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Samstag, 20. April 2019

Altmodische Dystopie-Romantik oder Neo-Kitsch

Wenn man in der heutigen Zeit eine völlig klassische Beziehung bzw. Partnerschaft eingeht, die einfach wunderbar funktioniert, wie sie funktioniert und wenn man zudem ein abgrundtief romantischer Mensch ist, kann es einem manchmal so vorkommen, dass man sich fühlt, als sollte man besser im Mittelalter leben. So komme ich mir in der Tat derweil vor. Das liegt zum Einen an meiner sehr altmodischen Ansicht von Liebe und auf der Gegenseite an der extrem hippen und sagen wir mal: modernen Welt. Nichts gegen die Moderne. Ich find's toll, ständig und überall meine Musik hören zu können. Ich find's toll, dass es LEDs gibt. Ich finde die Idee der problemlosen Kommunikation an sich auch gut. Warum fühle ich mich also, als wäre ich im Mittelalter besser aufgehoben, obwohl ich in einem modernen aber dystopischen Umfeld leben muss? Aber es ist ja erst eine Dystopie, wenn die Gesellschaft es bestätigt und es selbst über sich sagt. Obwohl alle immer jammern und nicht wirklich wissen, was sie wollen, sind sie dennoch zu nah und subjektiv an der Masse, um sich einen distanzierten Blick erlauben zu können, der eventuell sagt: Ja, das ist dystopisch. Aber nun gut. Mittelalter-Ich meets Future-Fame-Egos.

Das Mittelalter-Ich: Es schreibt Gedichte und Oden. Es ist ein etikettiertes Wesen und besitzt ritterlichen Edelmut. Es weiß um die rar gesäten Möglichkeiten, wenn es um das Avancieren und Begehren einer Herzdame geht, die von nun an in seinem edlen Leben die größte Rolle spielen soll.
Das Mittelalter-Ich ist ein klassischer Verfechter von Knigge-Ideen, ist ein wahrer Gentleman und darüber hinaus hat es den kreativen Geist alter Poeten und Künstler. Es würde eine Laute besitzen, mit der es unter dem steingerahmten Fenster eines Turmes stünde, um einer holden Maid Oden zu schmettern...egal ob des Nachts, bei Wind oder gar Wetter. Wobei das Wetter im Mittelalter wohl echt beschissener gewesen ist. "Klimawandel" war damals ja noch nicht so im Trend, wie derweil...

Wenn ich so in die Moderne-Dystopie schaue, sehe ich nur noch wenige dieser klassischen Werte und Ansichten, die das Mittelalter-Ich zum Mittelalter-Ich machen. Zwar wollen alle immernoch irgendwie glücklich und zufrieden sein, dies auch gerne unter zur Hilfenahme eines Teilzeit-Partners, aber der Weg zum vermeintlichen Glück ist so ein Anderer, als er mal gewesen ist. Heutzutage gibt es eine andere Art von persönlichem Glück: die kurzfristige Geltung. Lieber oberflächlich von Hunderten bestätigt werden, als von einem, der es wirklich echt und ehrlich meint. Nun gut. Die Masse ist, was die Masse macht. Macht die Masse Kurzfristigkeit, ist die Masse Kurzfristigkeit. Will die Masse Fame statt Dame, wird die Masse Fame und lame. Was die Masse will: ein paar Minuten gelten, um unmittelbar zum Obermufti in Brave-New-World zu werden. Das Lustige: jeder will der Obermufti sein und keinen interessierts, was der andere macht. So wirds immer irgendwen geben, der als aller Erster da war und dann den Rest, der nur mitmacht und abkupfert. Was ist denn aus der Persönlichkeit geworden? Was ist mit individuellem Anspruch, frage ich mich. Wer stellt sich denn noch unter das steingerahmte Fenster eines Turmes? Wer schreibt denn noch Gedichte oder ist ernsthaft daran interessiert, dass es jemand anderem besser gehen soll, als sich selbst?

Genau: Das Mittelalter-Ich. Es opfert sein letztes Hemd, verhökert sogar seinen Gaul oder bindet gar Flechten aus Haar, um ein Stück weit näher sein zu können. Es besitzt weder ein Navigationsgerät, noch wird es vom "Teufel in der Hand" besessen. Da Hexen ja eh nur ein Mythos sind, ist der Grad der Besessenheit im Mittelalter offenbar doch sehr viel geringer gewesen, als es jetzt in der Moderne ist. Aber was sind schon Mythen?! Keiner mag Mythen, die sind ja eh nicht echt, sagen sie dann. Das kann man eh nicht erreichen, sagen sie dann. Und dann kommt da die Masse wieder daher und macht, was die Masse macht. Zack: alle Mythen entkräftet. Und dabei schaut die Masse in den Staub. Nicht nach oben oder nach vorne, nein, nach unten. Fast unentwegt. Vielleicht bekommt die Gesellschaft ja deshalb nicht mehr mit, wie sie sich selbst manipuliert. Könnte ja sein?!

Das Mitelalter-Ich befindet sich aber nun mal auch in dieser Neo-Dystopie und fragt sich, wo das Mittelalter abgeblieben ist. Manchmal fragt es sich aber auch, warum das Ich in dieser falschen Zeit feststeckt. Dann wiederum erkennt es, dass es die Masse ist, was es an sich selbst zweifeln lässt. Es ist nicht wie die moderne Masse...es ist ja auch das Mittelalter-Ich. Es ist gut, wie es ist. Es ist ein vergangener Traum, der heute nicht mehr geträumt wird. Es ist erstrebenswert für die, die auch lieber im Mittelalter wären. Es passt nicht in die Masse. Dennoch möchte die Masse natürlich sehr, dass es ein Teil von ihr wird.

"Halte ein, oh Masse!" verkündet nun das Mittelalter-Ich: "Hinfort mit dir, du grausig Wesen. Nichts über Nichts würde ich erbarmen, dir zu entsprechen. So lass mich dann in Ruh, hinfort, du dunkle Macht!", und fügt hinzu: "Alles, was ich brauche habe ich doch schon. Was obliegt dir so zu tun, als würde etwas Andres helfen, mir zu sagen, was ich soll tun oder was ich soll sein?
Mein eigner Anspruch zur Genüge, dem will ich nur entsprechen und züge daraus mein Glück. Ganz einfach mit etwas Mühe, Anstand und Poesie im Herzen. Oh warte, die Worte mögen dir so fremd erscheinen – kürzt Du doch dein eignes Wort, um einfacher und weniger machen zu müssen. Lasst mich in Ruh mir euren Mannigfaltigkeiten und Geworbnem. Das einzig wahre Wort versprech ich nur der Maid aus dem Turm mit dem steingerahmten Fenster. So, hinfort von diesem Ort, in den Staub mit dir!"

"Hmmm? Hast du was gesagt, du Sonderling?" entgegnete die Masse und zögerte nicht, sich selbst mit einem oberflächlichen aber eindeutigen "Okay" zu bestätigen und zog gänzlich un-irritiert weiter. Das Mittelalter-Ich freute sich, das Ungetüm in die Flucht geschlagen zu haben und bewies sich selbst seinen ritterlichen Mut. Die Masse war immer noch die Masse und das Mittelalter-Ich wollte immer noch im Mittelalter verweilen. So trennte sich dann die Spreu vom Weizen und Spreu blieb, was das Spreu blieb. Nämlich: übrig und ziemlich wertlos, im Vergleich zum Weizen.

Das Mittelalter-Ich zog dann alsbald mit seiner Herzdame (und dem Weizen) von Dannen und baute fernab der Masse einen eigenen Turm, mit nicht nur einem, sondern gleich drei steingerahmten Fenstern, einem kleinen Hof und einem verzierten Handlauf im inneren des Turmes. Das Leben war leicht und voller Glück. Das Mittelalter-Ich war nun endlich wieder in seiner Zeit angekommen und strebte an, dort zu verweilen. Es würde zudem ständig den Hofe kehren, fegen, bürsten und pflegen, um in der Ruhe des Glückes, mit seiner holden Maid auf ewig zu verweilen.

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Ein neuer Moment

Ein neuer Moment.

Ein stiller Moment.

Ein friedliches Sein.

Unbeschwertheit fühlen.
Energie verspüren.
Schöpfen, gleiten, schweben.

Schließe die Augen und sieh in dich hinein.
Tief im Innern, da ist sie dein.
Vielleicht verborgen...dennoch: niemals klein.

Sie ist da und wartet nur darauf,
dir zeigen zu können, es geht bergauf.
Und stetig sagt sie noch dazu: gib niemals auf!

Die Worte der Kraft sind Heilung, Trost und Zuversicht.
Empfindet man dies nicht,
sollte man nun in sich gehen
und tief ins Inn're sehen.

Nimm sie an, die Kraft in dir,
lass sie fließen, lenken, leiten, seh'n.
Reiche ihr die Hand und binde
mit ihr dein ganz persönlich Band der Energie.

Tief im Innern, atme ein,
fühlst du nun den Halt,
der deine Seele kräftigt.
Die Energie, die Dämonen bändigt.
Lass es rein, das Licht.
Verzage nicht.
Traue ihr.

Die Energie, die in uns schläft.
Die Energie, die niemals schläft.

Ein neuer Moment.

Ein stiller Moment.

Ein friedliches Sein.

Atme ein.

Donnerstag, 5. Juli 2018

Erinnerung. Der schönste Speicher

Wenn Sätze aus dem On/Off inspirieren: "Die Erinnerung ist der schönste Datenspeicher"

Wie wahr, wie wahr. Erinnerungen, unser Gedächtnis. Bilder, Emotionen, Gedanken. Alles auf einmal.

Mit einer schönen Erinnerung, die man sich selber vorstellen kann - an die man sich bewusst erinnert, sich diese vor die inneren Augen führen kann - verbindet man doch so Vieles auf einmal. Ich habe so viele Erinnerungen eingelagert, die immer mal wieder bewusst oder auch unbewusst, dann von außen herausgekitzelt, passieren. In meinem Kopf laufen zusätzlich zu den Erinnerungen auch weitere Assoziationen ab. Dinge die man neu mit den Erinnerungen verknüpfen kann, da man sie erst nach der Erinnerung in Erfahrung gebracht hat, diese aber nun zu einer Erinnerung passen (assoziativ) und dadurch eine Verknüpfung und Verbindung erhalten. So werden Erinnerungen unter Umständen mehr, als sie es mal gewesen sind.

Ich finde Erinnerungen unglaublich toll und bin so froh darum, dass ich mir Dinge merken kann. Klar, heutzutage, in einer Zeit, in der Datenspeicherung salonfähig geworden ist, ist es auch nicht verwunderlich, dass wir (die Gesellschaft) die Dinge auch speichern, aufnehmen und behalten wollen. Wir bedienen uns dazu aber oft und immer mehr dem Hilfsmittel, der Foto- und Video-Erinnerung. Alles wird heutzutage aufgenommen. Alles, wirklich Alles und ja...früher oder später wird genau das Alles auch irgendwie mal im Netz landen. Dann wird aus der Archivierung schnell die Verbreitung und tja...wenn man Glück hat wird man zum YT.Star und merkt es nichteinmal. Sachen gibts immer wieder.

"Ich war kurz Millionär und habs nichts mal mitbekommen." Andy, Mitte vierzig, Internettroll und Famehure.

Diese immer transparenter werdende Gesellschaft ist mittlerweile wahrscheinlich auch gar nicht mehr fähig, Erinnerungen so richtig zu behalten. So ganz klassisch, mein ich. Angucken, merken, behalten, sich erinnern. Emotion! Während wir uns Veranstaltungen, die Natur, oder einfach nur das Leben anschauen, sind wir so damit beschäftigt, ein Handy hochzuhalten, auf Play zu drücken, den Fokus zu checken, Ladebalken, Benachrichtigungen, Zeit, Wetter, Empfang...so viel Informartion in so einer kleinen Zeile!

Aber sollten wir diese vermeintlich besonderen Momente nicht einfach wahrnehmen und genießen, anstatt Sie zudem künstlich zu archivieren? Klar, es ist irgendwie schön, sich nach vierzig Jahren Bilder anschauen zu können oder eben ein Video. Bewegte Bilder mit Ton und Allem. Ein Fotoalbum ist ja auch seit je her ein klassisches Andenken-Sammelsurium. Schön und gut. Erinnerungen werden dadurch einfacher aktiviert. Man schwelgt in Erinnerungen, wenn man sich in vergangenen Bildern sieht, alte Aufzeichnung anschaut oder durch die Mitnahme eines Konzertmitschnittes, einen Höreindruck bekommt. Für den Zweck sich auf die Zukunft "vorzubereiten" sind dieses Aufnahme-Einstellungen der Leute auf jeden Fall gut.

Aber genießt man dann noch? Ein Konzert, z.B. oder eine Theateraufführung, ein Feuerwerk, das Meer, die Sonne, die Umwelt, die Menschen!! Jeder ist immer mehr Kameramann, Regisseur und Darsteller zugleich und dreht seinen eigenen kleinen Film. Die Anthologie der Egos. Episode für Episode. Im Endeffekt, besteht ein vieler Leben aus reinen Fortsetzungen. Man weiß ja, was man so über Fortsetzungen sagt...oder: nicht jedes Franchise wird ein Kassenschlager.

Was halt flöten geht, ist die Gegenwart. Der Moment, den wir uneingeschränkt wahrnehmen sollten. Mit all unseren Sinnen. Momente, in denen wir frei sein könnten. Momente, die, wenn wir sie einfach wahrnehmen, für immer in Erinnerung bleiben werden. Wir brauchen keinen zusätzlichen, digitalen Sinn. Es sind doch nur Instrumente und Werkzeuge und kein Ersatz für die Wahrnehmung. Dennoch ist die Bereitschaft, sich dieser Werkzeuge zu behelfen enorm groß geworden. Wie schon so oft gesagt, es gibt für Alles eine App. Jeder wäre so froh, wenn es die eine App gäbe, die dein Leben leichter machen würde...

So bedienen wir uns lediglich sprichwörtlicher Momentaufnahmen. Ohne sie selber so aufzunehmen, wie wir es einmal im Stande gewesen sind, diese aufzunehmen. Ich denke ja weiterhin, dass durch die permanente Nutzung von Hilfsmitteln und Werkzeugen, die Fähigkeit zu Eigenständigkeit abhanden geht. Wir prägen uns und unser Verhalten und die Fähigkeiten durch Routine und Rhythmus. Spiele eintausend mal das gleiche Lied und es bleibt hängen. Irgendwann kann man es auswendig, sofern man noch in der Lage ist, den Lern- und Denkprozess bei Wiederholung und Wahrnehmung arbeiten zu lassen.

Veränderungen passieren so schnell und automatisch, dass wir sie gar nicht mehr richtig wahrnehmen. Die Kurzfristigkeit der Dinge lässt uns weiterhin immer mehr kurzfristige Dinge tun. Auch im Kopf. Die Erinnerungsfähigkeit nimmt auf Dauer ab. Mit den Werkzeugen/Hilfsmitteln machen wir uns faul. Irgendwo ganz normal, dass das passiert. Autofahren war ja auch schon vor dem Internet da. Und viele die fahren, fahren lieber statt zu laufen, auch wenn es nur dreihundert Meter um die Ecke sind. Man wird eben gemütlicher und fauler. Innen und außen. Wobei ich die Kopffäule im Allgemeinen am erschreckendsten finde. Der Begriff Smombie ist aktueller denn je, befürchte ich. Wird Zeit, dass die neue Staffel von TWD wieder beginnt. Dann kann man wieder so schöne Parallelen ziehen.

Was wäre, wenn die Apokalypse nicht erst kommt, sondern gerade passiert? Wer würde dann als Gewinner aus den Trümmern hervorgehen? Die Smombies oder die, die sie dazu gemacht haben?


Ich erinnere mich spontan an ein Weihnachten von vor über 20 Jahren. Ich sehe das angenehme Licht der Kerzen, kann mir vorstellen, wie es im Haus meiner Eltern gerochen hat. Es riecht nacht Nadelbaum und Räuchermännchen. Funkeln. Geschenke. Familie. Harmonie. Eine wunderschöne Zeit, ein toller Moment. Weihnachten in Frieden, was Anderes gab es bei uns nie. Die Kinder mussten nicht irgendwas singen, was sie nicht wollten, das Essen wurde für Alle gleich genehm ausgewählt. Fotos wurden so gut wie nie gemacht. Auch damals haben wir einfach den Moment genossen. Und er bleibt. Er ist da und kann, auch ohne Hilfsmittel zurückgeholt werden.

"Die Erinnerung ist der schönste Datenspeicher." (ich glaub der Nafets hats so formuliert)






Mittwoch, 7. März 2018

Der Blowjob - Mythos oder Passion

Mit großer Mehrheit wurde dieser Beitrag dazu auserkoren, als Nächster das Licht der dunklen, digitalen Welt zu erblicken. Nun gut, hier kommts. Fängt ja schon gut an. Ich freu mich. Es wird bestimmt detailliert, fachspezifisch, leicht vulgär, etwas obszön, informativ und direkt. Wer das nicht möchte, sollte jetzt einfach nicht weiterlesen ;) Allen anderen, viel Information!


Der Blowjob. Oralverkehr, Fellatio. Französisch, blasen, lutschen, lecken, schlecken. In den Mund nehmen. Deepthroat. Macht und Hingabe. Frau, Mann. Mann, Mann. Vorspiel.

Tja, Mythos oder Passion? Da Sex an sich kein Mythos ist und der orale Verkehr eine Sexualpraktik beschreibt, ist es schwierig zu beweisen, dass es sich bei der Ausführung von Fellatio nur um Erzählungen und Sagen handelt. Tatsächlich ist die orale Befriedigung die zweit häufigst angewendete sexuelle Praktik, neben dem vaginalen Sex. Oralverkehr hat es zudem nachweislich schon seit allen Zeiten gegeben. Bildnisse und Terrakotta-Kunst aus der Antike liefern zum Beispiel lebhafte Darstellungen von Sexspielchen unter Göttern. Darunter auch das gegenseitige Befriedigen mit dem Mund. In der Antike war es zudem normal bis angesehen, wenn ein Blowjob unter Männern passierte. Und die Tatsache, dass Zeus von Hermes einen geblasen bekommt, sagt ja schon alles. Die Auslebung diverser sexueller Praktiken geht also schon eine ganze Weile in unserer Gesellschaft von Statten. Zwar haben im Laufe der Zeit rechtliche Maßnahmen hier und dort versucht, die freie Auslebung einzuschränken, aber eine moderne Etablierung von Sex in der Gesellschaft ist nicht von der Hand zu weisen. Ich rede hier selbstverständlich über die "normalen" Ausführungen, die uns Allen Spaß machen, unabhängig vom Geschlecht, die man als allgemein bekannt einstufen könnte.
Es gibt immer irgendwen, der irgendwas bevorzugt, klar, aber alles darüber hinaus, wie Fetische oder Dinge, die man als Paraphilien bezeichnet, will ich hier gar nicht aufgreifen, weil nein! Ich möchte ja hier von nem wunderbaren Ereignis schreiben, von etwas Positivem, von einem einzigartigen Gefühl.

Der Blowjob. (Der Beitrag heißt zwar "Der Blowjob...", soll aber keines Wegs als sexistisch aufgefasst werden. Zur reinen Prävention werde ich mich aber auch mit dem Cunnilingus beschäftigen, bzw. denke, dass auch vielen Frauen die aktive Ausführung eines Blowjobs gerne machen und sich also auch deshalb angesprochen fühlen dürfen.)
Wer kennt es nicht? Das Gefühl, wenn sich weiche Lippen sanft um die Eichel legen, sich bewegen, leichten Druck ausüben, sich wieder öffnen. Ein Küsschen aufs Nüsschen. Wenn die Zunge zusätzlich ins Spiel kommt und mal mehr mal weniger intensive Kreise zieht. Wenn der Penis zudem oral aufgenommen wird und durch die permanente Stimulierung vollends errigiert und mit Blut durchströmt wird, herrlich. Das ist schon was ganz Eigenes und Besonderes. Ein Gefühl, welches durch keine andere Ausführung hervorgerufen werden kann. Zu dem besonderen Gefühl der Stimulation und Lust, kommt auch ein gewisser Grad an unterbewusstem, psychologischem Kram dazu. Wenn man das etwas primitv betrachtet, wird der Mann beim Blowjob auf seinen Schwanz reduziert. Darin liegt dann für ihn selbst, zum Einen, die ganze Macht, da das primäre Geschlechtsteil ein sehr hohes Maß an Aufmerksamkeit erhält und der Mann sich erhaben fühlt. Etwas Animalisches, was verankert ist. Zum Anderen ist orale Stimulierung auch ein großer Vertrauensbeweis, da Mann den Schaft des Handelns abgibt und tatsächlich etwas die Kontrolle verliert. Das ist aber ganz normal und meistens gar nicht überdenkenswert, da die Verteilung der Rollen eh einvernehmlich sein sollte und im Bestfall, alle Beteiligten wissen, wie es geht. Man gibt sich ja schließlich beim Sex auch hin, da sollte man eh nicht so viel nachdenken, sondern einfach fallenlassen und mitmachen.

Der Blowjob. Definitiv kein Mythos. Selbst in der Tierwelt vertreten. Wen wundert es...es wurde natürlich bei Affen festgestellt. Im Speziellen bei Bonobo-Schimpansen. Zudem gibt es aber auch Belege für Fellatio bei Flughunden und Kängurus. Sex is everywhere. Natürlich ist er das, sonst, wären wir ja schließlich auch nicht hier...Aber die Ausführung einer sexuellen Praktik, die eben keinen anderen Grund hat, als zu erregen und zu stimulieren, hat ja nichts mit Fortpflanzung zu tun und dient alleine dem Spaß am Sex und dem Geschlechtsteil. Deshalb ist es umso interessanter, dass die Thematik über unsere menschliche Gesellschaft hinweg verbreitet zu sein scheint. Ebenso wenig ist es ein Mythos, dass sich jeder Mann selbst einen blasen würde, wenn er es könnte. Ein paar wenige Prozent sehr gelenkiger Menschen können dieses Kunststück wohl tatsächlich vollbringen. Respekt dafür, irgendwie! Und jeder der nicht wenigstens einmal darüber nachgedacht hat oder es schonmal versucht hat, der lügt, oder ist rein physikalisch einfach nicht im Stande. Dann kann man sich solche Ideen natürlich von vorneherein aus dem Kopf schlagen.

Ich finde es persönlich ja gut, dass sich der Blowjob als Vorspiel und ganz generell etabliert hat. Ich schätze es sehr, wenn meine Sexual-Partnerin das gerne macht und da eben die gewisse Leidenschaft entwickeln kann. Irgendwas Reizvolles wird ein Blowjob für die Damen ja auch haben, die es gerne tun. Ich kenne das Gefühl ja nur als annehmender Part. Wobei, wenn man überlegt, was für absonderliche Formen und Ausführungen es von Penissen geben kann, ist es bestimmt auch ein Stück weit optisch bedingt, bzw. physisch, wie intensiv man sich mit Oralsex beschäftigt. Als Frau oder schwuler Mann würde ichs glaub ich eher unschön finden, wenn da zum Beispiel so n Meter Vorhaut dranhängt, die man erst mal wegarbeiten muss...aber nun gut, niemand kann ja was für seine natürlich gewachsenen oder auch nicht gewachsenen Körperteile und man kann den Leuten ja auch nur vor die Hose gucken, nicht wahr? Aber ganz ehrlich, die Frage, wie der Penis eines Typen aussehen mag, auf den Ihr scharf seid, ist doch bestimmt von Wert? Hinzu kommen dann noch Größenvorstellungen, denke ich. Man lutscht doch lieber an nem stattlichen, optisch guten Gerät, als an nem Streichholz, das eventuell nen Knick hat und ziemlich schnell abbrennt? Oder ist das völlig irrelevant? Es geht ja immerhin um das primäre, männliche Geschlechtseil, dem normalerweise am meisten, prozentuale Aufmerksamkeit beim Blowjob geschenkt wird. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass nicht Alle gleichermaßen von der Idee begeistert sind, einen Penis in den Mund zu nehmen. Ich denke unter schwulen Männern besteht da generell weniger Berührungsangst. Aber die kennen den männlichen Körper ja meistens selber sehr gut.

Der Blowjob. Passion also. Im Bestfall ja. Es sollte natürlich immer alles Freude bereiten und freiweillig passieren. Wenn das gegeben ist, kann auch gerne leidenschaftlich geblasen oder passioniert Fellatio und Cunnilingus vollzogen werden. Wie gesagt, nicht jeder wird Oralsex als toll empfinden oder einfach etwas Anderes bevorzugen. Leider, leider ist die heutige Darstellung von Sex durch die Masse an Pornografie, speziell im Internet, daran schuld, dass eine verzerrte Wahrnehmung der Sexualität passiert. Leute, Kids! Pornos sind so was wie RTL, sieht unter Umständen gut aus, ist aber gescriptet und inszeniert. Und KEIN Paradebeispiel, wie Sex funktioniert oder funktionieren soll! Was in Pornos teilweise geboten und dargestellt wird, ist schon ziemlich übel, hat sich aber leider in den Köpfen von Vielen als normal eingestellt. Die ganzen Hardcore-, Erniedrigungs-, Frauen-als-reine-Fickobjekte-Darstellungs-Sachen forcieren eine ganz komische Ansicht von Sex. Da bin ich wirklich froh, dass ich mich selber noch ausprobieren durfte, ohne "Tutorials" gehabt zu haben.

Apropos Sexpraktiken, die im Internet publiziert werden: Deepthroat (tief, Rachen) schön und gut, kann ein richtig intensives Gefühl sein, wenn es gekonnt wird. Denn: dass die ganzen Porno-Häschen sich jeden noch so großen Pimmel bis zum Anschlag in den Rachen schieben lassen, ist nicht so selbstverständlich, wie es aussieht. Das muss geübt werden. Das geht nicht mal eben so. Der natürliche Würgereflex steht dem dann doch meistens erstmal im Weg. Jungs, erwartet das also nicht automatisch, nur weil es so dargestellt wird. Umso mehr Respekt an die Mädels, die es können, wollen und tatsächlich nicht ersticken oder sich übergeben müssen.
Generell wird in Pornos eh zu viel suggeriert, was in der Realität einfach nicht stimmt, bzw. der Porno verschweigt etwaige Vorbereitungen, Vorsichtsmaßnahmen und Ähnliches. Beim Porno gehts den Meisten ja eh nur um die optischen Reize, ganz einfach, ganz platt. Dass das auch Arbeit bedeutet, nehmen die Meisten ja gar nicht wahr. Wie gesagt, ein Beispiel ist der Deepthroat, der aktiv geübt werden muss, sonst gehts unter Umständen echt nicht schön aus, im schlimmsten Fall wird tatsächlich jemand verletzt. Man darf auch nie vergessen, dass Oralsex grundsätzlich, wenn er nicht mit Kondom oder den ominösen Lecktüchern vollzogen wird, nicht gerade als safe gilt! Schleimhäute und Sekrete treffen auf einander. Besonders im Mund- und Rachenbereich tummeln sich zudem ziemlich viele Bakterie und die Ansteckungsgefahr mit übertragbaren Krankheiten, wie HIV, Hepatitis, HPV wird schon durch kleinste Verletzungen der Schleimhäute begünstig, also: bitte immer aufpassen bzw. sich im Klaren sein, was theoretisch passieren kann! Von einer Geschlechtskrankheit blieb ich bisher zum Glück verschont. Es gab nur einmal ein kleines, sehr einschneidendes Erlebnis mit künstlichen Fingernägeln, im wahrsten Sinne des Wortes einschneidend. Da wurde mir etwas anders, aber die Heilung des cuts ging dann doch ziemlich schnell von Statten. Das hat gebrannt, ich sags Euch!

Der Cunnilingus. Das weibliche Gegenstück zu Fellatio. Orale Stimualtion der Vulva und teilweise der Vagina. Hallo Kitzler, du erhälst besonderes Zungenspitzengefühl. Ein Nervenhotspot trifft auf einen Anderen. Besonders die Klitoris ist durch die orale Stimulierung potentiell zu ganz besonderen Höchstleistungen im Stande. Im Umgangssprachlichen spricht man ja allgemein vom Lecken. Und genau das beschreibt es ganz gut. Die Befriedigung mit Mund und Zunge besteht aber natürlich nicht nur aus lecken, sondern auch aus tasten, stupsen, schlecken, küssen, liebkosen, eindringen. Wenn man es richtig macht, geht da Einiges. Vorraussetzung ist aber auch hier, dass die Herren der Schöpfung es genauso gerne bei der Frau machen und Leidenschaft mit Technik kombinieren, um ganz besondere Freudenmomente zu erschaffen. Von so einem stumpfen Rumgesabber hat doch keiner was. Nicht obenrum und auch nicht untenrum. Aber da kommen wieder die persönlichen Ansprüche und Fähigkeiten ins Spiel. Auch beim Cunnilingus ist es eigentlich nur logisch, dass die Ausführung bei gleichgeschlechtlicher Verteilung einfacher, sensibler und bedachter ist. Jede Frau sollte Ihren Körper kennen und demnach auch mehr Verständnis für die Reizempfindungen der Weiblichkeit haben.

Oralsex, ein ganz besonderes Geschenk der Sexualität. Definitiv kein Mythos, sehr etabliert und oft ausgeführt. Passion, ja, wie gesagt, so sollte es sein. Sex braucht nun mal Leidenschaft, Lust und Hingabe, sonst kann man sich das auch ganz sparen. Ich muss sagen, dass ich bisher fast ausschließlich guten Sex hatte und es nie eine Zeitverschwendung gewesen ist. Naja, einmal, aber das ist schon lange her. Da dies ja keine Geschichte ist, brauchts auch kein Happy End, denke ich. Das folgt dann aber beim nächsten Beitrag.

Macht Liebe und seid offen und zufrieden mit Euch und Eurem Körper. Sex ist toll, einzigartig und sorgt für gute Laune, go for it and blow, lick, suck and fuck it!

Montag, 19. Februar 2018

F*cken und Schläge und Socken

Hey peopz, im Vorhinein muss ich erklärender Weise sagen, dass ich diesen Beitrag in angepasster Sprache schreibe, beginnend nach diesen Einführungssätzchen, sprich mit dem nächsten Absatz. Ich dachte mir, ich passe mich mal ein wenig an - zumindest temporär -  und lasse hier und da ein paar Artikel weg, "vergesse" Satzzeichen oder missachte Groß- und Kleinschreibung. Mal sehen, wie das werden wird, kann eigentlich nur gut werden. Besonders bei dem Thema...

...Thema steht ja da. Leicht abgekupfert bzw. inspiriert (na gut, übernommen und etwas hinzugefügt) weil am Wochenende habe ich wieder mal Californication angefangen zu gucken. Spaß für die ganze Familie wirklich. Großes Kino. Ich fühle mich auch nach dritter Sichtung sehr gut unterhalten und freue mich immer noch auf die nächsten Folgen und den ganzen abstrusen Quatsch der da zu Stande kommt. Der Moody mit seiner Mood immer. Der Runkle. Der Koks-Schlumpf. Herrlich. Wirklich ich fühle mich dabei extrem gut unterhalten. Titten gibbet auch immer mal wieder und Sex ja eh. Von wegen Ficken und Schläge, ne?! (ich tue mich gerade selber schwer mit der angepassten Sprache, es fühlt sich merkwürdig an, wenn man bewusst etwas Falsches tut...Gewissen?!)

Aber Ficken und Schläge: muss ja sagen das ich Schläge beim Sex jetzt nur so bedingt gut finde. Bin da nicht so der Masochist geschweige denn Sadist oder im ärgsten Falle, Sado-Masochist. Mal etwas härtere Gangart, kein Thema. Dominanz kann ich durchaus. Ein beherztes Anfassen oder Zupacken, gerne. Sagen, wo und wie es lang geht, auch super. Ich bediene nur eben nicht diesen Fetisch, welcher S&M definitiv ist. Ich verspüre keine körperliche Erregung, wenn ich jemandem Schmerzen oder "Erniedrigung" zufügen soll. Wenn es unbedingt gewollt wird, okay, dann werde ich es wohl auch veruschen, man darf aber dennoch nicht direkt erwarten, dass jeder auf die gleichen Dinge abfährt. Klar, nur Rumliegen und darauf warten, dass sich einer bewegt...nee, muss auch nicht sein. Wie immer gilt: Sex ist ein Sport, bei dem am Ende alle gewinnen sollten. Die Mischung machts, und vor allen Dingen Einvernehmen.

Aber wie Madame Mia schon in Frage stellt: "Was ist, wenn sie es einfach geil findet?". Kann sein, soll es geben. Bäm Junge zack haste eine hängen weil...ja fand se halt geil und so. Okay. Ich wäre allerdings auch reichlich irritiert würde so etwas mal passieren. Da ahnste nichts böses und dann kriegste ne Schelle. Mir geht bei Gewalt einfach keiner ab. Zu viel Pazifist in mir. Aber jedem das seine. Bin ja durchaus offen für Neues und definitiv nicht festgefahren. Aber wenn ich etwas nicht gut heiße bzw. meine Einstellung damit nicht einhergeht, dann wird das schwierig dabei etwas Gutes, Tolles oder Erregendes zu finden. (Ich lasse das mit der angepassten Sprache wieder. Das funktioniert nicht so gut. Ich kann das eben nicht so einfach, wie es mehr und mehr zum Usus wird. Sorry!)

Aber so aus heiterem Himmel Eine geballert zu bekommen...tja, wie würde man da reagieren? Die Voll-Asis unter uns würden wahrscheinlich, aus "reinem Affekt" heraus, einfach zurück schlagen. Zack, fliegt die Dame aus dem Bett und liegt da. Eine Begründung wäre dann wahrscheinlich: "Schlägst du mich, schlag ich dich"...immer dieses Auge um Auge, nee, nee! Der diplomatischere Mensch wäre wohl irritiert, würde es aber erstmal hinnehmen, um die Stimmung nicht weiter zu gefährden. Der Dumme würde es wahrscheinlich gar nicht einordnen können und es wäre ihm egal, Hauptsache ficken, jaa, jaa. Wie wenig Anspruch manch Mensch (Tier) doch so hat...Einige behaupten ja allen Ernstes "Loch ist Loch"... Da denke ich mir dann immer, das Loch da oben in deinem Schädel...da, wo eigentlich das Gehirn sitzt...aber nun gut. (Assoziationen zu "A Serbian Film" kommen hoch, urghs, was ein Film :O)

Jeder, wie er kann und will, solange niemand zu irgendetwas gezwungen wird, was er/sie nicht möchte, okay. Es passiert allerdings eh alles und noch so viel mehr hinter verschlossenen Türen und die Wenigsten gehen damit hausieren. Macht man ja auch nicht. Etikette, Anstand, Gentlemen/-women schweigen und genießen! Außer es wird sich bei Jungs- und oder Mädelsabenden, Stammtischen oder anderweitigen, kommunikativen Runden ausgetauscht. Da wird dann gerne mal geprahlt, geprollt, sich gegenseitig bestätigt. Und ich vermute, dass die Art der Kommunikation über dieses Thema, bzw. Sex im Allgemeinen, sich bei den Geschlechtern gar nicht so groß unterscheidet. Wenn die Geschlechter unter sich sind, ist die Kommunikation meistens gelöster oder etwas freier. Da tut sich bei Männlein und Weiblein nicht viel an Unterschied auf, denke ich, im Endeeffekt will es ja eh jeder. 
Die meisten Mädels tun halt immer nur so unschuldig in der Öffentlichkeit. Bzw. sie haben wahrscheinlich Angst ihren Prinzessinnen-Ruf zu verlieren. Oder tun eben genau so, um damit eine Art von Unnahbarkeit oder Anstand zu suggerieren, der bei gewissen Individuen durchaus Anklang findet und dadurch der ur-instinktliche Jagd-Trieb geweckt wird. Nicht Alle, aber viele, vermute ich. Besonders heutzutage. Aufmerksamkeit wird gerne wahrgenommen, egal in welcher Form.
Da die ganzen Jäger sich ja auch auf solche Spielchen einlassen, ist es auch kein Wunder, dass die Mädels heutzutage in der luxuriösen Position sind, solche Spielchen zu moderieren oder zu lenken. Es ist ganz einfach, einmal so ne Type an der Angel, da kannste ja theoretisch alles erzählen. Und wenn mal Zweifel aufkommen, einfach etwas Haut zeigen und der Jäger startet wieder bei Null. Ihr armen Männlein, was werdet Ihr doch alle manipuliert. Aber auch das will Mann, instinktiv, wahrscheinlich. Um genau diese Schublade auszufüllen, die erwartet wird.

Tja, Schubladen. Steckste in keiner drin, ist dein Platz eben woanders. Fernab der Schubladen. Aussortiert, irgendwo davor, dazwischen oder daneben. Auf dem Boden, in einer anderen Ecke des Raumes oder sogar vor der Türe, Hauptsache entfernt. Lässt man sich auf solche Spielchen also nicht ein, wird auch nicht mit Einem gespielt. Es wäre ja reiner Aufwand, sich aus der bequemen Situation der Schublade zu lösen, um im Umfeld nach etwas zu suchen, was dem eh nicht entspricht. Das Spielfeld ist ja in der Schublade. Und die Anzahl der spielfreudigen Anwärter ist hoch. So kommt es auch niemals zu einem Ende. Es fängt immer wieder von vorne an. Und die, die richtig viel Ehrgeiz haben, stellen sich erneut in der Schlange an, wenn sie das Spiel dann einmal durchhaben. Eine neue Runde, wer hat noch nicht, wer will noch mal.
Mädels sind in der Sockenschublade des Lebens wohl eher so die Socken, deren Partner-Socke irgendwann beim Waschen abhanden gekommen ist und die sich nun in der Situation befinden, dass es so viele andere Socken gibt, die potentiell passen könnten. So wird dann ausprobiert und getestet, ob nicht doch das kongruente (deckungsgleiche) Gegenstück wieder auftaucht. Es ist Alles ähnlich, aber nie hundertprozentig so, wie es mal war. Und so geht die Reise und das Spiel oft lange weiter. Nicht immer - wie gesagt, man darf nicht alles pauschalisieren, nicht jeder ist gleich, aber Verhaltensweisen wiederholen sich in einem Großteil der Fälle. Es gibt ja auch noch diejenigen Socken, die gar nicht so viel Wert darauf legen, dass es unbedingt, zwingend wieder das Gleiche sein muss. Das ist gut. So werden sich auch die Socken und Strümpfe finden, die nicht in der Schublade existieren können oder wollen.

Von Ficken und Schläge über Schubladen zu Socken. Ganz toll! Aber so siehts aus. Apropos Socken. Löcher in Socken kann man auch stopfen. Es gibt ja so unsagbare viele Mehrdeutigkeiten und Ausdrücke, Jargon oder Slang, um gewisse Dinge zu beschreiben. Ene mene miste, ich... Aber das ist mir zu platt, die ganzen chauvinistischen Sprüche aufzusagen, die so existieren. Das ist auch gar nicht mein Anspruch. Bekommt man aber meistens dennoch alles von den Artgenossen mit, ob man will oder nicht. Man muss es aber nicht anwenden, das macht dann den Unterschied, denke ich. Ich kann auch ein Arschloch sein, klar. Aber was hält mich denn davon ab, mich trotzdem relativ gewählt ausdrücken zu können? Richtig. Gar nichts. Oft ist es ja auch - und das immer vermehrt - der zweite Eindruck, der zählt. Auf den ersten Blick will doch eh immer jeder in erster Linie gut ankommen. Dafür sind Profile ganz hervorragend und dafür hat sie ja auch irgendwann jemand erfunden. Aber ich sags Euch, schaut auch mal hinter den Vorhang, wenn es der persönliche Anspruch zu lässt. Das, was nicht so offensichtlich ist, ist doch viel interessanter, als wieder irgend so ne Socke, die irgendwie ähnlich passend ist, aber dann eben doch nicht. Aber Löcher in Socken sind ja auch immer an den gleichen Stellen. Entweder ist die Ferse durch oder irgendwo vorn bei den Zehen. Das Traurige daran: Viele Socken werden gar nicht mehr gestopft, sondern direkt weggeworfen. Ungestopft und durchlöchert, zack in den Müll. Kein Wunder, dass Einige dadurch nen Sockenschuss kriegen können. Aber hey, das Gefühl "von den Socken zu sein" ist auf jeden Fall ein Gutes. Sollte jeder mal haben, egal in welche Richtung es geht, auch wenn es Schläge beim Ficken sein sollten...