtest." Ich sehe das durchaus als Kompliment, auch das mit dem Schaden. Bei dieser Aussage herrschte aber eh ein unausgesprochenes, aber dieses Mal passendes, Augenzwinkern vor.

Ich freue mich auch weiterhin darüber einen positiven, aber eben speziellen, Eindruck hinterlassen zu können und möchte diesen wahren, da Bestätigung für meine Person (speziell für mich selbst: für meine, neue Person, die ich in den letzten 2 Jahren wieder aufgebaut habe) ein echt tolles Gefühl ist. Und es ist so wichtig, da diese Bestätigung in meinem Leben (Abschnitt) auch mal komplett gefehlt hat. Der Weg erstreckt sich also weiterhin vor mir und es ist an mir ihn zu gehen. Mit oder ohne Begleiter, am liebsten aber mit, dann ist man nicht so alleine mit seinen Gedanken. Ich brauche eindeutig mehr Konfetti in meinem Leben und mehr oder weniger, weniger Gehirn, weiterhin. "Sei nicht so streng mit Dir, aber bleibe Du selbst!" So soll es sein, ich bin ja gut, nicht einfach, aber ziemlich toll, so wie ich bin, es benötigt nur jemanden mit etwas botanischem Verständnis für Pflege und Obacht, damit ich richtig und noch mehr wachse...oder einfach mal eine helfende Hand...ja, tschuldigung, ein platter Spruch musste nun sein. Wobei in dem Zusammenhang die Zweideutigkeit vielleicht nicht ganz so platt ist.

Vielleicht spiele ich das Spiel um die Profile ja doch irgendwann mal mit. Vielleicht mache ich auch ein ganz eigenes Spiel daraus. Fördert Wettbewerb nicht irgendwo Ehrgeiz? Ja, unter Umständen. Ich mag die Umstände allerdings nicht, deshalb muss das eigene Spiel her. Ich sag dann Bescheid, wenn es soweit ist. Ein Titel existiert aber schon:

Das merkwürdige Verhalten spezieller Pflänzchen zur Blütezeit - Ein Spiel um Bienen, Nektar, Pollen und Bestäubung.

Das wird garantiert ein Hit, ab 18, versteht sich. Ein eher unkonventionelles Spiel.



      




Sonntag, 29. Oktober 2017

Aussagen, Gewichte und Zwinkern

Gehen wir mal davon aus, dass Worte ein Gewicht haben können, einen Wert, eine Maßeinheit (unabhängig davon, dass es ziemlich viele Wörter gibt). Dann könnte man auch fragen:
"Wie viel wiegt eine Aussage?"
Ich würde das gar nicht in genauen Einheiten bestimmen wollen, sondern etwas strukturierter in "schwer" und "leicht" aufteilen. Die genaue Angabe, wie viel, zum Beispiel eine Seele wiegen könnte, findet man im Titel eines wirkliche guten Dramas, falls man sich für schwere Filme interessieren mag. Aber das nur nebenbei. Zurück zu schwereren Aussagen.

Wenn jemand sagt: "Ich brauche Dich nah bei meinen Gedanken.",
dann ist das eine unglaublich starke Aussage, oder? Definitiv, das ist sie. Eine schwer wiegende Aussage. Es ist eine sehr umfangreiche, weitreichende und positive Aussage, würde ich meinen. Eine Aussage, die, wenn man sie wörtlich nimmt, keinen zwingenden Bezug auf Distanzen nehmen muss, demnach eine mentale Nähe zu Gedanken benötigt und Diese einfordert. Eine Aussage, die wirklich viel wert ist. Besonders, weil sie auf einer freien Ebene passiert.

Die Aussage: "Ich brauche Dich nah, bei meinen Gedanken.", ist durchaus ähnlich schwer wiegend und kraftvoll, würde das Ganze aber etwas über eine nicht vorhandene, eher körperliche, Präsenz und Nähe definieren, die benötigt werden würde. Sprich die physische Anwesenheit, bei speziellen Gedankengängen, bei Bewältigung von gedanklichen Problemen. Eine Aussage, die fast genauso viel wert ist, aber auf einer partiell anderen Ebene und deshalb etwas eingeschränkter in Bezug auf den Umfang.

So oder so, die erhoffte Nähe beider Aussagen, setzt Verständnis beim Empfänger voraus. Egal, ob die Aussage jetzt mit oder ohne Komma geschrieben wird. Es sind beides sehr starke, kraftvolle und wichtige Aussagen, sehr menschlich, sehr gut!

Ich empfinde Sprache ja durchaus als wörtlich, immer dann, wenn sie ernst und ehrlich eingesetzt wird, um etwas mitzuteilen. Man kann mit so wenigen Worten so Vieles sagen! Aber auch mit so vielen Worten, so unglaublich wenig mitteilen. Das kommt dann aber, wie immer, auf die subjektive Empfindung, Wahrnehmung und die individuellen Möglichkeiten an. Und, wie viel es einem jeden Wert ist, natürlich. Man muss aber auch immer zwischen wirklicher Ernsthaftigkeit, Ironie und Sarkasmus unterscheiden. Das alles kann man ja auch, gerne oft, einsetzen, um Spaß mit unserer Sprache zu haben. Da bin ich ja total dabei. Aber das sollte bei vernünftigem Umgang eh selbstredend sein und nicht zur Debatte stehen müssen.

Sind wir nicht eigentlich die Dichter und Denker?! Man kann doch so viele tolle Sachen mit der Sprache machen, wenn man sie einzusetzen weiß. Wo ist das denn Alles hin? Vergraben und verschüttet in den Massen von leichten Aussagen. Denn davon gibt es so Einige mehr, als von den Schweren, deshalb schwimmt das Leichte auch meistens oben und verdeckt die Tiefe...

Da heutzutage aber auch ganz bewusst unglaublich viel Unsinn, Blödsinn, Stumpfsinn und Schwachsinn überall publiziert wird, besonders in leichter Schriftform, kann man fast gar nichts mehr ernst nehmen. Alles wirkt, wie ein Werbespruch, ein Slogan fürs Leben. Phasenweise Phrasen-Weisen, die immer mit dem obligatorischen Augenzwinkern gesehen werden wollen und sollen?! Das verunsichert auf Dauer die gewohnten Umgänge mit der richtigen Benutzung von Sprache und deren Gewichtigkeit. Irgendwann zwinkern wir uns alle nur noch an, kaum wissend der ursprünglichen Bedeutung und erwarten dennoch alles. Aber keiner weiß es genau. Jeder "äußert" dann nur noch leichte bis fast schwerelose Aussagen. Irgendwann dümpelt man dann in herrlichem Einklang von Unwissenheit vor einander hin und weiß einfach nichts zu sagen, ein Zwinkern reicht ja. Leichte Aussagen, oben schwimmen. Aber, ob das dann ein Zwinkern um Hilfe ist, es Aufmerksamkeit signalisieren soll oder einfach nur ein Spaß sein könnte, kann man immer schwerlicher ausmachen. Absicht oder Unwissenheit? Die Kommunikation würde dadurch nur noch reine Auslegungssache werden und frei interpretierbar sein, immer. Ich denke, dass man dann einfach irgendwann auch nicht mehr weiß, was man überhaupt noch wollen würde. Alles verschwimmt dann irgendwie und lässt für die verschwommene Masse nur noch die klaren, leichten Phrasen übrig. So viel Ungewissheit und Unwissenheit verstehe ich nicht. Warum wird sich so wenig differenziert? Weil es einfacher ist? Weil man nicht darüber nachdenkt? Weil man einfach auf die nächste Phrase wartet, um dann wieder mit dem Zwinkern anzufangen und leichte Aussagen zu tätigen? Wahrscheinlich das Alles zusammen.

Die Wichtig- und Richtigkeit von Worten ist doch wirklich viel Wert. Nun gut, sie ist es mal gewesen. Früher, damals, Lagerfeuergeschichten... Ich würde mich, glaub ich, in so einer dystopischen Zukunft mit einem Szenario, nach irgendeiner Apokalypse, gut als Erzähler machen, der lustige Geschichten erzählt. Dann aber auch ganz Klischeehaft mit Ruinen, Schlaglöchern und brennenden Tonnen, versteht sich. Vielleicht irgendwo so nen herumgeisternden Ballen verdorrten Gestrüpps...swooshh, whistles in the wind, dusty landscapes, ein Kojote (wahrscheinlich irgendwie mutiert), darkness. Sunrise. Staubig ist's dann aber immer noch...aber man könnte echt super Geschichten erzählen.
Ist dieser Gedanke dann eigentlich schon Trümmer-Romantik, obwohl es noch nicht passiert wäre? Bestimmt ein bisschen. Aber haben wir nicht fast alle unsere, ganz persönlichen Trümmer? Bedarf es für eine solche Romantik überhaupt die Zukunft.

Vielleicht ist der Begriff der "Scherben-Romantik" etwas besser, in Bezug auf die momentane Zeit. Es gehen aktuell bestimmt enorm viele Spiegel zu Bruch, bei den ganzen Spiegelungen und Spiegelbildern und die hinterlassen mitunter Scherben. Glasscherben, scharfe, kantige und kaputte Sachen. Da es Viele nicht einsehen in den eigenen Scherben zu wühlen oder nicht können, ohne sich zu verletzen, wird es immer wieder neue Spiegel und durchaus neue Scherben geben. Also, alles Scherben-Romantik! Ich mag Romantik. Scherben sollen ja sogar Glück bringen. Und wenn man sich im eigenen Scherbenhaufen dennoch wieder erkennt und sich weiterhin spiegeln kann, dann sollte man auch keine Angst haben, daraus eine Skulptur zu machen, diese als Andenken aufzubewahren und sich auf die Gegenwart zu fokussieren. Romantik gibt es zum Glück nicht nur bei Endzeistimmungen und dystopischen Visionen. Von wegen Dichter und Denker. Mehr Poesie braucht's im Leben und weniger Trott. Es braucht schwer wiegende, ehrliche Aussagen und keine Augen, die zwinkern. Echte Worte und keine Werbung.

Wie viel wiegt also eine Aussage?

Manchmal nichts, manchmal ewig.