Posts mit dem Label brave new world werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label brave new world werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. September 2019

Abstinenz - unendliche Weiten

Der Kosmos. Das Weltall. Die Universen. Abstinenz. Hurz!


Tag 1 (0.5), Mittwoch:

Heute habe ich mich relativ spontan dazu entschieden ein kleine Pause einzulegen und Abstinenz auszuprobieren. Zugegeben, sie schmeckt ziemlich geschmacklos und hält sich derweil auf der einen Seite mit einem lockeren Angang und auf der anderen Seite mit einem durchaus merkbaren Abgang. Es ist natürlich von einer Social-Media-Abstinenz die Rede. Da ich in den letzten Monaten wieder sehr regelmäßig und konstant bei FB unterwegs war, (die einslive Freundeskreis Gruppe, das private Profil, der Blog) fühlt sich dieser Wegfall von Unterhaltung, Spaß und Kommunikation definitiv zwiegespalten an.

Tag null komma fünf ist's eigentlich, weil ich heute, am Mittwoch, den 28.08.19 noch bei FB aktiv war und erst im Laufe des Tages entschieden habe, diese Plattform, sowie Instagram und auch WA so gut es geht zu vermeiden. Gesagt, getan. Ich hab Nachmittags noch 'ne Benachrichtigung bekommen, dass mich jemand unter meinem Beitrag vom Mittag markiert, bzw. erwähnt haben muss. Diese habe ich aber einfach weggewischt, ohne bisher nachgesehen zu haben. Ich bin quasi seit heute, Arbeitsbeginn gegen 13 Uhr, ohne die größten Kommunikations- und Profilierungsplattformen unterwegs. Bei Instagram habe ich eh im Moment nur die Blogseite im Fokus. Die private Seite ist seit geraumer Zeit eher semi bis noch weniger aktiv. Andere offene Kommunikationen standen auch nicht mehr im Raum.

Ich habe diese spontane Idee natürlich nirgendwo angekündigt und bin gespannt, wie lange ich damit durchhalten werde und ob darauf irgendjemand eingeht. Zu letzt habe ich ja wieder wunderbare neue Kontakte erfahren dürfen und natürlich pflege ich Diese auch super gern. Im Rahmen der Kurzfristigkeit der Dinge wird sich nun zeigen, wie kurzfristig die Leute wirklich sind. Mit der Einstellung der sozialen Medien fällt natürlich auch ganz spontan die Pflege dieser und fast aller Kontakten weg, da die Meisten über WA erreichbar sind und auch darüber der häufigste Austausch passiert. Demnach habe ich die Benachrichtigungen aus unserer Vollvossten-WA-Gruppe natürlich ebenso ignoriert und WhatsApp nicht geöffnet.


Tag 2, Donnerstag:

Eine Nacht ohne, ist wie eine Nacht ohne. Und besonders der Morgen danach verliert sich, wenn ohne, in ziemlicher Eintönigkeit. Meine Benachrichtigungs-Pop-Up-Zahlen auf dem Telefon halten sich ja eh meist in Grenzen und zudem ist diese Anzeige der Benachrichtigungen in meinen Augen etwas kaputt. Ich spreche über diese kleine Zahl, die oben an dem App-Icon steht. Icon-Zahlen sind irgendwie im Moment wie Windows-Minuten. Wenn da steht, es dauert noch acht Minuten, dann kann es sein, dass es entweder nur noch fünfundvierzig Sekunden braucht oder vielleicht aber fünfundvierzig Stunden. Bei den Icon-Zahlen ist das ähnlich. Da steht dreiunddreißig und in der App sind's nur vier...man weiß es nicht so genau...wie auch immer...bei mir waren es heute nach dem Aufstehen sieben an der Zahl bei FB und um die dreißig neuen Nachrichten in der WA-Gruppe.

Dieser Donnerstag steht, genau wie der Mittwoch, voll im Zeichen der Arbeit. Zwei Tage gab ich mir Zeit, um im Betrieb zwei Baucontainer á 8 Kubik und 11 Kubik mit diversem Möbelschrott zu füllen. Dementsprechend heißt es: früher anfangen, mehr schaffen. Normalerweise beginne ich mit der Arbeit gegen 16 Uhr und die Schicht endet um 21 Uhr. Gestern und heute ist der Beginn um 13 Uhr. Zudem haben wir heute noch ein internes Betriebsgrillen für die Belegschaft.

Wie geplant konnten wir heute, ich hatte einen fleißigen Helfer an meiner Seite, den zweiten Container komplett voll machen und lagen dabei sehr gut in der Zeit. 13 bis 18 Uhr Schrott schleppen, ein bisschen zur Ruhe kommen und dann um 19 Uhr das Grillfest. Mein Telefon hatte ich während der Arbeit nicht in der Tasche. Zum einen, weil es einfach beim Schleppen und Wuchten gestört hätte, zum Anderen, weil es eh keinen besonderen bzw. banalen Grund gehabt hätte, es zu checken. Kommunikation und Austausch mit Menschen hatte ich dafür auf der Arbeit. Beim Grillfest natürlich auch mal etwas privater und nicht nur arbeitsbedingt.

Das war alles echt ganz nett und angenehm, muss ich sagen. Auch wenn ich mich im Vorhinein gedanklich natürlich wieder selbst bekloppt gemacht habe. Essen in der Öffentlichkeit...größere Menschengruppen...funktionieren müssen...die Angst vor der Angst, nicht entsprechen zu können...Gedankentrallala trotz Social-Media-Abstinenz. Aber im Endeffekt waren es mal wieder unnötige Gedanken. Eine Bestätigung an mich selbst: ja, auch das hast du wieder geschafft!
Das Essen war lecker, die Leute waren locker. Alles gut. Feierabend. 21.30 Uhr zu Hause.

Was noch zu erwähnen wäre, ist die Tatsache, dass ich meinen Chef heute spontan gefragt habe, ob ich morgen nicht frei machen könne...zwecks Überstunden Abbau. "Wenn Ihr mit Allem gut durchkommt und Alles im Container liegt, spricht da nichts gegen."
Wie man nun weiß, waren wir fleißig und dem freien Freitag stand tatsächlich nichts mehr im Wege. So ging der Tag auch echt locker von der Hand, muss ich sagen.
Eine weitere schöne Sache, die durchaus erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass ich meine Probezeit im Betrieb heute erfolgreich absolviert habe!

Eine komplette Kommunikationsabstinenz blieb heute in der Tat nicht aus. Allerdings nicht von meiner Seite initiiert, sondern durch meinen Schlagzeuger. Er fragte über Telegram, (was übrigens der einzig wahre Messenger ist) wie es so geht und ob ich schon in die neue Tool Platte reingehört habe, die just veröffentlicht wurde. Auf mein Tom-le-Mot-Navigationssystem ist Verlass! WA, FB und Instagram habe ich weiterhin ignoriert und an diesem Abend nur noch die Serie "The People vs O.J. Simpson" weitergeschaut. Nochmal so drei ein halb Folgen, dann bin ich pennen gegangen.


Tag 3, Freitag:

Ein neuer Tag. Ein freier Tag. Ausschlafen wäre in jedem Fall ein Traum gewesen. Aber Pustekuchen. Seit dem mein Nachbar irgendwie 'nen Spleen hat und regelmäßig um halb neun auf voller Lautstärke seinen Fernseher anmacht, sind die Schlafphasen auch ohne Wecker meist abrupt vorbei. Das geht mir im Moment echt auf den Sack. Ich mein, ne?!...da machst'e nichts. Lautstärkebestimmungen über Tag sind ja recht locker. Das ist ja auch okay...aber muss man immer das ganze Haus mit seinem Scheiß beschallen? Ich neige dazu, solche Menschen aufgrund ihrer Rücksichtslosigkeit zu verachten. Was mache ich dann? Kopfhörer aufsetzen und Musik hören, genau.

Ich schaue selbst Filme und Serien immer über Kopfhörer, weil ich meiner Umwelt nicht auf die Nerven gehen will...aber nun gut. Die Ansprüche von Leuten sind in der Regel nicht die Meinen.
Wie auch immer. Zeitig wach, trotz freiem Tag. Kaffee, Kippe, ein Brot.

Über die WA Benachrichtigungen (sprich bei den Pop Ups, die im Display erscheinen) habe ich gesehen, dass die liebe Dani heute Geburtstag hat. Ich habe ihr dann im Laufe des Tages ebenfalls gratuliert. Tatsächlich auch über WA, aber auch nur das Nötigste. Auf die zig anderen Nachrichten (von Mittwoch bis heute) bin ich weiterhin nicht eingeganen.

Im Laufe des Vormittages habe ich mal bei meinen Eltern angerufen und mich erkundigt, wie die Lage ist und ein bisschen mit meiner Mutter gequatscht. "Ein bisschen" ist meistens untertrieben. Grundsätzlich bin ich ja ein sehr kommunikativer Mensch und bei Telefonaten komme ich selten unter einer Stunde weg. Das höchste der Gefühlen waren einmal acht Stunden. Aber auch in jüngerer Vergangenheit waren Telefonate von zwei bis vier Stunden durchaus üblich. Warum auch nicht, ne?! Wer kann, der kann. Und jedes Mal stelle ich fest, dass ein Telefonat soviel mehr ist, als Text- oder Sprachnachrichten. Ich schätze Kommunikation, die eins zu eins passiert, wirklich sehr.
Alles Andere hat zwar auch seine Vorzüge, aber es geht nichts über den direkten Austausch. Und es waren zuletzt wieder sehr inspirierende und gute Gespräche gewesen.

Über das Telefonat teilte ich meiner Mutter dann ebenfalls mit, dass ich die Probearbeitszeit erfolgreich bestanden habe. Sie hat sich gefreut und bat mich, dass ich das ja auch in unserer Familien-WA-Gruppe mitteilen könnte, da sich meine Schwester und mein Bruder ebenfalls über diese positive Nachricht freuen würden. Das war dann die zweit WA-Ausnahme. Auch wenn ich dort wiederum eher kurz angebunden gewesen bin.

Meiner Mutter, sowie meinem Schlagwerker habe ich von der Abstinenz erzählt. Die beiden sind aktuell aber auch die Einzigen, die es wissen. Und bisher kam noch keine weitere direkte Kommunikation von anderen Stellen. Es ist ja jetzt nicht so, dass ich 'ne Masse an Kontaktpersonen habe, dennoch merke ich heute, dass es mir fehlt. Mir fehlt der oberflächliche Spaß bei FB. Mir fehlt das Rumalbern im öffentlichen Raum. Mir fehlt das Tragen von Sarkasmus.
Was aber wirklich fehlt, ist der Austausch mit den Menschen, die ich kennen und schätzen gelernt habe. Ich bin heute kurz davor gewesen, wieder selbst die Initiative zu ergreifen und Kontakt zu machen. Aber: nein...wenigstens den Freitag noch.

Der Tag schlendert dann so seinen Weg entlang. Ein bisschen Fahrradfahren, ein bisschen mehr Musik auf die Ohren, Essen, Faulenzen und heute Abend lecker Fußball hören. Zwischendurch habe ich auch an dieser Idee zum "Tage-Buch" gearbeitet und ein wenig geschrieben.

...ja...Fußball...es war leider ein ernüchterndes und frustrierendes Spiel. Wir haben zu Hause verloren. Traurig, traurig. Aber es ist ja erst der dritte Spieltag, demnach: easy peasy...dennoch wie immer ärgerlich, wenn die eigene Mannschaft verliert.

Mit dem Gedanken an die Arbeit, der ich morgen einen Besuch abstatten muss, habe ich mir dann die letzten ein einhalb Folge der Serie gegeben und den Prozess um O.J. zu Ende geschaut. Eine Serie, die durchaus interessant ist, muss ich sagen. Sie plätschert zwar relativ gemächlich vor sich hin und bietet natürlich nur einen überschaubaren Spannungsbogen, trotzdem fand ich's super umgesetzt und gut dargestellt.

Der Wecker würde um 7 Uhr klingeln. Arbeitsbeginn am Samstag: 08:45 Uhr. Mit weiteren Gedanken an die Leute, die ich seit Mittwoch kommunikativ verschmähe bin ich irgendwann ins Bett gegangen und konnte, wie zu letzt eigentlich immer, recht gut einschlafen. Träumen tue ich im Moment eher nicht. Oder ich mache es, aber ich weiß es nicht mehr. Das war auch mal anders gewesen und ich bin eigentlich ganz froh darum, dass ich am nächsten Morgen nicht weiß, was mein Kopf in der Nacht alles bearbeitet hat. Ich liebe Schlaf. Schlaf ist so friedlich und ruhig. Schlaf ist die einzige Situation, in der ich komplett abschalten kann. Das ist enorm viel Wert.

Klar, es gibt potentiell noch andere Dinge, bei denen man die Zeit und die Gedanken anhalten kann. Aber das ist im Moment Mangelware. Weder regelmäßiges Musizieren und Krachmachen mit der Band, noch guter Sex, sind derweil greifbar. Mein Freizeitausgleich ist im Moment eher auf Kleinigkeiten beschränkt und es nervt etwas, dass die schönen Dinge so sehr stagnieren. Aber was soll man machen? Wie immer, wenn andere Leute von Nöten sind, wird es wieder kompliziert oder organisatorisch schwierig. Stagnation ist der Teufel.


Tag 4, Samstag:

Wie nicht anders zu erwarten, klingelte der Wecker heute pünktlich um viertel vor sieben...und dann nochmal um punkt sieben. Aufstehen. Kaffee, Kippe, Dusche, kein Social Media, n Brot, los zu Arbeit. Heute war es aber ein überschaubarer und im Verhältnis zu sonst, kleiner Dienst. Die Öffnung der Räumlichkeiten, das Warten auf die Kursteilnehmer und eine Einweisung standen an. Der Kurs war pünktlichst um kurz vor neun zugegen, ich konnte meine Arbeit machen und hatte dann den Vormittag erstmal zur freien Verfügung. Allerdings immer mit dem Bewusstsein, heute Nachmittag wieder vor Ort zu sein, um die Schließung und etwaige Aufräumarbeiten vorzunehmen.

Auch heute denke ich über die Abstinenz nach und hoffe wirklich, dass das Nichtssagen in Bezug auf das Abwesendsein mir nicht übel genommen wird. Aber das ist ja Quatsch. Sollte sich jemand dafür interessieren, warum ich merklich wegbleibe, wird und soll nachgefragt werden! Ich bleibe gespannt, wie lange ich das noch aufrecht halten kann. Zum Einen ist es weiterhin ganz schön, das Telefon nicht ständig in den Fingern zu haben, zum Anderen bleibt dennoch eine gewisse gedanklich-emotionale Abhängigkeit, die ganz klare Zeichen sendet, die eigentlich nicht gut sind.

Ich habe den Vormittag mit zwei Einkäufen, einem zweiten ausgiebigeren Frühstück und einer Doku über Rocco Siffredi verbracht. Bestes Vormittagsprogramm inklusive noch mehr Kaffee, Kippen und dem Einblick in das letzte Jahr dieses Pornodarstellers. Gar nicht verkehrt, diese Doku, muss ich sagen. Interessant war es in jedem Fall. Aber auch wieder eine wunderbare Bestätigung, selbst soweit reflektiert zu sein, Porno vom Realen unterscheiden zu können. Was für kaputte Geister und Gemüter viele der Darstellerinnen und Darsteller sind, ist nicht von der Hand zu weisen und die Einblicke von hinter der Kamera waren schon sehr eindeutig. Pornos zu drehen, ist halt echt intensiv und vor allen Dingen ist es harte Arbeit. Ich würde ja jedem Millenial wünschen, sie wüssten, wie es in Wirklichkeit zugeht. Aber die Porno-Beeinflussung seit der Zeit des Internetz ist enorm und voll in den Köpfen Vieler eingebrannt. Brave new world, again!

Heute Nachmittag ging es dann nochmal zu Arbeit, um die Dinge zu tun, dich ich tun musste und dann bin ich offiziell ins Wochenende gestartet.
Bisher gab es keinerlei weitere Kommunikation auf anderen Kanälen und ich bin noch immer eisern, was das offensichtliche Ignorieren der Social-Media-Plattformen angeht.
Die Gedanken dazu und darüber bleiben aber hartnäckig. Die Gedanken an die Menschen, die Gedanken an Ablenkung und Spaß. Ja, auch mit Social-Media kann man die Zeit vergessen. Ich habe Hunger, werde nun mal etwas Essen und hier später weiterschreiben. Hier und da erwische ich mich heute aber vermehrt, dass ich aufs Telefon schaue, um herauszufinden, ob nicht doch irgendjemand schreibt oder eine Benachrichtigung auftaucht.

Im Inneren hoffe ich darauf, dass jemand auf mich zukommt. Aber Hoffnung und ich sind seit Neuestem eh geschiedene Leute. Ich habe sie durch Zuversicht ersetzt. Demnach ist Hoffnung, dass sich jemand meldet, völlig fehl am Platze. Viel mehr sollte ich zuversichtlich sein, dass es eine gute Erfahrung ist. Ich sollte zuversichtlich sein, dass nach Wiederaufnahme der Kommunikationen alles beim Alten ist. Ich bin auf jeden Fall sehr auf die Erkenntnisse dieser Phase gespannt.


Tag 5, Sonntag:

Während des gestrigen Abendessens konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, wieder eine neue Serie anzufangen. Ntflx ist ja sooo super. Dieses Mal: "WU Assassins"...heute, ein paar Stunden nach gestern, bin ich bei der Serie schon zu Folge fünf fortgeschritten. Ja...was soll ich sagen?! Das ist 'ne Serie, die ich in meiner subjektiven Bewertung wiedermal mit einer soliden 5.5-6/10 bewerten werde. Es ist ganz okay, aber nicht der Wahnsinn und irgendwie ist auch diese Thematik schon hunderte Male da gewesen und haut mich nicht so richtig vom Hocker. Aber hey, Martial Arts mit Iko Uwais und einer höchst attraktiven Katheryn Winnick. Es gibt Schlimmeres...dennoch bleibt's bei einer überschaubaren Serien-Sache.

Wie auch immer! Heute ist Tag fünf, heute ist Sonntag und tatswahrhaftig ist gestern noch ein Teil-Ausbruch aus der Abstinenz passiert. Zuversichtlicher Weise durch eine externe Quelle. FB habe ich bisher zwar immer noch nicht geöffnet, dafür wieder lustige und erfrischende Kommunikation über WA gemacht! Das war gut und es wurde Zeit. Ich denke nämlich, auch wenn die externe Kommunikation gestern nicht passiert wäre, hätte ich mich heute so oder so wieder ins digitale Haifischbecken geworfen und wäre ein paar Runden geschwommen. Umso besser aber, wenn die Kontaktbarkeit doch schon vorher passiert ist.

Haie sind echt abgefahrene Tiere, finde ich und wenn man weiß, wie sie reagieren und welchen Instinkten sie folgen, kann man auch relativ gechillt mit ihnen in einem Becken schwimmen, ohne Gefahr zu laufen, direkt verputzt zu werden...außer in der Regel...das sollte man so ein Becken eventuell vermeiden...die wittern ja Blut und so... Aber wie gesagt, wenn man das weiß, dann weiß man das ja und dann kann man Präventiv-Maßnahmen ergreifen. Pflaster zum Beispiel. Oder einen Mantel aus mentalem Eisen oder Eis...das schützt nicht nur in der Regel..

...kein Frage: den Bogen von Haien über Becken und Blut zum Resümee zu spannen wird vielleicht etwas schwierig...ist aber im Endeffekt auch Wumpe, weil es ja eh weitergeht und sich nichts verändert hat. Natürlich hat sich nichts verändert. Es waren ja auch nur fünf Tage der Abstinenz.
Haie bleiben Haie. Die Meute bleibt die Meute und die Leute, die bleiben, die bleiben.

Alles in Allem habe ich nun rückblickend eine Erkenntnis: ja, es ist okay und machbar, sich dem digitalen Wahnsinn zu entsagen. Ich stelle aber auch fest, dass spontan ein Zeit- und Spaßfaktor entfällt. Man ist auf jeden Fall ganz schön geimpft und die üblichen Gewohnheiten im Umgang mit sozialen Medien machen die heutige Kommunikation einfach zu einem Großteil aus.
Ich habe gemerkt, dass es Dinge gibt, die ich nicht vermisst habe...Leute, die einfach nur aus Oberfläche bestehen, zum Beispiel. Wiederum habe mir gewisse, besondere, Kontakte echt gefehlt.
Aufgrund der Tatsache, dass mich diese künstliche Abstinenz tatsächlich etwas frustriert hat, zeigt mir nur, dass persönliche Isolation definitiv nicht gut für mich ist.
Da ich auf dem Gebiet ja schon reichlich ungewollte Erfahrungen vorbringen kann, war es umso wichtiger, zu bemerken, dass das niemals der Weg für mich sein sollte. (Mir kommt beim Schreiben dieses Satzes ein spontanes De-ja-vu in den Sinn. Das ist sehr gut!)

Ab heute gilt es also nun wieder: ran an den Byte-Speck und zurück in den Wilden Westen! Ich denke aber, dass ich meine alte Rolle weiterspielen werden. Die Abstinenz hat meine Identität zum Glück nicht verändert und ich werde die wichtigen Leute wieder davon überzeugen können, mir zu zuhören und darüber Aufmerksamkeit für den Inhalt zu erhalten. Das ist super, das ist gut. Mit Euch kann man arbeiten, liebe Leute!

Lets fetz, sagte das Schnitzel und sprang ins Haifischbecken!!!



Samstag, 20. April 2019

Altmodische Dystopie-Romantik oder Neo-Kitsch

Wenn man in der heutigen Zeit eine völlig klassische Beziehung bzw. Partnerschaft eingeht, die einfach wunderbar funktioniert, wie sie funktioniert und wenn man zudem ein abgrundtief romantischer Mensch ist, kann es einem manchmal so vorkommen, dass man sich fühlt, als sollte man besser im Mittelalter leben. So komme ich mir in der Tat derweil vor. Das liegt zum Einen an meiner sehr altmodischen Ansicht von Liebe und auf der Gegenseite an der extrem hippen und sagen wir mal: modernen Welt. Nichts gegen die Moderne. Ich find's toll, ständig und überall meine Musik hören zu können. Ich find's toll, dass es LEDs gibt. Ich finde die Idee der problemlosen Kommunikation an sich auch gut. Warum fühle ich mich also, als wäre ich im Mittelalter besser aufgehoben, obwohl ich in einem modernen aber dystopischen Umfeld leben muss? Aber es ist ja erst eine Dystopie, wenn die Gesellschaft es bestätigt und es selbst über sich sagt. Obwohl alle immer jammern und nicht wirklich wissen, was sie wollen, sind sie dennoch zu nah und subjektiv an der Masse, um sich einen distanzierten Blick erlauben zu können, der eventuell sagt: Ja, das ist dystopisch. Aber nun gut. Mittelalter-Ich meets Future-Fame-Egos.

Das Mittelalter-Ich: Es schreibt Gedichte und Oden. Es ist ein etikettiertes Wesen und besitzt ritterlichen Edelmut. Es weiß um die rar gesäten Möglichkeiten, wenn es um das Avancieren und Begehren einer Herzdame geht, die von nun an in seinem edlen Leben die größte Rolle spielen soll.
Das Mittelalter-Ich ist ein klassischer Verfechter von Knigge-Ideen, ist ein wahrer Gentleman und darüber hinaus hat es den kreativen Geist alter Poeten und Künstler. Es würde eine Laute besitzen, mit der es unter dem steingerahmten Fenster eines Turmes stünde, um einer holden Maid Oden zu schmettern...egal ob des Nachts, bei Wind oder gar Wetter. Wobei das Wetter im Mittelalter wohl echt beschissener gewesen ist. "Klimawandel" war damals ja noch nicht so im Trend, wie derweil...

Wenn ich so in die Moderne-Dystopie schaue, sehe ich nur noch wenige dieser klassischen Werte und Ansichten, die das Mittelalter-Ich zum Mittelalter-Ich machen. Zwar wollen alle immernoch irgendwie glücklich und zufrieden sein, dies auch gerne unter zur Hilfenahme eines Teilzeit-Partners, aber der Weg zum vermeintlichen Glück ist so ein Anderer, als er mal gewesen ist. Heutzutage gibt es eine andere Art von persönlichem Glück: die kurzfristige Geltung. Lieber oberflächlich von Hunderten bestätigt werden, als von einem, der es wirklich echt und ehrlich meint. Nun gut. Die Masse ist, was die Masse macht. Macht die Masse Kurzfristigkeit, ist die Masse Kurzfristigkeit. Will die Masse Fame statt Dame, wird die Masse Fame und lame. Was die Masse will: ein paar Minuten gelten, um unmittelbar zum Obermufti in Brave-New-World zu werden. Das Lustige: jeder will der Obermufti sein und keinen interessierts, was der andere macht. So wirds immer irgendwen geben, der als aller Erster da war und dann den Rest, der nur mitmacht und abkupfert. Was ist denn aus der Persönlichkeit geworden? Was ist mit individuellem Anspruch, frage ich mich. Wer stellt sich denn noch unter das steingerahmte Fenster eines Turmes? Wer schreibt denn noch Gedichte oder ist ernsthaft daran interessiert, dass es jemand anderem besser gehen soll, als sich selbst?

Genau: Das Mittelalter-Ich. Es opfert sein letztes Hemd, verhökert sogar seinen Gaul oder bindet gar Flechten aus Haar, um ein Stück weit näher sein zu können. Es besitzt weder ein Navigationsgerät, noch wird es vom "Teufel in der Hand" besessen. Da Hexen ja eh nur ein Mythos sind, ist der Grad der Besessenheit im Mittelalter offenbar doch sehr viel geringer gewesen, als es jetzt in der Moderne ist. Aber was sind schon Mythen?! Keiner mag Mythen, die sind ja eh nicht echt, sagen sie dann. Das kann man eh nicht erreichen, sagen sie dann. Und dann kommt da die Masse wieder daher und macht, was die Masse macht. Zack: alle Mythen entkräftet. Und dabei schaut die Masse in den Staub. Nicht nach oben oder nach vorne, nein, nach unten. Fast unentwegt. Vielleicht bekommt die Gesellschaft ja deshalb nicht mehr mit, wie sie sich selbst manipuliert. Könnte ja sein?!

Das Mitelalter-Ich befindet sich aber nun mal auch in dieser Neo-Dystopie und fragt sich, wo das Mittelalter abgeblieben ist. Manchmal fragt es sich aber auch, warum das Ich in dieser falschen Zeit feststeckt. Dann wiederum erkennt es, dass es die Masse ist, was es an sich selbst zweifeln lässt. Es ist nicht wie die moderne Masse...es ist ja auch das Mittelalter-Ich. Es ist gut, wie es ist. Es ist ein vergangener Traum, der heute nicht mehr geträumt wird. Es ist erstrebenswert für die, die auch lieber im Mittelalter wären. Es passt nicht in die Masse. Dennoch möchte die Masse natürlich sehr, dass es ein Teil von ihr wird.

"Halte ein, oh Masse!" verkündet nun das Mittelalter-Ich: "Hinfort mit dir, du grausig Wesen. Nichts über Nichts würde ich erbarmen, dir zu entsprechen. So lass mich dann in Ruh, hinfort, du dunkle Macht!", und fügt hinzu: "Alles, was ich brauche habe ich doch schon. Was obliegt dir so zu tun, als würde etwas Andres helfen, mir zu sagen, was ich soll tun oder was ich soll sein?
Mein eigner Anspruch zur Genüge, dem will ich nur entsprechen und züge daraus mein Glück. Ganz einfach mit etwas Mühe, Anstand und Poesie im Herzen. Oh warte, die Worte mögen dir so fremd erscheinen – kürzt Du doch dein eignes Wort, um einfacher und weniger machen zu müssen. Lasst mich in Ruh mir euren Mannigfaltigkeiten und Geworbnem. Das einzig wahre Wort versprech ich nur der Maid aus dem Turm mit dem steingerahmten Fenster. So, hinfort von diesem Ort, in den Staub mit dir!"

"Hmmm? Hast du was gesagt, du Sonderling?" entgegnete die Masse und zögerte nicht, sich selbst mit einem oberflächlichen aber eindeutigen "Okay" zu bestätigen und zog gänzlich un-irritiert weiter. Das Mittelalter-Ich freute sich, das Ungetüm in die Flucht geschlagen zu haben und bewies sich selbst seinen ritterlichen Mut. Die Masse war immer noch die Masse und das Mittelalter-Ich wollte immer noch im Mittelalter verweilen. So trennte sich dann die Spreu vom Weizen und Spreu blieb, was das Spreu blieb. Nämlich: übrig und ziemlich wertlos, im Vergleich zum Weizen.

Das Mittelalter-Ich zog dann alsbald mit seiner Herzdame (und dem Weizen) von Dannen und baute fernab der Masse einen eigenen Turm, mit nicht nur einem, sondern gleich drei steingerahmten Fenstern, einem kleinen Hof und einem verzierten Handlauf im inneren des Turmes. Das Leben war leicht und voller Glück. Das Mittelalter-Ich war nun endlich wieder in seiner Zeit angekommen und strebte an, dort zu verweilen. Es würde zudem ständig den Hofe kehren, fegen, bürsten und pflegen, um in der Ruhe des Glückes, mit seiner holden Maid auf ewig zu verweilen.

Dienstag, 18. Dezember 2018

Mit Schwert und Tadel (#Dichterdienstag)

Nach fast achtundvierzig Stunden ohne,
sag' ich einfach mal: zack die Bohne!
Und frage: was geht los darein?
Juckt bei euch auch das dritte Bein?

Es scheint so, dass alles beim Alten ist:
Schläuche, Profile, ab und an ein Twist.
Räubertöchter, Tiere und Asi-Typen
nebst Frischlingen und Pseudo-Attitüden.

Wie schon ein weiser Mann einst sagte,
sei du selbst die Veränderung und warte
nicht darauf, dass etwas passiert,
sei du selbst aktiv und es wird.

Nun mische ich hier mal wieder mit,
texte, spreche, schreib' nen Hit.
Mit dem ich dann in die Vollen gehe,
but behave, nur Sex vor der Ehe.

So teile ich nun mit Schwert und Tadel,
was ich hab und sag': Hey Madel,
wie geht es dir? Was tust du hier?
Ich lad' zum Bier und dann quatschen wir!

Aus Tadel könnte Adel werden,
Bier ist und bleibt das Gold auf Erden.
Schwert bleibt immer Schwert...aber nur
mit genügend Raum und richt'ger Politur.

Ein paar Wenige werden wissen,
dass es sich handelt um gewissen
Insider-Content, der mal eben
erzählt von Geben und von Nehmen.

"Hört meine Worte und erfreut Euch ihrer"...
Es gibt, welch Glück, nicht viele Lider,
die verschlossen bleiben bei diesem Anblick.
Sei du selbst und es macht bald wieder Klick.

So lasst uns all' die Hände reichen,
auf ein gutes Jahresende und der Gleichen.
Ich reit' nun aber heiter und auch trabend
immer weiter, in den verdienten Feierabend.

Dienstag, 16. Oktober 2018

In dieser düsterschönen Utopie

Aufmerksamkeit, Kontakte und Entsprechungen. Darauf läuft es oft hinaus...ob, man den Ruhm und die Anerkennungen annimmt oder nicht. Einflüsse werden auf einen einprasseln. Im großen Stile, so wie im Kleinen. Sensibilität, Empfänglichkeit des Geistes, oder eher "negativ": mental weakness, sind dabei Faktoren, die für Viele nicht nachzuvollziehen sind. Wenn man sich dann zurückziehen muss, weil man nicht mehr in der Lage ist, zu entsprechen, dann ist das Schutz. Wenn man sich entzieht, diverser Pflichten, dann ist das eine Warnung, die es zu deuten gilt. Niemand sollte immer parat sein müssen. Wir sollten immer die freie Wahl haben, uns Selbst entsprechend zu reagieren.

Der feine Geist wird immer mehr komplizieren, als ein stumpfes Wesen.
Jeder der es kennt, weiß wie's ist. Jeder, der's nicht tut, sollte mal in sich lesen.

Sich fragen, wie es wäre, wenn man ganz am Boden ist.
Niemand, der nie am Boden war, kann sagen, wie es war,
nach oben blicken zu müssen, aus einer Sicht,
die nicht erstrebenswert, aber dennoch allumfassend, gar
nebelig und schleierhaft den Blick dann trübt,
und aus der Welt eine Andere webt.

Manchmal ist die Menge, die Fülle, eine so Große,
dass man bald nicht mehr weiß, wo vorn und hinten.
Und man fängt an zu zweifeln, sich zu winden,
sinniert dann, ob und überhaupt, zu werten ist, dies' Lose.

Man entzieht sich dann vielleicht komplett dem Ganzen
oder anders extrem: prescht noch mehr nach vorn',
um zu flüchten vor den wilden Grenzen,
die merklich immer mehr verdorr'n.

Wenn man hat ein gütig' Wesen, eine feine Art und Weise,
die stets positiv oder freundlich ist,
so ist es gegeben, dass man viel bekommt,
obwohl man eher leise, gar nicht weiß,
wie man umzugehen, den Weg dann sehen soll,
auf dieser langen, meist beschwerten Reise.

Ballast und Paketbarkeiten sind des Geistes Hindernis.
Die Möglichkeiten sind unendlich,
die Suche hingegen oft sehr mühsehlig(lich).
Das eig'ne Wohl, so soll es sein, die Wertigkeit an erster Stelle,
darf nie außer Acht gelassen werden,
auch wenn es leichter ist, nicht danach zu streben.

So grämen wir uns nicht und sehen optimistisch
auf das Befinden der eigenen Möglichkeit, wissend:
dass Aufmerksamkeit, Kontakte und Entsprechungen,
manchmal nicht mehr sind als soziale Verflechtungen,
die man auch mal stutzen darf - und sollte -,
wenn sie wuchern, was man so vielleicht nie wollte.

Lasst uns doch einander schenken, dass wir sind!
Und praktizieren einfach den eigentlichen Sinn.
Verständnis, Mitgefühl und Empathie.
Umsicht, Demut und Sympathie.
Menschsein, heut', ist leicht, wie nie!

...in dieser düsterschönen Utopie.

Freitag, 28. September 2018

Die Einfachheit der Dinge

Aufmerksam werden. Kontakt aufnehmen.
Kommunukativ sein. Sympathien empfinden.
Schreiben. Quatschen. Austauschen. Flirten.
Deutigkeiten hin und her werfen. Lachen.
Kommunikativ sein. Sich gut finden.
Treffen. Quatschen. Lachen. Chillen.
Austauschen.
Sachen hin und her werfen. Wein.
Deutigkeiten her und hin werfen.
Noch mehr Wein.
Sich noch mehr gut finden.
Sich näher kommen.
Zusammen sein.
Zweisamkeit.
Austausch.
Zusammenkommen.
Zufrieden sein.
Glücklich sein.

Es grüßt - Die Einfachheit

Mittwoch, 7. März 2018

Der Blowjob - Mythos oder Passion

Mit großer Mehrheit wurde dieser Beitrag dazu auserkoren, als Nächster das Licht der dunklen, digitalen Welt zu erblicken. Nun gut, hier kommts. Fängt ja schon gut an. Ich freu mich. Es wird bestimmt detailliert, fachspezifisch, leicht vulgär, etwas obszön, informativ und direkt. Wer das nicht möchte, sollte jetzt einfach nicht weiterlesen ;) Allen anderen, viel Information!


Der Blowjob. Oralverkehr, Fellatio. Französisch, blasen, lutschen, lecken, schlecken. In den Mund nehmen. Deepthroat. Macht und Hingabe. Frau, Mann. Mann, Mann. Vorspiel.

Tja, Mythos oder Passion? Da Sex an sich kein Mythos ist und der orale Verkehr eine Sexualpraktik beschreibt, ist es schwierig zu beweisen, dass es sich bei der Ausführung von Fellatio nur um Erzählungen und Sagen handelt. Tatsächlich ist die orale Befriedigung die zweit häufigst angewendete sexuelle Praktik, neben dem vaginalen Sex. Oralverkehr hat es zudem nachweislich schon seit allen Zeiten gegeben. Bildnisse und Terrakotta-Kunst aus der Antike liefern zum Beispiel lebhafte Darstellungen von Sexspielchen unter Göttern. Darunter auch das gegenseitige Befriedigen mit dem Mund. In der Antike war es zudem normal bis angesehen, wenn ein Blowjob unter Männern passierte. Und die Tatsache, dass Zeus von Hermes einen geblasen bekommt, sagt ja schon alles. Die Auslebung diverser sexueller Praktiken geht also schon eine ganze Weile in unserer Gesellschaft von Statten. Zwar haben im Laufe der Zeit rechtliche Maßnahmen hier und dort versucht, die freie Auslebung einzuschränken, aber eine moderne Etablierung von Sex in der Gesellschaft ist nicht von der Hand zu weisen. Ich rede hier selbstverständlich über die "normalen" Ausführungen, die uns Allen Spaß machen, unabhängig vom Geschlecht, die man als allgemein bekannt einstufen könnte.
Es gibt immer irgendwen, der irgendwas bevorzugt, klar, aber alles darüber hinaus, wie Fetische oder Dinge, die man als Paraphilien bezeichnet, will ich hier gar nicht aufgreifen, weil nein! Ich möchte ja hier von nem wunderbaren Ereignis schreiben, von etwas Positivem, von einem einzigartigen Gefühl.

Der Blowjob. (Der Beitrag heißt zwar "Der Blowjob...", soll aber keines Wegs als sexistisch aufgefasst werden. Zur reinen Prävention werde ich mich aber auch mit dem Cunnilingus beschäftigen, bzw. denke, dass auch vielen Frauen die aktive Ausführung eines Blowjobs gerne machen und sich also auch deshalb angesprochen fühlen dürfen.)
Wer kennt es nicht? Das Gefühl, wenn sich weiche Lippen sanft um die Eichel legen, sich bewegen, leichten Druck ausüben, sich wieder öffnen. Ein Küsschen aufs Nüsschen. Wenn die Zunge zusätzlich ins Spiel kommt und mal mehr mal weniger intensive Kreise zieht. Wenn der Penis zudem oral aufgenommen wird und durch die permanente Stimulierung vollends errigiert und mit Blut durchströmt wird, herrlich. Das ist schon was ganz Eigenes und Besonderes. Ein Gefühl, welches durch keine andere Ausführung hervorgerufen werden kann. Zu dem besonderen Gefühl der Stimulation und Lust, kommt auch ein gewisser Grad an unterbewusstem, psychologischem Kram dazu. Wenn man das etwas primitv betrachtet, wird der Mann beim Blowjob auf seinen Schwanz reduziert. Darin liegt dann für ihn selbst, zum Einen, die ganze Macht, da das primäre Geschlechtsteil ein sehr hohes Maß an Aufmerksamkeit erhält und der Mann sich erhaben fühlt. Etwas Animalisches, was verankert ist. Zum Anderen ist orale Stimulierung auch ein großer Vertrauensbeweis, da Mann den Schaft des Handelns abgibt und tatsächlich etwas die Kontrolle verliert. Das ist aber ganz normal und meistens gar nicht überdenkenswert, da die Verteilung der Rollen eh einvernehmlich sein sollte und im Bestfall, alle Beteiligten wissen, wie es geht. Man gibt sich ja schließlich beim Sex auch hin, da sollte man eh nicht so viel nachdenken, sondern einfach fallenlassen und mitmachen.

Der Blowjob. Definitiv kein Mythos. Selbst in der Tierwelt vertreten. Wen wundert es...es wurde natürlich bei Affen festgestellt. Im Speziellen bei Bonobo-Schimpansen. Zudem gibt es aber auch Belege für Fellatio bei Flughunden und Kängurus. Sex is everywhere. Natürlich ist er das, sonst, wären wir ja schließlich auch nicht hier...Aber die Ausführung einer sexuellen Praktik, die eben keinen anderen Grund hat, als zu erregen und zu stimulieren, hat ja nichts mit Fortpflanzung zu tun und dient alleine dem Spaß am Sex und dem Geschlechtsteil. Deshalb ist es umso interessanter, dass die Thematik über unsere menschliche Gesellschaft hinweg verbreitet zu sein scheint. Ebenso wenig ist es ein Mythos, dass sich jeder Mann selbst einen blasen würde, wenn er es könnte. Ein paar wenige Prozent sehr gelenkiger Menschen können dieses Kunststück wohl tatsächlich vollbringen. Respekt dafür, irgendwie! Und jeder der nicht wenigstens einmal darüber nachgedacht hat oder es schonmal versucht hat, der lügt, oder ist rein physikalisch einfach nicht im Stande. Dann kann man sich solche Ideen natürlich von vorneherein aus dem Kopf schlagen.

Ich finde es persönlich ja gut, dass sich der Blowjob als Vorspiel und ganz generell etabliert hat. Ich schätze es sehr, wenn meine Sexual-Partnerin das gerne macht und da eben die gewisse Leidenschaft entwickeln kann. Irgendwas Reizvolles wird ein Blowjob für die Damen ja auch haben, die es gerne tun. Ich kenne das Gefühl ja nur als annehmender Part. Wobei, wenn man überlegt, was für absonderliche Formen und Ausführungen es von Penissen geben kann, ist es bestimmt auch ein Stück weit optisch bedingt, bzw. physisch, wie intensiv man sich mit Oralsex beschäftigt. Als Frau oder schwuler Mann würde ichs glaub ich eher unschön finden, wenn da zum Beispiel so n Meter Vorhaut dranhängt, die man erst mal wegarbeiten muss...aber nun gut, niemand kann ja was für seine natürlich gewachsenen oder auch nicht gewachsenen Körperteile und man kann den Leuten ja auch nur vor die Hose gucken, nicht wahr? Aber ganz ehrlich, die Frage, wie der Penis eines Typen aussehen mag, auf den Ihr scharf seid, ist doch bestimmt von Wert? Hinzu kommen dann noch Größenvorstellungen, denke ich. Man lutscht doch lieber an nem stattlichen, optisch guten Gerät, als an nem Streichholz, das eventuell nen Knick hat und ziemlich schnell abbrennt? Oder ist das völlig irrelevant? Es geht ja immerhin um das primäre, männliche Geschlechtseil, dem normalerweise am meisten, prozentuale Aufmerksamkeit beim Blowjob geschenkt wird. Ich kann aber auch nachvollziehen, dass nicht Alle gleichermaßen von der Idee begeistert sind, einen Penis in den Mund zu nehmen. Ich denke unter schwulen Männern besteht da generell weniger Berührungsangst. Aber die kennen den männlichen Körper ja meistens selber sehr gut.

Der Blowjob. Passion also. Im Bestfall ja. Es sollte natürlich immer alles Freude bereiten und freiweillig passieren. Wenn das gegeben ist, kann auch gerne leidenschaftlich geblasen oder passioniert Fellatio und Cunnilingus vollzogen werden. Wie gesagt, nicht jeder wird Oralsex als toll empfinden oder einfach etwas Anderes bevorzugen. Leider, leider ist die heutige Darstellung von Sex durch die Masse an Pornografie, speziell im Internet, daran schuld, dass eine verzerrte Wahrnehmung der Sexualität passiert. Leute, Kids! Pornos sind so was wie RTL, sieht unter Umständen gut aus, ist aber gescriptet und inszeniert. Und KEIN Paradebeispiel, wie Sex funktioniert oder funktionieren soll! Was in Pornos teilweise geboten und dargestellt wird, ist schon ziemlich übel, hat sich aber leider in den Köpfen von Vielen als normal eingestellt. Die ganzen Hardcore-, Erniedrigungs-, Frauen-als-reine-Fickobjekte-Darstellungs-Sachen forcieren eine ganz komische Ansicht von Sex. Da bin ich wirklich froh, dass ich mich selber noch ausprobieren durfte, ohne "Tutorials" gehabt zu haben.

Apropos Sexpraktiken, die im Internet publiziert werden: Deepthroat (tief, Rachen) schön und gut, kann ein richtig intensives Gefühl sein, wenn es gekonnt wird. Denn: dass die ganzen Porno-Häschen sich jeden noch so großen Pimmel bis zum Anschlag in den Rachen schieben lassen, ist nicht so selbstverständlich, wie es aussieht. Das muss geübt werden. Das geht nicht mal eben so. Der natürliche Würgereflex steht dem dann doch meistens erstmal im Weg. Jungs, erwartet das also nicht automatisch, nur weil es so dargestellt wird. Umso mehr Respekt an die Mädels, die es können, wollen und tatsächlich nicht ersticken oder sich übergeben müssen.
Generell wird in Pornos eh zu viel suggeriert, was in der Realität einfach nicht stimmt, bzw. der Porno verschweigt etwaige Vorbereitungen, Vorsichtsmaßnahmen und Ähnliches. Beim Porno gehts den Meisten ja eh nur um die optischen Reize, ganz einfach, ganz platt. Dass das auch Arbeit bedeutet, nehmen die Meisten ja gar nicht wahr. Wie gesagt, ein Beispiel ist der Deepthroat, der aktiv geübt werden muss, sonst gehts unter Umständen echt nicht schön aus, im schlimmsten Fall wird tatsächlich jemand verletzt. Man darf auch nie vergessen, dass Oralsex grundsätzlich, wenn er nicht mit Kondom oder den ominösen Lecktüchern vollzogen wird, nicht gerade als safe gilt! Schleimhäute und Sekrete treffen auf einander. Besonders im Mund- und Rachenbereich tummeln sich zudem ziemlich viele Bakterie und die Ansteckungsgefahr mit übertragbaren Krankheiten, wie HIV, Hepatitis, HPV wird schon durch kleinste Verletzungen der Schleimhäute begünstig, also: bitte immer aufpassen bzw. sich im Klaren sein, was theoretisch passieren kann! Von einer Geschlechtskrankheit blieb ich bisher zum Glück verschont. Es gab nur einmal ein kleines, sehr einschneidendes Erlebnis mit künstlichen Fingernägeln, im wahrsten Sinne des Wortes einschneidend. Da wurde mir etwas anders, aber die Heilung des cuts ging dann doch ziemlich schnell von Statten. Das hat gebrannt, ich sags Euch!

Der Cunnilingus. Das weibliche Gegenstück zu Fellatio. Orale Stimualtion der Vulva und teilweise der Vagina. Hallo Kitzler, du erhälst besonderes Zungenspitzengefühl. Ein Nervenhotspot trifft auf einen Anderen. Besonders die Klitoris ist durch die orale Stimulierung potentiell zu ganz besonderen Höchstleistungen im Stande. Im Umgangssprachlichen spricht man ja allgemein vom Lecken. Und genau das beschreibt es ganz gut. Die Befriedigung mit Mund und Zunge besteht aber natürlich nicht nur aus lecken, sondern auch aus tasten, stupsen, schlecken, küssen, liebkosen, eindringen. Wenn man es richtig macht, geht da Einiges. Vorraussetzung ist aber auch hier, dass die Herren der Schöpfung es genauso gerne bei der Frau machen und Leidenschaft mit Technik kombinieren, um ganz besondere Freudenmomente zu erschaffen. Von so einem stumpfen Rumgesabber hat doch keiner was. Nicht obenrum und auch nicht untenrum. Aber da kommen wieder die persönlichen Ansprüche und Fähigkeiten ins Spiel. Auch beim Cunnilingus ist es eigentlich nur logisch, dass die Ausführung bei gleichgeschlechtlicher Verteilung einfacher, sensibler und bedachter ist. Jede Frau sollte Ihren Körper kennen und demnach auch mehr Verständnis für die Reizempfindungen der Weiblichkeit haben.

Oralsex, ein ganz besonderes Geschenk der Sexualität. Definitiv kein Mythos, sehr etabliert und oft ausgeführt. Passion, ja, wie gesagt, so sollte es sein. Sex braucht nun mal Leidenschaft, Lust und Hingabe, sonst kann man sich das auch ganz sparen. Ich muss sagen, dass ich bisher fast ausschließlich guten Sex hatte und es nie eine Zeitverschwendung gewesen ist. Naja, einmal, aber das ist schon lange her. Da dies ja keine Geschichte ist, brauchts auch kein Happy End, denke ich. Das folgt dann aber beim nächsten Beitrag.

Macht Liebe und seid offen und zufrieden mit Euch und Eurem Körper. Sex ist toll, einzigartig und sorgt für gute Laune, go for it and blow, lick, suck and fuck it!

Montag, 19. Februar 2018

F*cken und Schläge und Socken

Hey peopz, im Vorhinein muss ich erklärender Weise sagen, dass ich diesen Beitrag in angepasster Sprache schreibe, beginnend nach diesen Einführungssätzchen, sprich mit dem nächsten Absatz. Ich dachte mir, ich passe mich mal ein wenig an - zumindest temporär -  und lasse hier und da ein paar Artikel weg, "vergesse" Satzzeichen oder missachte Groß- und Kleinschreibung. Mal sehen, wie das werden wird, kann eigentlich nur gut werden. Besonders bei dem Thema...

...Thema steht ja da. Leicht abgekupfert bzw. inspiriert (na gut, übernommen und etwas hinzugefügt) weil am Wochenende habe ich wieder mal Californication angefangen zu gucken. Spaß für die ganze Familie wirklich. Großes Kino. Ich fühle mich auch nach dritter Sichtung sehr gut unterhalten und freue mich immer noch auf die nächsten Folgen und den ganzen abstrusen Quatsch der da zu Stande kommt. Der Moody mit seiner Mood immer. Der Runkle. Der Koks-Schlumpf. Herrlich. Wirklich ich fühle mich dabei extrem gut unterhalten. Titten gibbet auch immer mal wieder und Sex ja eh. Von wegen Ficken und Schläge, ne?! (ich tue mich gerade selber schwer mit der angepassten Sprache, es fühlt sich merkwürdig an, wenn man bewusst etwas Falsches tut...Gewissen?!)

Aber Ficken und Schläge: muss ja sagen das ich Schläge beim Sex jetzt nur so bedingt gut finde. Bin da nicht so der Masochist geschweige denn Sadist oder im ärgsten Falle, Sado-Masochist. Mal etwas härtere Gangart, kein Thema. Dominanz kann ich durchaus. Ein beherztes Anfassen oder Zupacken, gerne. Sagen, wo und wie es lang geht, auch super. Ich bediene nur eben nicht diesen Fetisch, welcher S&M definitiv ist. Ich verspüre keine körperliche Erregung, wenn ich jemandem Schmerzen oder "Erniedrigung" zufügen soll. Wenn es unbedingt gewollt wird, okay, dann werde ich es wohl auch veruschen, man darf aber dennoch nicht direkt erwarten, dass jeder auf die gleichen Dinge abfährt. Klar, nur Rumliegen und darauf warten, dass sich einer bewegt...nee, muss auch nicht sein. Wie immer gilt: Sex ist ein Sport, bei dem am Ende alle gewinnen sollten. Die Mischung machts, und vor allen Dingen Einvernehmen.

Aber wie Madame Mia schon in Frage stellt: "Was ist, wenn sie es einfach geil findet?". Kann sein, soll es geben. Bäm Junge zack haste eine hängen weil...ja fand se halt geil und so. Okay. Ich wäre allerdings auch reichlich irritiert würde so etwas mal passieren. Da ahnste nichts böses und dann kriegste ne Schelle. Mir geht bei Gewalt einfach keiner ab. Zu viel Pazifist in mir. Aber jedem das seine. Bin ja durchaus offen für Neues und definitiv nicht festgefahren. Aber wenn ich etwas nicht gut heiße bzw. meine Einstellung damit nicht einhergeht, dann wird das schwierig dabei etwas Gutes, Tolles oder Erregendes zu finden. (Ich lasse das mit der angepassten Sprache wieder. Das funktioniert nicht so gut. Ich kann das eben nicht so einfach, wie es mehr und mehr zum Usus wird. Sorry!)

Aber so aus heiterem Himmel Eine geballert zu bekommen...tja, wie würde man da reagieren? Die Voll-Asis unter uns würden wahrscheinlich, aus "reinem Affekt" heraus, einfach zurück schlagen. Zack, fliegt die Dame aus dem Bett und liegt da. Eine Begründung wäre dann wahrscheinlich: "Schlägst du mich, schlag ich dich"...immer dieses Auge um Auge, nee, nee! Der diplomatischere Mensch wäre wohl irritiert, würde es aber erstmal hinnehmen, um die Stimmung nicht weiter zu gefährden. Der Dumme würde es wahrscheinlich gar nicht einordnen können und es wäre ihm egal, Hauptsache ficken, jaa, jaa. Wie wenig Anspruch manch Mensch (Tier) doch so hat...Einige behaupten ja allen Ernstes "Loch ist Loch"... Da denke ich mir dann immer, das Loch da oben in deinem Schädel...da, wo eigentlich das Gehirn sitzt...aber nun gut. (Assoziationen zu "A Serbian Film" kommen hoch, urghs, was ein Film :O)

Jeder, wie er kann und will, solange niemand zu irgendetwas gezwungen wird, was er/sie nicht möchte, okay. Es passiert allerdings eh alles und noch so viel mehr hinter verschlossenen Türen und die Wenigsten gehen damit hausieren. Macht man ja auch nicht. Etikette, Anstand, Gentlemen/-women schweigen und genießen! Außer es wird sich bei Jungs- und oder Mädelsabenden, Stammtischen oder anderweitigen, kommunikativen Runden ausgetauscht. Da wird dann gerne mal geprahlt, geprollt, sich gegenseitig bestätigt. Und ich vermute, dass die Art der Kommunikation über dieses Thema, bzw. Sex im Allgemeinen, sich bei den Geschlechtern gar nicht so groß unterscheidet. Wenn die Geschlechter unter sich sind, ist die Kommunikation meistens gelöster oder etwas freier. Da tut sich bei Männlein und Weiblein nicht viel an Unterschied auf, denke ich, im Endeeffekt will es ja eh jeder. 
Die meisten Mädels tun halt immer nur so unschuldig in der Öffentlichkeit. Bzw. sie haben wahrscheinlich Angst ihren Prinzessinnen-Ruf zu verlieren. Oder tun eben genau so, um damit eine Art von Unnahbarkeit oder Anstand zu suggerieren, der bei gewissen Individuen durchaus Anklang findet und dadurch der ur-instinktliche Jagd-Trieb geweckt wird. Nicht Alle, aber viele, vermute ich. Besonders heutzutage. Aufmerksamkeit wird gerne wahrgenommen, egal in welcher Form.
Da die ganzen Jäger sich ja auch auf solche Spielchen einlassen, ist es auch kein Wunder, dass die Mädels heutzutage in der luxuriösen Position sind, solche Spielchen zu moderieren oder zu lenken. Es ist ganz einfach, einmal so ne Type an der Angel, da kannste ja theoretisch alles erzählen. Und wenn mal Zweifel aufkommen, einfach etwas Haut zeigen und der Jäger startet wieder bei Null. Ihr armen Männlein, was werdet Ihr doch alle manipuliert. Aber auch das will Mann, instinktiv, wahrscheinlich. Um genau diese Schublade auszufüllen, die erwartet wird.

Tja, Schubladen. Steckste in keiner drin, ist dein Platz eben woanders. Fernab der Schubladen. Aussortiert, irgendwo davor, dazwischen oder daneben. Auf dem Boden, in einer anderen Ecke des Raumes oder sogar vor der Türe, Hauptsache entfernt. Lässt man sich auf solche Spielchen also nicht ein, wird auch nicht mit Einem gespielt. Es wäre ja reiner Aufwand, sich aus der bequemen Situation der Schublade zu lösen, um im Umfeld nach etwas zu suchen, was dem eh nicht entspricht. Das Spielfeld ist ja in der Schublade. Und die Anzahl der spielfreudigen Anwärter ist hoch. So kommt es auch niemals zu einem Ende. Es fängt immer wieder von vorne an. Und die, die richtig viel Ehrgeiz haben, stellen sich erneut in der Schlange an, wenn sie das Spiel dann einmal durchhaben. Eine neue Runde, wer hat noch nicht, wer will noch mal.
Mädels sind in der Sockenschublade des Lebens wohl eher so die Socken, deren Partner-Socke irgendwann beim Waschen abhanden gekommen ist und die sich nun in der Situation befinden, dass es so viele andere Socken gibt, die potentiell passen könnten. So wird dann ausprobiert und getestet, ob nicht doch das kongruente (deckungsgleiche) Gegenstück wieder auftaucht. Es ist Alles ähnlich, aber nie hundertprozentig so, wie es mal war. Und so geht die Reise und das Spiel oft lange weiter. Nicht immer - wie gesagt, man darf nicht alles pauschalisieren, nicht jeder ist gleich, aber Verhaltensweisen wiederholen sich in einem Großteil der Fälle. Es gibt ja auch noch diejenigen Socken, die gar nicht so viel Wert darauf legen, dass es unbedingt, zwingend wieder das Gleiche sein muss. Das ist gut. So werden sich auch die Socken und Strümpfe finden, die nicht in der Schublade existieren können oder wollen.

Von Ficken und Schläge über Schubladen zu Socken. Ganz toll! Aber so siehts aus. Apropos Socken. Löcher in Socken kann man auch stopfen. Es gibt ja so unsagbare viele Mehrdeutigkeiten und Ausdrücke, Jargon oder Slang, um gewisse Dinge zu beschreiben. Ene mene miste, ich... Aber das ist mir zu platt, die ganzen chauvinistischen Sprüche aufzusagen, die so existieren. Das ist auch gar nicht mein Anspruch. Bekommt man aber meistens dennoch alles von den Artgenossen mit, ob man will oder nicht. Man muss es aber nicht anwenden, das macht dann den Unterschied, denke ich. Ich kann auch ein Arschloch sein, klar. Aber was hält mich denn davon ab, mich trotzdem relativ gewählt ausdrücken zu können? Richtig. Gar nichts. Oft ist es ja auch - und das immer vermehrt - der zweite Eindruck, der zählt. Auf den ersten Blick will doch eh immer jeder in erster Linie gut ankommen. Dafür sind Profile ganz hervorragend und dafür hat sie ja auch irgendwann jemand erfunden. Aber ich sags Euch, schaut auch mal hinter den Vorhang, wenn es der persönliche Anspruch zu lässt. Das, was nicht so offensichtlich ist, ist doch viel interessanter, als wieder irgend so ne Socke, die irgendwie ähnlich passend ist, aber dann eben doch nicht. Aber Löcher in Socken sind ja auch immer an den gleichen Stellen. Entweder ist die Ferse durch oder irgendwo vorn bei den Zehen. Das Traurige daran: Viele Socken werden gar nicht mehr gestopft, sondern direkt weggeworfen. Ungestopft und durchlöchert, zack in den Müll. Kein Wunder, dass Einige dadurch nen Sockenschuss kriegen können. Aber hey, das Gefühl "von den Socken zu sein" ist auf jeden Fall ein Gutes. Sollte jeder mal haben, egal in welche Richtung es geht, auch wenn es Schläge beim Ficken sein sollten...