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Montag, 27. Mai 2019

Porzellanseelen


Dieses helle und strahlende Gut in deiner Mitte. Dieses wunderbar-feinfühlige Gefäß. Dieses zerbrechliche Netz, das sich um deinen energetischen Kern legt. Ihn hält und beschützt. Das edle Gewand, welches den Geist am Leben hält. Es schimmert und glänzt. Ist fein und anmutig.

Dieses Gefäß beinhaltet Alles, was dich ausmacht. Und sollte es unter einem inneren Druck einmal zerbrechen, wird es üble Folgen für deinen wahren, blanken Kern haben. Die Seele, die in dir wohnt, hat so Vieles gesehen. Sie hat so Vieles erleben müssen, was sie nie hätte erleben sollen. Sie hat so Vieles empfangen dürfen und musste so oft so stark sein. Sie hat immer gegeben und sich selbst nur zurückgesteckt. Und trotz all dieser Umstände hat sie nie ihren Glanz verloren und hielt ihre schützende Hand tapfer und unter Qualen über dein Herz. Sie sorgte dafür, dass dein Kern unbeschadet blieb und nur sie selbst Risse und Blessuren davon trug.

Würde sie in sich zerbersten, diese feine Porzellanseele, was bliebe dann in dir zurück? Was wäre dein Herz, dein Motor, dein Kern dann? Er wäre nur noch ein nutzloser Energiespender für einen hohlen und dunklen Raum. Wohin würde die Wärme deines Herzens, die Energie entweichen, wäre das Netz aus abermillionen feiner Fäden, die die Seele ausmachen, nicht mehr zugegen? Was wäre der Kern ohne den Schutz, ohne die Erfahrungen des Leides, ohne die Empfindungen der Freude? Was würde aus der vermeintlichen Stärke des Motors werden, wäre keine Übersetzung möglich? Sie würde verebben und eingehen. Sich zusammenziehen und verdorren. Vielleicht würde dein Herz unter der angestauten Wut auch zerbersten und ein noch viel größeres, klaffendes Loch in dein Leben reißen. Was auch immer geschehen war, es hat Spuren in dir hinterlassen, die schwerlich und nur mit Geduld und neuem Mut, Zeit und Liebe geflickt werden können.

Bitte gib immer gut acht auf dieses, deine, Gefäß, in dem sich deine Seele erstreckt. Im Porzellan des Lebens spiegelt sie sich wieder. Sie benötigt die Energie des Kernes, genauso wie der Kern dieses Gefäß benötigt, um so zu funktionieren, wie es richtig und erstrebenswert sein sollte. Behalte sie immer bei dir, lass sie dir nicht nehmen und pflege sie. Behandle ihre Risse mit feinem Balm. Poliere sie. Halte sie am Glänzen. Du sollst glänzen. Deine Porzellanseele soll strahlen und in dir nach außen erscheinen. Sie soll sich voller Anmut und Leichtigkeit bewegen. Sie soll wachsen und stärker werden. Sie soll atmen.

Gefallene Engel, haben die schönsten Porzellanseelen von Allen. Sie sind so viel stärker als gänzlich unberührte Seelen. Diese gefallenen Seelen, diese gesprungenen Gefäße, diese einst zerborstenen Scherben, sie tragen so viel Erfahrung in sich. Sie wissen, wie es ist, wenn ihnen mindestens einmal die Energie genommen wurde. Wenn sie den Kampf, den sie kämpfen mussten, verloren haben. Sie wissen wie es ist, von vorne anzufangen. Welche Kraft benötigt wird, nach diesem tiefen Fall wieder an die Oberfläche zu kriechen. Es sind die stärksten Seelen von Allen. Ihre Scherben gehen nie verloren und setzten sich immer wieder zusammen.

Es benötigt ein enormes Maß an Energie, Zuversicht und Stärke, erfordert Geduld, Angst und Vernunft, bis sich gefallene Porzellanseelen aufgestiegener Engel wieder zusammen setzen. Doch wenn sie es tun, geht daraus eine so wundervolle und leuchtende Seele hervor, die es kein zweites Mal geben wird. Ihre Sprünge und Risse sind einzigartig. Sie sind der Fingerabdruck des Lebens. Sie bezeichnen eine Geschichte und erzählen von vergangenen Zeiten. Sie erstrahlen in neuem Glanz. Immer und immer wieder und sind deshalb so wertvoll und wunderbar.

Samstag, 2. Februar 2019

Das ewige Mädchen

Wenn ich an sie denke, dann sehe ich Blumen und Blüten. Dann rieche ich Lavendel. Ich sehe sie in der Gegenwart aber auch in einer alten Zeit. Ich sehe sie in etwas Vergangenem, was zugleich präsent erscheint. Die Aura, in der sich meine Gedanken an sie bewegen, ist erfüllt mit zeitlosem Dasein schwingender Harmonie. Es war jeher ein sehr einvernehmliches Miteinander, obgleich sich unsere direkten Wege eher selten kreuzten. Ich schätze ihren Sinn für das Gesamte und die unsichtbare Akzeptanz, die sie aufbringen kann.

Wenn ich an sie denke, denke ich an Übereinstimmung. Ich denke an tiefes Verständnis und Demut. Ich erinnere mich gut, wie sie etwaige Konversationen mit ihrer fröhlich-frechen Art und Weise ein ums andere Mal erheiterte. Ihre Augen funkelten unentwegt, als sie von den Abenteuern des Lebens und dem Enthusiasmus erzählte, der nötig war um dem Leben auf der Nase tanzen zu können. Sie liebt es, zu tanzen und sie liebt die Musik. Sie liebt das Leben und sprüht förmlich vor Optimismus. Sie ist ansteckend. Euphorisch. Inspirierend. Voll des Lebens.

Wenn ich an sie denke, dann sehe ich aber auch, wie verletzlich sie sein kann. Ich muss an die intensiven und schweren Unterhaltungen denken. An die Momente totaler Offenheit und Ehrlichkeit. Die Momente des Zweifels und der Ohnmacht. Ihre Augen funkelten bei diesen Gesprächen nicht. Sie blickte oft minutenlang in eine Richtung und ließ ihre Gedanken dabei schweifen. Sie ließ die Gedanken über sich kommen. Sie starrte dabei ins Leere. Aber in ihr, das konnte ich sehen, arbeitete ihr wahres Ich auf Hochtouren. Alsbald würde sie sich des leeren Blickes mit einem raschen Schütteln des Kopfes entledigen und der Funke würde wieder in ihren Augen zu sehen sein. So war es immer gewesen, so wird es immer sein.

Wenn ich an sie denke, dann sehe ich ein Lächeln. Ich sehe die Sonne. Ich freue mich darüber, ein Stückchen der Ewigkeit mit ihr teilen zu können. Ich schätze ihre Zeitlosigkeit und ihre leichtsinnig lockere Sicht der Dinge. Ich schätze es, dass wir so verschieden sind und dennoch so viel gemeinsam haben. Sie erinnert mich an jemanden, der ich immer sein wollte. An jemanden, der immer der inneren Stimme folgt. Sie erinnert mich an den Sinn der Leichtigkeit und das Bestreben, für immer eine unbeschwerte Seele haben zu wollen.

Die Ewigkeit schützt vor Schwere nicht, das wissen wir beide. Ganz im Gegenteil, die Erfahrungen der endlosen Situation sind mannigfaltig und unter Umständen ausschweifend. Wenn ich an sie denke, habe ich manchmal Angst, dass sie sich der Mannigfaltigkeit zu sehr hingibt und irgendwann nicht mehr aus ihr heraustreten kann. Das darf niemals geschehen. Und das wird es nicht!

Sie ist und bleibt das ewige Mädchen, das ich einst kennenlernte. Sie wird immer die sein, die sich hoffnungslos verliebt. Sie wird immer die sein, die ohne offensichtlichen Grund weint. Die, die auch mal zickig ist und Launen an den Tag legt. Sie wird aber auch immer die sein, auf die du dich verlassen kannst. Die mit dem guten Herzen...dem zu großen Herzen. Sie wird immer die sein, die tanzt und feiert, als gäbe es keinen Morgen. Die, die ohne Musik nicht leben kann. Sie wird immer das Mädchen sein, was Poster im Zimmer hängen hat und Idole, die es anhimmeln kann. Sie ist die, die nicht davon ausgeht, dass die Welt ungerecht und grausam ist. Sie ist die, die einfach lebt, mit allen Höhen und Tiefen. Sie ist das Mädchen, das sie immer sein wollte. Für jetzt und immer und darüber hinaus.

Montag, 14. Januar 2019

Die Seele bleibt hier


 Ich erinnere mich noch genau, wie es gewesen ist als du noch da warst. 
Es war eine wunderbare Zeit. Wenn ich zurück denke, kommt in mir ein wundervoll-melancholisches Gefühl auf, das mich mit einem weinenden und einem lachenden Auge an unsere gemeinsame Zeit erinnert. 

Wir sind durch dunkle Tiefen gewandert, haben steile Gipfel erklommen, sind zusammen abgestürzt und dennoch konnten wir uns immer wieder fangen. 
Wir hielten uns gegenseitig fest. 
Wir waren für einander da, wenn wir uns brauchten. Haben aufgepasst, dass es dem anderen gut geht. Wir konnten uns gegenseitig motivieren, kritisieren und blamieren. 
Alles war möglich. Wir waren möglich.

Ich vermisse diese Zeit manchmal und hätte sie dann und wann gerne zurück. Aber du hast dich für einen anderen Weg entschieden. Die Zeit bleibt in der Vergangenheit und somit ein Memo unserer selbst. Wie damals schon wünsche ich dir auch jetzt nur das Beste und alles Positive der Welt. 
Ich hoffe, dass du glücklich bist. Ich hoffe, du vergisst uns nicht. 
Ich wünsche mir, dass du weiter gehst und die Zukunft wählst.

Irgendwann, da werden wir uns wieder sehen und ich weiß jetzt schon, wie es werden wird: voller Freude, Aufrichtigkeit und Loyalität. So lange wir uns an das erinnern, was uns Kraft gibt, wird es uns möglich sein, an das zu glauben, was uns gut tut. 
Wir haben beide unsere richtigen Wege gewählt und schreiten weiter in unserer subjektiven Realität. Bald kreuzen sich unsere Wege wieder, das spüre ich. 
Dann bin ich gespannt, was du zu erzählen hast. Erzähle mir wie dein Leben war. 
Ich werde zuhören so wie immer.

Und so sitzen wir da, schauen in den Himmel, hören Musik, trinken Bier und erinnern uns gemeinsam an eine wundervolle Zeit. Wir lachen, grübeln, schweigen und weinen. 
Wir geben uns Zuspruch, Trost und Ideen.
Wir sind uns sicher, dass es sich wie gestern anfühlt und bleiben in blindem Verständnis für einander genau die Personen, die wir immer waren.

Ich schätze Dich und danke Dir. Ich freue mich, dass wir uns kannten, kennen und immer kennen werden. 

Die Seele bleibt hier.

Sonntag, 6. Januar 2019

Gedanken zu Papier

Wie der Titel dieses Beitrages vermuten lassen könnte, hätte ich mir Gedanken zu Papier machen können. Habe ich aber nicht. Auf jeden Fall habe ich nicht sonderlich viel über die Verwendung von Papier nachgedacht. Gestern mal kurz, ja. Heute eher nicht so. Deshalb geht's hierbei auch nur um Gedanken, die ich zu digitalem Papier bringe. Das muss ja auch mal sein. Habe ich schon viel zu lange nicht mehr gemacht. Meine Stimmung passt aber ganz gut dazu, einfach mal den Kopf aufzumachen und die Dinge niederzuschreiben, die dort umhergeistern. Es könnte vielleicht etwas chaotisch werden, aber so ist das nun einmal. Und solange die Teilzeit-Lobotomie noch nicht von der Krankenkasse übernommen wird, muss es erstmal so reichen.

Wenn man so mit Leuten redet, hört man ja meistens eher nur bla bla bla bla bla. Voll nervig. Dabei ist es manchmal sogar egal, ob man die Person gar nicht kennt oder doch schon eine Art von Ebene erreicht hat, auf der das Bla eigentlich einen anderen Wert haben sollte als bei den Leuten, die man gar nicht kennt. Es gibt ja leider auch Bla, was sich schön verpacken lässt und erst nach dem Öffnen seine hässliche Fratze zeigt. Es gibt Bla, das auf purer Verunsicherung basiert. Es gibt Bla, das so furchtbar nervig ist, dass man sich wünscht, halt doch einfach deine Stimmbänder unter Kontrolle und schweig'! Was gibt's noch? Avancierendes Bla, dreistes Bla, gelogenes und mit Absicht anders dargestelltes Bla. Phantom-Bla. Spaß- und Unterhaltungs-Bla, Alltags-Bla, Standard-Bla und noch viel mehr...

Bei diesem oberflächlichen Smalltalk bin ich ja eh meist schon raus. Phrasen über Floskeln übers Wetter oder geheucheltes Interesse. Ganz klar, ich bin pro Etikette, keine Frage. Dazu gehört wohl auch ein gewisser neutraler Umgang mit Individuen auf der Kommunikationsebene. Hallo, guten Tag, auf Wiedersehen. Ja, schon. Aber ganz ehrlich...Einige können ja das nicht mal mehr. Ich kann's definitiv, nur manchmal will ich's einfach nicht. Es ist lästig, es ist müßig, es ist es manchmal gar nicht erst wert. Weil man im Vorhinein eh schon weiß, auf was das hinauslaufen wird. Das kann man sich dann schon sparen.
Hoffnung, dass es auch anders sein kann...ja, die besteht ein bisschen. Diese Hoffnung wurde auch schon bestätigt, glücklicherweise, aber tatsächlich nur in Ausnahmefällen. Deshalb lege ich nicht mehr viel Wert in Hoffnung. Auch wenn Grün eine wirklich schöne Farbe ist, die Assoziation zu Hoffnung ist definitiv nicht mehr die Erste, wenn ich an diese Farbe denke.

Ich frage mich manchmal wirklich, warum ich so viel damit zu tun habe, ständig Puzzleteile von Informationen zusammen zu setzen. Die Erfahrung zeigt mir dabei, dass dieses Zusammensetzen dann passiert, wenn ich ein gewisses Bauchgefühl habe. Das Bauchgefühl ist dabei meistens zuerst da und ja, was soll ich sagen, es ist so ein toller Gradmesser, dieses Bauchgefühl. Es ist dann erstmal ein bisschen da und lässt mich immer etwas zweifeln und in Frage stellen. Es kann sein, dass ich mich durch die Annahme eines Bauchgefühls auch etwas anders verhalten und in diesen Momenten nicht ganz frei oder schwieriger bin. Das ist dann aber zu Recht so, da die Intuition mir ja etwas sagt und ich davon dann beeinflusst werde. Die Umwelt bzw. Menschen, die solch eine manipulierte Stimmung meinerseits dann mitbekommen, erleben meistens ein eher trotziges, harsches oder missgünstiges Ich meinerseits. Das ist schade, weil ich dadurch kurzfristig die Mitte verliere und in ein vermeintliches Stimmungs-Extrem umschlage. Dennoch tut es mir nicht leid, denn das Gefühl, welches durch die Intuition entsteht, bestätigt sich ja eh meistens.

Dann vergeht meistens ein bisschen Zeit. Veränderungen passieren. Neue Puzzleteile kommen ans Licht. Ich resümiere, blicke zurück, suche die anderen Puzzleteile, finde das Bauchgefühl wieder, welches schon mit erhobenem Finger auf mich wartet und zack, gibts ein neues Bild mit der Überschrift: Dein Bauchgefühl enttäuscht dich nicht. Danke Bauchgefühl. Diese Erkenntnis war mir ja völlig neu...eben nicht. Die Bestätigung passierte einfach schon so oft, dass ich mir wirklich ernsthaft Gedanken darüber mache, wie ich mit meinem Investitionspotential umgehen soll.

Oft sagt der Bauch mir schon lange im Vorhinein bescheid, wenn etwas nicht stimmt. Manchmal wird dieses Gefühl auch wieder verdrängt oder durch andere Einflüsse etwas entkräftet. Das ist ja ganz schön, wenn Zweifel aufgehoben und vermeintlich aus dem Weg geräumt werden. Aber meistens wird eh wieder eine Enttäuschung passieren und die damit einhergehende Bestätigung eben dieses Gefühls, welches schon lange vorgeherrscht hatte.



Was soll ich machen...? Ne Maske aufziehen kann und will ich nicht. Frei von Gefühlen werden, ja...hab ich mal ausprobiert, klappt aber auch nur bedingt und temporär. So ein Gefühl, auch wenn es als Bauchgefühl eher übertragend gilt, ist dennoch ein Gefühl. Ich mag ja Gefühle aber ich hasse sie auch. Es ist toll und furchtbar ätzend. Wenn man Gefühle so sehr wahrnimmt und diese feinschichtige Zusammensetzung aus Gedanken, Empfindungen, Wünschen und Informationen irgendwie im Bewusstsein bearbeiten muss, wird es meistens wirklich schwierig.

Manipuliert durch die eigenen Ansprüche und die externen Informationen und Investitionen, die wiederum durch diverse Optionen manipuliert werden, weiß der rationale Geist manchmal nicht so recht, wie er die Dinge annehmen und verarbeiten soll. Manchmal ist es ein Informations-Überfluss. Ein Chaos ohne die Möglichkeit einer rationalen Betrachtungsweise. Bei Zeiten ist es so, dass ich die schönen Informationen suche, sie wahrnehmen will, das Chaos zu einer Harmonie machen möchte. Aber ich merke, je mehr ich investiere und nicht nur so tue als ob, desto mehr laufe ich Gefahr, wieder zum Puzzlekönig zu werden, der erstmal im Chaos verweilt und dann doch irgendwann das richtige Bild zusammen fügt.

Ergo: teilzeit Lobotomie oder Verödung der Rezeptoren. Beides irgendwie ne veraltetet klinische Anwendung in der psychiatrischen Behandlung. Na toll (vergesst bitte meinen Sarkasmus nicht).
Und just, als ich schrieb, "vergesst meinen Sarkasmus nicht", wird mir klar, dass ich ihn manchmal selber vergesse. Ich glaube, er kann ein gutes Werkzeug sein, um mich vor vielem zu schützen.
Aber auch nicht immer, weil er auch nur begrenzt anzuwenden bzw. nicht permanent hilfreich ist. Oft schlägt er sich so nieder, dass er nicht verstanden oder als Anfeindung angesehen wird. Das macht es wiederum schwieriger überhaupt an etwaigem Bla teilzunehmen und ist dann eher nicht konstruktiv. Aber nun gut. So ist das System. Das ist schon okay. Die natürliche Selektion regelt das schon. Das weiß ich und das sollte ich mir einfach nicht so zu Herzen nehmen. Dabei hat es potentiell so viel zu geben. Wenn ich weniger ranlasse, könnte es eben sein, dass ich auch weniger gebe. Da das in der heutigen Zeit aber auch relativ egal ist, wie viel man gibt, ist das eigentlich auch egal.

Die Optionalität der Kurzfristigkeit und die vermeintliche Bestätigung gemeinsamer Interessen machen das Leben zu einem temporären Vergnügen. Ich brauche definitiv noch Zeit, mich daran zu gewöhnen. Wobei ich eher zweifle, dass ich mich je ganz an diese Zeit gewöhnen kann. Aber das ist okay. Geduld. Zeit. Weniger Gedanken und die handvoll Leute, auf die man sich wirklich verlassen kann, das muss ja reichen!

Aber wahrscheinlich sind meine Ansprüche auch einfach zu hoch. Ich muss mal mit denen reden und ihnen sagen, dass sie kleinere Brötchen backen sollen und nicht so viele im Vorhinein. Das lohnt nicht. Wer soll die denn alle essen?!