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Mittwoch, 27. Mai 2020

DIADN #23 - Jonas

Heiter geht es weiter! Folge 23 mit Jonas, seines Zeichens Musiker, Student der Psychologie und in Köln wohnhaft. Ein sehr sehr feines Gespräch ist bei unserem Plausch entstanden und ich muss sagen, ja, dem Jonas kann man auch mal im Internet folgen. Zudem war dieses Interview voll von trockener Ironie, durchaus gesellschaftskritischen Anleien und Ideen, aber, wie in jedem Fall, mit einer ganzen Menge Spaß! Ich fand es sehr angenehm, mit ihm zu sprechen und unterhaltsam zugleich. Ich bedanke mich, Jonas und wünsche viel Spaß beim Hören dieser Folge des Interviews aus der Nachbarschaft!


(Dieses Gespräch wurde im gegenseitigen Einverständnis am 24.05.2020 aufgezeichnet.
Musik von Tom le Mot.)

Sonntag, 19. April 2020

DIADN Spezial #3 - Tom, Viersen (Live-Interview)

Hey, hello!

Heute habe ich hier ein ganz besonderes Interview am Start. Zum Einen habe ich es mit Tom, meinem Lieblingsschlagzeuger und höchst wertgeschätzten Freund, geführt und zum Anderen ist es ein Live-Interview! Ihr hört hier natürlich die Aufzeichnung vom 18.04.2020, aber an diesem Samstag-Abend waren wir mit dem Interview aus der Nachbarschaft live, mit Video, bei Facebook und haben einfach frei und sehr spontan gequatscht. Wie üblich mit etwas Struktur und dem klassischen Fragenkatalog...aber es war schon sehr variabel. Besonders wenn man hier hört, wie wir dann zwischendurch mit den Zuschauern und Hörern agieren und auch von dort Fragen beantworten. Ich fand es sehr gelungen und muss sagen, es hat extrem viel Spaß gemacht. Auch wenn ich, ob der Situation mit Video, mehr Technik und Zu-Beachtendem, etwas nervös war, sage ich ganz eindeutig, pro live-Interviews und danke Tom, dass er einfach so mitgemacht hat und ein kleines Versuchskaninchen wurde.

Habt viel Spaß beim Hören und auf bald!




Dieses Gespräch wurde am 18.04.2020 aufgezeichnet.
Musik von Tom le Mot.

Dienstag, 14. April 2020

DIADN #16 - Verena, Aachen

Wilkommen zu einer neuen Folge DIADN.
Nummer 16 ist's jetzt schon.
Ganz spontan und völlig frei,
sprachen wir auch über das Aye-Aye.

Ein gutes Gespräch am Morgen
vertreibt bekanntlich Kummer und Sorgen.
In dieser Folge nun mit Verena,
inklusive Fragenkatalog und Individuell-Blabla.

Wir redeten via Sprachanruf
über Sport, den FK und so manchen Stuss.
Ich freue mich, dass du mitgemacht hast.
Hoffentlich hat's dir ebenso viel Spaß gemacht?

Ich bedanke mich für diesen feinen Dialog,
und das klitzekleine bisschen Unfug.
Ich wünsche Euch viel Spaß beim Hören.
Habt einen Guten Tag, ihr Gören.




Das Gespräch wurde im gegenseitigen Einverständnis am 12.04.2020 aufgezeichnet.
Musik von Tom le Mot.

Sonntag, 12. April 2020

DIADN #15 - Kaan, Rheda-Wiedenbrück (Rheda)

Die erste Folge vom neubelebten Interview aus der Nachbarschaft, kurz DIADN, ist am Start (selbstverständlich in der covid-Edition via Sprachanruf). 
...und sie ist so schön und gut und wertvoll geworden, wie oft zuvor! In der fünfzehnten Auflage habe ich mit Kaan aus Rheda gesprochen. Kontaktiert und kommuniziert über den 1live-Freundeskreis bei Facebook. Da, wo eigentlich alle meine Interview-Partner herkommen. Den Kaan lese ich nun seit knapp 4 Jahren in dieser Gruppe und was soll ich sagen, obwohl wir bisher keinen direkten, privaten Kontakt hatten, lief das Interview völlig easy, höchst angenhem und sehr beidseitig ab. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt! Danke, Kaan, dass du der Erste bist, den ich hier in einer neuen Folge vom Interview aus der Nachbarschaft freudig vorstellen darf!

Hört selbst und viel Spaß damit!





Das Gespräch wurde im gegenseitigen Einverständnis am 11.04.2020 aufgezeichnet.
Musik von Tom le Mot.

Donnerstag, 9. April 2020

DREI F*CK*N' JAHRE DEM JOE SEIN BLOG :partyhütchentrötchen:

Hallo, das bin ich, der Joe ⤋



Heute ist ein ganz wunderbarer Tag! Hier entsteht nun ein Beitrag voller Inhalt, Medien, Links, Erinnerungen, Ideen, Rückblicken und Voraussichten. Es ist Zeit, von den letzten - nunmehr drei Jahren - Schreiberei zu erzählen. Es wird wohl wieder Alles und ein bisschen weniger werden. Es bleibt dabei, der Untertitel zu meinem Blog wird sich nie verändern. Es bleibt das mehrdeutige Programm und die subtile Umschreibung meiner Sachen, die ich hier so mache.

Zum Einstieg einfach mal der Link zum aller ersten Beitrag, den ich hier für den Blog verfasst habe:

➽ https://demjoeseinblog.blogspot.com/2017/04/3-doors-down-kryptonite.html

Heute ist zwar noch nicht der 09.04.2020, sondern der 04.04.2020, aber ich fange einfach schonmal an, zu schreiben. Mein Dreijähriges steht so dicht vor der Tür, dass ich es schon durch das imaginäre schwere Holz (ich hab in Wirklichkeit nur 'ne Standardtüre) atmen hören kann. Bald, sprich Donnerstag (wahlweise heute, weil heute Donnerstag ist), tritt es dann durch diese Türe hindurch und ist da.

Warum ich damals angefangen habe, regelmäßig zu schreiben? Ich wurde inspiriert bzw. ermutigt. Ein internetiöser Kontakt gab damals den ausschlaggebenden Impuls, die ganze Geschichte mit dem Blog und dem Schreiben zu verwirklichen. Wenn ich aber ein ganzes Stück zurück denke, erinnere ich mich an Kurzgeschichten, die ich vor Jahren schon schrieb. Aber mehr für mich, als für die Öffentlichkeit. Ich muss diese Legenden von Tieren, die ich damals fabriziert habe echt mal suchen (hoffentlich finden (Kartons/Papier)) und digitalisieren. Irgendwann hab ich auch mal angefangen eine Sci-Fi-Fantasy-Story zu schreiben, wohl inspiriert von Terry Pratchett!! Schreiben war auf jeden Fall latent schon immer in mir, wie es scheint.

Aber mal weg von Storys und Geschichten...angefangen habe ich hier mit Inhalt aus meinem Leben. So waren die ersten Schritte, die ich hier im Blog gemacht habe. Vor drei Jahren war ich gerade am Ausufern der Depression und machte die ersten neuen sozialen Kontakte seit geraumer Zeit. Es lag also nichts näher, als über ein Leben zu schreiben. Viele Beiträge, gerade aus der Anfangszeit sind stark vom 1 live Freundeskreis geprägt, dem ich immer mal wieder kritisch gegenüberstehe, der aber an sich eine tolle Sache ist und mir persönlich einzigartige und wundervolle Möglichkeiten gegeben und geschenkt hat.

Was soll ich sagen?! Ich habe dort (und das nicht mal mehr vor Kurzem) mein Herz gefunden! Christina, mein Glück, Moro mou, meine Muse! Baby, wieviele Beiträge und Gedichte, Texte und Inspirationen auf dich zurückzuführen sind...der absolute Wahnsinn!!!!! Und auch wir haben uns dort im FK kennengelernt. Eher zufällig sind wir ins Gespräch gekommen und wir beide wussten nicht, was wir mit uns und aus uns machen würden. So viele erste Mal dank Dir! Eine Beziehung - über eine Distanz von 2500 Kilometern -, die ihres Gleichen sucht. Mein Leben steckt in diesem Blog und so bist auch Du ein Teil davon geworden. Ich bin jeden Tag extrem dankbar für diese wundervolle Fügung und Bindung, die wir haben und pflegen. Jetzt muss nur noch dieses merkwürdige Virus aus der Luft verschwinden (geschrieben in Zeiten von covid-19, auch bekannt als Corona-Virus) und ich komme sofort wieder zu dir geflogen. Aber sowas von! In der Zwischenzeit müssen wir uns in Geduld üben, üben täglich das Vermissen und sind Tag für Tag für einander da. Die Vorfreude, dich wieder sehen zu dürfen, wächst enorm und ich drücke weiterhin alles, was ich habe, damit wir uns endlich wieder in die Arme nehmen und küssen können!! xo


Eigentlich ist der FK (diese FB-Gruppe) ein Pool so vieler Dinge, die mich direkt und indirekt beeinflusst haben und dies weiterhin tun. Auch wenn ich derweil eher wenig aktiv bin, ist es immer wieder möglich, dort Anschluss, Mitwirken und Ispiration zu finden.

Die komplette Idee zu den Interviews aus der Nachbarschaft ist dort entstanden und brachte mir bisher fünfzehn Menschen, die ich kennenlernen und ausfragen durfte. Und das Potential für die Fortführung eines Podcasts ist immens. Ich hab da auch schon so Ideen und Namen und Personen im Kopf. Es geht damit auf jeden Fall weiter, das ist ganz klar!

Die Schreib-Aufgaben oder auch Schreib-Challenges sind dort basiert. Immer wieder starte ich einen Aufruf, um im Bestfall neue Leute zu mobilisieren, die dann bei der nächsten Runde mitmachen.
Und auch bei dieser Idee, haben sich Kreative gefunden. Individuelle Geister. Die Einen sind nun seit Runden geblieben, Andere haben es einfach mal ausprobiert und ja, es gibt immer wieder neue Mitwirkende. Mega gut! Voll danke und so!

Der Dichterdienstag. Der Dienstag, der wöchentlich ein Gedicht bekam. Fast ein Jahr am Stück. Wobei die Dichterei sich irgendwann Ende 2017 von alleine gemeldet hat.
Dass es dann so inspirativ und lyrisch von Statten ging, konnte ich selbst nicht ahnen!
Immer wieder traf ich das Leben, lernte Menschen kennen, die zu Musen wurden. Meine aktive und passive Affinität zu Roman-Tischen wurde in den letzten 2 Jahren durch Worte und Lyrik aber mal sowas von befeuert! Wie gerne ich aber auch schöne Gefühle und Momente mit den Möglichkeiten der Worte und Lyrik gebe. Es hat in mir selbst noch einmal etwas ausgelöst. Das Herausfinden, dass man das ja schon ganz gut kann und so viele Berührungspunkte und Emotionen schaffen kann, ist mir eine subjektive Profession geworden. Ich liebe es! Mitzubekommen, was Worte und Zeilen, geschrieben und gesprochen, schon bei Menschen ausgelöst haben, ist ein wahres Privileg!


Apropos Gedichte:

Leute, Leute,
heute, heute,
feiere ich mit euch und der ganzen Welt,
die Standhaftigkeit und Präsenz meiner Welt.
Drei wunderbare Jahre sind es nun!
Wieviele noch kommen? Wer weiß das schon?!
Es ist ein Sammelsurium,
ein Pool aus Gedankengut,
ein Einblick in mein Leben.

Einst schrieb ich vom Weben,
dem Garn und der Wolle.
Ich schrieb von Zeiten. Tolle,
Schwierige und Neutrale.
Stellte hier und dort so manche Frage.
Jedes Mal beim Schreiben, läuft Musik,
jedes Mal beim Schreiben, ist es Zeit, die fliegt.
Kaffee, der fließt,
Gedanken, die strömen.

So manch Eine/r liest,
nicht nur die schönen
Beiträge und Umsetzungen,
sondern auch meine anderen Textungen
und fühlt sich berührt,
oder selber inspiriert.
Gar Gedankenanstöße und Anregungen,
Kritisches und Anlehnungen, 
werden auf- und wahrgenommen.

Kaum, dass man den Gipfel erklommen,
fällt man in melancholische Täler.
Dann kommt der nächste Höhepunkt
mal früher, manchmal etwas später, 
aber immer mit Authentizität und Grund.
Liest man in meinen Gedichten, 
so könnte man mich lesen.
Ich erzähle zwar auch von Geschichten,
aber eben auch von meinem Leben. 



Das erste Gedicht, welches ich hier je veröffentlich habe, ist übrigens Folgendes:


Über alte Mode und neue Sterne; ein Gedicht 

Ich möchte deine Seele fühlen, deinen Verstand berühren.
Ich möchte deine Emotionen sehen und deinen Charakter spüren.
Ich will schmecken, was du hörst und riechen, was du denkst.
Wahrnehmen, wie du strahlst
und strahlen, wenn du im Schatten stehst.
Ich wünschte mir, Lachen, Grübeln und Philosophieren.
Manchmal nichts tun, manchmal viel tun
oder einfach mal nur Fantasieren.
Um ganz neue, tolle Dinge zu erleben
oder - ganz salopp - dem Leben sagen, dass wir leben.

Fern sein können aber Präsenz empfinden.
Verbundenheit und Sehnsucht verbinden.
Interesse fordern und Neugier wecken.
Aufwühlen, wissend, die Wogen wieder zu glätten.
Sich fallen lassen, um aufgefangen zu werden.
Vertrauen finden. Freiheit und Glück erwerben.
Zusammen sein und Erfahrungen machen.
Gemeinsam sein und die Zeit erfassen.
Das Miteinander teilen und
im Bestfall dort verweilen.

Seltenheitswerte oder grundlegende Werte?
Alte Werte, vielschichtiger Natur,
entfremdet durch Instrumente moderner Momente.
Die Überforderung der Sinne der Empänger und Sender
im Umgang miteinander? Gegeneinander. Entfernend auseinander.
Ein trauriges Wider-einander.
Entwöhnung und Oberflächlichkeit.
Kurzfristig- und Unsinnhaftigkeit.
Unbewusste Manipulation. Werteverschiebung.
Die Verbiegung der Normen in Kompilation?
Definitiv weniger leiden.
Es sollte nämlich anders bleiben.

Zuversicht haben und das Positive ereifern.
Hoffnung schöpfen und nach Sternen greifen.
Zweifelsohne: Echtheit wahren.
Demut, Dankbarkeit und Geduld erfahren.
Es könnte doch alles so "einfach" sein,
so, wie damals, das gebietet selbst der Reim.
Um sich greifen, wach sein und sich erden.
Signale wahrnehmen und wahrgenommen werden.
Zu sich selber finden und dies ausstrahlen können,
um sich dann, irgendwann, wieder sagen zu hören:

"Ich möchte deine Seele fühlen, deinen Verstand berühren.
Ich möchte deine Emotionen sehen und deinen Charakter spüren." 

...
- ein altmodischer Mensch, 2017

Zudem habe ich im Rahmen der Lyrikergründung angefangen, Kurzzeiliges für Kurzweiliges (kurz: KFK) zu schreiben. Kleine Wort- oder Satzzusammenstellungen zu einem Wort, das ich meistens spontan als inspirativ empfinde und es notiere. Wenn die Idee mit dem Gedanken schon fast komplett geschrieben ist, ist es wahrhaftige Inspiration und geht so einfach und leicht von der Hand. Mittlerweile sind insgesamt 26 Dreierpacks entstanden, die Kurzzeiliges für Kurzweiliges enthalten.
Alles in allem sind's bisher 78 Beschreibungen aus dieser Kategorie. Zu finden übrigens hier:

➽ Kurzzeiligs für Kurzweiliges



Drei Jahre schreiben. Drei Jahre Gedanken zu Papier. Drei Jahre das, was aus meinem Kopf kommt, umsetzen und behandeln. Drei Jahre voller Gedichte und Lyrik. Drei Jahre voller Interviews und Menschen. Drei Jahre Verarbeitung und Tagebuch. Drei Jahre Emotionen und Einblicke in mein Innenleben. Drei Jahre lang, die dieser Blog nun lebt. Und er bleibt. Es ist wohl mein Vermächtnis. Für gestern, heute, morgen und alle Morgen danach und die, die noch kommen werden. Ich werde in meinem Leben wohl niemals etwas in dieser Welt hinterlassen, was auch nur ansatzweise mit Kinderzeugen zu tun hat, deshalb wird's - wenn nicht noch der totale Sinneswandel geschieht - auf diese subjektive Umsetzung der Kreativität hinauslaufen, die ich grundsätzlich als feine Spuren in diesem Leben, in dem Leben von Anderen oder auch einfach nur im Netz, hinterlasse. Wie sagte die liebe Anna (die ein Teil des Interviews aus der Nachbarschaft ist) so schön: "Du hinterlässt einen ganz besonderen Eindruck bei Vielen. Die Menschen kommen nicht ohne Grund zu dir und möchten mit dir reden und ein Teil von dem Ganzen sein." Danke, Anna.

Und in der Tat, 16 Interviews können nicht lügen...und deshalb werde ich - wie erwähnt - den Podcast bzw. die Interviews aus der Nachbarschaft wieder aufleben lassen! Damit fange ich jetzt schonmal an und teile den Link zur Spezial-Staffel und Staffel 2 (mit oben erwähnter Anna, die mit Abstand die meisten Klicks für ihr Interview bekommen hat (bisher haben 738 Menschen den Link zu ihrem Interview-Beitrag angeklickt!).





Ich werde die Sparte Podcast auch wieder komplett in die Seite einbauen und alle bisherigen Staffeln zur Verfügung stellen. Desweiteren bin ich gewillt, wieder neue Gesprächspartner aufzutreiben, um wieder ein bisschen mehr Gesprochenes in den Blog einwandern lassen zu können.

Ich bin dankbar und glücklich, diese Gabe in mir zu tragen. Das Schreiben hilft mir weiterhin ungemein. Es war damals, als ich anfing, wie ein Katapult, wie ein Sprungbrett. Ein Tagebuch der Reflektion und Halt für so manche Unstimmigkeit, die in mir herrschte und bei Zeiten wieder herrschen wird. Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich schreibe, wie ich denke und das oftmals, wie es genau so aus meinem Kopf kommt und es dann hier geschrieben steht. Vieles ist eins zu eins Information.

Dennoch ist Vieles auch nur angedeutet und metaphorisiert, in Lyrikform eingebunden und mit Worten geschmückt, die mehr als nur eine Bedeutung haben. Die Mehrdeutigkeit und Interpretation von Worten liegen mir sehr im Blut und im Wesen. Das Land der Zweideutigkeiten wird wohl immer einen ziemlich großen Teil in mir einnehmen. Das ist cool. Ich mag dieses Land sehr. Es bringt Spaß, Freude und Unterhaltung. Es reizt, macht an und spielt mit dem Leben. Das Leben kann so viel Freude bereiten, wenn man sich darauf einlässt!

Und genau das habe ich nach der ganzen Depression und mit der Umsetzung dieses Blogs mehr denn je zu spüren bekommen. Im Positivsten aller Sinne! Das Leben ist schön! Es gibt immer Täler, keine Frage. Aber die Kunst, mit der Kunst auch diese Täler zu verlassen oder wenigstens für die Zeit des Aufenthalts Diese mit Farbe anzumalen, damit sie nicht ganz so trostlos und talig wirken, ist die wahre Kunst. Ich bin ein insgesamt viel zu sensibler und empfänglicher Mensch, als dass ich mich von den Achterbahnen dieser Welt irgendwie aktiv (und unschädlich) schützen könnte. Deshalb birgt das schöne Leben immer wieder mal so n paar Tücken. Man kennt das. Aber das ist cool. Ich will aber auch genau so sein, wie ich bin. Mich zu verstellen liegt mir sehr fern und würde ich mein Wesen und meine Seele soweit selbst beschneiden, dass sie nicht mehr im Stande wären frei und offen zu sein, würde ein Teil fehlen. Demnach nehme ich jetzt immer ein bisschen Farbe mit, wenn ich einen Gipfel erklimme. Nur zu Sicherheit. Deshalb wird es auch immer schöne und euphorische Zeilen geben, sowie bedrückendere Zeiten und Umsetzungen.

Es bleibt dabei, ein Querschnitt meiner Gedanken, die ich hier immer wieder zusammen fasse. Es ist ein kreatives Ventil, welches ich öffnen kann, um Platz zu machen. Ich kann es öffnen und Liebe kommt heraus. Ich kann es öffnen, um meine Meinung mitzuteilen. Und ich kann es öffnen, wann immer ich will. Die Inspiration stirbt nie. Man muss nur lernen, sie zu sehen. Denn Inspiration liegt in Allem. Und irgendwann...bestimmt noch in diesem Jahrtausend...werde ich auch ein ganzes Buch mit diesem Ventil füllen.

Das Leben, das Leben, ja! Ja, es ist das Eine, was wir haben (für's Erste). Ich habe gefühlt ein neues Leben angefangen, als ich aus dem schweren Mantel der Undurchsichtigkeit wieder hervorkam und es ist besser als je zuvor. Zumal das Alte auch nicht schlecht war. Aber ich habe mich verändert und nehme andere Dinge wahr. Die Sichtweise und inner Ausrichtung hat sich einfach ein gutes Stück verändert und die Demut arbeitete echt lange in mir.

Irgendwann hab ich mal jemanden kennengelernt, vor etwas mehr als drei Jahren, der sagte mir. Vergebung. Vergebung ist Alles. Und ja, Tom!, mein weiterhin treuer und beständiger Lieblingsschlagzeuger, das habe ich auch gelernt. Ich danke dir!
Auch wenn die Band derweil leider weiterhin stagniert, wir machen immer Mucke zusammen, auch wenn's ganz viel im Geiste passiert im Moment!
Vergebung. Vergebung für Andere und Vergebung für sich selbst. Die Liebe zu sich selbst wieder finden. Das Selbst neu definieren. Das hat damals echt viel mit mir gemacht, bzw. die Tatsache, dass ich dich und euch als neue Impulsgeber in meinem Leben hatte, war entscheidend und beschreibend. Deshalb ist auch der Tom ein Teil meines Blogs. Sogar mit eigener Spezial-Folge vom Interview aus der Nachbarschaft! Und das mit mehr als völligem Recht. Dem Tom habe ich das Intro und den Jingle zu meinem Podcast zu verdanken. Hat er mal eben für mich komponiert und umgesetzt! Mega geil, voll toll! Ganz Viel danke!

(zu Bandsachen bieten sich übrigens diese Links ganz wunderbar an:
➽ https://demjoeseinblog.blogspot.com/2018/03/der-untergang-einer-insel.html
➽ https://demjoeseinblog.blogspot.com/2018/10/der-aufstieg-einer-insel.html


Wenn wir gerade bei Musik sind: Fakt zu meiner Schreiberei ist, ich schreibe mit Musik. Allerdings hängt es von der Playlist ab, wie schnell und "produktiv" ich schreibe. Ich hab ja zwei Playlists, die rauf und runter laufen. Das ist zum Einen eine Alternative-, Metal-, Grunge-, Rock-Playlist und zum Anderen eine Playlist mit Soundtracks. Je nach Stimmung fällt es mir echt schwer, zu der Rockplaylist zu schreiben, da das andere kreative Ventil mich zum Mitmachen im Geiste zwingt. Ich mache also dann Mucke im Kopf und Körper und versuche hier noch halbwegs übersichtlich zu schreiben. Da ich ein totaler Rhythmus-Musiker bin, lenkt mich die Dynamik von den Songs, die ich ja sehr gut kenne (weil rauf-und--runter-hören) trotzdem ab, weil ich die Songs geil finde und einfach mitmachen will. Aber nun gut. Es geht ja alles, nur dauert es erheblich länger.
Soundtracks, besonders die epischen, instrumentalen Nummern, sind natürlich auch rhytmisch aber entwickeln in mir eine ganz andere Stimmung und beruhigen eher, als dass sie das Musikkreativum zum starken Mitmachen anregen. Musik ist fast immer mit dabei und nicht zu Unrecht hatte mein erste Blogbeitrag ja ebenfalls einen Songtitel als Titel.

So...irgendwas vergessen?! Bestimmt, ne?! Aber wisst ihr was? Das ist nicht schlimm, irgendwann kommt es eh hierher! har har har um einen alten Heimwerker zu zitieren.

Wer also nun bis hierher gelesen hat, dem sei gesagt: "Du bist ein toller Mensch, hab Dank dafür!"

Und auch alle, die nicht bis hier hin gelesen haben, ihr seid bestimmt auch ganz toll!!! (Vorsicht vor den drei-Ausrufezeichen. Sie bedeuten Sarkasmus und Ironie) :D

DREI F*CK*N JAHRE DEM JOE SEIN BLOG :partyhütchentrötchen:

Wir lesen uns!

Montag, 7. Mai 2018

Ein spontaner Besuch im Kino

Hey fellows,

ich weiß, ich weiß, ich hab noch zwei Beiträge angekündigt, zu denen die Themen feststehen und die ich schon längst beschrieben haben wollte! Das folgt auch definitiv noch. Die Geschichte mit Hypnose und den Erfahrungsberichten von Gitarristen. Aber ich wollte auch mal ein bisschen davon weg, geplante Dinge zu beschreiben und einfach mal wieder etwas spontaner schreiben. Deshalb stelle ich die Themen erstmal weiterhin in die Warteschleife. Blogger erinnert mich ja glücklicherweise immer über Entwürfe etc. Aber vergessen tue ich eh wenig. Also - platt aber zutreffend - aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Aufgehoben habe ich auch am Samstagabend meinen Rucksack, als ich nach qualvollen zweieinhalb Stunden endlich ne Toilette aufsuchen konnte. Klingt komisch, erklärt sich aber relativ schnell. Samstagabend, Kino, Verspätungen, Stress, volle Blase. Ja, ich war seit gut drei, vier Jahren mal wieder im Kino, yay! Sollte eigentlich ganz cool sein...aber ich weiß schon, warum ich mir Filme dann doch lieber zu Hause anschaue. Habe ich schonmal erwähnt, dass ich Filme liebe?! Ich hab echt schon Einiges gesehen, ne ordentliche Sammlung zu Hause, plus das Internetangebot durch Prime und Netflix. Da ist viel möglich und das beschert meinem Cineasten-Herz regelmäßig Freudensprünge. Wobei sich die wirklichen Filmperlen oft abseits des Mainstreams finden lassen.

Trotz der großen Leidenschaft für Filme, bin ich dennoch kein klassischer Kinogänger. Zu viele Menschen, zu fiese Luft. Zu viele Störfaktoren für meine persönliche Wahrnehmung, befürchte ich. Aber nun gut, ich habe dann am Samstag ganz spontan mit ins Kino gedurft. es war eigentlich nicht eingeplant und im Moment auch einfach nicht drin, aber durch einen Abfall in einer Gruppe wurde eine Karte frei. Und ja, ich wollte Avengers Infinity War auch echt gerne im Kino sehen, weil Bombast und auch, um mich vor dem Internet und seinen spoiler-freudigen Gemeinde zu schützen.
(Schon übel, dass man dadurch fast schon genötigt wird, schnell ins Kino zu gehen. Ein guter Marketing-Zug, wie ich finde. Die Einspielergebnisse nach knapp zwei Wochen sprechen Bände!!)

Zugesagt, am Samstag zur geplanten Uhrzeit am Start gewesen und auf die Verspätung gewartet. Danke auf jeden Fall für diese Option, das ganze wahrzunehmen, Flo! Geplant war die Vorstellung um zwanzig Uhr, zu der wir dann geschlossen (zwölf Leute) um ca. zwanzig Uhr und 3 Minuten betreten haben. Und trara...keine große Werbung oder Trailer, der Film fing pünktlich an. Demnach saßen natürlich alle schon und Spoiler hatte Spoiler schon ordentlich aufgemischt. Toll war auch, dass die zwölf reservierten Plätze, zehn nebeneinander und zwei etwas oberhalb, von anderen Menschen besetzt waren. Zudem ist das Kino in Gladbach jetzt auch nicht wirklich toll. Klar, alles ist dunkel, du erkennst da nicht wirklich Zahlen auf Sitzen, die auch noch besetzt sind, der Film hat angefangen, man will ja auch nicht groß stören. Allerdings ist eine Gruppe von zwölf Leuten schon auffällig, wenn sie während einer Vorstellung durch die Gänge und Reihen wandert...

Die Platzbesetzer waren im Endeffekt wohl davon ausgegangen, dass wir nicht mehr erscheinen, da der Film ja angefangen hatte und haben sich dann einfach auf die besseren Plätze gesetzt. Da das aber verschiedene Individuen waren und diese keine zusammenhängenden sozialen Strukturen hatten, war es etwas müßig, jeden Einzelnen anzusprechen und zu fragen, warum er sich nun dort hingesetzt habe...ein teil unseres Grüppchens hat sich dann einfach irgendwo Plätze gesucht, ein andere Teil, auch ich, saß erstmal auf der Treppe...der Film lief halt weiter. Wir, die Splittergruppe, haben uns dann auf drei freie Plätze über der reservierten Reihe gesetzt...ganz rechts...aber egal sitzen und den Film gucken, dachte ich nur.

Das habe ich dann auch gemacht. Zwei einhalb Stunden Marvel Comic Action Spektakel. War auf jeden Fall ganz gut. Auch wenn ich andere Marvel Filme - der Filme wegen - eindeutig besser finde. Aber eine detaillierte Infinity War Rezension spare ich mir noch auf. Infinitiy War macht aber definitv, das was er soll und ist zu Recht enorm wichtig für die Zukunft dieses Franchises. 

Zurück zu dem Kinostress. Man sieht, es ist nicht einfach nur hinsetzen und genießen. Wir kamen etwas zu spät, hatten dadurch widriger Plätze, unnötigen Stress und eine gekürzte Version. Da ich vorher eben nicht noch mal flott pinkeln gegangen bin, und der Stress irgendwie genervt hat, lag mir leider die ganze Zeit so ein ätzender Druck im Körper und auf der Blase. Ja hat alles geklappt...allerdings bin ich noch vor der Post-Credit-Scene flott Richtung stilles Örtchen. Die anderen saßen noch bis zum Ende. Ich dann so nicht mehr in den Saal rein und hab draußen bei zwei Kippen gewartet. Irgendwie bin ich dann einfach nach Hause gegangen ohne auf die Anderen zu warten und ohne Tschöö zu sagen. Ich hab zwar telefonisch Bescheid gegeben, dass ich schon nach Hause bin...hmm, ja, aber kein ganz so etikettierter Weg, ich weiß.

Summa summarum, Filme gucken im Kino kann toll sein, weil groß und laut, kann aber auch echt nervig sein. Da lob ich mir doch echt die Sammlung zu Hause. Und bei den angezogenen Preisen, die mittlerweile im Kino gängig sind, sehe ichs auch fast nicht mehr ein. Klar, die Exklusivität hat durchaus Vorteile. Aber ich bin ja generell sehr geduldig und schaffe mir das dann bei Veröffentlichung für zu Hause an. Infinitiy War definitiv auch. Ich mag ja diese ganzen Comic-Verfilmungen aus den letzten Jahren. Die machen Laune und steicheln zudem meine Comic-Seele. Wirklich tiefgründige, wahnsinnig gute Filme sind das aber dennoch nicht. Muss aber eben auch nicht immer sein. Wie Herr Kalevra schon sagte: Alles kann, nichts muss. Offensein für Vieles aber es nicht zwingend machen müssen. Es gibt immer die Möglichkeit der subjektiven Wahl, meistens auf jeden Fall!

Cheerio

Montag, 30. April 2018

Ein April-Post und Zusammenfassung

Hello meine lieben Leserinnen und Leser,

ich wollte den April jetzt nicht gänzlich unbeschrieben lassen und trage einfach mal ein bisschen zusammen, was sich in den letzten Wochen so getan hat. Es gibt also in dem Beitrag kein spezielles Thema oder etwas, auf das ich konkret hinschreiben. Vielmehr eine Aktualisierung, eine Bestandsaufnahme und eine Reflexion der Dinge.

Well, für die Stimmung beim Schreiben habe ich mir mal den Bladerunner 2049 Soundtrack angemacht. Ein Wahnsinns-Film und zudem ein Soundtrack von Herrn Zimmer, der wieder mal alles kann, was er können muss. Er ist einfach gut!

Wo fange ich an? Hmm...also, es war einmal der mittelgroße Joe. Der stand mal total gut im Leben und ließ sich seine Kopflastigkeit gar niemals anmerken. Er war zwar immer schon
ein Realist und die Gedanken waren stets umfangreich, aber er war damals so viel "leichter" als heute. Damit ist natürlich ein metaphorisches Gewicht gemeint. Die Schwere der Gedanken, die Zweifel an der eigenen Person, Kritik an Vielem etc....

Nun ist es ja so, dass ich in den letzten 2-3 Jahren immer mal wieder ganz am Boden gewesen bin und ich mich schwerlich von den depressiven Gefühlen, den schwarzen Löchern und der Antriebslosigkeit dieser Zeit frei machen konnte. Es war im Rahmen des Krankheitsbildes einfach nicht möglich. Jeder, der keine Depressions-Erfahrung hat, wird dieses Gefühl nicht nachvollziehen können. Aber ich sage Euch, es ist wirklich nicht schön, wie es war. ABER! Es schleicht sich weiterhin immer mehr und mehr aus. Ich merke es, spüre es, reflektiere es und möchte das Positive wahrnehmen. Das ist gut.

Diese metaphorische Leichtigkeit kommt nun Stück für Stück immer mehr zurück. Ich werde zwar nie wieder so sein, wie ich es mit fünfundzwanzig war, aber das Streben nach der Unbeschwertheit mit einem - nun etwas anderen Charakter - ist weiterhin mein Ziel. Ich will nicht mehr so viel zweifeln, ich will nicht immer nur der permanente Kritiker sein. Ich will mich nicht immer selber verurteilen. Ich bin ja immer noch ich und grundsätzlich bin ich auch immer ich gewesen. Allerdings machen gewisse Sachen einfach Sachen mit einem, die einen teilweise verändern können.

Ich werde grundsätzlich immer sensibel und aufmerksam sein und mir viele Gedanken machen, das gehört einfach zu mir dazu. Aber die emotionalen Empfindungen und Grenzerfahrungen hinterlassen doch gewisse Spuren, das kann man nicht abstreiten. Dennoch möchte ich irgendwann einfach sagen können:

 "Guck hier, diese Spuren, diese Narben, ja, das war damals, es hat mich zu einem besseren Menschen gemacht und es ist gut daran erinnert zu werden."

Und ja, ich muss sagen, dass die letzten Wochen zwar alles andere als leicht waren, ich aber komplett anders mit den aktuellen Problemen umgehe. Es ist wieder möglich, an die Lösungen zu denken und nicht nur an die unzumutbare Bewältigung des Lebens (so empfand ich es eine ganze Zeit lang).

Ja, meine Band hat sich aufgelöst. Ja, ich hatte eine Zeit lang keinen Job. Ja, ich habe mich gesellschaftlich wieder etwas zurückgehalten. Ja, ich hatte immer noch keine Dates oder romantisch angehauchten Situationen. Ja, es könnte irgendwie alles besser sein. Aber, was ich weiterhin lerne, empfinde und mitbekomme, ist, dass ich gedanklich nicht wieder in diese ominösen Teufelskreise verfalle. Ich empfinde Probleme zwar weiterhin als schwierig, aber lösbar.

Ich habe mich um einen neuen Job bemüht und etwas gefunden. Ich darf weiterhin mit einem ganz wunderbaren Menschen, Schlagzeuger und Rhythmus-Kollegen Musik machen. Die Veränderungen waren zwar nicht schön und dadurch habe ich wieder völlig neue Erfahrungen machen dürfen, aber Veränderungen bringen tatsächlich etwas Positives mit sich, das wird mir im Moment sehr bewusst. Und das ist enorm wichtig, dass ich das wieder wahrnehmen kann!

Ein neuer Job bedeutet, wieder teilhaben haben zu können, Verantwortung übernehmen, Regelmäßigkeiten passieren lassen. Der Bruch mit der Band bietet uns beiden (dem Tommler und mir) die Möglichkeit etwas Neues, Eigenes und Persönliches auf die Beine zustellen, auf das wir richtig Bock haben. Wir bauen fleißig an der neuen Insel und die ersten Besucher kommen auch schon. Je nach dem, wie Diese sich anschicken, dürfen sie auf bleiben. Der Job macht Laune, es ist wieder etwas für das ich meine Verantwortung gerne bereitstelle. Eine neue Band findet sich. Alles wird gut!

Aufgrund der temporären wirtschaftlichen Situation habe ich den gesellschaftlichen Aspekt allerdings echt wieder vernachlässigt, das kann ich nicht leugnen. Ich habe zwar teilgenommen, aber nur sehr sporadisch. Kommunikation hat stattgefunden, aber nur mit den wichtigsten Menschen (Familie, zwei langjährige Freunde und mein Schlagzeuger, der sich anschickt, eine enorme Zeit im meinem Leben zu erhalten; find ich gut. Verständnis und Musik verbinden).

Klar, wenn du keine Kohle hast und gucken musst, dass du einfach nur über die Runden kommst, sind alle anderen gesellschaftlichen Ereignisse und Freizeitgestaltungen eher unnötig und nicht bedenkenswert, da alles irgendwie Kohle benötigt. Ich habe meine Prioritäten also aufs Wesentliche reduziert. Dass ich wieder aus den Vollen schöpfen kann, ist zwar nicht von heute auf morgen getan - die Glättung der Umstände wird noch ein bisschen Zeit benötigen - aber ich habe Geduld und das Wichtigste: ich lasse mich von diesen Umständen nicht unterkriegen! Dass ich dann bald mal wieder ins Kino gehen oder Party machen kann, oder einfach mal in eine fremde Stadt fahre um neue oder alte Menschen zu treffen, das wird dann auch bald wieder möglich sein. So lange sollte ich mich aber so gut es geht aus dem Internet raushalten, um nicht doch noch zu Tode gespoilert zu werden (Avengers Infinity War!)

...wobei ich ja schon im Internet sein möchte, denn die Sache mit den Frauen ist echt so ne Sache. So langsam wirds echt lang, nervig und ich werde (oha) ungeduldig. Und wo sonst, als im Internet, macht man die meisten Kontakte?! Da ich ja durchaus weiß, wie man sich artikuliert und ein ganz anständiger Kerl bin, der ja durchaus was zu bieten hat, sollte es ja eigentlich ein Klacks sein, auch in diesem Level mal wieder über das Tutorial hinweg zu kommen.

Aber auch hier: wenn sich die Lage wieder entspannt hat, kann ich auch wieder mehr an "Draußen" teilhaben und lerne dann im Bestfall Leute über Leute kennen. Alles das, was sonst normalerweise so passiert, wenn man im Leben ist. Keine Frage, Leben, ich komme wieder. Und ja, ich versuche auch etwas oberflächlicher teilzunehmen und mich nicht zu sehr, zu lange mit Dingen aufzuhalten.

System, ich kritisiere Dich zwar weiterhin (das wird auch immer so bleiben) aber ich durchschaue Dich und ich nutze die Muster und Verbindungen zu meinen Gunsten aus. Kann ja nicht so schwer sein. Mal sehen, wie ich bald darüber schreibe. Vielleicht klappts, vielleicht stoße ich trotzdem wieder an meine eigenen Ansprüche bzw. die der Umwelt, aber hey:

Neuer Job, neue Band, neues (altes, neues) Leben, neuer Sex, neue Liebe. Klingt gut. 2,75 von 5: check. Der Rest ist in Artbeit.

Samstag, 24. März 2018

Der Untergang einer Insel

...dass einige Inseln bald untergehen werden, ist dank des Klimawandels ja nicht von der Hand zu weisen. Die eisigen Polkappen schmelzen, die Pegel der Weltmeere steigen. Tiere verlassen Ihre ursprünglichen Lebensräume und sind gezwungen in andere Gefilde auszuweichen. Der Lauf der Dinge, yay! Neue Entwicklungen werden dadurch begünstigt, es bieten sich trotz des Verlustes neue Möglichkeiten...wenn man sich dem neuen Umfeld anpassen kann.

Inseln gehen unter. Auch die Privaten. Selbst die, die ich als nicht sinkbar bewertet hatte, tauchen leider, leider ab und sind bald nicht mehr zu sehen, nur die Erinnerungen bleiben. Wie bei aussterbenden Arten bleibt bald nur noch ein Stück von der Ewigkeit zurück. In diesem Fall (glücklicherweise) konserviert in Musik. Denn nichts bleibt für die Ewigkeit, aber Musik! Ja, die Musik bleibt. Bands bleiben manchmal aber nicht. Das liegt in meiner aktuellen Situation nur leider so gar nicht an der Musik, sondern an Idealen, Vorstellungen und dem Umgang miteinander.

Wenn die Pegel so hoch sind, dass die Gefahr droht, komplett unterzugehen, sollte man die Anzeichen dafür eigentlich schon mitbekommen haben und müsste in der Lage sein, durch Kompromisse und Kommunikation für einen Weiterbestand des persönlichen Ortes sorgen zu können. Wenn diese Kommunikation zum Erhalt des gemeinsamen Refugiums allerdings so arg, rücksichtslos, nicht übereinstimmend und paradox passiert, dass man leider besser beraten ist, die Insel zu verlassen, sollte man tatsächlich die Segel setzen und aufbrechen, solange es noch geht.

Beim alltäglichen, subjektiven Inselsterben werden immer einige Bewohner zusammen mit ihren Insel untergehen und verschwinden in den weiten, wogenden Wellen des Wahnsinns namens Leben. Auf anderen Inseln verschwinden alle Bewohner zeitgleich und lassen die Insel einfach komplett für sich alleine zurück und verlassen den verlassenen Ort dann, ohne dass sich noch jemand kümmert. Wiederum andere Inseln werden trotz der Trennung einer Minderheit weiterbestehen können, da der Großteil den Erhalt des Eilandes fokussiert.

Ich für meinen Teil muss aktuell eine (für mich unglaublich wichtige) sinkende Insel verlassen, obwohl ich das niemals wollte. Niemand hat das so gewollt. Niemand hat das so absehen können. Aber manchmal verändern sich die Vorstellungen und Ideen vom gemeinsamen Bewohnen einer Insel so drastisch und offenbar schnell, dass man kein harmonisches Miteinander mehr produzieren kann. Wenn sich Lager bilden und die Insel in Parteien aufgeteilt wird, wenn es Bereiche gibt, die für Aus- und Abgrenzung sorgen, dann ist ein harmonisches, familiäres und leichtes Miteinader im vermeintlich schönsten Ort der Welt, nicht mehr möglich. Wenn das Refugium kein Refugium mehr ist, ist es Zeit für Veränderung. 

Vor geraumer Zeit - in der dunkelsten Episode meines Lebens - hätte ich diese prägnante Veränderung wohl weitaus weniger positiv angehen können. Ich hätte mich zurückgezogen, wäre einfach nur entmutigt, enttäuscht und entkräftet gewesen und hätte die Musik wahrscheinlich wieder für unbestimmte Zeit an den Nagel gehangen. Ich wäre selber untergegangen, vielleicht mit der Insel, vielleicht meilenweit davon entfernt, irgendwo auf dem Ozean treibend. Eine kalte und schwere Gleichgültigkeit des Gesamten hätte mich wahrscheinlich wieder gepackt. Eine Gleichgültigkeit, der das Untergehen egal ist. Ich wäre einfach abgesoffen.

Gut, dass ich auf dieser ungewollten und ungeplanten Reise einen Begleiter an meiner Seite habe, der das gleiche Verständnis für eine harmonische Inselpopulation hat. Gut, dass mein Begleiter, ebenso ein Fernglas dabei hat, um die neuen Häfen und Lande zu sichten. Gut, dass wir in der Lage sind, gemeinsam ein neues Floß zu bauen, um nicht unterzugehen. Gut, dass wir beide diese kalte, schwere Gleichgültigkeit kennen und wissen, dass das nicht Alles ist. Stille Wasser sind zwar tief und ruhig, aber der Sauerstoffgehalt am Grund ist in jedem Fall zu niedrig, um dort bestehen zu können. Danke für diesen zusätzlichen, externen Wind in den Segeln.

Natürlich bin ich über die Entscheidung, dass diese unfassbar famose Band so nicht mehr weitermachen wird und kann, verärgert, enttäuscht und traurig. Es ist noch recht frisch und die Gedanken dazu schweben noch ziemlich omnipräsent umher und beherrschen leider mein Gemüt im Moment. Es ist wie die Trennung einer langjährigen Beziehung. Alles andere als einfach. Es hing ja zumal unser aller Herz an dieser Insel...unserer Insel. Nun wird Diese zurückgelassen werden, noch etwas unbestimmt, ob sie endgültig auf dem Grund landen wird. Es ist einfach schade und es ist traurig. Aber manchmal ist es der bessere Weg, wenn man nachgibt und ausweicht. Besonders dann, wenn man aufgrund von Bemühungen zum Fortbestand nur auf Ignoranz, Unverständnis und Rücksichtslosigkeit trifft.

Zwei von drei Bewohnern der Insel Makiwara müssen die Insel nun leider verlassen und machen sich auf den Weg über den großen Teich der Lebenssuppe, auf zu neuen Ufern. Zwar unter einer anderen Flagge, mit einem anderen Symbol, aber mit den gleichen musikalisch-gesellschaftlich gefärbten Absichten und dem Willen ein neues Refugium erschaffen zu können. Gut, dass wir noch schnell ein Floß bauen konnten. Gut, dass wir in der Lage sind, zu schwimmen wenn die Gefahr droht, unterzugehen.

Diese Insel, genau, wie die anderen Musik-Inseln in meinem bisherigen Leben, wird immer ein Teil von mir bleiben und ich bin unendlich dankbar für eine ganz wunderbare Zeit, die ich wahrnehmen durfte! Eine für mich persönlich sehr wichtige Zeit. Eine Zeit, in der ich unglaublich viel Neues lernen und erfahren durfte. Eine Zeit, die mich gestärkt hat. Eine Zeit, die mir Mut gemacht hat. Eine Zeit dich mich positiv verändert hat. Eine Zeit, die mich wieder mehr zu dem gemacht hat, was ich mal gewesen bin und was ich wieder sein will. Eine tolle musikalische Erfahrung, die bleibt. Schade und traurig ist es aber dennoch! Und es wird bestimmt noch ein paar Momente brauchen, bis ich das versunkene Makiwara auf dem Grund meiner Erinnerungen besuchen kann ohne dabei nach Luft zu schnappen oder mir Kiemen wachsen lassen zu müssen. Genau wie Crowd, Dadrox, Earmarked und Atlantis, wird Makiwara eine versunkene, aber nicht verschwundene Stadt sein, in der ich sehr gerne gelebt und meine Zeit verbracht habe!



Samstag, 17. März 2018

Der schlafwandelnde Gitarrist

Dieser Beitrag entsteht aus einer illustren Kommunikation heraus, die im 1Live-Freundeskreis passiert ist. Jemand wollte das so, bzw. hatte die wunderbare Idee der Verflechtung von vier Einzelthemen, die ich hier beschrieben habe oder noch beschreiben werde. Es folgt eine Geschichte, eine kleine Erzählung. Sci-fi, Drama, Komödie, Fantasy? Von Allem etwas, würde ich sagen. Nehmt Euch bitte ein bisschen Zeit, es ist etwas mehr geworden. Viel Spaß und danke für die Inspiration dazu!


Der schlafwandelnde Gitarrist


...Mittwoch, drei Uhr Nachts. Ein Mann setzt sich in seinem Bett auf. Dies geschieht auf recht obskure Art und Weise. Nicht, wie man sich das unter normalen Umständen vorstellt. Denn der Mann, seines Zeichens Gitarrist, der was auf sich hält, schläft. Dennoch sitzt er nun kerzengerade in seinem Bett, vermeintlich regungslos. Die Augen sind weit geöffnet. Sein Blick ist starr. Würde man ihm nun mit einer Hand vor dem Gesicht rumfuchteln, würde er nicht reagieren, selbst ein Zucken oder Blinzeln wäre eher nicht zu erwarten. Er starrt einfach nur in eine Richtung, sich selbst nicht bewusst, dass das gerade passiert...

Der Mann, ein Gitarrist, seines Zeichens locker, flockiger Draufgänger mit promiskem Verhalten, ist nämlich Somnambulist. Er ist ein Schlafwandler. Ein Nachtwandler. Jemand, der bewusste motorische Ausübungen vollführt, obwohl der Schlaf ihn eigentlich daran hindern sollte. Jemand, der nicht mitbekommt, dass er des Nachts umherläuft, Türen öffnet oder Lichtschalter betätigt. In seinem Falle ist die Ausprägung dieser Schlafstörung so stark, dass er sogar das Haus verlässt und in Boxershorts auf der Straße und in der Nachbarschaft herumläuft. Das passiert alles unterbewusst versteht sich. Im besten Fall, so wie bisher, kam der promiskuitve und somnambulistische Gitarrist auch ohne große Zwischenfälle und unbeschadet wieder von alleine in sein Bett zurück. Meistens konnte er sich nicht mal erinnern, was während des Schlafwandelns passiert war.

Der Mann wusste aber mittlerweile von seiner Schlafstörung und dem Schlafwandeln. Diese seltene Störung hatte er nun schon ein paar Jahre miterleben dürfen (sprich immer nachträglich, oder wenn er während des Wandelns oder danach aufgewacht war). So fand er sich zum Beispiel eines morgens auf dem Küchenboden wieder, neben ihm zwei aufgeschlagene Eier, etwas Mehl, Milch. Er erwachte an jenem Morgen - auf dem Boden der Küche - aus einem verschwommenen Traum, in dem er sich mitten in der Nacht Pfannekuchen machen wollte. Zum Glück trug er nur die Zutaten zusammen...er hatte dann wohl keine Pfanne griffbereit...so schlief er, die Zutaten auf die Kacheln geworfen, wieder ein und wunderte sich am nächsten Morgen, über die veränderte Umgebung.

Solche Ereignisse hatten ihn auf jeden Fall vorsichtiger werden lassen. Er verstaute gefährliche Haushaltsgeräte nun immer sehr viel bedachter und sicherer, schloss diverse Türen ab und polsterte die eine oder andere scharfe Kante von irgendwelchen spitzen Objekten, mit irgendwelchen weichen Materialien. So konnte er guten Gewissens einschlafen, ohne Angst haben zu müssen, eines Nachts blutend, verletzt oder mit gekochten Eiern auf zu wachen. Soweit so gut. Er lebte einfach damit weiter, es war ja nie etwas Krasses passiert. Bis zu diesem einen, ganz besonderen Ereignis, das ihm bisher nur einmal passiert war. Diese Erfahrung würde er allerdings nie wieder vergessen und ihn nachhaltig verändern. Denn bei diesem Mal wachte er während eines recht lebhaften und sich real anfühlenden Traumes auf.


Folgendes ist ihm passiert:

An einem Dienstagabend kam der semi-erfolgreiche Gitarrist von einer Session nach Hause. Es war schon spät, er hatte bei der Session ordentlich gebechert und war mittlerweile gut angetrichtert. Er schwelgte in Erinnerungen an eine, für ihn, erfolgreiche Session, bei der er wundersamer Weise drei Stunden lang ganze vier Akkorde spielte. (Er konnte zwar auch noch einen Fünften, der war Ihm aber zu kompliziert, da hätte er sich bestimmt verspielt und das wollte er nicht.)
Gitarristen fallen ja immer irgendwie auf, egal ob sie gut spielen oder auch nicht. Aufgefallen war ihm an dem Abend auch das ein oder andere Mädel, das in den karg besetzten Stuhlreihen gesessen hatte und ihn mehr oder weniger anhimmelte. So war auf jeden Fall seine Wahrnehmung. Promiskuitiv wie er war, wusste er ja, was das Gitarrespielen alles bewirken konnte und das nutzte er auch aus. Von den potentiellen Sexualpartnern, die an dem Abend in der Location waren, drei an der Zahl, konnte er wenigstens eine Nummer abstauben.

Glücklich und zufrieden mit dem Gedanken, dass er ein toller Hecht sei, genehmigte er sich zu Hause noch ein Gute-Nacht-Bier, dachte an die coole Session, die Uschi, die er bald knallen würde und an die anderen Chicks, die er schon wenigstens einmal begattet hatte. Es lief bei ihm. Super praktisch war zudem auch, dass in der Nachbarschaft zwar wenige Menschen wohnten, davon aber gut die Hälfte Studentinnen in einem Wohnheim waren, die er schon mit seinem Charme und seinem wahnsinnigen Gitarrenspiel beeindrucken konnte. Er lebte seine sexuellen Vorlieben, mit vielen, verschiedenen Partnerinnen zu schlafen, also voll aus. Mit diesem Gedanken und gut Einen sitzen, ging er dann irgendwann ins Bett und schlief auch ziemlich schnell ein.

...Mittwoch, drei Uhr Nachts. Ein somnambulistischer, zudem promiskuitiver, semi-guter Gitarrist setzt sich in seinem Bett auf. Er schlafwandelt. Er bekommt nicht mit, was er in dieser Episode seines Lunatismusses erleben wird. Er sitzt, starrt in die Dunkelheit. Plötzlich schlägt er die Decke beiseite, streckt zuerst das eine Bein aus dem Bett, stellt es auf den Boden, dann das Andere. Er steht auf. Zielstrebig bewegt er sich nun aus dem Schlafzimmer heraus und geht in den Flur. Nur mit einer Boxershorts bekleidet, nimmt er die Wohnungstüre mit seinen starren Augen ins Auge und läuft an dem großen Spiegel im Flur vorbei, ohne sich selbst auch nur eines Blickes zu würdigen. Der Mann nimmt die Klinke in die Hand, öffnet sie, schreitet auf den Hausflur und geht stracks die eine Treppe ins Erdgeschoss hinunter. Hätte er mitbekommen, was er da tat, wäre Ihm aufgefallen, dass er seine Wohungstüre einfach offen stehen gelassen hatte und es zudem, drei Uhr Nachts, etwas zugig unten rum war. Aber wenn du nichts mitbekommst, ist auch ein frisches Lüftchen relativ egal. Hätte er zudem am Vorabend nicht so viel getrunken, hätte er die Wohnungstüre auch vorsorglich abgeschlossen, so wie eigentlich immer...aber naja, wir alle wissen: Alkohol macht Sachen.

Noch eine Türe geöffnet, steht er nun vor dem Mietshaus auf dem Bürgersteig, dreht sich nach links und geht ein Stück weit weiter. Die Studentinnen wohnten tatsächlich auch in dieser Richtung, in einem kleinen Wohnheim, bestehend aus einzelnen Appartements. Wahrscheinlich geriet er in den Prozess des Schlafwandelns, als er gerade von Schweinkram mit einer oder mehreren Studentinnen träumte. Diese Traumwahrnehmung veranlasste ihn wohl auch zu dieser Reise. Vielleicht trug auch der Alkohol vom Vorabend noch dazu bei. Er war ja schließlich glücklich und zufrieden eingeschlafen, mit Gedanken an irgendwelche Uschis bei irgendwelchen Sessions.

Der Gitarrist war nun tatsächlich auf der Höhe des Wohnheims angekommen, bog ein weiteres Mal scharf nach links ab und steuerte sehr zielstrebig auf ein Appartement zu. In der Vergangenheit war es schon öfter vorgekommen, dass er sich kurzfristig bei einer dieser Uschis gemeldet hatte und diese, manchmal auch Nachts noch, reagierten und auch Spaß haben wollten. Man kannte sich ja schließlich schon und war sich einig. Bisher war er aber noch nie schlafwandelnd bis vor eine Türe der Appartements gekommen. Entweder lief er immer in die andere Richtung oder aber vorbei und dann wieder zurück. Was er allerdings nicht wusste, da er bei diesen nächtlichen Reisen bisher immer wieder in seine Wohnung zurück gekehrt war.

Da stand er nun. Vor der verschlossenen Türe eines Appartements. Halbnackt, von Sex träumend, mit offenen Augen und einem halb errigierten Penis, der weiterhin für mehr Belüftung unten rum sorgte. Er klopfte zaghaft an, er klingelte nicht, er klopfte. Knöchel auf Holz. Tock, tock, tock. Für einen Außenstehenden hätte es wohl so ausgesehen, als hätte er bewusst an diese Türe geklopft. Die motorischen Automatismen beim Schlafwandeln sehen schon sehr gewollt aus. Und in der Tat...die Türe öffnete sich. Er trat ein bzw. wurde hereingelassen.

Bis zu diesem Zeitpunkt war der promiskuitive, semi-gute Gitarrist immernoch in einer Phase des Schlafwandelns, bekam von der Situation also weiterhin nichts bewusst mit. Er träumte bestimmt von der Einen aus dem Wohnheim...die Eine, die es irgendwie konnte, obwohl sie jetzt nicht so die mega Granate war. Aber als semi-guter Gitarrist, sind die Ansprüche ja auch angepasst. Er träumte auf jeden Fall davon, wie er eines Abends bei ihr auftauchte, um Sex zu haben. Sie tranken ein bis zwei Gläser Wein, blödelten ein bisschen herum, kamen immer mehr in Stimmung und entkleideten sich dann nach und nach. So stand er nun fast nackt, nur noch die Ungerbuchs an, in dem kleinen Appartement vor einem Bett, und träumte davon, dass er nen mittelmäßigen Ständer hatte und sie vor ihm kniete, seine Boxershorts herunterzog und anfing im ordentlich einen zu blasen. Ein tolles Gefühl, selbst im Traum. Auch wenn sie nicht die mega Granate war, Schwänze lutschen, das konnte Sie gut...richtig gut. Also Seinen, er hatte ja nur einen Penis. Aber Sie musste in Ihrem Leben schon oft geübt haben, so meinte der semi-gute Gitarrist, nachdem er das erste Mal was mit Ihr hatte. Das kommt ja wohl nicht von ungefähr, meinte er.

Er stand also weiter so da, ließ sich oral befriedigen und merkte im Traum, wie auf einmal Alles ganz schnell ging. Seine Erregung stieg immer mehr, er konnte irgendwie wahrnehmen, wie der Punkt kam, an dem Mann normalerweise innerhalb von ein paar intensiven Sekunden kommen könnte. Da er in dieser nicht ganz wachen Phase noch keine direkte Kontrolle über seinen Körper hatte, ließ er es einfach zu. Sie machte ja auch weiter. Er kam also durch einen Blowjob zum Höhepunkt und erwachte just in dem Moment, als sich die gesamte Anspannung, die sich während der Stimulierung angesammelt hatte, in einer wohlwollenden, expulsiven Erleichterung auflöste. Er wachte auf. Das letzte Bild in seiner Traumwahrnehmung war tatsächlich, dass er durch den Blowjob in ihren Mund kam. Sie es sogar wohlwollend forderte.

Das erste Bild, was er dann aber bewusst wahrnahm, als er aufwachte, zeitgleich als er kam, ließ Ihn allerdings lauthals aufschreien und in einer unglaublichen Intensität das Appartement fluchtartig verlassen. Er rannte, sich die Shorts gerade noch hochziehend, dann die Hände über dem Kopf zusammenschlagend, so schnell, wie er konnte zurück zu seiner Wohnung. Glücklicherweise war die Haustüre, Marke sehr einfach, nicht von alleine ins Schloss gefallen und stand immernoch offen, als er, völlig außer Atem, dort ankam. Er flitzte in den ersten Stock, seine Wohnung stand ebenso noch offen, betrat seine Bude setzte sich auf die Couch und versuchte zu begreifen, was da eben passiert war. Der Traum war doch so gut gewesen, auch wenn Sie keine mega Granate war, ein Blowjob ist doch immer toll...

Der semi-gute Gitarrist, mit somnambulistischem Hintergrund und dem Hang zu Promiskuität, klopfte in dieser Nacht nämlich nicht an die Türe irgendeiner Studentin, sondern an die Türe von dem einen, männlichen Studenten, der da wohnte. Der heterosexuelle Gitarrist kannte den Studenten nur flüchtig, wusste aber, dass dieser schwul war und ihn schon immer etwas zu nett anlächelte, wenn man sich über den Weg lief, so fand er.

Das erste Bild, als er in dieser Nacht also aufwachte, war ein fast fremder, halbnackter Mann, der vor ihm kniete und es ihm gerade oral besorgt hatte. Dabei schien der Student auch jetzt immer noch etwas zu nett zu lächeln. Der Gitarrist starrte den Studenten nur ein paar Sekunden an und ergriff dann panisch die Flucht..

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Student von dem Schlafwandeln des Gitarristen wusste, warum auch immer, und diese Situation einfach ganz egoistisch für sich verwendet hatte. Er habe sich dabei nicht viel gedacht, meinte es doch nur gut. Er war zwar etwas überrascht, aber freute sich auch über den halbnackten Mann, der so unvermittelt vor seiner Türe erschienen war. Der Student sah den nächtlichen Besuch auch als Angebot, als glücklichen Zufall. Und das hatte er einfach gerne wahrgenommen. Warum auch sonst, sollte ein halbnackter Mann, den er ja auch irgendwie anhimmelte, mitten in der Nacht an seine Türe klopfen? Er wollte nur spontan sein und dem Gitarristen hätte es doch auch gefallen.
Dass der Student genau zu diesem Zeitpunk noch wach war und die Türe öffnen konnte, war reiner Zufall. Dass er genau wusste, was Somnambulismus ist, machte Ihn natürlich irgendwie zu einem Täter, was ihm ein ziemlich schlechtes Gewissen bereitete. Er war doch kein schlechter Mensch und Gitarrespielen konnte er auch nicht. Er hatte sich fest vorgenommen, eine ehrliche Entschuldigung an den Gitarristen auszusprechen.
Der Gitarrist hatte allerdings viel zu viel Scham und Angst und ein kleingeistiges Denken, um die Angelegenheit mit dem Studenten überhaupt klären zu können. Er erzählte niemandem von dem Vorfall. Niemandem, niemals. Der Student war bestimmt etwas traurig, dass es nicht nochmal dazu kommen würde, der Gitarrist wollte aber einfach nie wieder darüber nachdenken, reden oder was auch immer...


...nach diesem speziellen Ereignis hatte der Gitarrist keine einzige Anwandlung von Somnambulismus mehr. Er traf sich dann, recht zügig, irgendwann mit der Uschi von der Session. Sie kamen zusammen, er legte seine promiskuitive Art ab und heiratete die Uschi. Sie bekamen zwei Kinder, einen Hund und ein Haus mit Garten. Er hatte nie wieder Sex mit anderen Partner, als mit seiner Ehefrau, der Uschi von der Session. Und das dann auch nur, um die zwei Kinder zu zeugen, die Sie wollte. Das semi-gute Gitarre-Spielen hatte er zudem als nicht mehr nötig erachtet und hing auch das an den Nagel. Letztendlich wurden beide sogar nebeneinander in einem Familiengrab bestattet. Er nahm den Grund für die komplette Veränderung seines Lebens buchstäblich mit ins Grab. Alles in Allem wurde dieser eine Traum zu seinem ganz persönlichen Trauma und änderte diesen Menschen von Grund auf.


Ein Märchen mit zwei Happy Ends...oder auch nicht, je nach dem. Dafür mit viel Moral und kaum Spaß :D Macht was daraus!


"Schlafwandelnde Gitarristen, die aufgrund ihrer Promiskuität einen Blowjob erhalten?" Ist übrigens der Satz gewesen, der das Alles ins Rollen gebracht hat, another thx!

Montag, 5. Februar 2018

Blindes Verständnis ist so toll!

Kids, hier kommt mal wieder ein Beitrag über Ereignisse und Tatsachen. Nicht, wie sonst oft, über irgendwelche Themen, auch wenn diese für mich meistens sehr interessant sind, wie das Zeit-Thema, zum Beispiel, oder das Gehirn an sich, oder Verhalten von Leuten...aber weg von diesen Allgemeinheiten, hin zu konkreten Beispielen für wunderbares Verständnis.

Ich habe da eine Band. Eine Gute? Sozusagen die Beste! Das Problem, ich habe eine Schwester...aber das ist ja jetzt nur Quatsch in meinem Kopf :P
Die Band, wir, Makiwara, hatten da am Wochenende, am Samstag, nen kleinen Auftritt. Wir wurden vor ca. 3 Wochen gefragt, ob wir spontan in Mönchengladbach als Support für die Band Katortz spielen wollen und können. Gefragt, getan. Wir haben natürlich zugesagt. Obwohl wir uns mit der Band immer noch auf Sängersuche befinden, weiterhin also nur instrumental auftreten können, werden wir doch des Öfteren bedacht und in Erwägung gezogen, Auftritte absolvieren zu dürfen. Das alleine ist schon so eine tolle Sache und ein wunderbares Vertrauen, das da in uns, als Band, gelegt wird. Ganz groß! Wir wollen natürlich so viel wie möglich vor Publikum spielen, da wir uns bisher eher im Proberaum aufgehalten haben. Also immer her mit weiteren Gig Angeboten, Makiwara muss in die Welt!!

Zum Auftritt: Samstag, 17 Uhr, Kultube, Mönchengladbach. Treffen vor Ort mit der anderen Kapelle zum Aufbau, Soundcheck etc. Das Übliche, was man so macht, wenn man als Band nen Auftritt gibt. Sprich, aus dem Proberaum in das Auto, zur Location, aus dem Auto, in die Location, schleppen. Großteils Gestänge vom Schlagwerker. Viel Kleinzeug hat der gute Tommler, aber so muss das sein! Also alles easy peasy. Das Kultube als Location kannte ich persönlich noch nicht von innen. Nur von außen und aus Erzählungen. Das ist echt ne kleine, feine Rockkneipe, recht zentral, mit reichlich Auftrittsangeboten von diversen Bands. Hut ab, Herr Busch, für die Organisation und das am Leben halten dieser Instititution, richtig gut!

Katortz hat dann erstmal die Bühne, eine kleine Bühne, vielleicht so 3 x 3 Meter, in Beschlag genommen. Sie haben freundlicher Weise das Schlagzeug gestellt und aus Köln mitgebracht, sprich Base, Toms und Grundlagen. Für uns war dann erstmal warten angesagt, die Beine vertreten, den Laden angucken, viele Raucherpausen. Als dann alles soweit verkabelt und aufgebaut war, haben die Jungs dann ihren Soundcheck gemacht. Soweit so gut. Auch wenn es hier und da noch kleine Abstimmungsschwierigkeiten mit den Subwoofern unter der Bühne und der Mikrofonierung der Basedrum gegeben hat...viel Subbass der da passiert ist...etwas zu viel, aber auch das konnte der freundliche Tonmensch soweit auspegeln, steuern und regeln.

Katortz waren nun also erstmal durch mit Ihrem Kram. Zu diesem Zeitpunkt war es kurz vor 19 Uhr. Einlass war um 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Also ein bisschen Zeitdruck, aber nur ein bisschen.
Wir also mit unserem Zeug rauf auf die Bühne, alles verkabelt, mikrofoniert, Becken-Geshizzle angeschraubt, und dann unseren Soundcheck gemacht. Katortz waren nach ihrem Check mit dem Sound auf der Bühne eigentlich ganz zufrieden, so sagten sie. Problem: Die Verstärker auf der Bühne waren so leise eingestellt, da ja alles über PA und DI abgenommen wurde und wir uns eigentlich über die Monitor-Boxen hören sollten. Das große Manko dabei war leider die Tatsache, dass die Monitore leider mal so gar nichts ausgegeben haben...wirklich, also so null, irgendwie. Der Tonmensch meinte noch, ja...die sind schon ganz aufgedreht, da kann ich nicht mehr viel machen...ja, das war schade...aber damit muss man dann auch umgehen und die ganze Geschichte durchziehen. Fakt war also, Bass und Gitarre war für uns, Bass und Gitarre, kaum bis gar nicht hörbar. Der Trommler hatte wenigstens noch etwas Glück mit seiner Box, da kam immerhin ein bisschen was raus. Alles in Allem stand uns also ein auditiver Blindflug bevor. Die Art von Konzerten, bei denen man vorher sagt, dass man froh ist, wenn man es gemeistert hat. Wir waren dennoch pünktlich um 19:30 Uhr fertig mit unserem Blindcheck und haben uns dann darauf geeinigt, dass das schon werden wird. Immerhin machen wir jetzt seit knapp 1 1/2 Jahren zusammen Mucke und das hat sich ausgezahlt...

...die Tatsache, dass wir uns selber beim Auftritt nicht gehört haben, sorgte natürlich für etwas Verunsicherung, die man uns aber nicht angemerkt hat. Wir haben also unser Set, knapp 45 Minuten, abgerockt und alles gegeben, um ne vernünftige Darbietung auf die Bühne zu bringen und das kleine Publikum zu unterhalten. Direkt nach dem ersten Song haben wir germerkt, dass es super funktioniert, also wir, als Band und die Songs, die wir geschrieben haben, wohl gemerkt, noch immer ohne Vocals. Die Menschen vor Ort hatten hörbar Spaß und motivierten dadurch natürlich umso mehr, genau so weiter zu machen. Blindes spielen, nach Gefühl, ist echt so ne Sache... Wir konnte immer noch nicht richtig einschätzen, wie wir im Endeffekt gespielt haben. Klar, so ein paar kleine Verspieler, oder Patzer merkt man ja direkt beim Zocken. Aber ohne das Feedback von Anschlägen oder Effekten konnte man schwerlich einschätzen, ob es jetzt mega tight und auf den Punkt war, oder nicht.

Und jetzt kommen wir auch mal zum Titel, dass blindes Verständnis echt toll ist. Jungens, Danke! Wir machen das alles sehr richtig, sehr gut und können uns aufeinander verlassen und sind wirklich bestens eingespielt, das kann man nicht anders sagen. Trotz des Blindfluges hat alles geklappt, weil wir einfach wissen, was wir da tun, auch ohne es zu hören.
Das Gefühl, in einem Bandgefüge die eigene Musik zu performen und einem Publikum zu offerieren und dafür auch noch so viel Zuspruch zu bekommen, ist echt eine ganz besondere und ganz eigene, nicht vergleichbare Sache. Eh die Tatsache als Künstler auf einer Bühne zu stehen, ist so ein Unikat an Gefühl und Erfahrung! Und mit den richtigen Menschen, umso schöner. Es hat also im Endeffekt alles so funktioniert, wie wir uns unsere Musik vorstellen. Die konkrete Bestätigung, dass wir, ob der Umstände, tatsächlich ganz geil gezockt haben, bekamen wir dann am Sonntag Nachmittag. In Form eines Videos von dem Auftritt, das eine ganz wunderbare Person den ganzen Abend gemacht hat. 50 Minuten Arm hochhalten und aufnehmen, sehr gut, Respekt! Muchas gracias dafür,  Frau B.
Beim nächsten Gig werden wir uns auch wieder selber hören und wirken dann wahrscheinlich noch etwas lockerer und gelöster.
Da wir uns ja zudem immernoch ein bisschen ausprobieren müssen, was die Performance auf einer Bühne angeht, war das eine gute Erfahrung und Herausforderung. Vor allen Dingen eine positive Bewältigung im Kollektiv. Wie gesagt, ein so wunderbar funktionierendes Bandgefüge ist echt eine ganz, ganz tolle Angelegenheit!

In der Nachbetrachtung waren wir aber alle wirklich positiv überrascht, da wir von dem Schlimmsten ausgegangen waren und den Auftritt bis dahin einfach nicht so richtig einschätzen konnten. Toll, dass mittlerweile die Technik soweit ist, dass alles in relativ vernünftiger Qualität in Bild und Ton festgehalten werden kann, Smartphones sei Dank. Ich bin mir sehr sicher, dass wir uns den Auftritt seit gestern alle mehrfach reingezogen haben und das noch öfter tun werden, da es im Endeffekt ein wirklich cooles Ding war, und wir uns absolut nichts vorzuwerfen haben!! Also weiter so, Jungs, Makiwara, wir. Eigenlob stinkt ja zum Glück nicht, falls doch, gibts noch genug Menschen, die bisher bei allen Gigs dabei waren und uns genau diese Bestätigung geben! Wie der Tom schon sagte, "Ihr seid die Geilsten". Wirklich wahr, Respekt und einen riesen Dank an Alle, die uns weiter so feiern!!! Musik, Band, hach, du Insel.

Und: wir sind fleißig dabei, für Vocals zu sorgen und "casten" aktuell Menschen, die bei uns singen möchten. Man darf also gespannt sein. Wenn es so kommt, wie wir uns das wünschen und erhoffen, wirds alles noch ne weitere Ecke fetter werden, stay tuned!! Makiwara for the world, ich sags ja. Falls es Euch interessiert, checkt auch einfach unsere Facebook-Seite aus, oder Youtube, oder Instagram, das ganze Zeug, da sind wir natürlich überall zugegen und freuen uns über Feedback in allen Formen.