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Dienstag, 7. Januar 2020

Fernglück


Fernglück

Nun sitze ich nieder und schreibe dir,
diese Worte und Zeilen auf das Papier,
des Briefes, der dein Siegel trägt,
des Buches, was aus deinem Leben erzählt.

Gar nicht lange her und trotzdem so ewig.
Die räumliche Distanz verteuf'le ich stetig.
Ich träume von dir und sehe dich.
Du fehlst mir sehr und ich sehne mich.

Der Alltag, wieder zurückgekehrt,
ist nur halb so toll, eher verkehrt.
Es fehlt ein ganz besonderes Stück
in meinem Puzzle vom vollständigen Glück.

So weiß ich:
um deine Konturen genau;
an welchem Platz das Teil komplettiert;
zu welcher Zeit es am meisten fehlt;
warum ich es ständig ersehn';
weshalb das vollständige Bild so wunderschön.

Bald, nur einen kurzen Aufenthalt später,
sehen wir uns dann endlich wieder.
Wundervolles Aufwachen neben dir,
Estrebenswertes Einschlafen mit dir.
Vervollständigtes Sein wegen dir.
Mein Herz ist völlig bei dir.

Wenn man mich fragt, ich dann sag':
Du fehlst mir hier ganz schön sehr!,
ist es mein Wunsch und mein Traum,
wieder bei dir zu sein, in deinem Raum,
dir da zu sein, so nah wie es geht,
dich wahrzunehmen, wie du lebst,
dich anzusehen, wie du dort bist,
dich zu berühren, wie du es willst.

Ich habe dir mein Herz geschenkt,
ließ es an deinem Fleckchen Erde zurück,
sicher wissend in deinen Händen,
teilen wir unser Glück.





Dienstag, 10. Dezember 2019

Dichterdienstag 19KW50 - In meiner Welt



In meiner Welt

Ich nehm' dich mit in meine Welt,
fühl' dich frei, tu', was dir gefällt.
Sie steht dir offen und zwar in Gänze,
springe, lache, laufe, tanze!
Ich sehe dich so gerne, wenn du schwebst,
wie du lächelst, wie du strahlst, wie du lebst.
Wie du völlig geborgen und leicht,
mir mit deiner Anwesenheit zeigst,
wie schön das Teilen der eigenen Welt doch ist.

Ich nehm' dich mit in meine Welt
und wir machen einfach das, was uns gefällt.
Ich lasse dich dich selbst entfalten,
halte deinen Geist und sehe dich gleiten.
Ich zeige dir meine Fantasie, meine Horizonte,
mein Inneres und meine ganz besonderen Orte.
Ich zeige dir, was meine Welt ausmacht,
ich zeige dir, was mein Feuer entfacht.
Ich sehe das Funkeln in deinen Augen.

Wir gehen die zahlreichen Wege, die sich in mir winden,
wir fliegen umher, ohne dabei zu schwinden.
Wir springen durch offene Tore und Türen,
verlieren dabei nie das Gefühl, uns zu fühlen.
Wir führen uns immer wieder gegenseitig ans Ziel
und wissen ganz genau, wieviel
die Welt des Anderen in uns selber lebt
und wie gerne wir einfach in uns sind.
Wir hören das Knistern unserer Gedanken.

Hier in meiner Welt ist alles möglich,
keine Gefängnisse, keine Schranken nötig.
Zudem ist es hier unendlich weit,
komm', wir vergessen einfach die Zeit.
Alles, was du hier siehst, ist deins,
Alles, was ich dir gebe, ist meins.
Alles, was du träumst und willst,
gipfelt hier und spiegelt mich selbst.
Wir spüren die Intensität unserer Herzen.

Hier in deiner Welt, da will ich bleiben,
träumen, leben, frei sein, verweilen.
Ich fühle mich so wohl mit dir,
du bist die Erfüllung, die in letzter Zeit gefehlt hat.
Ich bin so gerne das Wohl in dir,
du machst mich zu dem, was ich solange vermisst hab'.
Wir wissen, lächeln, verschmelzen
für einander, miteinander, alle Grenzen.
Ich halte mich in deiner Welt.
Du hälst dich in meiner Welt.
Wir halten uns aneinander fest
und fühlen uns, ganz in echt.