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Montag, 3. August 2020

Montagslyriker Runde 8 / Urlaubsmodus

Hey folks!

Erfreulich ist dieser Beitrag in jedem Falle und das sogar wegen verschiedener Dinge!

Zum Einen darf ich hier nun offiziell sagen, ein Teil der Montagslyriker-Familie zu sein! Ein bunter Reigen, verschiedenster Autoren, Schreiberinnen und Schreibern, die allesamt mit ihren Werken jeweils eine Woche lang auf der Basis der Montagslyriker vorgestellt und beleuchtet werden. Herausgepickt, zusammengestellt und gecastet werden die Montagslyriker von Mia Lada-Klein und Mathias Breimann, die bei Instagram und mit ihren Webblogs aktiv sind. Da dies die achte Runde ist, heißt es umso mehr, wie fleißig, aktiv und ambitioniert die Beiden in den letzten Jahren waren und es weiterhin sind.

Nun, nach drei Jahren offizieller Schreiberei meinerseits, ebenfalls aufgenommen und angenommen worden zu sein, erfreut und bestätigt natürlich ungemein!

Auf den Blogs von


und


findet sich auch ein Interview, welches ich guten Gewissens führen durfte und ein paar Fragen zu meiner Schreiberei und meiner Idee von dieser Kreativität beantwortet habe. Also: schön die Blogs aufsuchen und lesen!

Die noch viel schönere Sache, warum dieser Beitrag so erfreulich ist, ist, dass ich im Urlaubsmodus bin und bald, ganz bald, in nicht mal ein paar Tagen, endlich und so ersehnt wieder bei meinem Glück sein kann! Urlaub, Sommer, Hitze, ganz viele Hunde und eine Zeit, die wieder einmal niemals enden werden soll! Ich freue mich soo sehr und ja, das heißt dann bald auch wieder: ein neuer Reisebericht wird kommen! So oder so, ich klinke mich nun erstmal in ein andere Leben aus und werde es so sehr genießen.

Mit der Sonne im Herzen geht es wieder los. Bald, Baby, bald, dann sind wir wieder ganz nah! xo


Auf bald!

Dienstag, 3. März 2020

Muss es - noch immer - mehr sein?!

Zwischen Entwurzelung (die bald folgende Schreib-Aufgabe Nummer 4) und ein wenig Kruzzeiligem (zuletzt: Nummer 25), auch mal etwas Anderes:

Muss es denn immer mehr sein?! Würde man der breiten Masse folgen und sich die gängigen Konventionen und Eintrichterungen anschauen, müsste man durchaus sagen: "Ja, es sieht so aus, als müsste es immer mehr sein." Mehr von Allem. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Darstellen, mehr Reichweite, mehr Dekadenz, mehr Rabatte, mehr Chaos, mehr Lügen, mehr Filter, mehr Follower, mehr Sex, größere Brüste und längere Schwänze. Ein wahrhaftiges Sammelsurium, wenn es darum geht, was man alles mehr haben kann. Aber widmen wir uns hier einfach mal den Brüsten und den Schwänzen. So ein bisschen (mehr) Sex schadet ja nie, ne?! Und Alle so: "Jaaaa, Sex, woooohoooo!" ...dabei sind meistens die, die am lautesten danach schreien, die, die Ihn am wenigsten haben. Aber Hunde, die bellen, beißen ja auch nicht.

Wieviele tatsächliche Jungfrauen es geben muss, die - nehmen wir mal das Internet als Darstellungsplattform - im Netz nur so mit zweideutigen Memes und versauten Spruchbildern um sich werfen, in Wirklichkeit aber noch nie Sex (außer mit sich selbst) gehabt haben. Will man als Jungfrau wirklich den Sex, den das Internet oder Pornos einem vorgeben, obwohl man tatsächlich keine Ahnung hat, wie sich echter Sex anfühlt? Ist es für den völlig unerfahrenen Menschen erstrebenswert, so zu tun, als wäre man die sexuellste Person überhaupt und dann kann man den vermeintlichen Erwartungen wohlmöglich gar nicht entsprechend? Ich glaube es ist, wenn man nicht gerade asexuell ist, echt nicht einfach in der heutigen Zeit noch Jungfrau zu sein. Besonders dann, wenn man merkt, dass es gar nicht damit getan ist, im Internet so zu tun, als ob. Es ist wirklich eine merkwürdige Welt geworden. Da bin ich mir weiterhin einig.

Aber nicht abschweifen...! Mehr Sex, jawoll! Keine Frage, Sex kann es eigentlich nicht genug geben. Und das sage ich nicht nur als Mann...wobei sich das Klischee noch ein bisschen hält, Männer würden mehr über Sex nachdenken als Frauen. Ich bin ja kein Fan von Schubladen und muss auch hier sagen, dass die Geschlechter sich da nicht viel unterscheiden. Vielleicht sind Frauen einfach etwas pragmatischer in ihrer grundlegenden Denkweise und in der Anlage von Gedankengängen, als Männer und können einfach besser differenzieren. Aber ne Drecksau bleibt ne Drecksau. Dann ist es auch nicht wichtig, wie häufig man über Sex nachdenkt, sondern einfach, wie dies dann passiert. Ich sag ja: es kann nie genug guten Sex geben. Und Sex ist so wunderbar subtil, wenn man will. Das ist zwar wieder alles eine Frage des Anspruches und des Könnens, aber wenn man es kann und den richtigen Partner dafür gefunden hat, ist die Frage nach dem "muss es immer mehr sein" gar nicht mehr so relevant, weil es einfach immer gut und viel ist und immer mehr sein kann, wenn man will. Vielleicht ist es aber auch einfach so gut, weil es einfach mehr ist, als der Standard. Wie gesagt, Anspruch-Verhalten spielt eine große Rolle.

Alle wollen Sex. Sex ist toll. Sex macht glücklich. Sex ist wichtig und auch etwas Besonderes. Massenware ist für mich eher uninteressant. In meinen Augen ist der Austausch von Nähe, Intimität, Zärtlichkeit und Lust unbedingt etwas Besonderes und eines der großartigsten Gefühle, die es gibt. Etwas, immer wieder, Einzigartiges, was man zudem so wundervoll (mit den richtigen Menschen) teilen muss und sollte, um es noch besser zu machen.
Aber auch hier gilt bei der breiten Masse höchstwahrscheinlich: Hauptsache Sex, statt lieber gar keinen Sex...auch wenn es eher schlechter Sex ist. Muss es dann immer mehr sein? Mehr schlechter Sex, also? Neeeeee! Keinen schlechten Sex. Den braucht in der Tat niemand...außer vielleicht die, die es noch nicht kennen und höchstwahrscheinlich eh erstmal nicht so geilen Sex haben werden. Hachja...das erste Mal...war es nicht schön?! Um ganz ehrlich zu sein, nein. Nur wahnsinnig aufregend, unwirklich und irgendwie noch nicht ausgeprägt. Aber zum Glück entwickelt sich im Laufe eines Lebens die Sexualität und das Verständnis für Körperlichkeiten. Bei Einigen eben früher als bei Anderen. So gibt es immer ein bisschen Variation und Verhaltensweisen, die man von der "Norm" etwas abheben kann. Im Grunde verhalten wir uns aber eh alle gleich, beeinflusst durch unsere Umwelt, Erziehung, die genossen wurde oder auch nicht und ein Bild der Gesellschaft, welches uns vorgemalt wird. 

Ist es genau dieses Bild, was suggeriert, es muss immer mehr sein? Wann hat sich das Verlangen nach dicken Titten und nem großen Penis so sehr in den Menschen etabliert? Ist das schon immer so gewesen und wir bekamen es bisher nur weniger mit, weil es - sagen wir mal - in den 90ern noch nicht so viel Internet und Meinungs-Darstellungs-Möglichkeit gab? Beschreiben Pornos das "Mehr" einfach immer mehr? Oder ist es ganz normal, dass man immer das haben will, das in den eigenen Augen als "besser" empfunden wird? Sprich: größerer Schwanz gleich mehr Spaß. Größere Hupen gleich mehr Erlebnis? Glatt pauschalisieren sollte man ja eh nie, aber dennoch bleibt immer ein Vergleich: das, was alle wollen gegen das, was man selber will. Wenn alle immer mehr wollen, sollte man dann selbst auch immer mehr wollen?

Oder ist es alles nur ein Irrglaube und die potentiellen Komplexe von Männern mit kleinen Penissen und Frauen, die nicht einem Ideal entsprechen, sind gar nicht der Rede wert? Im Endeffekt muss es, meiner Meinung nach, einfach passen und funktionieren und man sollte in erster Linie immer das geben, was man im Stande ist, zu leben und sich danach erst die Frage nach dem Wollen stellen. Ich glaube auch, dass, wenn man gibt, man schnell merkt, wie viel zurückkommt. Das Mehr-Wollen entwickelt sich dann einfach. Es ist mehr Prozess als ein Final-Zustand.

Für meinen Geschmack bleibt es einfach zu platt, zu sagen: "Ja, es muss immer mehr sein!". Grundsätzlich bin ich zwar ein genügsamer Mensch, habe aber natürlich auch das Verlangen nach einem Mehr, aber das schlüsselt sich eher in gut und intensiv auf. Sex ist Körperlichkeit in Verbindung mit dem Verständnis dafür. Körper sind toll und wenn die Empathie dafür genauso mitmacht, kann es gar nicht besser sein und sollte sich wie von selbst wahnsinnig gut und befriedigend ergeben und dann immer mehr entwickeln. Und wenn das funktioniert, ist sogar Distanz in Bezug auf Sex völlig machbar. Dabei ist die Frage nach dem Mehrwollen unbedingt an stetiges Verlangen gebunden und bedarf "einfach nur" der nötigen Geduld...ich sag's dir, Moró mou, ich misse dich wahnsinnig!! Und ja, natürlich fehlt die Körperlichkeit, bei der es beim Sex nunmal geht, total und eine solche Verbindung über die Ferne ist manchmal alles andere als einfach. Dennoch können wir uns immer Mehrwollen und wissen einfach um das Können und Passieren, wenn die Geduld und Zeit auf unserer Seite ist. Alles Andere ist dann für mich tatsächlich sehr relativ und ich bin einfach glücklich! Von Dir will ich in jedem Falle natürlich immer mehr und bekomme dafür jedes Mal so unglaublich viel zurück. Es bleibt dabei, Du, mein Glück!

Muss es also - immer noch - immer mehr sein? Ist das Streben nach den Superlativen weiterhin gegeben? Oder ist die Welt zu sehr damit beschäftigt, sich selbst genau damit zu profilieren? Ist der Spaß und die Meinungsfreiheit oft nur Augenwischerei oder ein viraler Schrei nach Träumen und Wünschen? Wann wird das "mehr"relativ? Wann sind wir zufrieden? Was wollen wir?

Dienstag, 17. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW51 - Schreib-Aufgabe #3.2019 - Teaser-Gedicht

 
 
Schreib-Aufgabe #3.2019 - Teaser-Gedicht

Morgen, Kinder, wird's was geben,
Zeilen und Texte aus dem Leben.
Die Schreibaufgabe ist wieder am Start,
Mittwoch-Abend für Euch parat.

Sechs Schreiber und ein Thema.
Auflage Nummer drei, da sind wir.
Nicht leicht, eher unbequemer,
als die letzten Beiträge, hier.

Ob Caro wieder ein Lied gebastelt?
Ob David wieder über Dialoge sinniert?
Ob Joe wieder über die Stränge schlägt?
Ob Lena wieder von sich erzählt?
Ob Viviane die Aufgabe gemeistert?
Ob der Mystery-Writer auch begeistert?

Fragen, die sich in Antworten ergeben.
Ich poste es morgen, ihr werdet es erleben.
Ich bin ebenso wieder sehr gespannt,
was die Leute auf's digitale Papier gebannt.

Das Thema? Ja, das verrate ich jetzt schon:
Es geht um Depressionen und die Veröffentlichung.
"Depressionen und das Öffentlichmachen", um genau zu sein,
Seid gespannt, es wird wieder wunderfein.

Damit schließt sich die Challenge für dieses Jahr,
bald geht's aber weiter, ist doch klar!
Mit vielen spannenden Themen,
aus der Gesellschaft, aus dem Leben.

Ich bedanke mich einfach jetzt schonmal,
für das fleißige Mitwirken und Teilnehmen,
für das Schreiben und Gedankengeben.
Für eure Zeit und die Energie,
für eure Ambition und Aufwendungen.
Gehabt euch wohl! Bis morgen.
 
 


 

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Ein Rückblick nach vorne 2019

Einmal Rückblick und nach vorn?! Wenn ich mir die letzten Monate und dieses Jahr anschaue, muss, kann und will ich sagen, wie toll es einfach ist, wenn man die richtigen Menschen kennen lernt und sie in sein Leben lässt. Die, die einfach immer da sind und besonders die neuen Menschen, die man kennen lernen darf und die dann tatsächlich bleiben.
Aber erstmal zum Anfang: wenn schon Rückblick, dann auch mit Reflektion...ansonsten braucht man den nicht zwingend!!!

Anfang des Jahres kam wie aus dem Nichts eine alte neue Persönlichkeit in mein Leben, die mir ein paar wunderbare, sehr intensive aber überschaubare Wochen bereitet hat. Das war toll und hat mich seit langer Zeit mal wieder etwas Nähe fühlen lassen. Diese Verbindung hielt leider nicht so lange, wie man sich es im Vorhinein vorgestellt hatte, war aber dennoch voller guter, schöner und wichtiger Momente. Bereuen? Kein bisschen! Sich weiterentwickeln? Total. Auch wenn es ne Zeit lang echt schwierig war, regulierte es sich und die Wege führten in verschiedene Richtungen weiter. Alles gut, im Endeffekt.

Gepackt von diesen neuerlichen Veränderungen bekam ich dann die Chance auf einen ebenso neuen Job, der auch bitter nötig war und eine damit verbundene neue Grundlage. Eine richtig, richtig gute Grundlage! So viel Motivation und Identifikation im Job habe ich in den letzten Jahren selten erfahren und bin um so mehr froh, dass sich daran bisher nichts geändert hat und die Möglichkeiten, die daraus resultieren, völlig gut und toll sind und bleiben! Und wenn es dann richtig positiv und zuversichtlich läuft und die Vergangenheit einen nicht unnötig belangt, ist der Weg frei für Alles andere und noch so viel mehr!

Besonders diese Verbindungen und Möglichkeiten, die passieren, obwohl man nicht damit rechnet, sind die Besten überhaupt! Und davon muss ich diese Eine, ganz Besondere nun deutlich hervorheben: Christina, wir haben uns nun vor mittlerweile gut fünf Monaten durch einen kommunikativen Zufall im FK angefangen kennenzulernen. Wie leicht und einvernehmlich wir uns von Anfang an verstanden haben, ist und bleibt ein Geschenk in dieser zerfahrenen Welt! Wir haben uns geschrieben, Nachrichten gesprochen, stundenlang telefoniert und du hast mich einfach in deine, für mich damals, völlig neue Welt, mitgenommen.

Du, trotz der Entfernung, bist mir in dieser ganzen Zeit einfach immer so unglaublich nah gewesen, dass es sich anfühlte, als wäre ich mit vor Ort, obwohl eine gewisse geographische Distanz ja nie von der Hand zu weisen war (2500 km) Aber genau das ist völlig irrelevant gewesen. Obwohl du so weit weg bist, haben wir uns so intensiv, viel, verschieden, leicht und einfach frei mit einander verhalten. Du bist für mich schon lange ein so wichtiger Bestandteil in meinem kleinen Leben geworden, den ich einfach nicht mehr missen will. Du bist mit deinen Ohren für mich da, Du schenkst mir unglaublich viel Zeit, du inspirierst mich seit Monaten, befeuerst dadurch meine Kreativität und mein lyrisches Ich. Du hast mich einfach so angenommen, wie ich war und bin und tust es weiterhin, als wäre ich der leichteste Geist auf dieser ErdeIch schätze und respektiere dich und deine Art völlig! Du leistest in deinem Job sooo viel, gehst immer wieder über deine energetischen Grenzen und trotzt den Umständen und Gegebenheiten bei dir vor Ort ein ums andere Mal! Du bist einfach richtig stark!

Ich bin so froh und dankbar, dass ich bei dir immer so sein kann, wie ich bin, dass ich mir keine Gedanken machen muss, was ich denke und dass du einfach so bist, wie du bist! Ich bin enorm glücklich, dass wir uns kennen, schätzen und respektieren. So eine wunderbare, leichte und intensive Verbindung über solch eine Distanz zu wahren, das ist der Wahnsinn und nicht alltäglich oder gar selbstverständlich! Die Möglichkeit dann, dich und den Verein direkt vor Ort besucht haben zu können und zu dürfen, ist für mich ganz klar ein Highlight der letzten Jahre (Reisebericht Konitsa 2019) !! Ich bin so dankbar, da gewesen zu sein, so dankbar für die neuen Erfahrungen und Eindrücke. So dankbar, dass ich selbst keine Bedenken bei einer solchen Reise haben musste. So dankbar, dass wir uns auch ohne die Kommunikation über das Internet, ganz in echt, wunderbar und völlig einfach und gut verstanden haben und es weiterhin tun. Ich komme wieder, keine Frage und ich weiß, wie sehr ich willkommen bin. Du bist so eine eindrucksvolle Person und Persönlichkeit und es reicht bei Weitem nicht, diese Zeilen zu verfassen, um ansatzweise zu begreifen, was du alles leistest! Danke für diese ganze Zeit bisher und auf weitere neue, spaßige Unterhaltungen, Sinnieren, Hunde retten, Quatschen, Schweigen, das Wetter verteufeln uns über Dinge aufregen, Telefonieren, trotz der Distanz diesen Draht zu einander zu haben und und und...!

Tom, mein Lieblingsdrummer und Anker, du bekommst hier jetzt eindeutig weniger Text ^^ , trägst aber eh weiterhin, permanent zu dieser Entwicklung bei und das seit 3 Jahren! Du weißt wie sehr ich dich schätze und ich weiß sehr, was ich dir zu verdanken habe! Ich danke dir, auch wenn es hier und da mal dynamisch nicht nach unseren Vorstellungen lief...its so good to have you!
Mein Jahr geht also mit einer neuen Grundlage, neuen Verbindungen, alten aufgelösten Verbindungen, keinen Zweifeln, Klarheit, Glück, Zuversicht, Bestätigung und Motivation zu Ende. Es ist rückblickend weiterhin eines der "leichtesten" Jahre der letzten Jahre und ich zeige mich voller Demut und Dankbarkeit für diese Entwicklung!

Dienstag, 10. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW50 - In meiner Welt



In meiner Welt

Ich nehm' dich mit in meine Welt,
fühl' dich frei, tu', was dir gefällt.
Sie steht dir offen und zwar in Gänze,
springe, lache, laufe, tanze!
Ich sehe dich so gerne, wenn du schwebst,
wie du lächelst, wie du strahlst, wie du lebst.
Wie du völlig geborgen und leicht,
mir mit deiner Anwesenheit zeigst,
wie schön das Teilen der eigenen Welt doch ist.

Ich nehm' dich mit in meine Welt
und wir machen einfach das, was uns gefällt.
Ich lasse dich dich selbst entfalten,
halte deinen Geist und sehe dich gleiten.
Ich zeige dir meine Fantasie, meine Horizonte,
mein Inneres und meine ganz besonderen Orte.
Ich zeige dir, was meine Welt ausmacht,
ich zeige dir, was mein Feuer entfacht.
Ich sehe das Funkeln in deinen Augen.

Wir gehen die zahlreichen Wege, die sich in mir winden,
wir fliegen umher, ohne dabei zu schwinden.
Wir springen durch offene Tore und Türen,
verlieren dabei nie das Gefühl, uns zu fühlen.
Wir führen uns immer wieder gegenseitig ans Ziel
und wissen ganz genau, wieviel
die Welt des Anderen in uns selber lebt
und wie gerne wir einfach in uns sind.
Wir hören das Knistern unserer Gedanken.

Hier in meiner Welt ist alles möglich,
keine Gefängnisse, keine Schranken nötig.
Zudem ist es hier unendlich weit,
komm', wir vergessen einfach die Zeit.
Alles, was du hier siehst, ist deins,
Alles, was ich dir gebe, ist meins.
Alles, was du träumst und willst,
gipfelt hier und spiegelt mich selbst.
Wir spüren die Intensität unserer Herzen.

Hier in deiner Welt, da will ich bleiben,
träumen, leben, frei sein, verweilen.
Ich fühle mich so wohl mit dir,
du bist die Erfüllung, die in letzter Zeit gefehlt hat.
Ich bin so gerne das Wohl in dir,
du machst mich zu dem, was ich solange vermisst hab'.
Wir wissen, lächeln, verschmelzen
für einander, miteinander, alle Grenzen.
Ich halte mich in deiner Welt.
Du hälst dich in meiner Welt.
Wir halten uns aneinander fest
und fühlen uns, ganz in echt.





Dienstag, 28. Mai 2019

Dichterdienstag 19KW22 - Nummernliebe

Nummernliebe

"Drei, drei, drei!", schrien die Zwei.
Dabei schauten sie an der Eins vorbei.
So, wie es alle tun, die mal eben
nur das Eine wollen und denken,
das Blatt wird sich schon wenden.
Hach...Drei, sei doch bitte mein Leben.

Über die Kurzfristigkeit der Dinge wird aber nicht gesprochen.
Es ist ja auch ganz normal, schon voll drin und wir gehorchen
der großen Selbstmanipulation, die immer suggeriert:
Heute, ja heute bin ich dran, denn heut' passiert
es und das wird die totale Erfüllung für mich sein.
Ich lad' sie ein, fragt sich nur, ob zu Bier oder Wein?

Unter Zuhilfenahme von offensichtlichen Wünschen,
was ja jeder will, weil ja jeder will, was ein jeder will,
lässt sich der Geruch der Verzweiflung kaum übertünchen,
es dringt aus allen Öffnungen, Poren, das zwar still,
aber es ist nicht zu übersehen, gar zu ignorieren,
wenn es darum geht, möglichst viel zu avancieren.

So zieht ein jeder seinen Bahnen in diesem öffentlichen Raum.
Lässt hier und da mal eine Nummer da, sagt: "das wär' 'n Traum".
Du und ich, weißt? Mit dir wäre die Drei gleich doppelt geil,
du bist mein Sonnenliischt, wolle dich und ficke mich, weil:
du hast ja Drei geschrieben und was geschrieben steht,
muss ja so sein, weil ist Gesetz von Internetz. Und? Geht?

Die Dunkelziffern bestehen aber eh nur aus der Drei.
Wozu dann die Eins, die Zwei und die Vier bis zur Zehn?
Warum so tun, als würde man etwas Anderes sehen?
Damit die Gewissen ein bisschen weniger flehen
und es sich so anfühlt, als wäre es genauso richtig?
Nun gut, Erfüllung von Stereotypen ist ja auch wichtig.

Und es ist so unglaublich einfach, wenn es vorgeschrieben steht.
Mitmachen, weil es jeder tut, Erfolg haben, mit aller Macht.
Aber Schade um den Flirt, der irgendwie abhanden geht.
Die große Sehnsucht weicht der Masse, ob Tag, ob Nacht.
Und ob ihr dann richtig steht, seht ihr wenn das Licht angeht.
Wundert Euch nur nicht, wenn es dann doch nicht passt.

Achja: war ja nur 'ne Nummer. So wie Vieles mittlerweile.
Die Einen sehen die Felle schwimmen, haben Eile.
Andere haben gar keine Felle, sondern Langeweile.
Wieder Anderen ist's egal, die tanzen eh aus der Reihe.
Im Endeffekt bleibt's, wie es ist: jeder, wie er will und kann.
Je nach Anspruch, Ziel und Abhängigkeit des eigenen Plan(s).

Nummern kann man überall und ständig haben,
man muss nur freundlich und witzig sein und ehrlich fragen,
ohne sich dabei zu sehr auf die Drei zu fokussieren,
mit Leichtigkeit und Charme wird es dann passieren.
Jeder weiß doch um sein eigenes Nummern-Potential,
Seid Ihr selbst und macht aus dieser Wahl keine Qual!

Dienstag, 21. Mai 2019

Dichterdienstag 19KW21 - Gefängnisse aus Sand

Die Gefangenen der Zeit winden sich,
um sich herum, in sich einher, stetiglich.
Gefängnisse aus Sand zwar, mögen verrinnen,
doch werden sie nunmehr auf ewig erklingen.

Dem eingeteilten Plan gilt es zu entsprechen.
Man muss nun drauf achten, nicht zu brechen,
was der Rahmen so von einem abverlangt.
Gilt es doch: wenig Zeit, trotzdem aller Hand.

Von früh bis spät im Takt zu bleiben,
ohne dabei aus der Reihe zu tanzen,
darüber könnte man ganze Bücher schreiben,
oder nen neuen Rhythmus anpflanzen.

Doch der Sand hat seinen eigenen Takt.
Er gibt stringent vor und lässt nicht ab.
Oben geht er los, läuft dann hinunter,
und erneut im Kreis der Zeit, oh Wunder.

Wie soll man bei dem ganzen Müssen
dann Luft und Platz und Raum erschließen?
Sucht man im Inneren doch vergebens
nach der Stopptaste der Zeit des Lebens.

Manchmal passiert es dann aber doch,
dass man denkt, man kann die Zeit anhalten,
fern ab vom Rhythmus das Selbst erhalten
und niemals vergessen, wie die Freiheit roch.

Nicht gefangen und völlig losgelöst.
In anderen Epochen bleiben ohne zu eilen.
Alles wahrnehmen, was so lang gedöst,
voller Euphorie im zeitlosen Raum verweilen.

Getragen von fremden Strömungen, hinauf
zum Gipfel der Endorphine und des Ganzen.
Hochgefühle, Freiheit und die Lust, zu tanzen.
Einfach nicht bereuen, es nimmt seinen Lauf.

Wie schön es doch wäre, könnte jeder dieses
Ausbrechen viel öfter wagen, ohne mieses
Gefühl oder Begleitgedanken zu haben.
Zeit steht eh nicht still, warum nicht warten?!

Schnell kehrt dann oft der Sog zurück,
zieht und zerrt enorm an einem Glück.
Lässt vergessen, was gewesen sein würde.
Und stellt in Reih und Glied erneut die Hürde.

Aber der Sand hat seinen eigenen Takt.
Er gibt stringent vor und lässt nicht ab.
Oben geht er los, läuft dann hinunter,
und erneut im Kreis der Zeit, oh Wunder.

Dienstag, 16. April 2019

Dichterdienstag 19KW16 - Ein Blick fürs Glück

Mit einem Blick da fängt es an.
Die Resonanzen unserer Gedanken
und Erwiederungen unserer Erinnerungen,
wecken den vertrauten Drang
nach dem sehnsüchtigst Verlangten.

Ein Blick genügt, um die Bilder,
wie von ganz allein, zurück zu empfinden.
Gedanken der Begeisterung lindern
den Moment der Einsamkeit, wissend,
um die Möglichkeit und Einfachheit.

In Sekunden ist's entschieden.
Nähe bahnt sich nun ihren Weg
und übernimmt die stillen Gedanken.
Macht aus Erinnerungen Taten, schnell,
und lässt uns nicht lang warten.

Verlangen ist ein wichtiges Begehr.
Verlangen nach der Perfektion.
Verlangen nach dieser Situation.
Verlangen nach diesem einen Moment.
Verlangen danach, dass die Zeit anhält.

Wissend um die akurate Zustimmung,
ist es ein gar leichtes Tun, was
wie von selbst dann dazu führt, Spaß
zu haben, mit sensibler Wahrnehmung
und los zu lassen in genehmer Einigung.

Ein Blick fürs Glück regt vieles an.
Er sieht, er zeigt, er macht uns an.
Er weiß, was werden würde oder könnte,
spielt, suggeriert und macht uns Freude.

Er verlangt nach dem ganz eigenen Begehr,
dies zu entfachen, um dann immer mehr
einzutauchen in dies' einzigart'ge Glück,
Stück für Stück und Blick um Blick!

Bei diesem einen Blick da wissen wir,
wer wir sind und was wir wollen. Wir
sagen nichts und fühlen stimmig überein.
Ein Blick fürs Glück sollte ganz genau so sein.

Mittwoch, 3. April 2019

Dichterdienstag 19KW14 - Lappenmann

Es ging einst längs die Straße lang,
ein Typ...und zwar der Lappenmann.
Er wedelte so mit seinem Lappen rum.
Oh Graus, oh Graus, er war ganz krumm.

Was wedelst du so rum, du Lappentyp?
Machst du sauber oder hat dich keiner lieb?
Pack den Lappen lieber wieder ein!
Wie sind hier nicht im Zoo, du Schwein!

Wie jetzt? Wo jetzt? Nicht im Zoo?
Wollt' nur wedeln und war schon froh,
hier mit dem Lappen zu markieren...
...weil: jeder wird mich lieben...!

In den Staub mit dir, du Lappenmann!
Guck, da liegt der Dreck, nun fang schon an,
zu tun, wie es dir befohlen ist.
Nimm ihn auf, den ganzen Mist.

Lieber wedel' ich mit meinem Lappen rum.
Irgendwer find's schon toll, wenn's dumm,
ist, dann ist's auch einfacher für mich.
Lappen an Lumpen, an mein Gesicht.

Hinfort mit dir, du schmieriger Lump!
Lappenliebe ist und bleibt so plump,
wie dein artverwandter Aufnehmer,
Lappen und Lumpen ohne Wiederkehr.

Lass meinen Lappen Lappen sein, du Wicht.
Du hast bestimmt keinen Eigenen, nicht?!
Du bist nur neidisch auf meinen Lappen.
Und hast bestimmt selbst nicht viel zu lachen.

Mit Nichten, du lausiger Lappenmann,
alles gut...nur frag ich mich ab und an,
wann werden Lappen endlich leise sein?
Wann wird der Dreck ein Teil von euch sein?

Keine Ahnung, ist mir ziemlich Peng...
Hauptsache wedeln, so aus der Lameng,
Lappen hier und Lumpen dort,
Ich mach, was ich will, an diesem Ort.

Traurige Lappenliebe par excellence,
ich schüttel den Kopf und geb's auf,
den Sinn dahinter zu erkennen...
Bitte, Leben...lass die Lappen brennen.

Es ging einst längs die Straße lang,
ein Typ...und zwar der Lappenmann.
Es wird sie immer geben, diese Lumpen...
...Lappen sind leider echt und nicht erfunden.

Sonntag, 24. März 2019

Der Ernst der Lage


 Der Ernst der Lage 
basiert auf dem Rücken der Tage, die einst zogen ihre Bahnen. 
Bahnen sich einen neuen Weg in die Lage dieser Tage. 
Lagen so lange beiseite, ohne etwas zu sagen.
Sagen so vieles, was gewesen ist und niemals war. 
War es doch einfacher, dieser Tage, ohne die ernste Lage vergangener Tage. 
Vergangenheit ist die Geißel der Gegenwart. 
Traurig, wenn in Gegenwart der Gegenwart, diese Tage fragen, was die Lage ist. 
Phase ist, dass die Tage dieser Tage in Gegenwart der Gegenwart die Lage sein sollten. 
Keine Plage. 
Keine Frage. 
Lebe!