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Sonntag, 2. September 2018
Der Versprecher
...und so standen sie beide nun da. Etwas verwirrt, wie sie hierher gekommen waren, schauten sie sich ratlos und fragend an, blickten sich ein ums andere Mal in dem kleinen Raum um, in dessen Mitte ein kleines Pult montiert war. Sonst war in dem Raum nicht viel zu sehen. Außer einer leuchtenden Leuchtstoffröhre, die an der Decke angebracht war, dem kleinen Pult und ihrer beiden Personen, war da nichts. Es gab nicht mal eine Türe, geschweige denn, einen Lichtschalter.
Man stelle sich einen Klotz aus Beton vor, der innen hohl ist. Grau und kalt war es in diesem Betonraum. Der Raum war maximal drei mal drei mal drei Meter groß. Bei genauerem Hinsehen verschwamm die Flucht der einheitlichen Wände aber ein ums andere Mal, so dass der Raum sich leicht danach anfühlte, als würde er sich in sich selbst etwas bewegen. Ihr wurde etwas schwindelig und sie setzte sich auf den nackten Boden. Er, den Raum nach irgendetwas Greifbarem absuchend, tigerte nervös an den Wänden lang. Wer war sie, fragte er sich. Wer war er, fragte sie sich. Sie kannten sich nicht.
Kaum hatten sie diese Gedanken zu Ende gedacht, pulverisierte sich in der Mitte des Raumes, hinter dem Pult, eine Person in umgekehrter Reihenfolge. Nicht die Person war in umgekehrter Reihenfolge, sondern die Art und Weise, wie sie dort auftauchte. Man stelle sich nun eine pulverisierende Explosion vor, die rückwärts abläuft und in deren eigentlichem Anfang sich eine Person materialisierte. Die nicht vorhandene Luft wurde kurzzeitig von einem einzigartigen shooows erfüllt. Dann war es wieder stumpf und still. Die beiden bemerkten nicht einmal, dass sie ihre eigenen Atemgeräusche gar nicht hörten. Würden sie auf ihre Handgelenke schauen und einen Puls suchen, so würden sie diesen zwar sehen, aber nichts weiter spüren.
Sie, während das Pulver sich verzog, immer noch auf dem Boden sitzend, sprang nun auf, wich einen Meter zurück und kalter Beton berührte ihre Hände. Er stand dort neben ihr, mit dem Rücken zur gleichen Wand. Beide schauten nun - zu Recht etwas entgeistert - in die Raummitte. Dort stand diese ominöse Gestalt an dem kleinen Pult. Grau, groß, ziemlich schlank. Ein adretter Anzug hing ihm locker auf den Schulter. Folgte man dem langen Revers hinauf zu seinem Gesicht, sah man ein Gesicht, das von Ausdruckslosigkeit geprägt war. Von dem langen stumpfen Kinn, über die schmale, leicht krumme Nase, bis hoch zur Stirn gab es keine Anzeichen für Mimik oder Ausdruck. Die Gesichtsfarbe war ebenfalls an das Grau des Betons angepasst und war aufgrund von nicht vorhandenen Poren, Falten oder Anzeichen von Bewegungen, glatt und emotionslos. Was die beiden aber wirklich erschaudern ließ, war die Tatsache, dass diese große, graue Person weder Augen noch Ohren hatte. An der Stelle, wo sich die Augen nebst Augenhöhlen normalerweise befinden, war einfach nur eine kahle, blanke Stelle. Keine Vertiefungen, wie bei einem Totenschädel. Eher so, wie bei einer Modellpuppe aus Holz: plan und eben, angepasst an die Symmetrie des Schädels. Die fehlenden Ohren gaben diesem Bild einen abrundenden Schwung und sorgten für regungslose Entgeisterung bei den vermeintlichen Gefangenen in dem Betonraum.
Die Gestalt am Pult lächelte ganz kurz, öffnete dann ihren ziemlich menschlichen Mund und sprach. Der Redner sprach die beiden an der Wand Stehenden direkt an. Er sprach so, als wäre es das Selbstverständlichste nun das Wort an sie zu richten. Seine Stimme war vertraut und angenehm. Sie fand, dass sich seine Stimme anhörte, wie die männliche Variante der Stimme einer ihrer besten Freundinnen. Er vernahm in seiner Stimme eine ähnliche Vertrautheit, auch wenn er nicht ganz zuordnen konnte, wen er mit dieser Stimme verbinden sollte. Stimme hin, Stimme her. In dem Betonraum gab es anscheinend überhaupt keinen Raumklang. Jedes Wort verebbte unmittelbar nach dem sein letzter Buchstabe gesprochen wurde. Kein Nachhall, kein emotionales Dehnen von Endungen. Es war sehr...wie soll man sagen? ...man hatte ein permanentes Gefühl der Komprimierung. Als er sprach, wurde jedes Mal ein kleines bisschen von einem Vakuum verdrängt, um den Worten ganz kurz Platz zu machen, um dann wieder mit einem lautlosen pflp die Dichte der Umgebung zu komprimieren.
"Hallo." sagte er. "Ich bin der Versprecher. Sei gegrüßt." Als er sprach, sprach er die beiden verwirrten Menschen gleichermaßen an. Sein Kopf war weiterhin in einer aufrechten Haltung, es war keine weitere Regung auszumachen, als die sich bewegenden Lippen. Mit Augen, wäre sein Blick wahrscheinlich starr und stierend gewesen. Seine Nasenspitze schien genau auf die Mitte zwischen den Beiden an der Wand zu zeigen. Sie mussten, wie gebannt, seinen Lippen folgen und den Worten lauschen. Es sah so aus, als würde er sprechen, allerdings tat er dies direkt in ihren Köpfen. Jeder der beiden vernahm unterschiedliche Worte, die der Versprecher aber gleichzeitig an sie zu richten schien. "Ich bin hier um Dir mein Wort zu geben." fuhr der Versprecher fort. "Höre auf meine Worte. Verlasse Dich darauf, dass es das wert ist."
Die Beiden lauschten weiter, etwas anderes blieb ihnen auch gar nicht übrig, und hörten dabei, wie
der Versprecher in ihren Köpfen kommunizierte.
Sie hörte: "Ich gebe Dir mein Wort, dass egal, was passiert, immer jemand hinter dir stehen wird, dich auffängt und im Notfall auch den Spaten bereit hält."
Er vernahm: "Ich gebe Dir mein Wort, dass ich stets aufrichtig mit dir umgehen werde."
"Ich gebe Dir dieses Versprechen. Denn ich bin der Versprecher. Ich sage Dir Dinge, die du glauben sollst und kannst. Ich gebe Dir mein Wort. Achte darauf und behalte es in Erinnerung. Vertraue mir." So sprach der Versprecher zu den Beiden und wiederholte noch einmal, nun mit einer etwas verzerrteren Stimme: "Ich gebe Dir mein Wort, dass egal, was passiert, immer jemand hinter dir stehen wird, dich auffängt und im Notfall auch den Braten bereit hält." Zeitgleich und parallel:
"Ich gebe Dir mein Wort, dass ich stets unaufrichtig mit dir umgehen werde."
So war er...der Versprecher: eindringlich, im Kopf, vertraut und irgendwie versprechend. Nachdem er die Worte wiederholt hatte, verschwand er noch plötzlicher, als er aufgetaucht war. Dieses Mal blieb die umgekehrte Pulverisierung aus. Es gab auch keine wirkliche Dematerialisierung. Er war einfach weg. Ein Blinzeln reichte aus und er war verschwunden. Der Betonraum war wieder so stumm und komprimiert, wie zuvor. Beide schauten sich noch einmal kurz an und wachten verwirrt auf.
Sie öffnete schlagartig die Augen und starrte an die Decke ihres Schlafzimmers. Kalter Schweiß rann von der Innenseite Ihrer Schädeldecke und tropfte penetrant auf ihre Erinnerung. "Was ein behinderter Traum..." murmelte sie vor sich hin, als die Bilder und Worte des Versprechers in ihrem Verstand aufblitzten. "Ernsthaft? Es wird jemand hinter mir stehen, der einen Braten bereit hält!? Und wer war der Typ, der auch da gewesen ist? Warum träume ich von fremden Menschen?" Sie schüttelte innerlich heftig mit dem Kopf, bei dem Versuch diesen Traum einzuordnen. "Der Versprecher, der Versprecher...was eine Gestalt..." dachte sie voller Argwohn, stand auf, ging zum Kühlschrank und entnahm diesem ein Kaltgetränk. Während sie einen kräftigen Schluck aus der Flasche saugte, grübelte sie weiter: "...gebe Dir mein Wort...auffängt...Spaten...Sagte er wirklich Spaten? Oder hat er sich nur Versprochen, als er Braten sagte?" Sie erinnerte sich daran, dass der Versprecher zweimal zu ihr gesprochen hatte...wusste aber beim besten Willen nicht mehr, welche Variante ihr nun versprochen wurde..."...hmmm, Braten...." Bei diesem Gedanken, schien sich der Geruch eines lecker duftenden Stückes Fleisch, welches im Ofen lustig vor sich hingart, zu verbreiten...
Er öffnete schlagartig die Augen und starrte an die Decke seine Schlafzimmers. Warmer Schweiß rann von der Außenseite seiner Schläfe und bahnte sich seinen Weg entlang der Ohrmuschel, um dann von seinem Ohrläppchen zu tropfen. "Was war das denn jetzt für ein Traum?" dachte er sichtlich verwirrt. Die Stirn in Runzeln und mit einem leichten Kopfschütteln, setzte er sich im Bett auf, fuhr sich mit den Händen durchs Gesicht und atmete einmal kräftig durch. "Ein Versprechen? Aufrichtigkeit...das ist ja eh voll mein Thema gerade...", resignierte er ein wenig und dachte weiter über diesen leicht skurrilen Traum nach: "Man, man, warum erinnere ich mich so gut an diesen Traum? Normalerweise bin ich doch gar nicht so...und überhaupt: fremde Menschen? Wer war sie? Und warum sah dieser Versprecher so aus, wie er aussah? Sagte er wirklich "..., dass ich stets unaufrichtig mit dir umgehen werde."? Oder war das nur ein Versprecher? Passen würde es ja irgendwie..." Er machte zuerst die kleine Lampe auf dem Beistelltisch an und sich dann selbst eine Zigarette. Blauer Dunst erfüllte den kleinen Lichtkegel und es schien für einen kurzen Moment nach Braten zu riechen...
Zeitgleich, aber an verschiedenen Orten kam den beiden spontan wieder das Bild des Antlitzes des Versprechers in den Sinn. Er sah schon gruselig aus. Ganz ohne Augen und Ohren...fahl, grau, karg, hager. Sie erschauderten für einen Bruchteil des Momentes und Gänsehaut fuhr, wie eine winzigkleine Laola-Welle, über ihre Körper hinweg. Seine Stimme war im Gegensatz zu seinem Äußeren allerdings sehr vertraut gewesen, erinnerten sie sich. ...und der Effekt mit dem rückwärts passierenden Pulverisieren war schon echt ein Hingucker. Die Gelähmtheit, die sie empfanden, als er zu ihnen sprach, war eher uncool. Und die Tatsache, dass man von fremden Menschen träumte war weiterhin dubios. Es war ein lebhaft unlebhafter Traum mit viel Erinnerungspotential. Für beide war es individuell aber simultan und dennoch ähnlich. Die Unsicherheit und Ungewissheit über die Deutung und Wahrnehmung dieses Traumes im Nachhinein, ließ beide noch ein wenig wach bleiben und darüber nachdenken, bevor sie wieder der gewohnten Schlafroutine beiwohnten.
Am nächsten Tag, Feierabend, traf sie sich dann mit ihrem besten Kumpel. Er traf sich wiederum mit seiner besten Freundin. Sie schilderten und erzählten ihren Herzmenschen von dem Traum aus der letzten Nacht. Beschrieben den Versprecher detailgenau und fragte wiederum nach der vermeintlichen Intention dieses Traumes. Den Rat, den sie dann jeweils von ihren Freunden bekamen, war sinngemäß sehr ähnlich. Ihre Freunde wussten nämlich um die jeweilige Situation in der sich die beiden gerade befanden.
Sie sah sich zur Zeit mit vielen Veränderungen und potentiellen Neuerungen konfrontiert. Sollte sie den alten Job hinwerfen und sich was Neues suchen? Sollte sie sich endlich von ihrem, sie nicht wirklich beachtenden Typen trennen? Und demnach auch umziehen müssen? Sollte sie einen komplett neuen Weg einschlagen? Der alte schien schon lange nicht mehr der richtige zu sein. Sie war allerdings etwas im Zweifel, ob diese Welt die geplanten Veränderungen hergeben würde. Der Versprecher hatte funktioniert.
Er war derjenige, der immer aufrichtig mit Anderen umging. Ein höchst sensibler Mensch, der ein Leben lang mit Unaufrichtigkeit, Vertrauensbrüchen und emotionaler Abhängigkeit konfrontiert war. Er befand sich gerade auf dem Weg in eine neue Geschichte. Bisher war es nur oberflächlicher Sex, aber es bahnte sich wohl etwas an. Wie solle er dies nun äußern? Genau so, wie immer? Aufrichtig und ehrlich, auf die Gefahr hin, damit alles kaputt zu machen? Oder solle er so tun als würde es ihm dieses Mal genügen, wie es wäre, und einfach mal unaufrichtig sein? Er war sich nicht sicher. Der Versprecher hatte funktioniert.
Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. So will es das Wort, wenn es gesprochen wird. Ein mündlicher Vertrag auf Vertrauensbasis. Ein Versprechen, dass zu halten ist, wenn man es äußert. War der Versprecher nun dieser Jenige, dem man aufs Wort glauben konnte, oder war die Mehrdeutigkeit seines Namens der springende Punkt bei der ganzen Angelegenheit?
Er sagte zu ihr: "Glaube mir, egal, wie du dich entscheiden wirst in den nächsten Tagen, ich gebe Dir mein Wort, dass egal, was passiert, immer jemand hinter dir stehen wird, dich auffängt und im Notfall auch den Spaten bereit hält. Derjenige werde Ich sein, das weißt Du ja! Und, wenn das mit dem Begraben von deinem baldigen Ex nicht klappt, dann mache ich dir auch einen Braten, keine Frage!" Sie lächelte, nickte und dankte ihm, dass er da war.
Sie sagte zu ihm: "Weißt du, du bist einer der feinfühligsten Menschen, die ich bisher kennen lernen durfte und ich sage dir, sei weiter genau so wie du bist! Bleibe aufrichtig und echt. Derjenige, der deine Aufrichtigkeit nicht anerkennt, hat dich auch nicht verdient. Dann geht es eben weiter. Ich gebe Dir mein Wort, dass ich stets aufrichtig mit dir umgehen werde. Auch wenn das manchmal heißt, dir Dinge zu verbildlichen, die du vielleicht anders gewollt hast." Er lächelte, nickte und dankte ihr, dass sie da war.
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Samstag, 31. März 2018
Missgunst - ein Einblick (Blog-Challenge Nr. 4)
Dieser Beitrag ist nun mehr - und das freut mich sehr - der vierte Teil der Blog-Challenge mit Karol von "Karol schreibt dies und das". Nicht nur, dass es schon die vierte Auflage ist, bei der wir ein Thema parallel beschreiben, nein, es ist auch ein weiterer Schreiberling, bzw. eine Schreiberline dazugekommen. Sprich: wir haben nun zu einem Thema drei unterschiedliche Beiträge und eventuell Ansichten und Herangehensweisen. Die Dritte im Bunde ist Jana von "The girl next door". Unser aller Thema für diese Challenge ist "Missgunst". Ich bin gespannt, was dabei rumkommen wird. Checkt unsere Blogs und Beiträge, viel Spaß!
Ms. Gunst uns ihr Gespür für Neid...ja, ganz toll. Wobei Neid auch als positiv bewertet werden kann. Wenn zum Beispiel aufgrund von Neid um Etwas, jemand angestachelt wird, eben das zu Beneidende auch erreichen zu wollen. Dann wäre Neid ein positiver Initiator. Aber primär gehts ja um Missgunst und die ist in jeden Fall als negativ aufzufassen.
Jemandem missgünstig entgegentreten oder aufgrund von Eifersucht eine spontane Antipathie zu entwickeln, ist nicht schön und wirklich kein feiner Zug. Das musste ich in den letzten Wochen leider am eigenen Leib erfahren. Ich war zum Einen selbst sehr missgünstig und habe meinen Unmut gegenüber Personen geäußert, die ich eigentlich mag und schätze. Zum Anderen wurde mir persönlich Missgunst an einer anderen Stelle entgegen gebracht. Mein eigenes Verhalten habe ich dadurch auf jeden Fall kritisch betrachtet und kam zu der Einsicht, dass ich das so nicht nochmal möchte. Die Missgunst, die mir zeitgleich von anderer Seite widerfahren ist, hat die Reflexion auf jeden Fall begünstigt, zu sehen, dass ich in dem Moment nicht so hätte reagieren dürfen, wie ich reagiert habe. Die Einsicht, im Nachhinein, ist leider zu spät gewesen und hat auf jeden Fall Wunden bei Menschen hinterlassen, die eventuell nur die Zeit wieder heilen kann, wenn überhaupt. Naja, toll war das Alles nicht, aber es ist passiert.
Ich kann zwar erklären, warum ich so emotional und in dem Moment befangen reagiert habe, nur ist das natürlich keine Entschuldigung oder Rechtfertigung. Ich hatte meine Emotionen einfach nicht unter Kontrolle und habe mir auf kommunikativem Weg sehr energisch Luft gemacht. Im Endeffekt habe ich den Grund für die Unzufriedenheit über meine Situation jemand Anderem in die Schuhe geschoben, habe mich übergangen gefühlt, alleine, selber nicht gewertschätzt und hatte das Gefühl, ausgetauscht worden zu sein. Warum, weshalb, wieso dieses Gefühl bei mir entstanden ist, hat definitiv seine Gründe, das kommt ja nicht einfach so, aber Ich war Partei A und B gegenüber missgünstig, wobei ich eigentlich nur Partei A für meine negativen Gedanken verantwortlich machen kann. Partei B wurde aber in dem Zusammenhang der Grund und zugleich Sündenbock für meine Missgunst. In dem Moment war es mir egal, wem ich da an den Karren pisse, Hauptsache Luft machen...ich kann so was dann wirklich schlecht bei mir behalten. Und der Rahmen und die Umgebung sind dabei völlig egal. Ich habe meine Missgunst also in einem öffentlichen Raum kundgetan, quasi mit Publikum, Abends, beim Feiern bzw. beim Beisammensein in einer Bar.
Alles nicht schön, ja, es tut mir auch definitiv leid, dass ich so rücksichtslos gewesen bin. Aber dennoch kann ich nicht hundertprozentig von der Hand weisen, dass die Gründe für diese Missgunst total unbegründet sind. Ich hätte mich definitiv nicht zu der harschen, rauen und verletzenden Art hinreißen lassen dürfen und hätte das ganz anders kommunizieren müssen und vor allen Dingen nicht in diesem Rahmen. Mir war in diesem Moment aber furchtbar egal, wer da vor mir gesessen hat oder in welchem Umfeld ich mich befunden habe. Jeder hätte meinen Zorn abbekommen, egal ob das nun ein Bekannter, ein Fremder, ein Freund oder die Familie gewesen wäre. Ich kann das eben nicht so gut, mit der positiven Miene zum emotional, negativen Spiel. Zum Teil gehört das durchaus zu mir. Im Endeffekt habe ich wahrscheinlich aber auch einfach zu viel in gewisse Dinge hinein interpretiert, die mich befangen gemacht, bzw. diese emotionale Geschichte gesteuert haben...lange Rede kurzer Sinn: es tut mir leid, die Menschen mit diesem Verhalten verletzt zu haben und ich sehe ein, dass ich mich falsch verhalten habe!
Zu der anderen Seite: ich mache im Moment ja leider dieser Trennung durch. Die Trennung von der Insel. Das Flüchten in andere Gewässer. Es ist alles irgendwie genauso, wie bei der Beendigung einer Beziehung. Eine Beziehung, die eigentlich toll war, bei der es aber zu Anfeindungen bei der Trennung kommt. Schuld wird von A nach B geschoben. Unmut geäußert. Dinge werden einem vorgeworfen. Man wird mit Missgunst über einen selber oder diese Situation konfrontiert. Ich merke aber, dass ein beträchtlicher Teil der Missgunst, mir ganz alleine gebührt. Ich kann irgendwie nachvollziehen, warum das so ist (ich meine die Gründe dafür zu kennen, warum sich jetzt so negativ verhalten wird). Ich habe die Befangenheit ja selber parallel ausgelebt. Und deshalb kann ich nur bekräftigen, dass so etwas wirklich nicht schön ist. Ob man das nun selber ausführt oder ein Opfer von Missgunst oder Missfallen ist. So sollte es wenigstens im Nachhinein sein. Vorausgesetzt man hat ein Gewissen. Sollte man wirklich völlig rücksichts- und gewissenlos sein, werden einem die Anfeindungen und Missgünste wohl egal sein. Dann sieht man aber auch nicht, dass man damit Schaden anrichtet oder verletzt. Wenn diese Missgunst, wie in diesem Falle, auch nur eine Projektion der eigenen Empfindungen und/oder Probleme ist (wie es auch in meiner Situation war), sollte man sich zwangsläufig fragen, ob das so richtig ist, damit weiterzumachen.
Wie gesagt, zu viel Missgunst sprengt irgendwann den Rahmen und man distanziert sich dann voneinander. Das muss man dann für sich selber wissen, ob man das möchte oder nicht. Wenn null Einsicht passiert, dass dieses Verhalten gesellschaftlich nicht gerade toll ist, ist es nur ganz normal, dass man damit die Leute eher von sich wegstößt, als sie an sich zu binden. Auf Dauer kommt man mit dem Verhalten nicht weit, denke ich. Oder man ist ein Egoist und Narzisst, dann ist so etwas wie Mitgefühl oder Empathie ja meistens völlig egal und man geht seinen Weg. Das ist okay, das nehme ich auch so hin und akzeptiere das aktuell bei jemand Anderem. Dann möchte ich aber auch darum bitten, dass akzeptiert wird, dass ich mich dem einfach nicht weiter aussetzen möchte, da es nichts bringen würde mit dieser Einstellung auf diplomatischem Wege umzugehen. Deshalb ist die Missgunst über die Dinge und Situationen in der aktuellen Trennung leider immer noch präsent und so stark, dass es persönlich bleibt und das ist schade.
*(ironischer Einschub): Die Rolle eines Sündenbockes, ja, was soll ich sagen, die ist auf jeden Fall total toll und wirklich erstrebenswert. Das sollte jeder mal machen. Kann ich echt nur empfehlen. Man bekommt so viel Aufmerksamkeit, sogar ungefragt. Man erfährt Dinge über sich selber, von denen man nicht die geringste Ahnung hatte. Und man kann sich komplett auf die Meinung des Gegenüber verlassen. Etwas Anderes zählt ja eh nicht. Also ich muss sagen, dass ich gerne der Sündenbock bin. Das macht Spaß. Ich lache viel und es ist gar nicht anstrengend darüber nachzudenken, warum jemand so reagiert, und das über einen solchen Zeitraum. Wirklich, Sündenbock wird mein neues Sternzeichen, ich lasse mich umtaufen! (Ende der Ironie)*
...zusammenfassend kann man also sagen, Missgunst, nein das ist nicht gut. Es passiert. Immer wieder, oft, täglich. Es ist zu unterscheiden auf welchen Ebenen das passiert und in welchem Umfang. Ob es frei kommuniziert wird oder nur gedacht wird. Die Kommunikation von Missgunst ist auf jeden Fall nicht einfach. Für keine Seite. Oft ist es emotional gesteuert und nicht rational. Es ist definitiv nichts Schönes und auch nichts, auf das man stolz sein sollte. Es muss eigentlich nicht sein, aber ich denke die Wenigsten sind komplett frei davon. Das ist ja auch okay, nur sollte man immer merken, wenn so etwas negativ auffällt und sollte dann dementsprechend etwas daran ändern, sofern man das möchte und kann. So lange aber keine Einsicht passiert, und nur die Missgunst vorherrscht, ist es aber wirklich schwierig, immer neutral zu bleiben...
Ich bin nun wirklich auf die anderen beiden Beiträge zu diesem Thema gespannt und freue mich, zu lesen, wie Karol und Jana das Ganze beschrieben haben werden. Immer wieder eine feine Sache, wenn solche übergreifenden Schreibsachen funktionieren! Go for the Beiträge, drei Stück, ein Thema!
Ms. Gunst uns ihr Gespür für Neid...ja, ganz toll. Wobei Neid auch als positiv bewertet werden kann. Wenn zum Beispiel aufgrund von Neid um Etwas, jemand angestachelt wird, eben das zu Beneidende auch erreichen zu wollen. Dann wäre Neid ein positiver Initiator. Aber primär gehts ja um Missgunst und die ist in jeden Fall als negativ aufzufassen.
Jemandem missgünstig entgegentreten oder aufgrund von Eifersucht eine spontane Antipathie zu entwickeln, ist nicht schön und wirklich kein feiner Zug. Das musste ich in den letzten Wochen leider am eigenen Leib erfahren. Ich war zum Einen selbst sehr missgünstig und habe meinen Unmut gegenüber Personen geäußert, die ich eigentlich mag und schätze. Zum Anderen wurde mir persönlich Missgunst an einer anderen Stelle entgegen gebracht. Mein eigenes Verhalten habe ich dadurch auf jeden Fall kritisch betrachtet und kam zu der Einsicht, dass ich das so nicht nochmal möchte. Die Missgunst, die mir zeitgleich von anderer Seite widerfahren ist, hat die Reflexion auf jeden Fall begünstigt, zu sehen, dass ich in dem Moment nicht so hätte reagieren dürfen, wie ich reagiert habe. Die Einsicht, im Nachhinein, ist leider zu spät gewesen und hat auf jeden Fall Wunden bei Menschen hinterlassen, die eventuell nur die Zeit wieder heilen kann, wenn überhaupt. Naja, toll war das Alles nicht, aber es ist passiert.
Ich kann zwar erklären, warum ich so emotional und in dem Moment befangen reagiert habe, nur ist das natürlich keine Entschuldigung oder Rechtfertigung. Ich hatte meine Emotionen einfach nicht unter Kontrolle und habe mir auf kommunikativem Weg sehr energisch Luft gemacht. Im Endeffekt habe ich den Grund für die Unzufriedenheit über meine Situation jemand Anderem in die Schuhe geschoben, habe mich übergangen gefühlt, alleine, selber nicht gewertschätzt und hatte das Gefühl, ausgetauscht worden zu sein. Warum, weshalb, wieso dieses Gefühl bei mir entstanden ist, hat definitiv seine Gründe, das kommt ja nicht einfach so, aber Ich war Partei A und B gegenüber missgünstig, wobei ich eigentlich nur Partei A für meine negativen Gedanken verantwortlich machen kann. Partei B wurde aber in dem Zusammenhang der Grund und zugleich Sündenbock für meine Missgunst. In dem Moment war es mir egal, wem ich da an den Karren pisse, Hauptsache Luft machen...ich kann so was dann wirklich schlecht bei mir behalten. Und der Rahmen und die Umgebung sind dabei völlig egal. Ich habe meine Missgunst also in einem öffentlichen Raum kundgetan, quasi mit Publikum, Abends, beim Feiern bzw. beim Beisammensein in einer Bar.
Alles nicht schön, ja, es tut mir auch definitiv leid, dass ich so rücksichtslos gewesen bin. Aber dennoch kann ich nicht hundertprozentig von der Hand weisen, dass die Gründe für diese Missgunst total unbegründet sind. Ich hätte mich definitiv nicht zu der harschen, rauen und verletzenden Art hinreißen lassen dürfen und hätte das ganz anders kommunizieren müssen und vor allen Dingen nicht in diesem Rahmen. Mir war in diesem Moment aber furchtbar egal, wer da vor mir gesessen hat oder in welchem Umfeld ich mich befunden habe. Jeder hätte meinen Zorn abbekommen, egal ob das nun ein Bekannter, ein Fremder, ein Freund oder die Familie gewesen wäre. Ich kann das eben nicht so gut, mit der positiven Miene zum emotional, negativen Spiel. Zum Teil gehört das durchaus zu mir. Im Endeffekt habe ich wahrscheinlich aber auch einfach zu viel in gewisse Dinge hinein interpretiert, die mich befangen gemacht, bzw. diese emotionale Geschichte gesteuert haben...lange Rede kurzer Sinn: es tut mir leid, die Menschen mit diesem Verhalten verletzt zu haben und ich sehe ein, dass ich mich falsch verhalten habe!
Zu der anderen Seite: ich mache im Moment ja leider dieser Trennung durch. Die Trennung von der Insel. Das Flüchten in andere Gewässer. Es ist alles irgendwie genauso, wie bei der Beendigung einer Beziehung. Eine Beziehung, die eigentlich toll war, bei der es aber zu Anfeindungen bei der Trennung kommt. Schuld wird von A nach B geschoben. Unmut geäußert. Dinge werden einem vorgeworfen. Man wird mit Missgunst über einen selber oder diese Situation konfrontiert. Ich merke aber, dass ein beträchtlicher Teil der Missgunst, mir ganz alleine gebührt. Ich kann irgendwie nachvollziehen, warum das so ist (ich meine die Gründe dafür zu kennen, warum sich jetzt so negativ verhalten wird). Ich habe die Befangenheit ja selber parallel ausgelebt. Und deshalb kann ich nur bekräftigen, dass so etwas wirklich nicht schön ist. Ob man das nun selber ausführt oder ein Opfer von Missgunst oder Missfallen ist. So sollte es wenigstens im Nachhinein sein. Vorausgesetzt man hat ein Gewissen. Sollte man wirklich völlig rücksichts- und gewissenlos sein, werden einem die Anfeindungen und Missgünste wohl egal sein. Dann sieht man aber auch nicht, dass man damit Schaden anrichtet oder verletzt. Wenn diese Missgunst, wie in diesem Falle, auch nur eine Projektion der eigenen Empfindungen und/oder Probleme ist (wie es auch in meiner Situation war), sollte man sich zwangsläufig fragen, ob das so richtig ist, damit weiterzumachen.
Wie gesagt, zu viel Missgunst sprengt irgendwann den Rahmen und man distanziert sich dann voneinander. Das muss man dann für sich selber wissen, ob man das möchte oder nicht. Wenn null Einsicht passiert, dass dieses Verhalten gesellschaftlich nicht gerade toll ist, ist es nur ganz normal, dass man damit die Leute eher von sich wegstößt, als sie an sich zu binden. Auf Dauer kommt man mit dem Verhalten nicht weit, denke ich. Oder man ist ein Egoist und Narzisst, dann ist so etwas wie Mitgefühl oder Empathie ja meistens völlig egal und man geht seinen Weg. Das ist okay, das nehme ich auch so hin und akzeptiere das aktuell bei jemand Anderem. Dann möchte ich aber auch darum bitten, dass akzeptiert wird, dass ich mich dem einfach nicht weiter aussetzen möchte, da es nichts bringen würde mit dieser Einstellung auf diplomatischem Wege umzugehen. Deshalb ist die Missgunst über die Dinge und Situationen in der aktuellen Trennung leider immer noch präsent und so stark, dass es persönlich bleibt und das ist schade.
*(ironischer Einschub): Die Rolle eines Sündenbockes, ja, was soll ich sagen, die ist auf jeden Fall total toll und wirklich erstrebenswert. Das sollte jeder mal machen. Kann ich echt nur empfehlen. Man bekommt so viel Aufmerksamkeit, sogar ungefragt. Man erfährt Dinge über sich selber, von denen man nicht die geringste Ahnung hatte. Und man kann sich komplett auf die Meinung des Gegenüber verlassen. Etwas Anderes zählt ja eh nicht. Also ich muss sagen, dass ich gerne der Sündenbock bin. Das macht Spaß. Ich lache viel und es ist gar nicht anstrengend darüber nachzudenken, warum jemand so reagiert, und das über einen solchen Zeitraum. Wirklich, Sündenbock wird mein neues Sternzeichen, ich lasse mich umtaufen! (Ende der Ironie)*
...zusammenfassend kann man also sagen, Missgunst, nein das ist nicht gut. Es passiert. Immer wieder, oft, täglich. Es ist zu unterscheiden auf welchen Ebenen das passiert und in welchem Umfang. Ob es frei kommuniziert wird oder nur gedacht wird. Die Kommunikation von Missgunst ist auf jeden Fall nicht einfach. Für keine Seite. Oft ist es emotional gesteuert und nicht rational. Es ist definitiv nichts Schönes und auch nichts, auf das man stolz sein sollte. Es muss eigentlich nicht sein, aber ich denke die Wenigsten sind komplett frei davon. Das ist ja auch okay, nur sollte man immer merken, wenn so etwas negativ auffällt und sollte dann dementsprechend etwas daran ändern, sofern man das möchte und kann. So lange aber keine Einsicht passiert, und nur die Missgunst vorherrscht, ist es aber wirklich schwierig, immer neutral zu bleiben...
Ich bin nun wirklich auf die anderen beiden Beiträge zu diesem Thema gespannt und freue mich, zu lesen, wie Karol und Jana das Ganze beschrieben haben werden. Immer wieder eine feine Sache, wenn solche übergreifenden Schreibsachen funktionieren! Go for the Beiträge, drei Stück, ein Thema!
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Montag, 5. Februar 2018
Blindes Verständnis ist so toll!
Kids, hier kommt mal wieder ein Beitrag über Ereignisse und Tatsachen. Nicht, wie sonst oft, über irgendwelche Themen, auch wenn diese für mich meistens sehr interessant sind, wie das Zeit-Thema, zum Beispiel, oder das Gehirn an sich, oder Verhalten von Leuten...aber weg von diesen Allgemeinheiten, hin zu konkreten Beispielen für wunderbares Verständnis.
Ich habe da eine Band. Eine Gute? Sozusagen die Beste! Das Problem, ich habe eine Schwester...aber das ist ja jetzt nur Quatsch in meinem Kopf :P
Die Band, wir, Makiwara, hatten da am Wochenende, am Samstag, nen kleinen Auftritt. Wir wurden vor ca. 3 Wochen gefragt, ob wir spontan in Mönchengladbach als Support für die Band Katortz spielen wollen und können. Gefragt, getan. Wir haben natürlich zugesagt. Obwohl wir uns mit der Band immer noch auf Sängersuche befinden, weiterhin also nur instrumental auftreten können, werden wir doch des Öfteren bedacht und in Erwägung gezogen, Auftritte absolvieren zu dürfen. Das alleine ist schon so eine tolle Sache und ein wunderbares Vertrauen, das da in uns, als Band, gelegt wird. Ganz groß! Wir wollen natürlich so viel wie möglich vor Publikum spielen, da wir uns bisher eher im Proberaum aufgehalten haben. Also immer her mit weiteren Gig Angeboten, Makiwara muss in die Welt!!
Zum Auftritt: Samstag, 17 Uhr, Kultube, Mönchengladbach. Treffen vor Ort mit der anderen Kapelle zum Aufbau, Soundcheck etc. Das Übliche, was man so macht, wenn man als Band nen Auftritt gibt. Sprich, aus dem Proberaum in das Auto, zur Location, aus dem Auto, in die Location, schleppen. Großteils Gestänge vom Schlagwerker. Viel Kleinzeug hat der gute Tommler, aber so muss das sein! Also alles easy peasy. Das Kultube als Location kannte ich persönlich noch nicht von innen. Nur von außen und aus Erzählungen. Das ist echt ne kleine, feine Rockkneipe, recht zentral, mit reichlich Auftrittsangeboten von diversen Bands. Hut ab, Herr Busch, für die Organisation und das am Leben halten dieser Instititution, richtig gut!
Katortz hat dann erstmal die Bühne, eine kleine Bühne, vielleicht so 3 x 3 Meter, in Beschlag genommen. Sie haben freundlicher Weise das Schlagzeug gestellt und aus Köln mitgebracht, sprich Base, Toms und Grundlagen. Für uns war dann erstmal warten angesagt, die Beine vertreten, den Laden angucken, viele Raucherpausen. Als dann alles soweit verkabelt und aufgebaut war, haben die Jungs dann ihren Soundcheck gemacht. Soweit so gut. Auch wenn es hier und da noch kleine Abstimmungsschwierigkeiten mit den Subwoofern unter der Bühne und der Mikrofonierung der Basedrum gegeben hat...viel Subbass der da passiert ist...etwas zu viel, aber auch das konnte der freundliche Tonmensch soweit auspegeln, steuern und regeln.
Katortz waren nun also erstmal durch mit Ihrem Kram. Zu diesem Zeitpunkt war es kurz vor 19 Uhr. Einlass war um 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Also ein bisschen Zeitdruck, aber nur ein bisschen.
Wir also mit unserem Zeug rauf auf die Bühne, alles verkabelt, mikrofoniert, Becken-Geshizzle angeschraubt, und dann unseren Soundcheck gemacht. Katortz waren nach ihrem Check mit dem Sound auf der Bühne eigentlich ganz zufrieden, so sagten sie. Problem: Die Verstärker auf der Bühne waren so leise eingestellt, da ja alles über PA und DI abgenommen wurde und wir uns eigentlich über die Monitor-Boxen hören sollten. Das große Manko dabei war leider die Tatsache, dass die Monitore leider mal so gar nichts ausgegeben haben...wirklich, also so null, irgendwie. Der Tonmensch meinte noch, ja...die sind schon ganz aufgedreht, da kann ich nicht mehr viel machen...ja, das war schade...aber damit muss man dann auch umgehen und die ganze Geschichte durchziehen. Fakt war also, Bass und Gitarre war für uns, Bass und Gitarre, kaum bis gar nicht hörbar. Der Trommler hatte wenigstens noch etwas Glück mit seiner Box, da kam immerhin ein bisschen was raus. Alles in Allem stand uns also ein auditiver Blindflug bevor. Die Art von Konzerten, bei denen man vorher sagt, dass man froh ist, wenn man es gemeistert hat. Wir waren dennoch pünktlich um 19:30 Uhr fertig mit unserem Blindcheck und haben uns dann darauf geeinigt, dass das schon werden wird. Immerhin machen wir jetzt seit knapp 1 1/2 Jahren zusammen Mucke und das hat sich ausgezahlt...
...die Tatsache, dass wir uns selber beim Auftritt nicht gehört haben, sorgte natürlich für etwas Verunsicherung, die man uns aber nicht angemerkt hat. Wir haben also unser Set, knapp 45 Minuten, abgerockt und alles gegeben, um ne vernünftige Darbietung auf die Bühne zu bringen und das kleine Publikum zu unterhalten. Direkt nach dem ersten Song haben wir germerkt, dass es super funktioniert, also wir, als Band und die Songs, die wir geschrieben haben, wohl gemerkt, noch immer ohne Vocals. Die Menschen vor Ort hatten hörbar Spaß und motivierten dadurch natürlich umso mehr, genau so weiter zu machen. Blindes spielen, nach Gefühl, ist echt so ne Sache... Wir konnte immer noch nicht richtig einschätzen, wie wir im Endeffekt gespielt haben. Klar, so ein paar kleine Verspieler, oder Patzer merkt man ja direkt beim Zocken. Aber ohne das Feedback von Anschlägen oder Effekten konnte man schwerlich einschätzen, ob es jetzt mega tight und auf den Punkt war, oder nicht.
Und jetzt kommen wir auch mal zum Titel, dass blindes Verständnis echt toll ist. Jungens, Danke! Wir machen das alles sehr richtig, sehr gut und können uns aufeinander verlassen und sind wirklich bestens eingespielt, das kann man nicht anders sagen. Trotz des Blindfluges hat alles geklappt, weil wir einfach wissen, was wir da tun, auch ohne es zu hören.
Das Gefühl, in einem Bandgefüge die eigene Musik zu performen und einem Publikum zu offerieren und dafür auch noch so viel Zuspruch zu bekommen, ist echt eine ganz besondere und ganz eigene, nicht vergleichbare Sache. Eh die Tatsache als Künstler auf einer Bühne zu stehen, ist so ein Unikat an Gefühl und Erfahrung! Und mit den richtigen Menschen, umso schöner. Es hat also im Endeffekt alles so funktioniert, wie wir uns unsere Musik vorstellen. Die konkrete Bestätigung, dass wir, ob der Umstände, tatsächlich ganz geil gezockt haben, bekamen wir dann am Sonntag Nachmittag. In Form eines Videos von dem Auftritt, das eine ganz wunderbare Person den ganzen Abend gemacht hat. 50 Minuten Arm hochhalten und aufnehmen, sehr gut, Respekt! Muchas gracias dafür, Frau B.
Beim nächsten Gig werden wir uns auch wieder selber hören und wirken dann wahrscheinlich noch etwas lockerer und gelöster.
Da wir uns ja zudem immernoch ein bisschen ausprobieren müssen, was die Performance auf einer Bühne angeht, war das eine gute Erfahrung und Herausforderung. Vor allen Dingen eine positive Bewältigung im Kollektiv. Wie gesagt, ein so wunderbar funktionierendes Bandgefüge ist echt eine ganz, ganz tolle Angelegenheit!
In der Nachbetrachtung waren wir aber alle wirklich positiv überrascht, da wir von dem Schlimmsten ausgegangen waren und den Auftritt bis dahin einfach nicht so richtig einschätzen konnten. Toll, dass mittlerweile die Technik soweit ist, dass alles in relativ vernünftiger Qualität in Bild und Ton festgehalten werden kann, Smartphones sei Dank. Ich bin mir sehr sicher, dass wir uns den Auftritt seit gestern alle mehrfach reingezogen haben und das noch öfter tun werden, da es im Endeffekt ein wirklich cooles Ding war, und wir uns absolut nichts vorzuwerfen haben!! Also weiter so, Jungs, Makiwara, wir. Eigenlob stinkt ja zum Glück nicht, falls doch, gibts noch genug Menschen, die bisher bei allen Gigs dabei waren und uns genau diese Bestätigung geben! Wie der Tom schon sagte, "Ihr seid die Geilsten". Wirklich wahr, Respekt und einen riesen Dank an Alle, die uns weiter so feiern!!! Musik, Band, hach, du Insel.
Und: wir sind fleißig dabei, für Vocals zu sorgen und "casten" aktuell Menschen, die bei uns singen möchten. Man darf also gespannt sein. Wenn es so kommt, wie wir uns das wünschen und erhoffen, wirds alles noch ne weitere Ecke fetter werden, stay tuned!! Makiwara for the world, ich sags ja. Falls es Euch interessiert, checkt auch einfach unsere Facebook-Seite aus, oder Youtube, oder Instagram, das ganze Zeug, da sind wir natürlich überall zugegen und freuen uns über Feedback in allen Formen.
Ich habe da eine Band. Eine Gute? Sozusagen die Beste! Das Problem, ich habe eine Schwester...aber das ist ja jetzt nur Quatsch in meinem Kopf :P
Die Band, wir, Makiwara, hatten da am Wochenende, am Samstag, nen kleinen Auftritt. Wir wurden vor ca. 3 Wochen gefragt, ob wir spontan in Mönchengladbach als Support für die Band Katortz spielen wollen und können. Gefragt, getan. Wir haben natürlich zugesagt. Obwohl wir uns mit der Band immer noch auf Sängersuche befinden, weiterhin also nur instrumental auftreten können, werden wir doch des Öfteren bedacht und in Erwägung gezogen, Auftritte absolvieren zu dürfen. Das alleine ist schon so eine tolle Sache und ein wunderbares Vertrauen, das da in uns, als Band, gelegt wird. Ganz groß! Wir wollen natürlich so viel wie möglich vor Publikum spielen, da wir uns bisher eher im Proberaum aufgehalten haben. Also immer her mit weiteren Gig Angeboten, Makiwara muss in die Welt!!
Zum Auftritt: Samstag, 17 Uhr, Kultube, Mönchengladbach. Treffen vor Ort mit der anderen Kapelle zum Aufbau, Soundcheck etc. Das Übliche, was man so macht, wenn man als Band nen Auftritt gibt. Sprich, aus dem Proberaum in das Auto, zur Location, aus dem Auto, in die Location, schleppen. Großteils Gestänge vom Schlagwerker. Viel Kleinzeug hat der gute Tommler, aber so muss das sein! Also alles easy peasy. Das Kultube als Location kannte ich persönlich noch nicht von innen. Nur von außen und aus Erzählungen. Das ist echt ne kleine, feine Rockkneipe, recht zentral, mit reichlich Auftrittsangeboten von diversen Bands. Hut ab, Herr Busch, für die Organisation und das am Leben halten dieser Instititution, richtig gut!
Katortz hat dann erstmal die Bühne, eine kleine Bühne, vielleicht so 3 x 3 Meter, in Beschlag genommen. Sie haben freundlicher Weise das Schlagzeug gestellt und aus Köln mitgebracht, sprich Base, Toms und Grundlagen. Für uns war dann erstmal warten angesagt, die Beine vertreten, den Laden angucken, viele Raucherpausen. Als dann alles soweit verkabelt und aufgebaut war, haben die Jungs dann ihren Soundcheck gemacht. Soweit so gut. Auch wenn es hier und da noch kleine Abstimmungsschwierigkeiten mit den Subwoofern unter der Bühne und der Mikrofonierung der Basedrum gegeben hat...viel Subbass der da passiert ist...etwas zu viel, aber auch das konnte der freundliche Tonmensch soweit auspegeln, steuern und regeln.
Katortz waren nun also erstmal durch mit Ihrem Kram. Zu diesem Zeitpunkt war es kurz vor 19 Uhr. Einlass war um 19.30 Uhr, Beginn um 20 Uhr. Also ein bisschen Zeitdruck, aber nur ein bisschen.
Wir also mit unserem Zeug rauf auf die Bühne, alles verkabelt, mikrofoniert, Becken-Geshizzle angeschraubt, und dann unseren Soundcheck gemacht. Katortz waren nach ihrem Check mit dem Sound auf der Bühne eigentlich ganz zufrieden, so sagten sie. Problem: Die Verstärker auf der Bühne waren so leise eingestellt, da ja alles über PA und DI abgenommen wurde und wir uns eigentlich über die Monitor-Boxen hören sollten. Das große Manko dabei war leider die Tatsache, dass die Monitore leider mal so gar nichts ausgegeben haben...wirklich, also so null, irgendwie. Der Tonmensch meinte noch, ja...die sind schon ganz aufgedreht, da kann ich nicht mehr viel machen...ja, das war schade...aber damit muss man dann auch umgehen und die ganze Geschichte durchziehen. Fakt war also, Bass und Gitarre war für uns, Bass und Gitarre, kaum bis gar nicht hörbar. Der Trommler hatte wenigstens noch etwas Glück mit seiner Box, da kam immerhin ein bisschen was raus. Alles in Allem stand uns also ein auditiver Blindflug bevor. Die Art von Konzerten, bei denen man vorher sagt, dass man froh ist, wenn man es gemeistert hat. Wir waren dennoch pünktlich um 19:30 Uhr fertig mit unserem Blindcheck und haben uns dann darauf geeinigt, dass das schon werden wird. Immerhin machen wir jetzt seit knapp 1 1/2 Jahren zusammen Mucke und das hat sich ausgezahlt...
...die Tatsache, dass wir uns selber beim Auftritt nicht gehört haben, sorgte natürlich für etwas Verunsicherung, die man uns aber nicht angemerkt hat. Wir haben also unser Set, knapp 45 Minuten, abgerockt und alles gegeben, um ne vernünftige Darbietung auf die Bühne zu bringen und das kleine Publikum zu unterhalten. Direkt nach dem ersten Song haben wir germerkt, dass es super funktioniert, also wir, als Band und die Songs, die wir geschrieben haben, wohl gemerkt, noch immer ohne Vocals. Die Menschen vor Ort hatten hörbar Spaß und motivierten dadurch natürlich umso mehr, genau so weiter zu machen. Blindes spielen, nach Gefühl, ist echt so ne Sache... Wir konnte immer noch nicht richtig einschätzen, wie wir im Endeffekt gespielt haben. Klar, so ein paar kleine Verspieler, oder Patzer merkt man ja direkt beim Zocken. Aber ohne das Feedback von Anschlägen oder Effekten konnte man schwerlich einschätzen, ob es jetzt mega tight und auf den Punkt war, oder nicht.
Und jetzt kommen wir auch mal zum Titel, dass blindes Verständnis echt toll ist. Jungens, Danke! Wir machen das alles sehr richtig, sehr gut und können uns aufeinander verlassen und sind wirklich bestens eingespielt, das kann man nicht anders sagen. Trotz des Blindfluges hat alles geklappt, weil wir einfach wissen, was wir da tun, auch ohne es zu hören.
Das Gefühl, in einem Bandgefüge die eigene Musik zu performen und einem Publikum zu offerieren und dafür auch noch so viel Zuspruch zu bekommen, ist echt eine ganz besondere und ganz eigene, nicht vergleichbare Sache. Eh die Tatsache als Künstler auf einer Bühne zu stehen, ist so ein Unikat an Gefühl und Erfahrung! Und mit den richtigen Menschen, umso schöner. Es hat also im Endeffekt alles so funktioniert, wie wir uns unsere Musik vorstellen. Die konkrete Bestätigung, dass wir, ob der Umstände, tatsächlich ganz geil gezockt haben, bekamen wir dann am Sonntag Nachmittag. In Form eines Videos von dem Auftritt, das eine ganz wunderbare Person den ganzen Abend gemacht hat. 50 Minuten Arm hochhalten und aufnehmen, sehr gut, Respekt! Muchas gracias dafür, Frau B.
Beim nächsten Gig werden wir uns auch wieder selber hören und wirken dann wahrscheinlich noch etwas lockerer und gelöster.
Da wir uns ja zudem immernoch ein bisschen ausprobieren müssen, was die Performance auf einer Bühne angeht, war das eine gute Erfahrung und Herausforderung. Vor allen Dingen eine positive Bewältigung im Kollektiv. Wie gesagt, ein so wunderbar funktionierendes Bandgefüge ist echt eine ganz, ganz tolle Angelegenheit!
In der Nachbetrachtung waren wir aber alle wirklich positiv überrascht, da wir von dem Schlimmsten ausgegangen waren und den Auftritt bis dahin einfach nicht so richtig einschätzen konnten. Toll, dass mittlerweile die Technik soweit ist, dass alles in relativ vernünftiger Qualität in Bild und Ton festgehalten werden kann, Smartphones sei Dank. Ich bin mir sehr sicher, dass wir uns den Auftritt seit gestern alle mehrfach reingezogen haben und das noch öfter tun werden, da es im Endeffekt ein wirklich cooles Ding war, und wir uns absolut nichts vorzuwerfen haben!! Also weiter so, Jungs, Makiwara, wir. Eigenlob stinkt ja zum Glück nicht, falls doch, gibts noch genug Menschen, die bisher bei allen Gigs dabei waren und uns genau diese Bestätigung geben! Wie der Tom schon sagte, "Ihr seid die Geilsten". Wirklich wahr, Respekt und einen riesen Dank an Alle, die uns weiter so feiern!!! Musik, Band, hach, du Insel.
Und: wir sind fleißig dabei, für Vocals zu sorgen und "casten" aktuell Menschen, die bei uns singen möchten. Man darf also gespannt sein. Wenn es so kommt, wie wir uns das wünschen und erhoffen, wirds alles noch ne weitere Ecke fetter werden, stay tuned!! Makiwara for the world, ich sags ja. Falls es Euch interessiert, checkt auch einfach unsere Facebook-Seite aus, oder Youtube, oder Instagram, das ganze Zeug, da sind wir natürlich überall zugegen und freuen uns über Feedback in allen Formen.
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