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Freitag, 20. März 2020

Was man nicht weiß


Was man nicht weiß

Ist es so, dass Menschen gewisse Dinge tun,
ohne große Bedenken oder Not,
einfach nur, weil man weiß,
wenn es keiner weiß, macht's keinen heiß?!

Wie sieht's mit der Moral dann aus,
gibt's die noch oder bleibt die zu Haus'?
Kleine Notlügen sind schon okay?
Hauptsache es kommt nicht raus, hooray?

Wie vetraut man dann, mit dem Wissen:
Menschen tun immer nur das, was ihnen gefällt.
Wo fängt die Notlüge an, in welcher Welt
hört sie auf? Wo ist das Gewissen!?

Ganz bewusst die Dinge zu verschweigen,
nur um sich selbst keine Meinung zu geigen,
Klar, gelogen ist es nicht, aber so zu tun als ob
grenzt an das Gleiche und verdient alles andere als Lob.

Wenn man Aufrichtigkeit so mit Füßen tritt,
hat man es nicht verdient Vetrauen zu bekommen
und ist selber Schuld. Aber egal,
solche Menschen halten eh nichts von Moral.

Wertevorstellungen variieren eh,
wenn's keiner weiß, tut's keinem weh.
Am Ende kommt aber alles ans Licht.
Dann ist das Geschrei groß: "Ich wollte das nicht!"









Dienstag, 3. März 2020

Gegenseitigkeit erleben



Gegenseitigkeit erleben

Dein Leben ist Veränderung,
Meines besteht aus Absicherung.
Bei dir herrscht Tohowabohu,
bei mir ist's eher andersrum.
Ständiges Funktionieren-Müssen
gegen zu viel Zeit unter meinen Füßen.
Bei dir ist alles durchgeplant,
ich lebe eher in den Tag.
Du bist immer im Alltag angekommen,
ich hänge noch ein bisschen in Erinnerungen.
Du musst stark und pragmatisch sein,
ich mache mich manchmal zu klein.
Du stehst um sieben Uhr auf,
ich schlafe meistens aus.
Dein Leben ist der Wahnsinn,
Meines läuft überschaubar vor sich hin.

Trotz unserer beider, immer noch, verschiedener Leben,
kann es einfach nichts Schöneres geben,
als die Zeit mit dir zu teilen,
ohne uns dabei zu enteilen.
Jeden Tag auf's Neue 
herrscht Dankbarkeit und immense Freude.

So Vieles, was wir nun schon zusammen erlebt haben.
So viele Monate wunderbarer Verbundenheit.
So viele Tage voller Lebendigkeit.
So viele Momente voller Zusammenhalt.
So viel unbeschreibliche Zweisamkeit.

So viel Zeit, die du weiterhin erübrigst
und uns über die Distanz das ermöglichst,
was wir beide schätzen, wollen und erstreben:
ein verbundenes und gückliches Leben.



Dienstag, 7. Januar 2020

Fernglück


Fernglück

Nun sitze ich nieder und schreibe dir,
diese Worte und Zeilen auf das Papier,
des Briefes, der dein Siegel trägt,
des Buches, was aus deinem Leben erzählt.

Gar nicht lange her und trotzdem so ewig.
Die räumliche Distanz verteuf'le ich stetig.
Ich träume von dir und sehe dich.
Du fehlst mir sehr und ich sehne mich.

Der Alltag, wieder zurückgekehrt,
ist nur halb so toll, eher verkehrt.
Es fehlt ein ganz besonderes Stück
in meinem Puzzle vom vollständigen Glück.

So weiß ich:
um deine Konturen genau;
an welchem Platz das Teil komplettiert;
zu welcher Zeit es am meisten fehlt;
warum ich es ständig ersehn';
weshalb das vollständige Bild so wunderschön.

Bald, nur einen kurzen Aufenthalt später,
sehen wir uns dann endlich wieder.
Wundervolles Aufwachen neben dir,
Estrebenswertes Einschlafen mit dir.
Vervollständigtes Sein wegen dir.
Mein Herz ist völlig bei dir.

Wenn man mich fragt, ich dann sag':
Du fehlst mir hier ganz schön sehr!,
ist es mein Wunsch und mein Traum,
wieder bei dir zu sein, in deinem Raum,
dir da zu sein, so nah wie es geht,
dich wahrzunehmen, wie du lebst,
dich anzusehen, wie du dort bist,
dich zu berühren, wie du es willst.

Ich habe dir mein Herz geschenkt,
ließ es an deinem Fleckchen Erde zurück,
sicher wissend in deinen Händen,
teilen wir unser Glück.





Dienstag, 30. Juli 2019

Dichterdienstag 19KW31 - Flips und Frösche

Flips und Frösche

Kennt ihr noch den kleinen Flip?
Falls nicht, hier ein winziger Tipp:
Er, derjenige, welcher sich niedersetzte
auf meine Hose und sich nicht verletzte,
als er vor dem Frosch entkam
und ich ihn in meine Obhut nahm?!

Genau dieser kleine Flip flüchtete also
vor dem fiesen Monster auf dem Bilde.














Ich fragte ihn, was führte er denn im Schilde?

Und Flip so: er wollte mir an die Gurgel
und mir den letzten Atem nehmen!
Ich bin so froh, jetzt noch zu leben!

Das kannst du auch wahrlich sein, du Hüpfer,
denn so ein Frosch ist wirklich unberechenbar,
zudem ebenfalls ein Hüpfender. Zwar
mit einem Paar weniger an Beinen,
dafür mit einer Zunge, die deinen
Artgenossen den Gar ausmachen würde.

Ich hab den Pseudo-König jetzt erstmal vertrieben.
Habe ihm gesagt, das geht so nicht. Wir verblieben
erstmal so, dass er das Weite sucht und Du
wieder ohne Angst sein kannst. Im Nu
wirst du dich von dem Schreck erholen.
Pass aber weiterhin auf! Hier gibt's auch Dohlen!

Hab Dank, du großes, sonderbares Wesen!
Ich hoffe, der Frosch hält, was er verspricht
und lässt mir weiterhin mein lustiges Leben.
Falls er doch mal wieder auftaucht, weiß ich,
wo ich Unterschlupf finden kann, denn dann
hüpfe ich so schnell ich kann und finde Dich.

Das ist okay, kleiner Flip, ich werde da sein,
wenn du mich brauchst, du Hüpferlein.
Ich bin eh hier und kümmere mich.
Und wenn er wieder aufmuckt, sage ich:
Du, kleine Möchtegern-Kröte, sei kein Frosch
und spiel' doch einfach mal ne Runde Squash!

Sonntag, 7. Juli 2019

Be(fried)(krieg)ung [der eigenen Gedanken]

Be(fried)(krieg)ung [der eigenen Gedanken]

Konflikte erkennen. Relativ einfach.
Man nehme: Ego oder Emotion.
Je nach dem, ob der Anlass aus Krieg besteht
oder sich alles nur um Frieden dreht.

Konflikte kategorisieren. Eindeutig subjektiv.
Man nehme: Vergangenheit oder Zukunft.
Je nach dem, ob der Kopf auf Krieg steht
oder der Geist nach Frieden fleht.

Konflikte lösen. Ganz einfach.
Man nehme: Eine Drahtbürste oder Spüli.
Je nach dem, ob der Grund aus Krieg besteht
oder sich alles nur um Frieden dreht.

Bekriegung, die.
Auf in die Schlacht, ihr wackeren Recken.
In den Staub mit Allem.
Lasst nichts zurück.
Brennt alles nieder.
Immer und immer wieder.

Befriedung, die.
Seid umsichtig, liebe Mitstreiter.
Mahnt und eröffnet neue Sichtweisen.
Lasst das Schlachtfeld erblühen.
Tanzt und singt Lieder.
Immer und immer wieder.

Konflikten vorbeugen. Relativ unmöglich.
Man nehme: Das Leben und die Variablen.
Was immer bleibt, ist die Entscheidung:
Bekriegung oder Befriedung?!

Dienstag, 4. Juni 2019

Dichterdienstag 19KW23 - Die Kante

Die Kante

Die Nacht war kurz,
der Sex war wild.
Außer der Sturz,
der war blöd.


Für das richtige Gedicht, bitte weiter unten.
Mit dem richtigen Gesicht, gern erkunden.

So steht da nun was von Sex geschrieben.
Ehrlich?! Wer hätte es nicht wild getrieben?!
Sie kam vorbei, hatte Bier und ist geblieben!
Ja, wie haben uns auch aneinander gerieben.

Und so kam dann das Eine zu dem Einen:
fummeln, knutschen, Hände zwischen Beinen.
Klamotten, ade.
Begierde, ole.

Eindringliche Aktivitäten folgten dann flott.
Mal so, mal so. Mal Hü, mal Hott.
Oben, unten, vorne, hinten, seitlich.
Dann kam der üble Moment, mein ich.

Sie seitlich, liegend,
ich dahinter, halb kniend,
wenig Platz nach rechts zur Kante,
mit viel Bewegung durch die Lanze.

Dann so, beim Nachhintenbewegen,
einmal nicht aufgepasst, Krampf im Bein.
Das Blockierte kam nun zum Erliegen.
Es war das an der Kante, dieses Bein.

Der Halt war futsch, es war auch schwitzig.
Ich fing dann an zu Fuchteln und zu Wedeln.
Es brachte leider nichts. War nicht mal witzig.

Aus ihr raus, mit Schwung gen Boden,
vom Bett, auf die nackten Fliesen...Ho...
..es hat kurz Knack gemacht, hab ich gedacht.

Der Krampf war weg, das war ganz toll.
Der Bauchknackplatscher, war eher voll
von Schmach und Schmerz einstweilen.

Ich hörte sie noch kichern und dann fragen:
Alles gut?? Funktionierst du denn noch?
Ja, bestimmt, hoffte ich, als ich zu ihr kroch.

Sie sah mich dann an und sagte:
Pass bitte auf da an der Kante,
ich brauch dich noch, fall nich weg.
Komm, wir machen weiter! Wilder Sex?!

Dienstag, 23. April 2019

Dichterdienstag 19KW17 - Ein Gicht Gedicht

Ein Gicht Gedicht

Es ist nur schwerlich zu begreifen,
wie gefährlich es ist, bei Zeiten
einfach die Kontrolle zu verlieren.

Aus den Händen aus dem Sinn,
auf den Boden, aber immerhin
nicht gänzlich den Staub.

Haltlose Momente ohne Griffigkeit
entziehen sich der Möglichkeit,
die Fixierung zu gewähren.

Selbst im Sommer sieht's so aus,
als hätten Hände Kälte, eiderdaus,
permanente Stabilität...sehr sehr zäh.

Tennis, Golf oder Kartenspielen
wäre Sport, bei dem ich fliehen
würde, weil wegen Würde, weißte?!

Hand drauf, darauf würde ich
die Finger kreuzen, könnte ich
die Dinger wieder beugen.

Immerhin das Smartphone hält,
fügt sich gut ein und sieht so aus,
als wäre er gewollt, dieser Graus.

Nein, das muss ich sagen,
ganz und gar nicht greifbar
sind die Laken.

Aber Schwamm drüber
und ein High 5 dafür, hier:
Ghetto-Faust, die lob' ich mir!

Dienstag, 16. April 2019

Dichterdienstag 19KW16 - Ein Blick fürs Glück

Mit einem Blick da fängt es an.
Die Resonanzen unserer Gedanken
und Erwiederungen unserer Erinnerungen,
wecken den vertrauten Drang
nach dem sehnsüchtigst Verlangten.

Ein Blick genügt, um die Bilder,
wie von ganz allein, zurück zu empfinden.
Gedanken der Begeisterung lindern
den Moment der Einsamkeit, wissend,
um die Möglichkeit und Einfachheit.

In Sekunden ist's entschieden.
Nähe bahnt sich nun ihren Weg
und übernimmt die stillen Gedanken.
Macht aus Erinnerungen Taten, schnell,
und lässt uns nicht lang warten.

Verlangen ist ein wichtiges Begehr.
Verlangen nach der Perfektion.
Verlangen nach dieser Situation.
Verlangen nach diesem einen Moment.
Verlangen danach, dass die Zeit anhält.

Wissend um die akurate Zustimmung,
ist es ein gar leichtes Tun, was
wie von selbst dann dazu führt, Spaß
zu haben, mit sensibler Wahrnehmung
und los zu lassen in genehmer Einigung.

Ein Blick fürs Glück regt vieles an.
Er sieht, er zeigt, er macht uns an.
Er weiß, was werden würde oder könnte,
spielt, suggeriert und macht uns Freude.

Er verlangt nach dem ganz eigenen Begehr,
dies zu entfachen, um dann immer mehr
einzutauchen in dies' einzigart'ge Glück,
Stück für Stück und Blick um Blick!

Bei diesem einen Blick da wissen wir,
wer wir sind und was wir wollen. Wir
sagen nichts und fühlen stimmig überein.
Ein Blick fürs Glück sollte ganz genau so sein.