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Sonntag, 28. Juni 2020

DIADN #28 - Rebecca

Am 28.06.2020 gibt es nun die 28ste Folge mit einer immernoch 28-jährigen Rebecca! Voll der Zahlenzufall?! Wer weiß!?! Aber hallo erstmal und willkommen zu dieser neuen Folge meiner Interviewreihe #DIADN, das Interview aus der Nachbarschaft.



Dieses Mal vor dem digitalen Mikrofon: Rebecca, aus dem 1live Freundeskreis. Es war ein schöner sommerlicher Sonntag, demnach ein Interview aus dem Garten. Leider ist uns bei dieser Aufzeichnung der Internetgott nicht immer gnädig gewesen und ich bitte es zu entschuldigen, dass ab und an ein paar Unterbrechungen im Gespräch zu hören sind! Sorry! Das hat unserem Dialog allerdings keinen Abbruch getan und wieder einmal ist ein ganz wunderbares Interview entstanden, welches nun einen kleinen Abschluss bildet.

Ich mache nun erstmal eine kleine Podcast-Schaffenspause. Eine Sommerpause, quasi, in der ich mich aufs Urlaub machen und die Schreiberei konzentriere. Die Interviews kommen wieder, keine Frage, und ich habe auch schon neue Kandidaten auf der Liste. An Quellmaterial mangelt es weiterhin also nicht.
Wann es wieder losgeht, lasse ich mir aber noch ein wenig offen.

Ich wünsche hier nun viel Spaß beim Hören des Gespräches mit Rebecca, sage Danke für deine Zeit und auf bald!

(Dieses Gespräch wurde am 22.06.2020 im gegenseitigen Einverständnis aufgezeichnet.
Musik von Tom le Mot.)

Donnerstag, 6. Dezember 2018

PODCAST: DIADN #11 - Timo, Bochum

Ola! Folge 3 der Staffel 3 des Interviews aus der Nachbarschaft mit Timo aus Bochum. Wir trafen uns auf halbem Weg in Castrop-Rauxel in einem kleinen Cafe/Bäckerei und hatten, wie gewohnt, ein wunderbar leichtes Gespräch mit diversen Themen, Fragen, Individuellem und Weiterem. Checkt die letzte Folge des Interviews aus der Nachbarschaft in Staffel 3. Vielen Dank für dieses Gespräch und have fun beim Hören!

➧ DIADN #11 - Timo, Bochum

music by Tom le Mot
(das Gespräch wurde am 04.12.18 aufgezeichnet)

PODCAST: DIADN #10 - Andre, Essen

Mahlzeit! Folge 10 von DIADN dem Interview aus der Nachbarschaft hat in Essen statt gefunden. Ich habe mich im Cafe Nord mit Andre getroffen. Wir hatten ein bis zwei Bier und ein wunderbares Gespräch. Der Fragenkatalog wurde spontan etwas ausgeweitet. Wir hatten dennoch im Individuellen genug zu bequatschen. Es hätte auch noch ein paar Stunden weiter gehen können, hatte ich im Gefühl. So oder so. Es war alles dabei: Sport, Politik, Gesellschaft, Internet und Bla. Vielen Dank für dieses Gespräch und viel Spaß beim Hören!

➧ DIADN #10 - Andre, Essen

music by Tom le Mot
(das Gespräch wurde am 31.10.18 aufgezeichnet)

Samstag, 17. März 2018

Der schlafwandelnde Gitarrist

Dieser Beitrag entsteht aus einer illustren Kommunikation heraus, die im 1Live-Freundeskreis passiert ist. Jemand wollte das so, bzw. hatte die wunderbare Idee der Verflechtung von vier Einzelthemen, die ich hier beschrieben habe oder noch beschreiben werde. Es folgt eine Geschichte, eine kleine Erzählung. Sci-fi, Drama, Komödie, Fantasy? Von Allem etwas, würde ich sagen. Nehmt Euch bitte ein bisschen Zeit, es ist etwas mehr geworden. Viel Spaß und danke für die Inspiration dazu!


Der schlafwandelnde Gitarrist


...Mittwoch, drei Uhr Nachts. Ein Mann setzt sich in seinem Bett auf. Dies geschieht auf recht obskure Art und Weise. Nicht, wie man sich das unter normalen Umständen vorstellt. Denn der Mann, seines Zeichens Gitarrist, der was auf sich hält, schläft. Dennoch sitzt er nun kerzengerade in seinem Bett, vermeintlich regungslos. Die Augen sind weit geöffnet. Sein Blick ist starr. Würde man ihm nun mit einer Hand vor dem Gesicht rumfuchteln, würde er nicht reagieren, selbst ein Zucken oder Blinzeln wäre eher nicht zu erwarten. Er starrt einfach nur in eine Richtung, sich selbst nicht bewusst, dass das gerade passiert...

Der Mann, ein Gitarrist, seines Zeichens locker, flockiger Draufgänger mit promiskem Verhalten, ist nämlich Somnambulist. Er ist ein Schlafwandler. Ein Nachtwandler. Jemand, der bewusste motorische Ausübungen vollführt, obwohl der Schlaf ihn eigentlich daran hindern sollte. Jemand, der nicht mitbekommt, dass er des Nachts umherläuft, Türen öffnet oder Lichtschalter betätigt. In seinem Falle ist die Ausprägung dieser Schlafstörung so stark, dass er sogar das Haus verlässt und in Boxershorts auf der Straße und in der Nachbarschaft herumläuft. Das passiert alles unterbewusst versteht sich. Im besten Fall, so wie bisher, kam der promiskuitve und somnambulistische Gitarrist auch ohne große Zwischenfälle und unbeschadet wieder von alleine in sein Bett zurück. Meistens konnte er sich nicht mal erinnern, was während des Schlafwandelns passiert war.

Der Mann wusste aber mittlerweile von seiner Schlafstörung und dem Schlafwandeln. Diese seltene Störung hatte er nun schon ein paar Jahre miterleben dürfen (sprich immer nachträglich, oder wenn er während des Wandelns oder danach aufgewacht war). So fand er sich zum Beispiel eines morgens auf dem Küchenboden wieder, neben ihm zwei aufgeschlagene Eier, etwas Mehl, Milch. Er erwachte an jenem Morgen - auf dem Boden der Küche - aus einem verschwommenen Traum, in dem er sich mitten in der Nacht Pfannekuchen machen wollte. Zum Glück trug er nur die Zutaten zusammen...er hatte dann wohl keine Pfanne griffbereit...so schlief er, die Zutaten auf die Kacheln geworfen, wieder ein und wunderte sich am nächsten Morgen, über die veränderte Umgebung.

Solche Ereignisse hatten ihn auf jeden Fall vorsichtiger werden lassen. Er verstaute gefährliche Haushaltsgeräte nun immer sehr viel bedachter und sicherer, schloss diverse Türen ab und polsterte die eine oder andere scharfe Kante von irgendwelchen spitzen Objekten, mit irgendwelchen weichen Materialien. So konnte er guten Gewissens einschlafen, ohne Angst haben zu müssen, eines Nachts blutend, verletzt oder mit gekochten Eiern auf zu wachen. Soweit so gut. Er lebte einfach damit weiter, es war ja nie etwas Krasses passiert. Bis zu diesem einen, ganz besonderen Ereignis, das ihm bisher nur einmal passiert war. Diese Erfahrung würde er allerdings nie wieder vergessen und ihn nachhaltig verändern. Denn bei diesem Mal wachte er während eines recht lebhaften und sich real anfühlenden Traumes auf.


Folgendes ist ihm passiert:

An einem Dienstagabend kam der semi-erfolgreiche Gitarrist von einer Session nach Hause. Es war schon spät, er hatte bei der Session ordentlich gebechert und war mittlerweile gut angetrichtert. Er schwelgte in Erinnerungen an eine, für ihn, erfolgreiche Session, bei der er wundersamer Weise drei Stunden lang ganze vier Akkorde spielte. (Er konnte zwar auch noch einen Fünften, der war Ihm aber zu kompliziert, da hätte er sich bestimmt verspielt und das wollte er nicht.)
Gitarristen fallen ja immer irgendwie auf, egal ob sie gut spielen oder auch nicht. Aufgefallen war ihm an dem Abend auch das ein oder andere Mädel, das in den karg besetzten Stuhlreihen gesessen hatte und ihn mehr oder weniger anhimmelte. So war auf jeden Fall seine Wahrnehmung. Promiskuitiv wie er war, wusste er ja, was das Gitarrespielen alles bewirken konnte und das nutzte er auch aus. Von den potentiellen Sexualpartnern, die an dem Abend in der Location waren, drei an der Zahl, konnte er wenigstens eine Nummer abstauben.

Glücklich und zufrieden mit dem Gedanken, dass er ein toller Hecht sei, genehmigte er sich zu Hause noch ein Gute-Nacht-Bier, dachte an die coole Session, die Uschi, die er bald knallen würde und an die anderen Chicks, die er schon wenigstens einmal begattet hatte. Es lief bei ihm. Super praktisch war zudem auch, dass in der Nachbarschaft zwar wenige Menschen wohnten, davon aber gut die Hälfte Studentinnen in einem Wohnheim waren, die er schon mit seinem Charme und seinem wahnsinnigen Gitarrenspiel beeindrucken konnte. Er lebte seine sexuellen Vorlieben, mit vielen, verschiedenen Partnerinnen zu schlafen, also voll aus. Mit diesem Gedanken und gut Einen sitzen, ging er dann irgendwann ins Bett und schlief auch ziemlich schnell ein.

...Mittwoch, drei Uhr Nachts. Ein somnambulistischer, zudem promiskuitiver, semi-guter Gitarrist setzt sich in seinem Bett auf. Er schlafwandelt. Er bekommt nicht mit, was er in dieser Episode seines Lunatismusses erleben wird. Er sitzt, starrt in die Dunkelheit. Plötzlich schlägt er die Decke beiseite, streckt zuerst das eine Bein aus dem Bett, stellt es auf den Boden, dann das Andere. Er steht auf. Zielstrebig bewegt er sich nun aus dem Schlafzimmer heraus und geht in den Flur. Nur mit einer Boxershorts bekleidet, nimmt er die Wohnungstüre mit seinen starren Augen ins Auge und läuft an dem großen Spiegel im Flur vorbei, ohne sich selbst auch nur eines Blickes zu würdigen. Der Mann nimmt die Klinke in die Hand, öffnet sie, schreitet auf den Hausflur und geht stracks die eine Treppe ins Erdgeschoss hinunter. Hätte er mitbekommen, was er da tat, wäre Ihm aufgefallen, dass er seine Wohungstüre einfach offen stehen gelassen hatte und es zudem, drei Uhr Nachts, etwas zugig unten rum war. Aber wenn du nichts mitbekommst, ist auch ein frisches Lüftchen relativ egal. Hätte er zudem am Vorabend nicht so viel getrunken, hätte er die Wohnungstüre auch vorsorglich abgeschlossen, so wie eigentlich immer...aber naja, wir alle wissen: Alkohol macht Sachen.

Noch eine Türe geöffnet, steht er nun vor dem Mietshaus auf dem Bürgersteig, dreht sich nach links und geht ein Stück weit weiter. Die Studentinnen wohnten tatsächlich auch in dieser Richtung, in einem kleinen Wohnheim, bestehend aus einzelnen Appartements. Wahrscheinlich geriet er in den Prozess des Schlafwandelns, als er gerade von Schweinkram mit einer oder mehreren Studentinnen träumte. Diese Traumwahrnehmung veranlasste ihn wohl auch zu dieser Reise. Vielleicht trug auch der Alkohol vom Vorabend noch dazu bei. Er war ja schließlich glücklich und zufrieden eingeschlafen, mit Gedanken an irgendwelche Uschis bei irgendwelchen Sessions.

Der Gitarrist war nun tatsächlich auf der Höhe des Wohnheims angekommen, bog ein weiteres Mal scharf nach links ab und steuerte sehr zielstrebig auf ein Appartement zu. In der Vergangenheit war es schon öfter vorgekommen, dass er sich kurzfristig bei einer dieser Uschis gemeldet hatte und diese, manchmal auch Nachts noch, reagierten und auch Spaß haben wollten. Man kannte sich ja schließlich schon und war sich einig. Bisher war er aber noch nie schlafwandelnd bis vor eine Türe der Appartements gekommen. Entweder lief er immer in die andere Richtung oder aber vorbei und dann wieder zurück. Was er allerdings nicht wusste, da er bei diesen nächtlichen Reisen bisher immer wieder in seine Wohnung zurück gekehrt war.

Da stand er nun. Vor der verschlossenen Türe eines Appartements. Halbnackt, von Sex träumend, mit offenen Augen und einem halb errigierten Penis, der weiterhin für mehr Belüftung unten rum sorgte. Er klopfte zaghaft an, er klingelte nicht, er klopfte. Knöchel auf Holz. Tock, tock, tock. Für einen Außenstehenden hätte es wohl so ausgesehen, als hätte er bewusst an diese Türe geklopft. Die motorischen Automatismen beim Schlafwandeln sehen schon sehr gewollt aus. Und in der Tat...die Türe öffnete sich. Er trat ein bzw. wurde hereingelassen.

Bis zu diesem Zeitpunkt war der promiskuitive, semi-gute Gitarrist immernoch in einer Phase des Schlafwandelns, bekam von der Situation also weiterhin nichts bewusst mit. Er träumte bestimmt von der Einen aus dem Wohnheim...die Eine, die es irgendwie konnte, obwohl sie jetzt nicht so die mega Granate war. Aber als semi-guter Gitarrist, sind die Ansprüche ja auch angepasst. Er träumte auf jeden Fall davon, wie er eines Abends bei ihr auftauchte, um Sex zu haben. Sie tranken ein bis zwei Gläser Wein, blödelten ein bisschen herum, kamen immer mehr in Stimmung und entkleideten sich dann nach und nach. So stand er nun fast nackt, nur noch die Ungerbuchs an, in dem kleinen Appartement vor einem Bett, und träumte davon, dass er nen mittelmäßigen Ständer hatte und sie vor ihm kniete, seine Boxershorts herunterzog und anfing im ordentlich einen zu blasen. Ein tolles Gefühl, selbst im Traum. Auch wenn sie nicht die mega Granate war, Schwänze lutschen, das konnte Sie gut...richtig gut. Also Seinen, er hatte ja nur einen Penis. Aber Sie musste in Ihrem Leben schon oft geübt haben, so meinte der semi-gute Gitarrist, nachdem er das erste Mal was mit Ihr hatte. Das kommt ja wohl nicht von ungefähr, meinte er.

Er stand also weiter so da, ließ sich oral befriedigen und merkte im Traum, wie auf einmal Alles ganz schnell ging. Seine Erregung stieg immer mehr, er konnte irgendwie wahrnehmen, wie der Punkt kam, an dem Mann normalerweise innerhalb von ein paar intensiven Sekunden kommen könnte. Da er in dieser nicht ganz wachen Phase noch keine direkte Kontrolle über seinen Körper hatte, ließ er es einfach zu. Sie machte ja auch weiter. Er kam also durch einen Blowjob zum Höhepunkt und erwachte just in dem Moment, als sich die gesamte Anspannung, die sich während der Stimulierung angesammelt hatte, in einer wohlwollenden, expulsiven Erleichterung auflöste. Er wachte auf. Das letzte Bild in seiner Traumwahrnehmung war tatsächlich, dass er durch den Blowjob in ihren Mund kam. Sie es sogar wohlwollend forderte.

Das erste Bild, was er dann aber bewusst wahrnahm, als er aufwachte, zeitgleich als er kam, ließ Ihn allerdings lauthals aufschreien und in einer unglaublichen Intensität das Appartement fluchtartig verlassen. Er rannte, sich die Shorts gerade noch hochziehend, dann die Hände über dem Kopf zusammenschlagend, so schnell, wie er konnte zurück zu seiner Wohnung. Glücklicherweise war die Haustüre, Marke sehr einfach, nicht von alleine ins Schloss gefallen und stand immernoch offen, als er, völlig außer Atem, dort ankam. Er flitzte in den ersten Stock, seine Wohnung stand ebenso noch offen, betrat seine Bude setzte sich auf die Couch und versuchte zu begreifen, was da eben passiert war. Der Traum war doch so gut gewesen, auch wenn Sie keine mega Granate war, ein Blowjob ist doch immer toll...

Der semi-gute Gitarrist, mit somnambulistischem Hintergrund und dem Hang zu Promiskuität, klopfte in dieser Nacht nämlich nicht an die Türe irgendeiner Studentin, sondern an die Türe von dem einen, männlichen Studenten, der da wohnte. Der heterosexuelle Gitarrist kannte den Studenten nur flüchtig, wusste aber, dass dieser schwul war und ihn schon immer etwas zu nett anlächelte, wenn man sich über den Weg lief, so fand er.

Das erste Bild, als er in dieser Nacht also aufwachte, war ein fast fremder, halbnackter Mann, der vor ihm kniete und es ihm gerade oral besorgt hatte. Dabei schien der Student auch jetzt immer noch etwas zu nett zu lächeln. Der Gitarrist starrte den Studenten nur ein paar Sekunden an und ergriff dann panisch die Flucht..

Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Student von dem Schlafwandeln des Gitarristen wusste, warum auch immer, und diese Situation einfach ganz egoistisch für sich verwendet hatte. Er habe sich dabei nicht viel gedacht, meinte es doch nur gut. Er war zwar etwas überrascht, aber freute sich auch über den halbnackten Mann, der so unvermittelt vor seiner Türe erschienen war. Der Student sah den nächtlichen Besuch auch als Angebot, als glücklichen Zufall. Und das hatte er einfach gerne wahrgenommen. Warum auch sonst, sollte ein halbnackter Mann, den er ja auch irgendwie anhimmelte, mitten in der Nacht an seine Türe klopfen? Er wollte nur spontan sein und dem Gitarristen hätte es doch auch gefallen.
Dass der Student genau zu diesem Zeitpunk noch wach war und die Türe öffnen konnte, war reiner Zufall. Dass er genau wusste, was Somnambulismus ist, machte Ihn natürlich irgendwie zu einem Täter, was ihm ein ziemlich schlechtes Gewissen bereitete. Er war doch kein schlechter Mensch und Gitarrespielen konnte er auch nicht. Er hatte sich fest vorgenommen, eine ehrliche Entschuldigung an den Gitarristen auszusprechen.
Der Gitarrist hatte allerdings viel zu viel Scham und Angst und ein kleingeistiges Denken, um die Angelegenheit mit dem Studenten überhaupt klären zu können. Er erzählte niemandem von dem Vorfall. Niemandem, niemals. Der Student war bestimmt etwas traurig, dass es nicht nochmal dazu kommen würde, der Gitarrist wollte aber einfach nie wieder darüber nachdenken, reden oder was auch immer...


...nach diesem speziellen Ereignis hatte der Gitarrist keine einzige Anwandlung von Somnambulismus mehr. Er traf sich dann, recht zügig, irgendwann mit der Uschi von der Session. Sie kamen zusammen, er legte seine promiskuitive Art ab und heiratete die Uschi. Sie bekamen zwei Kinder, einen Hund und ein Haus mit Garten. Er hatte nie wieder Sex mit anderen Partner, als mit seiner Ehefrau, der Uschi von der Session. Und das dann auch nur, um die zwei Kinder zu zeugen, die Sie wollte. Das semi-gute Gitarre-Spielen hatte er zudem als nicht mehr nötig erachtet und hing auch das an den Nagel. Letztendlich wurden beide sogar nebeneinander in einem Familiengrab bestattet. Er nahm den Grund für die komplette Veränderung seines Lebens buchstäblich mit ins Grab. Alles in Allem wurde dieser eine Traum zu seinem ganz persönlichen Trauma und änderte diesen Menschen von Grund auf.


Ein Märchen mit zwei Happy Ends...oder auch nicht, je nach dem. Dafür mit viel Moral und kaum Spaß :D Macht was daraus!


"Schlafwandelnde Gitarristen, die aufgrund ihrer Promiskuität einen Blowjob erhalten?" Ist übrigens der Satz gewesen, der das Alles ins Rollen gebracht hat, another thx!

Montag, 19. Februar 2018

F*cken und Schläge und Socken

Hey peopz, im Vorhinein muss ich erklärender Weise sagen, dass ich diesen Beitrag in angepasster Sprache schreibe, beginnend nach diesen Einführungssätzchen, sprich mit dem nächsten Absatz. Ich dachte mir, ich passe mich mal ein wenig an - zumindest temporär -  und lasse hier und da ein paar Artikel weg, "vergesse" Satzzeichen oder missachte Groß- und Kleinschreibung. Mal sehen, wie das werden wird, kann eigentlich nur gut werden. Besonders bei dem Thema...

...Thema steht ja da. Leicht abgekupfert bzw. inspiriert (na gut, übernommen und etwas hinzugefügt) weil am Wochenende habe ich wieder mal Californication angefangen zu gucken. Spaß für die ganze Familie wirklich. Großes Kino. Ich fühle mich auch nach dritter Sichtung sehr gut unterhalten und freue mich immer noch auf die nächsten Folgen und den ganzen abstrusen Quatsch der da zu Stande kommt. Der Moody mit seiner Mood immer. Der Runkle. Der Koks-Schlumpf. Herrlich. Wirklich ich fühle mich dabei extrem gut unterhalten. Titten gibbet auch immer mal wieder und Sex ja eh. Von wegen Ficken und Schläge, ne?! (ich tue mich gerade selber schwer mit der angepassten Sprache, es fühlt sich merkwürdig an, wenn man bewusst etwas Falsches tut...Gewissen?!)

Aber Ficken und Schläge: muss ja sagen das ich Schläge beim Sex jetzt nur so bedingt gut finde. Bin da nicht so der Masochist geschweige denn Sadist oder im ärgsten Falle, Sado-Masochist. Mal etwas härtere Gangart, kein Thema. Dominanz kann ich durchaus. Ein beherztes Anfassen oder Zupacken, gerne. Sagen, wo und wie es lang geht, auch super. Ich bediene nur eben nicht diesen Fetisch, welcher S&M definitiv ist. Ich verspüre keine körperliche Erregung, wenn ich jemandem Schmerzen oder "Erniedrigung" zufügen soll. Wenn es unbedingt gewollt wird, okay, dann werde ich es wohl auch veruschen, man darf aber dennoch nicht direkt erwarten, dass jeder auf die gleichen Dinge abfährt. Klar, nur Rumliegen und darauf warten, dass sich einer bewegt...nee, muss auch nicht sein. Wie immer gilt: Sex ist ein Sport, bei dem am Ende alle gewinnen sollten. Die Mischung machts, und vor allen Dingen Einvernehmen.

Aber wie Madame Mia schon in Frage stellt: "Was ist, wenn sie es einfach geil findet?". Kann sein, soll es geben. Bäm Junge zack haste eine hängen weil...ja fand se halt geil und so. Okay. Ich wäre allerdings auch reichlich irritiert würde so etwas mal passieren. Da ahnste nichts böses und dann kriegste ne Schelle. Mir geht bei Gewalt einfach keiner ab. Zu viel Pazifist in mir. Aber jedem das seine. Bin ja durchaus offen für Neues und definitiv nicht festgefahren. Aber wenn ich etwas nicht gut heiße bzw. meine Einstellung damit nicht einhergeht, dann wird das schwierig dabei etwas Gutes, Tolles oder Erregendes zu finden. (Ich lasse das mit der angepassten Sprache wieder. Das funktioniert nicht so gut. Ich kann das eben nicht so einfach, wie es mehr und mehr zum Usus wird. Sorry!)

Aber so aus heiterem Himmel Eine geballert zu bekommen...tja, wie würde man da reagieren? Die Voll-Asis unter uns würden wahrscheinlich, aus "reinem Affekt" heraus, einfach zurück schlagen. Zack, fliegt die Dame aus dem Bett und liegt da. Eine Begründung wäre dann wahrscheinlich: "Schlägst du mich, schlag ich dich"...immer dieses Auge um Auge, nee, nee! Der diplomatischere Mensch wäre wohl irritiert, würde es aber erstmal hinnehmen, um die Stimmung nicht weiter zu gefährden. Der Dumme würde es wahrscheinlich gar nicht einordnen können und es wäre ihm egal, Hauptsache ficken, jaa, jaa. Wie wenig Anspruch manch Mensch (Tier) doch so hat...Einige behaupten ja allen Ernstes "Loch ist Loch"... Da denke ich mir dann immer, das Loch da oben in deinem Schädel...da, wo eigentlich das Gehirn sitzt...aber nun gut. (Assoziationen zu "A Serbian Film" kommen hoch, urghs, was ein Film :O)

Jeder, wie er kann und will, solange niemand zu irgendetwas gezwungen wird, was er/sie nicht möchte, okay. Es passiert allerdings eh alles und noch so viel mehr hinter verschlossenen Türen und die Wenigsten gehen damit hausieren. Macht man ja auch nicht. Etikette, Anstand, Gentlemen/-women schweigen und genießen! Außer es wird sich bei Jungs- und oder Mädelsabenden, Stammtischen oder anderweitigen, kommunikativen Runden ausgetauscht. Da wird dann gerne mal geprahlt, geprollt, sich gegenseitig bestätigt. Und ich vermute, dass die Art der Kommunikation über dieses Thema, bzw. Sex im Allgemeinen, sich bei den Geschlechtern gar nicht so groß unterscheidet. Wenn die Geschlechter unter sich sind, ist die Kommunikation meistens gelöster oder etwas freier. Da tut sich bei Männlein und Weiblein nicht viel an Unterschied auf, denke ich, im Endeeffekt will es ja eh jeder. 
Die meisten Mädels tun halt immer nur so unschuldig in der Öffentlichkeit. Bzw. sie haben wahrscheinlich Angst ihren Prinzessinnen-Ruf zu verlieren. Oder tun eben genau so, um damit eine Art von Unnahbarkeit oder Anstand zu suggerieren, der bei gewissen Individuen durchaus Anklang findet und dadurch der ur-instinktliche Jagd-Trieb geweckt wird. Nicht Alle, aber viele, vermute ich. Besonders heutzutage. Aufmerksamkeit wird gerne wahrgenommen, egal in welcher Form.
Da die ganzen Jäger sich ja auch auf solche Spielchen einlassen, ist es auch kein Wunder, dass die Mädels heutzutage in der luxuriösen Position sind, solche Spielchen zu moderieren oder zu lenken. Es ist ganz einfach, einmal so ne Type an der Angel, da kannste ja theoretisch alles erzählen. Und wenn mal Zweifel aufkommen, einfach etwas Haut zeigen und der Jäger startet wieder bei Null. Ihr armen Männlein, was werdet Ihr doch alle manipuliert. Aber auch das will Mann, instinktiv, wahrscheinlich. Um genau diese Schublade auszufüllen, die erwartet wird.

Tja, Schubladen. Steckste in keiner drin, ist dein Platz eben woanders. Fernab der Schubladen. Aussortiert, irgendwo davor, dazwischen oder daneben. Auf dem Boden, in einer anderen Ecke des Raumes oder sogar vor der Türe, Hauptsache entfernt. Lässt man sich auf solche Spielchen also nicht ein, wird auch nicht mit Einem gespielt. Es wäre ja reiner Aufwand, sich aus der bequemen Situation der Schublade zu lösen, um im Umfeld nach etwas zu suchen, was dem eh nicht entspricht. Das Spielfeld ist ja in der Schublade. Und die Anzahl der spielfreudigen Anwärter ist hoch. So kommt es auch niemals zu einem Ende. Es fängt immer wieder von vorne an. Und die, die richtig viel Ehrgeiz haben, stellen sich erneut in der Schlange an, wenn sie das Spiel dann einmal durchhaben. Eine neue Runde, wer hat noch nicht, wer will noch mal.
Mädels sind in der Sockenschublade des Lebens wohl eher so die Socken, deren Partner-Socke irgendwann beim Waschen abhanden gekommen ist und die sich nun in der Situation befinden, dass es so viele andere Socken gibt, die potentiell passen könnten. So wird dann ausprobiert und getestet, ob nicht doch das kongruente (deckungsgleiche) Gegenstück wieder auftaucht. Es ist Alles ähnlich, aber nie hundertprozentig so, wie es mal war. Und so geht die Reise und das Spiel oft lange weiter. Nicht immer - wie gesagt, man darf nicht alles pauschalisieren, nicht jeder ist gleich, aber Verhaltensweisen wiederholen sich in einem Großteil der Fälle. Es gibt ja auch noch diejenigen Socken, die gar nicht so viel Wert darauf legen, dass es unbedingt, zwingend wieder das Gleiche sein muss. Das ist gut. So werden sich auch die Socken und Strümpfe finden, die nicht in der Schublade existieren können oder wollen.

Von Ficken und Schläge über Schubladen zu Socken. Ganz toll! Aber so siehts aus. Apropos Socken. Löcher in Socken kann man auch stopfen. Es gibt ja so unsagbare viele Mehrdeutigkeiten und Ausdrücke, Jargon oder Slang, um gewisse Dinge zu beschreiben. Ene mene miste, ich... Aber das ist mir zu platt, die ganzen chauvinistischen Sprüche aufzusagen, die so existieren. Das ist auch gar nicht mein Anspruch. Bekommt man aber meistens dennoch alles von den Artgenossen mit, ob man will oder nicht. Man muss es aber nicht anwenden, das macht dann den Unterschied, denke ich. Ich kann auch ein Arschloch sein, klar. Aber was hält mich denn davon ab, mich trotzdem relativ gewählt ausdrücken zu können? Richtig. Gar nichts. Oft ist es ja auch - und das immer vermehrt - der zweite Eindruck, der zählt. Auf den ersten Blick will doch eh immer jeder in erster Linie gut ankommen. Dafür sind Profile ganz hervorragend und dafür hat sie ja auch irgendwann jemand erfunden. Aber ich sags Euch, schaut auch mal hinter den Vorhang, wenn es der persönliche Anspruch zu lässt. Das, was nicht so offensichtlich ist, ist doch viel interessanter, als wieder irgend so ne Socke, die irgendwie ähnlich passend ist, aber dann eben doch nicht. Aber Löcher in Socken sind ja auch immer an den gleichen Stellen. Entweder ist die Ferse durch oder irgendwo vorn bei den Zehen. Das Traurige daran: Viele Socken werden gar nicht mehr gestopft, sondern direkt weggeworfen. Ungestopft und durchlöchert, zack in den Müll. Kein Wunder, dass Einige dadurch nen Sockenschuss kriegen können. Aber hey, das Gefühl "von den Socken zu sein" ist auf jeden Fall ein Gutes. Sollte jeder mal haben, egal in welche Richtung es geht, auch wenn es Schläge beim Ficken sein sollten...


Donnerstag, 25. Januar 2018

Ein Erster für dieses Jahr

So, ne!? Da bin ich wieder. Es ist zwar nicht so, dass ich irgendwie weg gewesen bin, leider nein, leider gar kein Urlaub, aber ich war etwas weniger kommunikativ in den letzten Wochen. Was natürlich alles seine Gründe hat, so wie immer, wenn etwas Gründe hat. Aber wem erzähle ich das, achja, eigentlich der Welt. Dabei muss ich spontan an meine Mutter denken, der ich ebenfalls einen Link zu einem Blog-Beitrag meinerseits zukommen ließ. Sie ging noch bis vor Kurzem davon aus, dass nur Sie den Link hat lesen können. Mutter, du bist die Beste.

Aber zurück zur Schreiberei. Im Moment schreibe ich, wenn ich etwas schreibe, an einer größeren, umfangreicheren Geschichte. Es nimmt weiter Formen an, ist aber echt nicht zu unterschätzen, das muss ich sagen. Die ganzen Gedanken zu diversen Kapiteln, die man im Laufe der Geschichten-Entwicklung hat, zu ordnen, kann auch ein wenig Druck ausüben. Aber Step by Step, auch dabei gehts nur nach und nach. Ich versuche immer das niederzuschreiben, was mir gerade in den Sinn kommt. Dennoch ist das Weiterdenken von spontanen Ideen und das Ausschreiben einzelner Abschnitte manchmal gar nicht so einfach und es stagniert dann hier und da. Aber das ist okay, denke ich. Ich gebe dem Kind auf jeden Fall genug Zeit, Geduld und Zuwendung, die es benötigt, um groß und stark zu werden.

Apropos Kinder, super Überleitung zum eigentlichen Beweggrund dieses Beitrages: Das hier ist ein spontaner Beitrag, angestiftet durch den 1 Live Freundeskreis, den ich bestimmt mal erwähnt habe. Eine geschlossene Facebook Gruppe, in der sich mittlerweile über 10000 Mitglieder tummeln. Ich kenne noch die Zeiten als diese Zahl unter 1000 lag...demnach bin ich schon ein paar Tage dort angemedet. In letzter Zeit aber auch eher semi-aktiv, weil mir irgendwie nicht so danach war, immer und immer wieder die gleichen "Themen" und Beiträge zu sehen. Geschweige denn, mir die kommunikativen Versuche, dieser zig tausend Leute reinzuziehen. Das Wellenprinzip ist im Internet ganz groß. Alles kommt in regelmäßigen Abständen wieder. Vorstellungen, Essensposts, Wo kommt Ihr alle her, Mimimimis, Freundschaftplus-Fragen, Sachen, das Übliche halt.

Auf jeden Fall ist da in dieser Gruppe auch schon so einiges Gutes passiert, keine Frage. Diese Gruppe ist durchaus eine tolle Gelegenheit mit Leuten in Kontakt zu treten und darüber hinaus soziale Kontakte aufzubauen. Das klappt auf jeden Fall und ist also als positiv zu bewerten. Hat selbst mir, mit meiner nicht so einfachen Art, Menschen beschert, die ich kennen lernen durfte und darf. Die einen bleiben, andere wiederum nicht, aber das ist normal, denke ich. Aber Leute, generell, lasst Euch nicht immer von einem ersten Eindruck lenken, oft ist der zweite Blick, heutzutage, so viel wichtiger geworden. Schaut ein bisschen mehr unter die Oberfläche, das würde ich mir wünschen, ganz allgemein.

Was in dieser Gruppe im Endeffekt auch passiert ist, ist die Tatsache, dass ich durch eine Person, die ebenfalls im Freundeskreis am Start ist, ans Schreiben meines Blogs gekommen bin. Quasi inspiriert. Der Karol ist also Schuld, dass ich angefangen habe, meine Gedanken aufzuschreiben und zu teilen. Haste schon gut gemacht, Herr Kalevra. Der Karol, ja...ich bin auf jeden Fall schon was länger als er im FK angemeldet. Den Zeitunterschied macht er aber mit einer, fast schon, stoischen Art und Weise wet, Beiträge im FK zu posten. Jeden Tag. Regelmäßig, seit geraumer Zeit. Wenn man sich ein bisschen einliest bzw. der Gruppe folgt, kommt man an Karol kaum vorbei. Ist nicht immer gut, aber darum gehts ja eigentlich auch gar nicht. Er sieht die Gruppe als Möglichkeit der Moderation und Unterhaltung, wenn er Sachen postet...also Beiträge erstellt. Dadurch wird man natürlich schnell zu einem Ziel. Als Autor oder Verfasser eines Beitrages, ist man in den Augen Vieler direkt auch für den Inhalt verantwortlich und muss sich rechtfertigen, wenn man gefragt werden würde...nungut, die meisten verstehen halt nicht, wie das funktioniert, in so Gruppen. Diesbezüglich macht der Karol da also alles richtig. Muss man zwar nicht immer mögen, wie es kommuniziert wird, aber das ist schon okay. Meinungen sollte man ja auch vertragen und damit umgehen können. Karol, ich denke, dass du mit deiner Art und Weise, die ich manchmal, wenn ich über dich spreche, als etwas einfacher sehe, bei einer recht großen Zielgruppe ankommst bzw. die Identifikation durch deine Art und Weise, vielen relativ leicht fällt. Das ist nur gut, so hast du es, wie du selber schon sagtest, eher leicht und solltest eigentlich fast Zweifelfrei sein, mittlerweile. Finde ich gut. Da ich ja auch deine älteren Blog Beiträge kenne, und die mich oft an ein jüngeres Ich erinnert haben, meine ich sagen zu können, bei dir eine gewisse Leichtigkeit zu sehen, die durchaus erstrebenswert ist, auf jeden Fall in meinen Augen, da mir genau diese fehlt.

Also Karol, ein halber Beitrag nur für Dich. Keep writing and so. Und ja, auch mal ganz formell, danke, dass ich jetzt regelmäßig und in Blogform schreibe, top! Und: das Bier in Düsseldorf steht definitiv noch aus. Karol ist einer dieser Menschen, die ich bisher tatsächlich nur virtuell kenne.

Montag, 13. November 2017

Karma - Blog-Challenge Numero Tres

Ich freue mich sehr darüber, dass die Idee der "Blog-Challenge" so wunderbar angenommen und weiterhin fortgeführt wird. Im gegenseitigen Einverständnis versteht sich, Karol ist bestimmt genau so begeistert, wie ich es bin. Hier kommt also Teil 3, nach dem etwas durchwachsenen Thema beim letzten Mal...jetzt gehts ganz locker und flockig an das kaum umfangreiche Thema Karma. Ick freu mir, wa?!

Um mal ein bisschen anders zu starten, als sonst, liste ich einfach mal auf, was mir in den letzten Tagen, bzw. seit dem dieses Thema erwählt wurde, durch den Kopf geht. (Auf diesem Wege soll noch erwähnt werden, dass das Thema wieder im 1 Live Freundeskreis erfragt und ausgewählt wurde.) Die Auflistung beinhaltet Redewendungen, Musik, Phrasen, Wortspiele und andere Assoziationen.

Gedanken in Bezug auf das Thema Karma:

Karma ist ne Bitch!
Tue Gutes und dir wird Gutes wiederfahren
Ny Name is Earl
Sevendust - Karma
Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus
Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen
Karma, Baby!
Karma Sutra
Radiohead - Karma Police
Glaube an das Gute in Allem
Buddhismus
Postitiv
Negativ
Karma, Karma, Karma, Karma Karma Chamaleon
Spooks - Karma Hotel
Igor de Karmargo
Wie du mir, so ich dir
Eine Hand wäscht die Andere

*
Selig - Kashmir Karma
Karmaraführung
Chevrolet Karmaro
Harry Potter und das Karma des Schreckens
Man sollte nicht alle Hunde über ein Karma scheren
Karmat der Frosch
"Da karma umme Ecke und zack, weg!"
Karmana Burana
Karmanama Ba Di Di Di Dip
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Ein bisschen was an Assoziationen kommt da auf jeden Fall zusammen und nun ja, wo soll man denn nun ansetzen? Natürlich da, wo es am interessantesten ist. Eine Mischung aus Allem, mit einem leichten Hang in Bezug auf gesellschaftliches und wirtschaftliches Karma, denke ich...aber wie irgendwann mal erwähnt, während des Schreibens könnte ich Sachen machen oder abschweifen. Also, ich bin auch gespannt!

Karma als Wort finde ich persönlich ja ziemlich großartig. Es ist ein warmes Wort, hat einen positiven Klang. Es mutet orientalisch an, ist ein Fremdwort, es ist relativ rar, obwohl viel öfter benutzt, als gedacht. Karma hat etwas Mystisches. Es könnte auch einfach nur der Begriff für einen Aberglauben sein. Oder ein Begriff für Glauben insgesamt?! Ich distanziere mich auf jeden Fall persönlich von der Grundidee, dass Karma ne Bitch ist. Auch wenn ich das gut verstehen kann, wenn man das so sieht. Karma ist in der heutigen Welt auf jeden Fall kein modernes Modell mehr, leider. Zu viel Negatives, was man dem Karma zu schieben könnte, hat seinen Ruf drastisch negativisiert. Da ich ja auch ein geborener Pessimist bin, sehe ich die Negativität im Umgang mit Karma heutzutage natürlich auch, versuche mich aber weiterhin auf der Optimismus-Schiene, da sie mir in letzter Zeit sehr viel besser getan hat, als ich je dachte, bzw. ich mich darin geübt habe. Es ist zum Glück bei mir wieder möglich, dass ich mich darin üben kann und das möchte ich auch umsetzen. Die Arbeit an sich selbst, Ihr kennt das?!

Auf jeden Fall Karma: Tue Gutes und dir wird Gutes wiederfahren. Eine echt tolle Idee. Klappt nur nicht so richtig. Reiße dir in der Firma den Arsch auf, tue Alles, was möglich ist, setze dich voll ein. Wird es honoriert? Fällt es jemandem auf? Leider viel zu selten. Der persönliche Einsatz wird zu oft nicht gewürdigt. Auf jeden Fall nicht in dem Umfang, wie man ihn selber aufgebracht hat. Das ist traurig, aber wirtschaftlich. Arbeit, Arbeit. Wir sind für die meisten doch eh nur irgendwelche Nummern auf einem Papier. Aber dennoch, es gibt eben auch die Ausnahmen, wo das Karma-Modell auch wirtschaftlich funktioniert, bis zu einem gewissen Grad aber nur. Sobald man wirtschaftlichen Erfolg hat und im großen Becken mitschwimmen würde, wäre das auch alles hinfällig. Denn in den großen Unternehmen haben sie einen anderen Begriff für Karma. Sie nennen es Profit. Machst du Profit, sind sie gütig zu dir. Nun ja...Wirtschaft, System, ein leidiges Thema, aber ersteinmal nicht zu ändern und völlig normal. Damit muss man sich ein Stück weit abfinden und es hinnehmen, sonst geht man auf Dauer auch einfach vor die Hunde, je nach dem, wie gefestigt oder unsicher ein Individuum ist.

Wenn man also Menschen etwas Gutes tun will, wenn man auf Menschen zu geht, sich mit Ihnen auseinander setzt, Ihnen Gefallen tut, sich zuvorkommen oder sozial verhält, müsste man ja eigentlich annehmen, dass diese Menschen einem auch so entgegentreten würden. Wie du kommst gegangen, so wirst du auch empfangen. Ja...das gebietet an sich ja schon, zu einem oberflächlichen Teil, die Etikette der Gesellschaft, Knigge und so. Wenn man nach den klassischen Grundwerten im Umgang miteinander geht, sollte man das eigentlich erwarten können. Aber ich habe die leise Befürchtung, nein ich bin mir sehr sicher, dass ab einer bestimmten Generation und auch darüber hinaus, die Etikette im Internet abhanden gegangen ist, bzw. auf der Strecke blieb. Die Gesellschaft hat also das Karma selbst auf dem Gewissen...indirekt und eher unbewusst. Aber der vernünftige, gewissenhafte Umgang miteinander ist durch die heutige Art der Kommunikation einfach völlig kaputt, entfremdet und leider, leider schon ganz normal. Deshalb funktioniert das auch so schlecht mit Karma und Etikette. Der um sich greifende Egoismus, geschürt durch die Bestätigung der Profilierungen, die heutzutage einfach völliger Usus sind, macht die Menschen merkbar Ich-bezogener und weniger um-, weit- oder rücksichtig. Wenn man als "altmodischer Mensch" nun die Vorstellung teilt, dass eine Hand die Andere wäscht oder, dass es tatsächlich aus dem Wald herausschallt, wie man hineingerufen hat, stößt man leider viel zu selten auf Hände, die man waschen kann oder will und auf viel zu wenig Wälder, die noch ein Echo erzeugen können. Die Hände, die zurück waschen sollten, sind unansehnlich, kalt und abweisend. Die Wälder werden immer kahler und karger. Verdorrt, nicht mehr in der Lage ein Echo hervorzubringen...

...Karma ist in dem Fall einfach ne billige Bitch, die irgendwie nicht das bringt, was sie soll. Also nicht nur ne billige, sondern auch ne schlechte Bitch. Man bekommt nicht das, was man erwartet. Zu oft. Klar, dass Karma dann ihren Job verfehlt und besser umsatteln sollte. (Man bekommt nicht das, was man hineingesteckt hat...in dem Zusammenhang vielleicht etwas spooky...aber das Kopfkino darf nie ungefüttert bleiben.) In Vielen Vorstellungen ist das alles tatsächlich durch die persönlichen Erfahrungen und Enttäuschungen geprägt, die Einjeder mit den Menschen gemacht hat, denen man positiv entgegen getreten ist und dann enttäuscht wurde. Der Gedanke, dass Karma einfach nur ne billige bitch ist, die ihren Job nicht mal richtig macht, ist daher durchaus nachvollziehbar.
Wenn man im Grunde ein Guter Mensch ist, dann tendiert man, etwas resigniert oder vielleicht trotzig, zu dieser Aussage. Das mag ich niemandem verdenken, der sich damit aktiv auseinandersetzt. Die Tatsache, dass wir guten Menschen uns damit auseinandersetzen und viel mehr gedankliche Probleme damit haben, dass man nicht so empfangen wird, wie man es erwartet - zumal man ein zweckdienlicher und empathischer Mensch ist - stößt natürlich immer wieder auf und man sollte sich zu Recht fragen bzw. in Erwägung ziehen, das Karma ganz bewusst und viel dosierter einzusetzen.
Viele Menschen sind es einfach nicht wert, so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Klar ist das auch egoistisch, aber ganz bewusst und natürlich selektierend. Da sehe ich einen Unterschied, zu Denjenigen, die es gar nicht erst mitbekommen oder aktiv selektieren können.
Ich habe ja auch nie behauptet, ich würde alle Menschen toll finden. Aber bei Diesen, bei denen es einfach definitiv nicht der Fall ist, habe ich einen guten Umgang gefunden, eine gewisse Distanz zu wahren, um nicht zu viel zu investieren, was ich eventuell bereuen würde. Aber das muss auch jeder für sich selbst wissen oder mit seiner Menschenkenntnis ausmachen. Ich meine da mittlerweile einen ganz guten Überblick bekommen zu haben.

Wenn ich also an Karma glaube - und das möchte ich wirklich - dann setze ich es auch so ein, wie ich es empfinde. Ein bisschen angepasst an die heutige Umgebung, keine Frage, etwas dosierter. Oberflächlich mache ich das eh meistens, ich bin ja ein netter und höflicher Mensch. Weniger oberflächlich, tiefgreifender und auf einer persönlichen Ebene kommt es definitiv voll zur Geltung. Und die Menschen, die es wahrnehmen, dass ich das ehrlich meine mit dem Karma, lassen es mich meistens auch merken, dass sie es verstanden haben und es annehmen.
Bei Denjenigen, wo man etwas dosiertes Karma investiert hat und dann, nach einer geraumen Zeit, keine Bestätigung, Akzeptanz oder etwas Karma-ähnliches zurück erhalten hat, kann man immer noch die Dosierung reduzieren und etwas Geduld walten lassen, Karma ist nicht immer instant. Karma kann auch Zeit benötigen...und dann umso unvermittelter und härter zurückschlagen. (Gut, dass ich mir so Weniges merke und kein bisschen nachtragend bin.)
Da muss man aber tatsächlich relativ feinfühlig und abwägend herangehen, um herauszufinden, wie die richtige Dosierung passieren soll. Braucht Zeit, braucht Erfahrung, braucht Bestätigung, aber auch Rückschläge. Deshalb auch: investieren, um herauszufinden. Learning by doing. Die Umgebung wahrnehmen, das Wesen analysieren, in Gedanken lesen, im Bestfall. Aber macht das erstmal, gar nicht so einfach, mitunter. Aber hey, jeder Kopf ist vielleicht eine Herausforderung. In dem Falle würde Karma tatsächlich "regeln". Es regelt für mich die Gewichtigkeit von Entscheidungen und die Intensität meines Umgangs. Ich lasse mich definitiv nicht mehr ausnutzen oder so schnell das gute Karma vergeuden, ich habe ja auch meine Schlüsse aus dem großen Zirkus gezogen...wer meint, es dennoch ausnutzen zu müssen, der wird entweder Ignoranz erfahren, oder merken, wie es ist, wenn mein persönliches Karma mal zurück sticht.

Man sollte also dem Karma, durch die überlegtere Verwendung, einen neuen Wert verleihen, es wieder zu etwas Besonderem machen, Etwas, an das man glauben möchte, glauben kann und glauben sollte. Würde nämlich jeder mit dem Gedanken des positiven Karmas leben, wirklich aus Überzeugung, würden viel mehr Menschen anderen Menschen etwas Gutes tun. Jeder würde dadurch etwas Gutes erfahren, weil mehr Gutes getan werden würde. Man müsste auch viel weniger selbst für das Gute in sich sorgen, da man viel mehr Gutes von außen erfahren würde und könnte somit natürlich auch wieder mehr Zeit und Energie investieren, um Anderen wiederum etwas Gutes zu tun.

Karma ist schon ein ganz wunderbarer Gedanke, der aber nicht funktioniert, wenn die Aufmerksamkeitsspanne der Beteiligten nur so umfangreich ist, wie ein Meter Feldweg. Es funktioniert auch nicht, wenn der Mensch kein Interesse an einem anderen Menschen hat. Es funktioniert nicht, wenn man immer nur fordert oder nimmt. Wie das Leben selbst, sollte Alles aus Geben und Nehmen bestehen. Mehr Gleichgewicht, mehr Ausgewogenheit, mehr Mittelweg. Dann hätte auch das Karma wieder bessere Chancen sich durchzusetzen...brave new world! 

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Nachtrag, Beiwerk, Ausschmückungen:
Um die Zeit, in der Karol noch schreibt, sinnvoll zu nutzen, habe ich schon mal andere Beiträge angefangen und etwas vorbereitet, zudem habe ich die "Liste" in diesem Beitrag noch spontan ergänzt. Es sollte auch nicht verschwiegen werden, dass man unter karolkalevra.blogspot.de den passenden Parallelpost zum Thema Karma finden wird. 
Ich höre mittlerweile den Justice League Soundtrack (gefällt mir sehr!), passender Weise ist Gerechtigkeit ja durchaus auch mit Karma zu verbinden. Aber Karma ist eben nicht immer so gerecht, wie es sein sollte. Es gibt Gerechtigkeit, ohne Karma. Gäbe es auch Karma, wenn es keine Gerechtigkeit geben würde? Definitiv, es sollte immer Karma geben!
Ich habe in der Zeit der Überbrückung tatsächlich viel Zeit in den nächsten Beitrag über die Zeit investiert, es wurde auch ein bisschen wissenschaftlich.
 

Mittwoch, 25. Oktober 2017

Freundschaft-Plus - Blog-Challenge Teil 1

Hier nun mein Beitrag zur "Blog-Challenge" mit dem guten Karol. Das extern gewählte Thema, zu dem wir unabhängig aber parallel schreiben, ist Freundschaft+, hooray...
Für mich persönlich ist das ein Thema, bei dem ich tatsächlich nicht aus Erfahrung sprechen kann, auf jeden Fall nicht aus praktischer Erfahrung. Das Thema ist aber offensichtlich so präsent, dass man fast nicht daran vorbeikommt. Ich teile also meine Eindrücke, Theorien und eigenen Vorstellungen davon. Demnach werde ich das Ganze erstmal auseinander nehmen und in Frage stellen. Freundschaft+, die; was ist das also? 

Du hast da eine Freundin, eine Gute? Sozusagen die Beste und du hast ein Problem, du stehst eben nicht auf ihre Schwester...
Freundschaft: man versteht sich, ist sich sympathisch, befindet sich auf einer Wellenlänge, respektiert sich, schätzt sich. Man ist eben befreundet. Alles gut. Freundschaft ist allerdings Etwas, das sich auch entwickeln muss bzw. über die Zeit kommt. Man sollte sich also schon etwas besser kennen, den Anderen einschätzen können, Vertrauen haben, für einander da sein können. So ist auf jeden Fall meine Wertevorstellung einer Freundschaft und definiert für mich die Bedeutung dieses Wortes.
Freundschaften zwischen Mann und Frau? Geht das überhaupt, könnte man nun fragen. Es geht durchaus, wenn man nicht zu sehr triebgesteuert ist und sich auf das Menschliche einlassen kann. Alles Andere, oberflächlich betrachtet, wäre in meinen Augen auch nur eine Bekanntschaft. Bekannschaft+ wird so aber ja nicht thematisiert und entspricht nicht der Vorstellung von Freundschaft+. Bekanntschaften+ sind viel mehr Affären, One Night Stands, Techtelmechtel, Knick Knack für mal eben, aber nicht dem Wort Freundschaft entsprechend. Das ist nämlich so viel mehr.
Wenn nun das "Plus" ins Spiel kommt, sprich Sex, Körperlichkeiten, Austausch von Leidenschaft, Hingabe, Sehnsucht, Befriedigung, bekommt die reine, platonische Freundschaft ein gewisses Extra. Das stelle ich mir an sich gar nicht so verkehrt und durchaus gut vor. Sex ist ja toll, sollte jeder mal haben. Also guten Sex. Schlechten Sex braucht niemand, da er ja schlecht ist. Wobei bei dieser Vorstellung die unterschiedlichen Ansprüche auch arg variieren werden. "Nur mal eben drüber und gut ist...", naja, meins ist's nicht. Sex ist ein Sport, bei dem am Ende alle Beteiligten gewinnen sollten. Ein Miteinander, Füreinander und Ineinander...!
Da man den potentiellen Sexualpartner/Freund ja sehr gut kennen müsste - Voraussetzung ist dabei natürlich immer eine richtige Freundschaft, wenn man das Wort so deutet, wie es gedeutet werden sollte - , dann ist der sexuelle Aspekt bestimmt öfter ein Guter, als das Gegenteil. Wobei man, wie gesagt, wohl nie pauschalisieren darf, dass, wenn man sich grün ist, auch der Sex gut ist. Dazu gehören ja immer die besagten, individuellen Vorstellungen und Bedürfnisse eines Jeden. Aber man geht irgendwie davon aus, dass es ganz gut klappen sollte oder hat dies sogar schonmal thematisiert bzw. darüber gesprochen. Kann man mit Freunden ja durchaus machen. Man redet über Dinge und findet Sachen heraus. Wenn man das zulässt oder über etwaige Themen sprechen kann. So sollte es weiterhin sein, finde ich. Man kann doch über Vieles sprechen, wenn man möchte. Auch über Sex und Alles, was dazu gehört. 

Ich für meinen Teil hatte bisher wohl zu viel Anstand oder Respekt vor der Freundschaft und Angst, dass diese an einem "Plus" zerbrechen könnte, als dass ich das einer Freundin gegenüber geäußert hätte. Auch wenn ich durchaus Verlangen verspüre oder mir vorstellen kann, dass es gut sein wird. Da ich ja ein aufmerksamer Mensch bin, weiß ich durchaus, welche Knöpfe gedrückt werden müssen, um gewisse Dinge zu bewirken. Gerade, wenn man einen Menschen kennt oder einschätzen kann, sollte man das wissen. Das hat allerdings auch immer etwas mit Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis zu tun, denke ich. Auch dabei ist jeder Jeck wieder anders. Ich äußere mich hier natürlich sehr subjektiv. Aber darum geht's ja auch, bei dieser "Challenge".
Wie gesagt, für mich ist Sex eine ganz wunderbare, einzigartige und tolle Empfindung. Es ist definitiv auch ein Faktor der mich emotional beeinflusst. Ein Geben und Nehmen, ein einvernehmlicher Austausch, eines der besten und intensivsten Glücksgefühle, die man haben kann. Klar, es muss nicht immer alles unglaublich umfangreich sein, Quickies sind ja auch gut. Allerdings sollte auch da das Körperliche nicht zu stumpf sein. "Mal eben Einen wegstecken", okay, das mögen vielleicht Einige so sehen und das auch durchaus praktizieren, aber auf Dauer...nee, nee, da gehört schon ein bisschen mehr dazu.

Diese, mittlerweile schon altmodisch wirkende Vorstellung, ist heutzutage auch irgendwie entfremdet und offenbar viel seltener anzutreffen, als es mal gewesen ist. Ich kann mich mit meiner "klassichen" Vorstellung einfach schlecht so verbiegen, um dem gerecht zu werden, was heutzutage "vorgegeben" wird, denke ich. Aber hey, immerhin bleibe ich dabei ich selber und das ist toll. Also, alles gut, im Endeffekt. Ich bedauere einfach nur sehr, dass der Begriff der Freundschaft in Freundschaft+ so wenig von diesem altmodischen Denken hat.
Genau deshalb finde ich auch die Begrifflichkeit von Freundschaft+ eher falsch gewählt, bzw. denke, dass es von ganz Vielen falsch wahrgenommen und damit umgegangen wird. Viele, die danach streben, erhalten eben eher die Bekanntschaft+.
Beispielsweise: "Du, ich möchte dich echt gerne kennen lernen, aber auf der Basis von Freundschaft+...blabla du bist echt super nett blabla bock zu vögeln?" Der Aspekt der Freundschaft geht dabei einfach oft flöten, da es durchaus oft, primär um das Körperliche geht. Das heißt ja dann noch lange nicht, dass man befreundet sein wird. Das wäre dann aus meiner Sicht auch wieder sehr oberflächlich und entspräche nicht dem Wert einer Freundschaft. Man sollte es wohl eher "Beziehung- (Minus)", Affäre oder Bettgeschichte nennen, dann wäre der Fokus ein ganz anderer. Alle wollen halt Freundschaft und Sex, aber Wenige wollen eine Beziehung...in der Freundschaft und Sex doch genauso vorkommen und meistens sogar intensiver sind! 

Ist es also so, dass sich durch dieses Modewort Freundschaft+ eine Einfachheit einstellt? Es sich einfach machen, in dem man Etwas anders betitelt? Beziehung hat ja auch immer etwas mit Gefühlen, Verliebtsein und Liebe zu tun. Da das wohl nicht gewollt wird, bezeichnet man es einfach anders, um sich im wahrsten Sinne des Wortes, aus der Affäre ziehen zu können, wenn man Gefühle zeigen müsste? Ich denke, dass eben so etwas ganz oft passiert. Man entwickelt über eine Freundschaft und den Sex hinaus mehr, kann eine emotionale Bindung nicht aussen vor lassen. Deshalb, vielleicht auch aus Selbstschutz, geht man dann Etwas ein, was auf einer Gefühlsebene, eher weniger stattfindet: eine Freundschaft (traurig wenn es so gesehen werden würde. Ich kann ja auch über meine besten Freunde sagen, dass ich sie liebe. Und das ist definitiv mit Emotionen verbunden, verrückt oder?!) 

Soweit, so okay. Aber bitte: gebt dem Kind doch dann einen anderen Namen und macht nicht Etwas daraus, was es niemals sein wird. Es wäre dann aber auch nicht so einfach Dies zu handlen, würde man es anderes benennen. Gerade heutzutage, in dieser ekelhaft kurzfristigen Gesellschaft, ist es schon eine Verschleierung oder Verbiegung von Werten, da Freundschaft ja durchaus etwas Positives ist und eine Beziehung, in vielen Vorstellungen, eher negativ belastet scheint. Es ist aber natürlich einfacher, das Ganze mit Freundschaft zu betiteln. Das wird, meiner Meinung nach, aber gnadenlos unterschätzt und hinterlässt viel mehr kaputte, unzufriedene und unsichere Menschen, als man sich das im Vorhinein vorstellen könnte. Aber auch hier: hast du kein Gewissen, hast du weniger Probleme, die dich eventuell belasten können. Da ich ein Gewissen sehr mag und schätze, finde ich das persönlich ebenfalls nicht erstrebenswert. Allerdings macht die Kurzfristigkeit der Dinge, das vermeintlich einfache Kontakte knüpfen und die Auswahl an vorgegebenen Optionen, die Leute eben irgendwann auch stumpf und gewissenlos. Es wird doch viel weniger Respekt und Anstand gezeigt, als noch vor einiger Zeit. Niemand möchte sich so gerne festlegen, aus Angst etwas Anderes, Besseres verpassen zu können. Deshalb: lieber Freundschaft+, als eine feste Bindung. Wie gesagt, wenn man da gewissenlos und unbefangen dran gehen und das für sich "trennen" kann, spricht nichts dagegen, dass es funktionieren könnte. Aber ist das erstrebenswert? Das muss jeder für sich selber wissen, entscheiden, aber dann auch sagen können! 

Beziehung- (Minus) ist das neue Freundschaft+. Oberflächlichkeit ist die neue Wertschätzung. Wertschätzungen sind die alten Gefühle. Gefühle werden weniger beachtet, Freundschaft dadurch schwieriger und wertloser. Alles hängt natürlich immer mit den individuellen Ansprüchen eines jeden Menschen zusammen, aber eine gewisse Pauschalierung lässt sich nicht abstreiten, denke ich. Massenmedien sind ja nicht umsonst für Massen, für Viele. Wenn diese Ansprüche wirklich so gering sind, wie es wirkt, ist es wirklich traurig zu sehen, in welche Richtung sich die Gesellschaft entwickelt. Aber immerhin: man kann sagen, dass man "Freunde" und Sex hat...
...ein paar Gedanken zum Thema Freundschaft+/-.
Checkt auch Karols Blog: http://karolkalevra.blogspot.de, ich bin sehr gespannt, inwiefern unsere beiden Beiträge variieren werden!