Ein Wind, ein Sturm, ein Massenpanikum
Ein Sturm zieht auf und er ist so schwer wie der bittere Geschmack von
Blei im Mund. So tief wie die Wolken nun hängen, müssten sie längst die
Oberfläche der Welt berühren. Und ja, das tun sie. Die wabernden,
dichten Schwaden küssen die dunklen Hügel und Straßen. Bahnen sich ihren
Weg das Tal hinab. Unaufhaltsam, stetig. Über ihnen und ringsherim wütet der Sturm,
der sie immer mehr vorantreibt und dabei anpeitscht. Wie ein
Gladiatior thront der Sturm auf den Wolken, wie auf einem alten
Streitwagen...befeuert das kolossale Gespann, welches die Erde unter
seinen Hufen zum Erbeben bringen lässt.
Alles, was sich dieser
großen dunklen Wand in den Weg stellte oder gar schon immer an diesem
Platze war - somit sich gar nicht in den Weg stellen konnte - wurde
einfach überrollt. Verschluckt. In sich aufgenommen. Wenn man versuchte
an dem Sturm und seinen Wolken vorbei zu sehen, musste man entsetzt
feststellen, dass es dort kein Ende gab, welches man hätte sehen können.
Somit wurden Felder, Häuser, Zäune und Straßen einfach in die
Dunkelheit versetzt. Die tiefliegenden, sich unaufhörbar nach vorne
schiebenden Wolken glitten über die Ebenen hinweg, wie das
sprichwörtliche Messer durch die Butter und nahmen alles in sich auf,
was vor ihnen lag. Leider gab es keine Berichte, wie es in der
Dunkelheit des Sturmes ausgesehen haben mag. Niemand hatte eine solche
Lawine aus Getöse und Blitzen, Donner und Dunkelheit jemals zuvor
gesehen. Erschwert wurde dies zusätzlich durch die Tatsache, dass das
Ende des Sturmes eh nicht zu sehen war.
Gut fünfundzwanzig
Kilometer weiter weg, auf einem von Wind und Wetter geformten großen
Felsen, mitten auf einem Hügel, der mitten auf einem Acker zugegen war, stand Xxx und sah aus sicherer
Entfernung, wie ein ganzes Dorf, inklusive der Vorortschaften, einfach
verschwand. Aus dieser Entfernung, mit diesem Abstand zu diesem Monster
von Wetter, konnte Xxx auch das Ende des Sturmes sehen...und ja...es war
enorm weit weg. Extrem. Eigentlich nicht zu glauben...wenn man es nicht
selbst gesehen hatte. Kilometer über Kilometer zog sich der dicht-diesige Dunst auseinander. Im Ganzen betrachtet, sah es ein bisschen so
aus wie ein enorm großer, schwarzer Stein einer dänischen
Kunststoffklötzchenfabrik. Ziemlich rechteckig, dachte sich Xxx. Zudem
war es das Verstörendste und zugleich Beeindruckendste, was er je
gesehen hatte.
Passender Weise lief gerade Tribute von Tenacious D in seiner Playlist, was die Stimmung in diesem Moment noch sehr viel surrealer machte.
Xxx blickte sich um und sah sorgenvoll sein Heimatdorf in einem (noch) sicheren Abstand in etwas über fünfundzwanzig Kilometern Entfernung und fragte sich, was passieren würde. Xxx sprach sich selbst zwar des Öfteren sehr gute Augen zu, aber in Wirklichkeit war das Land um ihn herum einfach nur unglaublich flach und eben. Der Felsen, auf dem Hügel, auf der Ebene, auf dem er stand, war im Radius von ungefähr fünundzwanzig Kilometern die höchste Erhebung weit und breit. Man hatte also sehr leicht einen sehr guten Überblick und eine Aussicht...ein Träumchen...nur Holland war schöner.
Er nahm wieder dieses Ungetüm von Wolkenwand und Windespracht ins Auge und sah, scheinbar Unglaubliches. Kaum hatte der Sturm Das Dorf bis zu dessen Grenzen eingenommen und in sich begraben - Man stelle sich eine Kuppel aus tiefschwarzen Wolken vor, die nun förmlich auf dem gesamten Dorfgebiet zum Stillstand kam. Aus der langgezogenen Schar des Sturmes wurd eine Kuppel, bestehend aus Wetter (sehr schlechtem Wetter), die das komplette Dorf einmal überstülpte, um dann, Augenblicke später, zuerst mit einem ohrenbetäubend lauten Surren, das immer hochfrequenter und schneller wurde und dann mit einem Zischen, welches seines Gleichen suchte, in einer Art schwarzem Loch zu verschwinden.
Der Sturm war weg. Das Dorf leider auch. Wohl gemerkt...es blieben schon noch so ein paar Ruinen und Trümmer übrig, aber die waren kaum der Rede wert. Der Himmel zeigte sich auch wieder in einem neutralen, farblosen Blau und eigentlich war alles wie immer...nur deutlich leerer. Und sehr viel leiser, mutmaßte Xxx, der mit weitaugerissenen Augen dastand und nicht wirklich wusste, wie er das Passierte einzuordnen hatte.
"Ob diese Welt hier nun zu Ende geht..." murmelte Xxx vor sich hin, als er sich dann rasch umdrehte, den Felsen in zwei gekonnten Sätzen hinter sich ließ, um dann geschmeidig den Hügel hinunter zu sliden. Unten angekommen ging er unmittelbar - wie aus einem Guss - weiter. Die Hände in den Taschen des staubigen Mantels vergraben, den Kragen hoch aufgestellt, den Kopf gesenkt. Er hielt kurz inne und schaute sich noch einmal blinzelnd um, bevor er zu seinem Strand-Buggy ging, einstieg und erstmal tief durchatmete.
Was war jetzt der Plan? Xxx war noch nicht lange für das Wetter verantwortlich und so Etwas - beim besten Willen - hatte eh noch nie jemand vorher gesehen oder?! Was sollte man da machen?
Blitze, Donner, Gewitter im Allgemeinen, Hagel, Sturm und Regen...alles gut, das kannte man, da wusste man, was passiert. Aber ein kaum zu überblickender, offenbar sehr zielgerichteter Monster-Sturm, der zudem sein Form ändern konnte und - was wirklich erstaunlich war, für ein Wetter solcher Größe - einfach im Nichts verschwand...da sollte erstmal einer eine plausible Erklärung für haben. Fragen über Fragen ploppten, wie säurehaltige Blasen vor seinem inneren Auge auf und verpufften mit einem leisen Zischen, sobald die nächste Frage sich in seinem Kopf bereit machte.
Wo kommt es her? Was will es? Ist es überhaupt ein Es? Warum das Nachbardorf? Würde das Wetter auch bei Ihnen zu Hause wütend werden? Wenn ja, was konnte er tun? Xxx viel spontan nichts ein, was die Fragen auch nur ansatzweise beantwortet hätte.
Er beließ es erst einmal bei dem Chaos im Kopf, startete den Motor und mit rock you like a hurricane auf den Ohren machte er sich bleißüßig auf den Weg nach Hause. Im Rückspiegel war immer noch deutlich die Schneise der Verwüstung zu sehen, die der Monster-Sturm nach seinem verschlingenden Wüten zurückgelassen hatte. Ein Dorf...zack...einfach weg. Und er war dabei gewesen. Zu schade, dass das alles vor der Erfindung der allseits bereiten Handykamera passierte, dachte sich Xxx...aber nun gut...es hat sich eh in sein Hirn eingebrannt, wie heiße Eisen in Holz. Die Bilder wurde er so schnell nicht mehr los. Ackerboden wirbelte herum, als Xxx den Buggy trat und über die Ebenen heizte...
Ein Wind, ein Sturm, Ein Massenpanikum. Was wäre, wenn jemand diesen Sturm bewusst eingesetzt hatte? War dieses Monstrum eventuell ein Instrument? Ein reines Werkzeug des Chaos und der Verwüstung? Oder war es einfach eine noch nie dagewesene Abnormalität der Natur? War es die Essenz dieser Welt, die sich dazu entschied, aufzubegehren und sich das zurückzuholen, was ihr einst genommen?
Die Menschen nannten es Chaos, Verwüstung und Ungerechtigkeit. Alles, was sie sich so lange aufgebaut und erwirtschaftet hatten, wurde mit einem Mal zerstört und zu Nichte gemacht. Sähe die Natur es genau so? Oder wäre es die ausgleichende Gerechtigkeit, die mit der Zeit kommt? Die natürliche Selektion des Lebens? Der Ausgleich eines Universums? Gab es vielleicht nur indirekt etwas, dass dieses Massenpanikum begründete oder erklären konnte?
Xxx war sich sicher, dass dies nicht der einzige Sturm seiner Art gewesen sein sollte. Irgendetwas in seiner Magengegend klopfte vehement an seinen Geist und bescherte ihm das ungute Gefühl, dass es bald noch viel mehr solcher Erscheinungen geben würde. Die Frage, warum dieses Spektakel passierte war mittlerweile zu Nebensache geworden. Xxx machte sich nun mehr Gedanken und Sorgen darüber, wie er seinen Mitmenschen in seinem Heimatdorf erklären sollte, dass sie höchstwahrscheinlich bald nichts mehr von ihrem Dorf haben würden. Er legte sich die Worte immer wieder zu Recht, die er an die Dorfgemeinschaft wenden wollte. Und er hoffte inständig, dass sie ihm glauben würden. Ihn beschlich aber zeitgleich auch das Gefühl, dass er wieder mal als Spinner und Fantast bezeichnet werden würde. Wie solle es auch einen Sturm geben, ein Monster, etwas Nie-Dagewesenes, was im Stande wäre ein Dorf zu verschlucken? Wohlmöglich sagte die Menschen über das zerstörte Nachbardorf: "Die haben doch bestimmt wieder mit Feuer gespielt und haben ihr eigenen Dorf versehentlich in Brand gesteckt.", oder "Ach, Die schon wieder, hinterwäldlerische Bauern." Selbst wenn sie die Verwüstung mit eigenen Augen sehen würde, so war sich Xxx sicher, würden immer noch Einige sagen, dass die Anderen es selbst waren oder selber, aus irgendeinem fadenscheinigen Grund, dafür verwantwortlich waren.
Xxx fühlte sich in seiner Position oft machtlos und ungeschätzt. Lag es daran, dass er ein ganz anderes Verständnis für die Dinge hatte? Lag es daran, dass er nicht in einer konservativ-zusammengeschweißten Denkweise verharrte, wie der Großteil der Gemeinschaft?! Tief im Inneren wusste er schon lange, dass er anders war. Und ganz offensichtlich entgegnete ihm die Gesellschaft, in der er sich aufhielt, genauso. Er war ein Einzelgänger. Er hatte die Position seines Vaters ohne Frage und Zweifel einfach übernommen, als dieser starb. Seine Mutter war schon längst von dieser Erde gegangen und seine Schwester...naja...sie war so etwas wie das Fähnchen im Wind. Sie schlug sich schon früh auf die einfache Seite des Systemes. Sie wusste dabei ganz genau, wie sie die Mechanismen und Modelle, die in dieser Gesellschaft vorgegeben wurde, zu ihren Gunsten nutzen konnte und tat dies! Hätten sie in einer Monarchie gelebt, wäre sie wohl die unangefochtene Königin gewesen. Eine Königin, die voller Egoismus, Verschwendung und Eitelkeit war. Was genau bei Ihr in die andere Richtung lief, war für Xxx zwar erklärbar, aber nicht nachvollziehbar. Wie konnten die gleichen Gene so sehr in verschiedene Richtungen ausufern? Der Tod ihrer Eltern, besonders der ihrer Mutter, war daran maßgeblich beteiligt.
So stand Xxx nun vor dem geparkten Buggy, den er neben seiner Hütte abgestellt hatte, blickte erneut zurück über die Ebenen und wusste immer noch nicht so richtig, was seine Bemühungen und die Berichterstattung auslösen würde. Er ging hinüber zu der kleinen Veranda, seines nicht weniger kleinen Domizils, trat sich die staubigen Stiefel an der Stufe ab, setze sich auf die einfache Holzbank, vergrub sein Gesicht in seinen Händen und atmete erstmal kräftig durch.
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Montag, 27. April 2020
Freitag, 3. April 2020
Dunkles Gold
Dunkles Gold
Du wundervolles, heißes, dunkles Gold,
was hab' ich mich auf dich gefreut.
Jeden Morgen gibst du's mir.
Jeden Morgen folge ich dir.
Du nimmst mich an die Hand,
begleitest mich in den Tag.
Du weißt, was ich mag
und bist immer eine gute Tat.
Würde ich fanatisch glauben,
würd' ich 'nen Schrein erbauen.
Nur, um jeden Tag zu loben und zu preisen,
dass du nie versiebst, selbst in schweren Zeiten.
Lass dich drücken und mit heißem Wasser fluten,
mach aus dir das Wundermittel,
das jetzt nicht zwingend hilft beim Bluten,
dafür unfassbar deliziös ist, ohne Bitten.
Jeder Tag, der ohne dich passiert,
ist ein Tag, der traurig vergeht.
Dich zu missen, ist ein Greuel par excellence,
wenn es so wäre, entfiele mir die Contenance.
So zehre ich von dir, Stunde um Stunde,
du machst mich glücklich, jede Sekunde.
Bleib für immer ein Teil von mir!
Kaffee, ich danke dir!
was hab' ich mich auf dich gefreut.
Jeden Morgen gibst du's mir.
Jeden Morgen folge ich dir.
Du nimmst mich an die Hand,
begleitest mich in den Tag.
Du weißt, was ich mag
und bist immer eine gute Tat.
Würde ich fanatisch glauben,
würd' ich 'nen Schrein erbauen.
Nur, um jeden Tag zu loben und zu preisen,
dass du nie versiebst, selbst in schweren Zeiten.
Lass dich drücken und mit heißem Wasser fluten,
mach aus dir das Wundermittel,
das jetzt nicht zwingend hilft beim Bluten,
dafür unfassbar deliziös ist, ohne Bitten.
Jeder Tag, der ohne dich passiert,
ist ein Tag, der traurig vergeht.
Dich zu missen, ist ein Greuel par excellence,
wenn es so wäre, entfiele mir die Contenance.
So zehre ich von dir, Stunde um Stunde,
du machst mich glücklich, jede Sekunde.
Bleib für immer ein Teil von mir!
Kaffee, ich danke dir!
Freitag, 20. März 2020
Was man nicht weiß
Was man nicht weiß
Ist es so, dass Menschen gewisse Dinge tun,
ohne große Bedenken oder Not,
einfach nur, weil man weiß,
wenn es keiner weiß, macht's keinen heiß?!
Wie sieht's mit der Moral dann aus,
gibt's die noch oder bleibt die zu Haus'?
Kleine Notlügen sind schon okay?
Hauptsache es kommt nicht raus, hooray?
Wie vetraut man dann, mit dem Wissen:
Menschen tun immer nur das, was ihnen gefällt.
Wo fängt die Notlüge an, in welcher Welt
hört sie auf? Wo ist das Gewissen!?
Ganz bewusst die Dinge zu verschweigen,
nur um sich selbst keine Meinung zu geigen,
Klar, gelogen ist es nicht, aber so zu tun als ob
grenzt an das Gleiche und verdient alles andere als Lob.
Wenn man Aufrichtigkeit so mit Füßen tritt,
hat man es nicht verdient Vetrauen zu bekommen
und ist selber Schuld. Aber egal,
solche Menschen halten eh nichts von Moral.
Wertevorstellungen variieren eh,
wenn's keiner weiß, tut's keinem weh.
Am Ende kommt aber alles ans Licht.
Dann ist das Geschrei groß: "Ich wollte das nicht!"
ohne große Bedenken oder Not,
einfach nur, weil man weiß,
wenn es keiner weiß, macht's keinen heiß?!
Wie sieht's mit der Moral dann aus,
gibt's die noch oder bleibt die zu Haus'?
Kleine Notlügen sind schon okay?
Hauptsache es kommt nicht raus, hooray?
Wie vetraut man dann, mit dem Wissen:
Menschen tun immer nur das, was ihnen gefällt.
Wo fängt die Notlüge an, in welcher Welt
hört sie auf? Wo ist das Gewissen!?
Ganz bewusst die Dinge zu verschweigen,
nur um sich selbst keine Meinung zu geigen,
Klar, gelogen ist es nicht, aber so zu tun als ob
grenzt an das Gleiche und verdient alles andere als Lob.
Wenn man Aufrichtigkeit so mit Füßen tritt,
hat man es nicht verdient Vetrauen zu bekommen
und ist selber Schuld. Aber egal,
solche Menschen halten eh nichts von Moral.
Wertevorstellungen variieren eh,
wenn's keiner weiß, tut's keinem weh.
Am Ende kommt aber alles ans Licht.
Dann ist das Geschrei groß: "Ich wollte das nicht!"
Mittwoch, 11. März 2020
Koronalisierung - ch zwischen sch
Koronalisierung
Koronalisierung, na wer kennt's?
Oder hat das wieder jeder verpennt?!
Mit Nichten, weder Neffen,
dem Grippe-Trallala entsprechend.
Weder Rotz, noch Husten, gar Infekt.
Dennoch etwas mit dem Mund, aber kein Konfekt!
Oder hat das wieder jeder verpennt?!
Mit Nichten, weder Neffen,
dem Grippe-Trallala entsprechend.
Weder Rotz, noch Husten, gar Infekt.
Dennoch etwas mit dem Mund, aber kein Konfekt!
Dialekt? Mmmmm-maybe...damit in Verbindung bringend.
Wortklänge, Silben und Laute bindend.
Und btw eines der besten Wörter in dem Zusammenhang:
"Der palatale Frikativ ch",
also spätestens da
nahm es seinen Anfang
purer Erheiterung und Information,
denn "Koronalisierung" - wer wusste es schon?
Wortklänge, Silben und Laute bindend.
Und btw eines der besten Wörter in dem Zusammenhang:
"Der palatale Frikativ ch",
also spätestens da
nahm es seinen Anfang
purer Erheiterung und Information,
denn "Koronalisierung" - wer wusste es schon?
Im Endeffekt geht's um eine Variation
von dem ich-Laut und dem eszehha.
Auch dieser palatale Frikativ ch,
spielt eine Rolle bei der Lautausbildung.
So variiert die Kirsche hier und da immens,
oder die Geschi(s)chte von der Kirche, man kennt's.
von dem ich-Laut und dem eszehha.
Auch dieser palatale Frikativ ch,
spielt eine Rolle bei der Lautausbildung.
So variiert die Kirsche hier und da immens,
oder die Geschi(s)chte von der Kirche, man kennt's.
Je nach Ursprung und Aufenthalt spricht's
sich überall ein wenig unterschiedlich.
Angepasst, abgewandelt, dialektisch.
Koronalisierung passiert...selbst am Essti(s)ch.
sich überall ein wenig unterschiedlich.
Angepasst, abgewandelt, dialektisch.
Koronalisierung passiert...selbst am Essti(s)ch.
Sonntag, 8. März 2020
Dienstag, 3. März 2020
Muss es - noch immer - mehr sein?!
Zwischen Entwurzelung (die bald folgende Schreib-Aufgabe Nummer 4) und ein wenig Kruzzeiligem (zuletzt: Nummer 25), auch mal etwas Anderes:
Muss es denn immer mehr sein?! Würde man der breiten Masse folgen und sich die gängigen Konventionen und Eintrichterungen anschauen, müsste man durchaus sagen: "Ja, es sieht so aus, als müsste es immer mehr sein." Mehr von Allem. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Darstellen, mehr Reichweite, mehr Dekadenz, mehr Rabatte, mehr Chaos, mehr Lügen, mehr Filter, mehr Follower, mehr Sex, größere Brüste und längere Schwänze. Ein wahrhaftiges Sammelsurium, wenn es darum geht, was man alles mehr haben kann. Aber widmen wir uns hier einfach mal den Brüsten und den Schwänzen. So ein bisschen (mehr) Sex schadet ja nie, ne?! Und Alle so: "Jaaaa, Sex, woooohoooo!" ...dabei sind meistens die, die am lautesten danach schreien, die, die Ihn am wenigsten haben. Aber Hunde, die bellen, beißen ja auch nicht.
Wieviele tatsächliche Jungfrauen es geben muss, die - nehmen wir mal das Internet als Darstellungsplattform - im Netz nur so mit zweideutigen Memes und versauten Spruchbildern um sich werfen, in Wirklichkeit aber noch nie Sex (außer mit sich selbst) gehabt haben. Will man als Jungfrau wirklich den Sex, den das Internet oder Pornos einem vorgeben, obwohl man tatsächlich keine Ahnung hat, wie sich echter Sex anfühlt? Ist es für den völlig unerfahrenen Menschen erstrebenswert, so zu tun, als wäre man die sexuellste Person überhaupt und dann kann man den vermeintlichen Erwartungen wohlmöglich gar nicht entsprechend? Ich glaube es ist, wenn man nicht gerade asexuell ist, echt nicht einfach in der heutigen Zeit noch Jungfrau zu sein. Besonders dann, wenn man merkt, dass es gar nicht damit getan ist, im Internet so zu tun, als ob. Es ist wirklich eine merkwürdige Welt geworden. Da bin ich mir weiterhin einig.
Aber nicht abschweifen...! Mehr Sex, jawoll! Keine Frage, Sex kann es eigentlich nicht genug geben. Und das sage ich nicht nur als Mann...wobei sich das Klischee noch ein bisschen hält, Männer würden mehr über Sex nachdenken als Frauen. Ich bin ja kein Fan von Schubladen und muss auch hier sagen, dass die Geschlechter sich da nicht viel unterscheiden. Vielleicht sind Frauen einfach etwas pragmatischer in ihrer grundlegenden Denkweise und in der Anlage von Gedankengängen, als Männer und können einfach besser differenzieren. Aber ne Drecksau bleibt ne Drecksau. Dann ist es auch nicht wichtig, wie häufig man über Sex nachdenkt, sondern einfach, wie dies dann passiert. Ich sag ja: es kann nie genug guten Sex geben. Und Sex ist so wunderbar subtil, wenn man will. Das ist zwar wieder alles eine Frage des Anspruches und des Könnens, aber wenn man es kann und den richtigen Partner dafür gefunden hat, ist die Frage nach dem "muss es immer mehr sein" gar nicht mehr so relevant, weil es einfach immer gut und viel ist und immer mehr sein kann, wenn man will. Vielleicht ist es aber auch einfach so gut, weil es einfach mehr ist, als der Standard. Wie gesagt, Anspruch-Verhalten spielt eine große Rolle.
Alle wollen Sex. Sex ist toll. Sex macht glücklich. Sex ist wichtig und auch etwas Besonderes. Massenware ist für mich eher uninteressant. In meinen Augen ist der Austausch von Nähe, Intimität, Zärtlichkeit und Lust unbedingt etwas Besonderes und eines der großartigsten Gefühle, die es gibt. Etwas, immer wieder, Einzigartiges, was man zudem so wundervoll (mit den richtigen Menschen) teilen muss und sollte, um es noch besser zu machen.
Aber auch hier gilt bei der breiten Masse höchstwahrscheinlich: Hauptsache Sex, statt lieber gar keinen Sex...auch wenn es eher schlechter Sex ist. Muss es dann immer mehr sein? Mehr schlechter Sex, also? Neeeeee! Keinen schlechten Sex. Den braucht in der Tat niemand...außer vielleicht die, die es noch nicht kennen und höchstwahrscheinlich eh erstmal nicht so geilen Sex haben werden. Hachja...das erste Mal...war es nicht schön?! Um ganz ehrlich zu sein, nein. Nur wahnsinnig aufregend, unwirklich und irgendwie noch nicht ausgeprägt. Aber zum Glück entwickelt sich im Laufe eines Lebens die Sexualität und das Verständnis für Körperlichkeiten. Bei Einigen eben früher als bei Anderen. So gibt es immer ein bisschen Variation und Verhaltensweisen, die man von der "Norm" etwas abheben kann. Im Grunde verhalten wir uns aber eh alle gleich, beeinflusst durch unsere Umwelt, Erziehung, die genossen wurde oder auch nicht und ein Bild der Gesellschaft, welches uns vorgemalt wird.
Ist es genau dieses Bild, was suggeriert, es muss immer mehr sein? Wann hat sich das Verlangen nach dicken Titten und nem großen Penis so sehr in den Menschen etabliert? Ist das schon immer so gewesen und wir bekamen es bisher nur weniger mit, weil es - sagen wir mal - in den 90ern noch nicht so viel Internet und Meinungs-Darstellungs-Möglichkeit gab? Beschreiben Pornos das "Mehr" einfach immer mehr? Oder ist es ganz normal, dass man immer das haben will, das in den eigenen Augen als "besser" empfunden wird? Sprich: größerer Schwanz gleich mehr Spaß. Größere Hupen gleich mehr Erlebnis? Glatt pauschalisieren sollte man ja eh nie, aber dennoch bleibt immer ein Vergleich: das, was alle wollen gegen das, was man selber will. Wenn alle immer mehr wollen, sollte man dann selbst auch immer mehr wollen?
Oder ist es alles nur ein Irrglaube und die potentiellen Komplexe von Männern mit kleinen Penissen und Frauen, die nicht einem Ideal entsprechen, sind gar nicht der Rede wert? Im Endeffekt muss es, meiner Meinung nach, einfach passen und funktionieren und man sollte in erster Linie immer das geben, was man im Stande ist, zu leben und sich danach erst die Frage nach dem Wollen stellen. Ich glaube auch, dass, wenn man gibt, man schnell merkt, wie viel zurückkommt. Das Mehr-Wollen entwickelt sich dann einfach. Es ist mehr Prozess als ein Final-Zustand.
Für meinen Geschmack bleibt es einfach zu platt, zu sagen: "Ja, es muss immer mehr sein!". Grundsätzlich bin ich zwar ein genügsamer Mensch, habe aber natürlich auch das Verlangen nach einem Mehr, aber das schlüsselt sich eher in gut und intensiv auf. Sex ist Körperlichkeit in Verbindung mit dem Verständnis dafür. Körper sind toll und wenn die Empathie dafür genauso mitmacht, kann es gar nicht besser sein und sollte sich wie von selbst wahnsinnig gut und befriedigend ergeben und dann immer mehr entwickeln. Und wenn das funktioniert, ist sogar Distanz in Bezug auf Sex völlig machbar. Dabei ist die Frage nach dem Mehrwollen unbedingt an stetiges Verlangen gebunden und bedarf "einfach nur" der nötigen Geduld...ich sag's dir, Moró mou, ich misse dich wahnsinnig!! Und ja, natürlich fehlt die Körperlichkeit, bei der es beim Sex nunmal geht, total und eine solche Verbindung über die Ferne ist manchmal alles andere als einfach. Dennoch können wir uns immer Mehrwollen und wissen einfach um das Können und Passieren, wenn die Geduld und Zeit auf unserer Seite ist. Alles Andere ist dann für mich tatsächlich sehr relativ und ich bin einfach glücklich! Von Dir will ich in jedem Falle natürlich immer mehr und bekomme dafür jedes Mal so unglaublich viel zurück. Es bleibt dabei, Du, mein Glück!
Muss es also - immer noch - immer mehr sein? Ist das Streben nach den Superlativen weiterhin gegeben? Oder ist die Welt zu sehr damit beschäftigt, sich selbst genau damit zu profilieren? Ist der Spaß und die Meinungsfreiheit oft nur Augenwischerei oder ein viraler Schrei nach Träumen und Wünschen? Wann wird das "mehr"relativ? Wann sind wir zufrieden? Was wollen wir?
Muss es denn immer mehr sein?! Würde man der breiten Masse folgen und sich die gängigen Konventionen und Eintrichterungen anschauen, müsste man durchaus sagen: "Ja, es sieht so aus, als müsste es immer mehr sein." Mehr von Allem. Mehr Aufmerksamkeit, mehr Darstellen, mehr Reichweite, mehr Dekadenz, mehr Rabatte, mehr Chaos, mehr Lügen, mehr Filter, mehr Follower, mehr Sex, größere Brüste und längere Schwänze. Ein wahrhaftiges Sammelsurium, wenn es darum geht, was man alles mehr haben kann. Aber widmen wir uns hier einfach mal den Brüsten und den Schwänzen. So ein bisschen (mehr) Sex schadet ja nie, ne?! Und Alle so: "Jaaaa, Sex, woooohoooo!" ...dabei sind meistens die, die am lautesten danach schreien, die, die Ihn am wenigsten haben. Aber Hunde, die bellen, beißen ja auch nicht.
Wieviele tatsächliche Jungfrauen es geben muss, die - nehmen wir mal das Internet als Darstellungsplattform - im Netz nur so mit zweideutigen Memes und versauten Spruchbildern um sich werfen, in Wirklichkeit aber noch nie Sex (außer mit sich selbst) gehabt haben. Will man als Jungfrau wirklich den Sex, den das Internet oder Pornos einem vorgeben, obwohl man tatsächlich keine Ahnung hat, wie sich echter Sex anfühlt? Ist es für den völlig unerfahrenen Menschen erstrebenswert, so zu tun, als wäre man die sexuellste Person überhaupt und dann kann man den vermeintlichen Erwartungen wohlmöglich gar nicht entsprechend? Ich glaube es ist, wenn man nicht gerade asexuell ist, echt nicht einfach in der heutigen Zeit noch Jungfrau zu sein. Besonders dann, wenn man merkt, dass es gar nicht damit getan ist, im Internet so zu tun, als ob. Es ist wirklich eine merkwürdige Welt geworden. Da bin ich mir weiterhin einig.
Aber nicht abschweifen...! Mehr Sex, jawoll! Keine Frage, Sex kann es eigentlich nicht genug geben. Und das sage ich nicht nur als Mann...wobei sich das Klischee noch ein bisschen hält, Männer würden mehr über Sex nachdenken als Frauen. Ich bin ja kein Fan von Schubladen und muss auch hier sagen, dass die Geschlechter sich da nicht viel unterscheiden. Vielleicht sind Frauen einfach etwas pragmatischer in ihrer grundlegenden Denkweise und in der Anlage von Gedankengängen, als Männer und können einfach besser differenzieren. Aber ne Drecksau bleibt ne Drecksau. Dann ist es auch nicht wichtig, wie häufig man über Sex nachdenkt, sondern einfach, wie dies dann passiert. Ich sag ja: es kann nie genug guten Sex geben. Und Sex ist so wunderbar subtil, wenn man will. Das ist zwar wieder alles eine Frage des Anspruches und des Könnens, aber wenn man es kann und den richtigen Partner dafür gefunden hat, ist die Frage nach dem "muss es immer mehr sein" gar nicht mehr so relevant, weil es einfach immer gut und viel ist und immer mehr sein kann, wenn man will. Vielleicht ist es aber auch einfach so gut, weil es einfach mehr ist, als der Standard. Wie gesagt, Anspruch-Verhalten spielt eine große Rolle.
Alle wollen Sex. Sex ist toll. Sex macht glücklich. Sex ist wichtig und auch etwas Besonderes. Massenware ist für mich eher uninteressant. In meinen Augen ist der Austausch von Nähe, Intimität, Zärtlichkeit und Lust unbedingt etwas Besonderes und eines der großartigsten Gefühle, die es gibt. Etwas, immer wieder, Einzigartiges, was man zudem so wundervoll (mit den richtigen Menschen) teilen muss und sollte, um es noch besser zu machen.
Aber auch hier gilt bei der breiten Masse höchstwahrscheinlich: Hauptsache Sex, statt lieber gar keinen Sex...auch wenn es eher schlechter Sex ist. Muss es dann immer mehr sein? Mehr schlechter Sex, also? Neeeeee! Keinen schlechten Sex. Den braucht in der Tat niemand...außer vielleicht die, die es noch nicht kennen und höchstwahrscheinlich eh erstmal nicht so geilen Sex haben werden. Hachja...das erste Mal...war es nicht schön?! Um ganz ehrlich zu sein, nein. Nur wahnsinnig aufregend, unwirklich und irgendwie noch nicht ausgeprägt. Aber zum Glück entwickelt sich im Laufe eines Lebens die Sexualität und das Verständnis für Körperlichkeiten. Bei Einigen eben früher als bei Anderen. So gibt es immer ein bisschen Variation und Verhaltensweisen, die man von der "Norm" etwas abheben kann. Im Grunde verhalten wir uns aber eh alle gleich, beeinflusst durch unsere Umwelt, Erziehung, die genossen wurde oder auch nicht und ein Bild der Gesellschaft, welches uns vorgemalt wird.
Ist es genau dieses Bild, was suggeriert, es muss immer mehr sein? Wann hat sich das Verlangen nach dicken Titten und nem großen Penis so sehr in den Menschen etabliert? Ist das schon immer so gewesen und wir bekamen es bisher nur weniger mit, weil es - sagen wir mal - in den 90ern noch nicht so viel Internet und Meinungs-Darstellungs-Möglichkeit gab? Beschreiben Pornos das "Mehr" einfach immer mehr? Oder ist es ganz normal, dass man immer das haben will, das in den eigenen Augen als "besser" empfunden wird? Sprich: größerer Schwanz gleich mehr Spaß. Größere Hupen gleich mehr Erlebnis? Glatt pauschalisieren sollte man ja eh nie, aber dennoch bleibt immer ein Vergleich: das, was alle wollen gegen das, was man selber will. Wenn alle immer mehr wollen, sollte man dann selbst auch immer mehr wollen?
Oder ist es alles nur ein Irrglaube und die potentiellen Komplexe von Männern mit kleinen Penissen und Frauen, die nicht einem Ideal entsprechen, sind gar nicht der Rede wert? Im Endeffekt muss es, meiner Meinung nach, einfach passen und funktionieren und man sollte in erster Linie immer das geben, was man im Stande ist, zu leben und sich danach erst die Frage nach dem Wollen stellen. Ich glaube auch, dass, wenn man gibt, man schnell merkt, wie viel zurückkommt. Das Mehr-Wollen entwickelt sich dann einfach. Es ist mehr Prozess als ein Final-Zustand.
Für meinen Geschmack bleibt es einfach zu platt, zu sagen: "Ja, es muss immer mehr sein!". Grundsätzlich bin ich zwar ein genügsamer Mensch, habe aber natürlich auch das Verlangen nach einem Mehr, aber das schlüsselt sich eher in gut und intensiv auf. Sex ist Körperlichkeit in Verbindung mit dem Verständnis dafür. Körper sind toll und wenn die Empathie dafür genauso mitmacht, kann es gar nicht besser sein und sollte sich wie von selbst wahnsinnig gut und befriedigend ergeben und dann immer mehr entwickeln. Und wenn das funktioniert, ist sogar Distanz in Bezug auf Sex völlig machbar. Dabei ist die Frage nach dem Mehrwollen unbedingt an stetiges Verlangen gebunden und bedarf "einfach nur" der nötigen Geduld...ich sag's dir, Moró mou, ich misse dich wahnsinnig!! Und ja, natürlich fehlt die Körperlichkeit, bei der es beim Sex nunmal geht, total und eine solche Verbindung über die Ferne ist manchmal alles andere als einfach. Dennoch können wir uns immer Mehrwollen und wissen einfach um das Können und Passieren, wenn die Geduld und Zeit auf unserer Seite ist. Alles Andere ist dann für mich tatsächlich sehr relativ und ich bin einfach glücklich! Von Dir will ich in jedem Falle natürlich immer mehr und bekomme dafür jedes Mal so unglaublich viel zurück. Es bleibt dabei, Du, mein Glück!
Muss es also - immer noch - immer mehr sein? Ist das Streben nach den Superlativen weiterhin gegeben? Oder ist die Welt zu sehr damit beschäftigt, sich selbst genau damit zu profilieren? Ist der Spaß und die Meinungsfreiheit oft nur Augenwischerei oder ein viraler Schrei nach Träumen und Wünschen? Wann wird das "mehr"relativ? Wann sind wir zufrieden? Was wollen wir?
Gegenseitigkeit erleben
Gegenseitigkeit erleben
Dein Leben ist Veränderung,
Meines besteht aus Absicherung.
Bei dir herrscht Tohowabohu,
bei mir ist's eher andersrum.
Ständiges Funktionieren-Müssen
gegen zu viel Zeit unter meinen Füßen.
Bei dir ist alles durchgeplant,
ich lebe eher in den Tag.
Du bist immer im Alltag angekommen,
ich hänge noch ein bisschen in Erinnerungen.
Du musst stark und pragmatisch sein,
ich mache mich manchmal zu klein.
Du stehst um sieben Uhr auf,
ich schlafe meistens aus.
Dein Leben ist der Wahnsinn,
Meines läuft überschaubar vor sich hin.
Trotz unserer beider, immer noch, verschiedener Leben,
kann es einfach nichts Schöneres geben,
als die Zeit mit dir zu teilen,
ohne uns dabei zu enteilen.
Jeden Tag auf's Neue
herrscht Dankbarkeit und immense Freude.
So Vieles, was wir nun schon zusammen erlebt haben.
So viele Monate wunderbarer Verbundenheit.
So viele Tage voller Lebendigkeit.
So viele Momente voller Zusammenhalt.
So viel unbeschreibliche Zweisamkeit.
So viel Zeit, die du weiterhin erübrigst
und uns über die Distanz das ermöglichst,
was wir beide schätzen, wollen und erstreben:
ein verbundenes und gückliches Leben.
Mittwoch, 3. April 2019
The hookupers guide to the internet
Eine kleine, angelehnte Anleitung und ein eventueller Reiseführer auf dem Weg durch das illustre Internet.
The hookuper's guide to the internet:
- verwechselt Höflichkeit nicht mit Interesse
- ein Like bedeutet in der Regel nicht so viel, wie ihr denkt
- Penisbilder sind kein Kavalliersdelikt, Boobs allerdings schon
- drei Worte reichen meistens nicht aus, um das kommunikative Eis zu brechen
- Etikette ist nicht das Teil mit dem Preis drauf
- Zwei- und Mehrdeutigkeiten sind super, Stumpfsinn bleibt aber weiterhin Stumpfsinn
- 'Subtil' ist kein Schimpfwort
- wer ficken will, muss freundlich sein oder man hat ein Instagramgesicht, was die meisten aber nicht haben
- "Zeig ich dir Meins, zeigst du mir Deins" klappt in den wenigsten Fällen
- an Ansprüchen schrauben, aber nicht die eigene Qualität verringern
- aus Verzweiflung werden nur hässliche Kinder geboren
- Einsamkeit kennt jeder...hört auf zu Jammern, Lappen will niemand, außer es geht was daneben
- Mädels hören natürlich gerne Komplimente...Avancen und Schleimereien sind dennoch nicht gleich der Dosenöffner
- bedenkt auch, dass Mädels sich gerne untereinander austauschen und miteinander reden
- so zu tun, als ob, bringt gar nichts, Authentizität ist der wahre Shit
- seid nicht beleidigt, wenn Euer Beuteschema nichts von Euch wissen will und denkt mal darüber nach, warum das so ist
- es ist immer gut, ein Handtuch dabei zu haben
The hookuper's guide to the internet:
- verwechselt Höflichkeit nicht mit Interesse
- ein Like bedeutet in der Regel nicht so viel, wie ihr denkt
- Penisbilder sind kein Kavalliersdelikt, Boobs allerdings schon
- drei Worte reichen meistens nicht aus, um das kommunikative Eis zu brechen
- Etikette ist nicht das Teil mit dem Preis drauf
- Zwei- und Mehrdeutigkeiten sind super, Stumpfsinn bleibt aber weiterhin Stumpfsinn
- 'Subtil' ist kein Schimpfwort
- wer ficken will, muss freundlich sein oder man hat ein Instagramgesicht, was die meisten aber nicht haben
- "Zeig ich dir Meins, zeigst du mir Deins" klappt in den wenigsten Fällen
- an Ansprüchen schrauben, aber nicht die eigene Qualität verringern
- aus Verzweiflung werden nur hässliche Kinder geboren
- Einsamkeit kennt jeder...hört auf zu Jammern, Lappen will niemand, außer es geht was daneben
- Mädels hören natürlich gerne Komplimente...Avancen und Schleimereien sind dennoch nicht gleich der Dosenöffner
- bedenkt auch, dass Mädels sich gerne untereinander austauschen und miteinander reden
- so zu tun, als ob, bringt gar nichts, Authentizität ist der wahre Shit
- seid nicht beleidigt, wenn Euer Beuteschema nichts von Euch wissen will und denkt mal darüber nach, warum das so ist
- es ist immer gut, ein Handtuch dabei zu haben
Sonntag, 31. März 2019
PODCAST: DIADN #17 - Flo, Mönchengladbach
Next one, next interview. Dieses Mal in unmittelbarer Nähe, aus Mönchengladbach nach Mönchengladbach. Ein Gespräch mit dem Flo, der ebenfalls ein Mitglied in besagter Facebook-Gruppe ist. Wie immer kann ich sagen: ein sehr angenehmes Gespräch in lockerer Antmosphäre. Hab Dank, Flo, dass du mitgemacht hast. Aber hört selbst. Autos, Internetz und auch der omnipräsente Verfall sind nur ein paar Themen gewesen. Viel Spaß damit!
➧ DIADN #17 - Florian, Mönchengladbach
music by Tom le Mot (das Gespräch wurde am 21.03.19 aufgezeichnet)
➧ DIADN #17 - Florian, Mönchengladbach
music by Tom le Mot (das Gespräch wurde am 21.03.19 aufgezeichnet)
Sonntag, 24. März 2019
Der Ernst der Lage
Der Ernst der Lage
basiert auf dem Rücken der Tage, die einst zogen ihre
Bahnen.
Bahnen sich einen neuen Weg in die Lage dieser Tage.
Lagen so
lange beiseite, ohne etwas zu sagen.
Sagen so vieles, was gewesen ist und niemals war.
Sagen so vieles, was gewesen ist und niemals war.
War es doch einfacher, dieser Tage, ohne die ernste
Lage vergangener Tage.
Vergangenheit ist die Geißel der Gegenwart.
Traurig, wenn in Gegenwart der Gegenwart, diese Tage fragen, was die
Lage ist.
Phase ist, dass die Tage dieser Tage in Gegenwart der
Gegenwart die Lage sein sollten.
Keine Plage.
Keine Frage.
Lebe!
PODCAST: DIADN #16 - Thomas, Gladbeck
Folge um Folge neue Interviews! Ich bin extrem begeistert und sehr dankbar für den ganzen Zuspruch und das Mitmachen dieser lieben Leute, die sich ein ums andere Mal von mir ausfragen lassen! So viel vorweg! Ihr seid der Podcast, vielen Dank!
In dieser Episode hatte ich den guten Thomas aus dem 1live Freundeskreis zu Besuch, der sich meinen Fragen, dem Katalog und dem individuellen Blabla ausgesetzt hat. Ein sehr gutes Gespräch, wie ich finde. Mit viel Tiefgang, Motivation und positivem Denken. Hört selbst und macht euch einen Eindruck! Auf Bald!
➤ DIADN #16 THOMAS aus Gladbeck
music by Tom le Mot (das Gespräch wurde am 10.03.19 aufgezeichnet)
In dieser Episode hatte ich den guten Thomas aus dem 1live Freundeskreis zu Besuch, der sich meinen Fragen, dem Katalog und dem individuellen Blabla ausgesetzt hat. Ein sehr gutes Gespräch, wie ich finde. Mit viel Tiefgang, Motivation und positivem Denken. Hört selbst und macht euch einen Eindruck! Auf Bald!
➤ DIADN #16 THOMAS aus Gladbeck
music by Tom le Mot (das Gespräch wurde am 10.03.19 aufgezeichnet)
Mittwoch, 13. März 2019
PODCAST: DIADN Spezial #3 - Dead Rebellion
Hallo liebe Leute! Das Interview aus der Nachbarschaft (DIADN) ist wieder da! Zum Auftakt der neuen Staffel starten wir heute direkt mit einem illustren Spezial. Ich habe mich mit der aufstrebenden Band Dead Rebellion im Proberaum getroffen und ein höchst unterhaltendes Gespräch geführt. Fünf Menschen im Interview, ein totales Novum, auch für mich. Super war es! Vielen Dank, an die Jungs, dass sie so locker und flockig mitgemacht haben. Es war mir ein Fest. Aber hört selbst und macht Euch ein eigenes Ohr. Und vergesst nicht, die Jungs zu supporten. DEAD REBELLION bei Facebook, hört es Euch an!
➧ DIADNS #3 - Dead Rebellion, Mönchengladbach
music by Tom le Mot
(das Gespräch wurde am 08.03.19 aufgezeichnet)
➧ DIADNS #3 - Dead Rebellion, Mönchengladbach
music by Tom le Mot
(das Gespräch wurde am 08.03.19 aufgezeichnet)
Dienstag, 12. März 2019
Dichterdienstag 19KW11 - Geboren im Zeichen des Stachels
Wir sind Einzelgänger auf acht Beinen.
Bleiben meistens versteckt unter Steinen
oder Höhlen bis die Nacht anbricht
und wir dann jagen gehen, im fahlen Licht.
Zum Haareschneiden reicht's noch nicht,
dennoch sind unsere Scheren Pflicht.
Zum Kampf bereit oder zur Abschreckung
heben wir sie, ob gerade oder krumm.
Immer wissend, um unseren Trumpf,
haben wir die Zeiten überstanden,
uns angepasst und bleiben zu Landen
giftig mit einem Stachel am Rumpf.
Auf anderen Ebenen sagt man uns nach,
wir wären, eigen, schwierig, nicht brav.
Leidenschaftlich, wissend und herrisch,
zudem ehrlich, direkt, manchmal närrisch.
Provoziere uns nicht, wir wissen wie es geht.
Wenn wir zustechen müssen, ist's zu spät.
Nutze uns nicht aus, denn das merken wir,
Unaufrichtigkeit macht uns dann zum Tier.
Bist du loyal, wertvoll und ergiebig,
tun wir Alles für dich, auch wenn's schwierig
ist, stehen wir zu unserem Wort
und schaffen für dich einen tollen Ort.
Ein Spezial ist zudem unsere Fluoreszenz,
wir leuchten alle, bei UV Licht. Wenn's
auf uns fällt, sehen wir aus wie bunte Hunde.
Meist passiert dies aber zu später Stunde.
Apropos Kunde, wir verbreiten diese Worte,
und sagen ganz klar, wir sind tolle Leute.
Egal, was die anderen denken werden,
mit uns wird's nicht langweilig, auf Erden.
Trau dich, auch wenn du Zweifel hast,
lass dich darauf ein und genieße den Spaß.
Unterhalte dich mit uns über Alles, was es gibt
und darüber hinaus, über das, was darunter liegt.
Asselziales Verhalten wird oft falsch gedeutet,
bedeutet es doch nur, wir sind loyal, fatal,
inbrünstig und intensiv, subtil, nicht banal,
eindeutig zweideutig und genau das, was du wolltest.
Sollten wir dann doch verschmäht werden,
ziehen wir uns wieder zurück unter die Erde,
wo wir erneut warten, bis das fahle Licht
uns wieder animiert und niemals erlischt.
Freitag, 8. März 2019
Meine schöne Nebensache dieser Welt
Heute geht's mal um diese eine Sache,
die ich persönlich zu den schönsten Nebensächlichkeiten unseres
Lebens zähle. Ich werde täglich damit konfrontiert, man kommt quasi
gar nicht drum herum, es ist allgegenwärtig und weckt in mir immer
starke Gefühle, wenn es soweit ist. Alle sind davon betroffen, nur
nicht alle wissen, wie man richtig damit umgeht. Ich bin immer wieder
überrascht, teilweise etwas ungläubig, wie offensichtlich naiv und
unbedacht mit dieser Sache umgegangen wird. Ich spreche natürlich
von der Verwendung unserer lieben Sprache und meinem Hang, die
Menschen auf ihre schriftlichen und sprachlichen Fehler hinzuweisen.
Hallo, ich bin's, ein Grammar-Nazi!
Klar, das ist die pure Anmaßung, schon klar...aber ich sehe mich da völlig im Recht und denke mir so: "Wenn Du unsere Sprache doch gelernt hast, dann wende sie verdammt nochmal auch richtig an!" Es kann ja wohl nicht angehen, wie kurzfristig das Denken und die Un-Obacht in Bezug auf Geschriebenes geworden ist. Da bekomme ich immer Mitgefühl für Worte und unser Alphabet. Am liebsten würde ich der Sprache übers Köpfchen streicheln und sagen: "Du, Sprache, du bist nicht alleine! Ich glaube an Dich und verwende Dich richtig, so wie es sein sollte!" Liebe für die Kommunikation. Ja, auch ein fieser Pedant, der sehr kleinkariert daherkommen mag, hat Liebe zu geben. Liebe für Sprache und Verachtung für die, die es nicht besser wissen, bzw. nicht besser wissen wollen.
Was ist das Problem an der ganzen Sache? Richtig: die Kurzfristigkeit der Dinge. Wiedermal! Die Optionen, mal eben schnell hier kommunizieren, da flott 'ne Nachricht hinterlassen oder woanders mal eben ein Spruchbild posten. Es ist eine regelrechte Verkommenheit der Sprache und der Schrift. Nun gut, es gibt viele Schriften und verschiedene Sprachen. Ich kann ja erstmal nur von der eigenen Muttersprache, bzw. von Dieser sprechen, die ich gelernt habe. Aber ich denke, es ist ein allumfassendes Problem, was sich immer mehr in den Köpfen einbrennt. Ich kann es ja sogar nachvollziehen, warum das passiert, aber muss in höchstem Maße kritisieren, dass es passiert!
Der Mensch an sich (also ein sehr großer Teil der Leute) gibt sich schlichtweg zu wenig Mühe. Es wird nicht mehr "gegenkontrolliert", was geschrieben wird. Es scheint eher wichtiger zu sein, Hauptsache irgendetwas zu schreiben bzw. seinen Senf zu etwas beizutragen. Hauptsache man hat mitgemacht. Was dabei an Inhalt auf der Strecke bleibt, ist ja egal. Was ein rücksichtsloses und blindes Verhalten, wie ich finde. Und was passiert wohl mit der Menschheit, wenn sich die "Mühelosigkeit" von der Sprache auf das Verhalten überträgt? Wenn wir uns in zwischenmenschlichen Angelegenheiten auch immer weniger Mühe geben?! Wenn jeder sagt: "...ist doch egal, wie ich schreibe, ich will ja eh nur das Beste für mich." Die Kurzfristigkeit der Dinge macht sich weiter breit. Sie breitet sich zunehmend in den Köpfen aus. Schöne Sache, so eine nicht gewollte Massen-Manipulation...nicht!
Klar, Fehlerchen schleichen sich überall mal ein, das ist ja auch ganz normal. Das passiert. Wenn es Flüchtigkeitsfehler sind, nun gut, die checkt man beim Nachlesen, verbessert sie eventuell oder grämt sich halt, dass einem ein Fehler unterlaufen ist. Alles easy. Mir geht's ja auch gar nicht darum, dass man fehlerlos sein sollte, bewahre! Fehler machen ja durchaus auch interessant, sofern man sich mit diesen ein Stück weit auseinandersetzt. Es ist vielmehr die pure Ignoranz und Selbstverständlichkeit, wie heutzutage miteinander kommuniziert wird. Was noch viel schlimmer ist, ist die Erwartungshaltung, die, obwohl man "widriger" kommuniziert, exorbitante Ausmaße anzunehmen scheint. Die Menschen sagen so gut wie nichts mehr und erwarten dennoch Alles. Was ist da los, Leute? Reicht Euch diese Plattheit? Ist der Anspruch an die eigene Qualität so sehr herabgestuft, dass man vergisst, dass man Ansprüche haben darf? Was ist aus Qualität, statt Quantität geworden?
Ich verteufele die abnehmende Qualität unserer Zeit. Ich verteufele das Kurzfristige, das Scheuklappendenken, das Egoistische, die Optionalität der Dinge. Die Tatsache, dass wir uns zu Optionen machen und darüber hinaus unseren eigenen Wert mindern. Aber was sind schon Ansprüche, wenn man der breiten Masse genügt?! Solange man über Profilierung so viel Zuspruch bekommt, scheint es die Leute ja reichlich wenig zu interessieren, was der Inhalt ist. Stumpfsinn for the win!!! Es ist halt die Masse, die es ausmacht. Die Masse ist, was die Masse macht. Macht die Masse Keilschrift, ist die Masse Keilschrift. Macht die Masse Avancen, will die Masse Avancen. Hört die Masse auf zu denken, schmälert sich der Anspruch der Masse. Tolle Masse, wirklich, ganz ganz toll!!!
Aber nun gut. So sitze ich jetzt wieder vor diesem Text und ergebe mich meiner Kritik. Gut, dass es noch so etwas wie Meinungs- und Redefreiheit gibt. Danke, Sprache, dass Du zulässt, dass man noch an dich glauben darf. Ich hab's derweil zwar nicht so mit Hoffnung, aber ich glaube fest an die subjektiven, kleinen Überraschungen des Lebens, die mir so viel mehr geben, als der ganze Einheitsbrei, der so gelebt wird. Pro dagegen. Gegen die Masse. Hallo ich bin's, eher kompliziert bis anti, aber immer ein bisschen näher dran als die Masse denkt. Und wenn ich nicht gerade mit dem Rotstift vor Facebook sitze, löse ich Sudokus, schreibe Ratgeber und ergebe mich der Subtilität des Lebens. Ich versuche ja wirklich vieles zu ignorieren, aber zu viel ist einfach zu viel. Irgendwer muss ja den Mahner und Kritiker geben. Da ich mich dabei nicht mal verstellen muss, übernehme ich diese Rolle sehr gerne. Schauspielern können dann andere...Laien, aber jeder wie er kann, ne?!
Brave new world! Love it!
Klar, das ist die pure Anmaßung, schon klar...aber ich sehe mich da völlig im Recht und denke mir so: "Wenn Du unsere Sprache doch gelernt hast, dann wende sie verdammt nochmal auch richtig an!" Es kann ja wohl nicht angehen, wie kurzfristig das Denken und die Un-Obacht in Bezug auf Geschriebenes geworden ist. Da bekomme ich immer Mitgefühl für Worte und unser Alphabet. Am liebsten würde ich der Sprache übers Köpfchen streicheln und sagen: "Du, Sprache, du bist nicht alleine! Ich glaube an Dich und verwende Dich richtig, so wie es sein sollte!" Liebe für die Kommunikation. Ja, auch ein fieser Pedant, der sehr kleinkariert daherkommen mag, hat Liebe zu geben. Liebe für Sprache und Verachtung für die, die es nicht besser wissen, bzw. nicht besser wissen wollen.
Was ist das Problem an der ganzen Sache? Richtig: die Kurzfristigkeit der Dinge. Wiedermal! Die Optionen, mal eben schnell hier kommunizieren, da flott 'ne Nachricht hinterlassen oder woanders mal eben ein Spruchbild posten. Es ist eine regelrechte Verkommenheit der Sprache und der Schrift. Nun gut, es gibt viele Schriften und verschiedene Sprachen. Ich kann ja erstmal nur von der eigenen Muttersprache, bzw. von Dieser sprechen, die ich gelernt habe. Aber ich denke, es ist ein allumfassendes Problem, was sich immer mehr in den Köpfen einbrennt. Ich kann es ja sogar nachvollziehen, warum das passiert, aber muss in höchstem Maße kritisieren, dass es passiert!
Der Mensch an sich (also ein sehr großer Teil der Leute) gibt sich schlichtweg zu wenig Mühe. Es wird nicht mehr "gegenkontrolliert", was geschrieben wird. Es scheint eher wichtiger zu sein, Hauptsache irgendetwas zu schreiben bzw. seinen Senf zu etwas beizutragen. Hauptsache man hat mitgemacht. Was dabei an Inhalt auf der Strecke bleibt, ist ja egal. Was ein rücksichtsloses und blindes Verhalten, wie ich finde. Und was passiert wohl mit der Menschheit, wenn sich die "Mühelosigkeit" von der Sprache auf das Verhalten überträgt? Wenn wir uns in zwischenmenschlichen Angelegenheiten auch immer weniger Mühe geben?! Wenn jeder sagt: "...ist doch egal, wie ich schreibe, ich will ja eh nur das Beste für mich." Die Kurzfristigkeit der Dinge macht sich weiter breit. Sie breitet sich zunehmend in den Köpfen aus. Schöne Sache, so eine nicht gewollte Massen-Manipulation...nicht!
Klar, Fehlerchen schleichen sich überall mal ein, das ist ja auch ganz normal. Das passiert. Wenn es Flüchtigkeitsfehler sind, nun gut, die checkt man beim Nachlesen, verbessert sie eventuell oder grämt sich halt, dass einem ein Fehler unterlaufen ist. Alles easy. Mir geht's ja auch gar nicht darum, dass man fehlerlos sein sollte, bewahre! Fehler machen ja durchaus auch interessant, sofern man sich mit diesen ein Stück weit auseinandersetzt. Es ist vielmehr die pure Ignoranz und Selbstverständlichkeit, wie heutzutage miteinander kommuniziert wird. Was noch viel schlimmer ist, ist die Erwartungshaltung, die, obwohl man "widriger" kommuniziert, exorbitante Ausmaße anzunehmen scheint. Die Menschen sagen so gut wie nichts mehr und erwarten dennoch Alles. Was ist da los, Leute? Reicht Euch diese Plattheit? Ist der Anspruch an die eigene Qualität so sehr herabgestuft, dass man vergisst, dass man Ansprüche haben darf? Was ist aus Qualität, statt Quantität geworden?
Ich verteufele die abnehmende Qualität unserer Zeit. Ich verteufele das Kurzfristige, das Scheuklappendenken, das Egoistische, die Optionalität der Dinge. Die Tatsache, dass wir uns zu Optionen machen und darüber hinaus unseren eigenen Wert mindern. Aber was sind schon Ansprüche, wenn man der breiten Masse genügt?! Solange man über Profilierung so viel Zuspruch bekommt, scheint es die Leute ja reichlich wenig zu interessieren, was der Inhalt ist. Stumpfsinn for the win!!! Es ist halt die Masse, die es ausmacht. Die Masse ist, was die Masse macht. Macht die Masse Keilschrift, ist die Masse Keilschrift. Macht die Masse Avancen, will die Masse Avancen. Hört die Masse auf zu denken, schmälert sich der Anspruch der Masse. Tolle Masse, wirklich, ganz ganz toll!!!
Aber nun gut. So sitze ich jetzt wieder vor diesem Text und ergebe mich meiner Kritik. Gut, dass es noch so etwas wie Meinungs- und Redefreiheit gibt. Danke, Sprache, dass Du zulässt, dass man noch an dich glauben darf. Ich hab's derweil zwar nicht so mit Hoffnung, aber ich glaube fest an die subjektiven, kleinen Überraschungen des Lebens, die mir so viel mehr geben, als der ganze Einheitsbrei, der so gelebt wird. Pro dagegen. Gegen die Masse. Hallo ich bin's, eher kompliziert bis anti, aber immer ein bisschen näher dran als die Masse denkt. Und wenn ich nicht gerade mit dem Rotstift vor Facebook sitze, löse ich Sudokus, schreibe Ratgeber und ergebe mich der Subtilität des Lebens. Ich versuche ja wirklich vieles zu ignorieren, aber zu viel ist einfach zu viel. Irgendwer muss ja den Mahner und Kritiker geben. Da ich mich dabei nicht mal verstellen muss, übernehme ich diese Rolle sehr gerne. Schauspielern können dann andere...Laien, aber jeder wie er kann, ne?!
Brave new world! Love it!
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