Schatzihasipupsimausi - das Geschmiere mit dem Honig und wieso sich Unbekannte online/virtuell abknutschen und im Real-Life nicht einmal miteinander reden können.
Ich denke, das ist mit Abstand der längste Titel für einen Beitrag, den es bei mir je gegeben hat. Aber das ist top. Wenn man das Schatzihasipupsimausi ohne den wichtigen Untertitel nähme, könnte es sich bei diesem Beitrag auch um ein Schnulzen-Gedicht handeln. Welches sich zwar nicht reimen würde, aber der Wille wäre da gewesen. Da diese ganze Thematik durchaus vielschichtig ist und Einiges an Zusammenhängen zwischen Verhalten, Manipulation, Werbung und der veränderten Wahrnehmung des Volkes "Internet" beinhalten wird, frage ich mich, von wo ich dieses Pony anfangen soll aufzuzäumen. Ganz klar: mit weiteren Fragen. Warum gibt es im Internet Honig, warum wird damit geschmiert und warum sollten sich Unbekannte überhaupt abknutschen?
Aber fangen wir mal bei dem allgemeinen Kommunikationsverhalten der Leute im Internet an, auf dem dieses Thema grundsätzlich basiert. Im Internet, sei es bei Facebook, Instagram oder eventuellen anderen Plattformen ist es ja so, dass fast jeder mit fast jedem relativ einfach kommunizieren kann. Man schreibt einen Kommentar unter einen Beitrag und irgendwer antwortet. Im öffentlichen Raum, nehmen wir mal Facebook (in Kürze: FB), gibt es ja dutzende, ach was, abertausenden Möglichkeiten jemanden "virtuell abzuknutschen". Sei es ein Kompliment, eine Avance, eine klare Andeutung oder einfach eine platt formulierte Floskel. Das Internet macht es möglich, dass wir unsere "Gefühle" "äußern" können. Einfach so. Würde man auf der Straße oder im "echten" Leben ja kaum machen, sollte man meinen. Und was ist schon schöner als massenweise Bestätigung und Aufmerksamkeit zu bekommen?! Offensichtlich nicht viel.
Wenn man mal eine gewisse Zeit das Kommunikationsverhalten von Leuten im Internet beobachtet, wird man schnell feststellen: es wimmelt nur so von Blümchen, Herzchen, freudigen Smileys, sabbernden Smileys, feiernden Smileys, Auberginen und Honig. Emojis, die Sätze und Aussagen in ihren vermeintlichen Absichten bekräftigen sollen. Es wird ebenso nicht damit gegeizt, Phrasen des Zuspruches zu etablieren. Statt "normalen", "langweiligen" Sätzen, werden dann völlig übertriebene Aussagen verwendet und es scheint so, dass die Art und Weise, wie mit einander kommuniziert wird, in jedem Fall und unbedingt positiv, überschwänglich oder euphorisch sein muss, was zudem - und daraus besteht nunmal das Internet - vor Oberflächlichkeit nur so trieft. Jeder ist so: whooo und wow! und Herzilein. Alles ist so gekünstelt heititei. Das ist mittlerweile wahrscheinlich so, wie es bei den Amis (Bewohner der USA) in echt abgeht - sofern man den Überlieferungen dieser "Kultur" glauben schenken kann. Aber die Amis...lassen wir die einfach mal getrost bei Seite.
Man nehme: eine FB-Gruppe, Menschen und irgendein Thema. Man entferne alle zynischen Kommentare und übrig bleibt die Beweihräucherung auf diversen Ebenen, von diversen Leuten, die in den verschiedensten Konstellationen zu einander stehen können. Die meisten kennen sich aber definitiv nicht und überwiegend passiert eine unbekannte Kommunikation, die in ihrer überschwänglichen Art und Weise immer mehr dazu führt, dass ein Großteil der Leute im Laufe der Zeit anfängt illusioniert zu werden. Aktion und Reaktion. Wenn ich etwas poste, bekomme ich Feedback. Ist es tolles Feedback, will ich das bestimmt auch nochmal haben wollen. Warum auch nicht, ne?! Durch diese übertriebenen Zusprüche, wie toll und wow! jemand doch ist - und passiert das täglich und ständig - geht aber irgendwann alles in Oberflächlichkeit und Entsprechenwollen auf bzw. unter. Der Wert von Zuspruch geht über die Quantität einfach irgendwann verloren. Zudem kommt noch diese ganz eigene Massendynamik im Internet hinzu. Fängt Jemand im Internet mit etwas an, mit dem sich ein Großteil identifizieren kann, dann wird es adaptiert und nimmt, wenigstens temporär, eine nicht zu unterschätzende Eigendynamik und "Kraft" an.
Warum wird so viel und vor allen Dingen mit so viel Honig geschmiert? Jemandem Honig ums Maul schmieren ist im Endeffekt genau so effektiv, wie jemandem Zucker in den Arsch zu blasen: Es ist kurzzeitig süß und verebbt dann in irgendeiner Schleimhaut. Um das schöne Gefühl des Honigs (Zuspruch, Bestätigung, Egopolitur) nicht zu verlieren, wird dann auch einfach mal vorsorglich der ganze Kopf oder der Körper mit Honig beschmiert. Kann ja nicht schaden...mehr ist mehr. Wenn man rein mathematisch daran geht, ist mehr meistens mehr, aber mehr Oberflächlichkeit ist und bleibt einfach weniger Authentizität. Es ist (wie oft dieser Nebensatz schon seinen Platz fand) natürlich immer eine Frage des eigenen Anspruches. Ich spreche in meinen stark subjektiven Texten dabei ja meistens von der Masse und dem kleineren Anteil der Leute. Und wenn die Masse nun mal oberflächlich überschwänglich mit dem Honigtopf durch die Gegend eiert und das zum Anspruch von Vielen wird, wird die Masse genau das werden, was sie werden wird. Eine sich im Internet selbst beweihräuchernde Gesellschaft, die fernab von Smartphone, WA, Insta, Snap, Blabla und dem ganzen anderen Pipapo, verlernt hat, was in Wirklichkeit wirklich ist. So kommt es eben vor, dass Leute die sich überhaupt nicht kennen, sich noch nie unterhalten, gesehen, getroffen oder gesprochen haben, eine bunte heile Welt aufbauen, nur um festzustellen, dass wenn das Internet mal kaputt ginge, sie ziemlich aufgeschmissen wären.
Dynamik an sich, ist ja ne gute Sache. Aber von außen betrachtet ist es gleichzeitig eine krasse dynamische Selbstmanipulation, die mittlerweile immer mehr stattfindet, bzw. schon völlig normal ist. So kommt es auch dazu, dass unbekannte Leute sich im Internet mit schleimigen bis heuchlerischen Phrasen zuballern, nur um nicht Gefahr zu laufen, als negativ oder noch viel schlimmer: als neutral bewertet zu werden. Weil: wenn du keine Smileys oder Emojis benutzt, dann bist du böse! Ein Großteil der Leute scheint sich mittlerweile direkt angegriffen zu fühlen, wenn man mal nen Satz ohne Zusätze schreibt. Im Internet ist halt alles immer so: ":D xD ^^ <3, ;-), :-*". Es ist vielleicht auch eine gewisse Unsicherheit, wie neutrale Kommunikation bewertet wird. Stark merkbar ist bei der ganzen Geschichte aber auch eine gewisse latente Anti- und Ätz-Haltung. Die Leute scheinen sehr schnell auf die Palme zu gehen und fühlen sich, wenn man die Herzchen weglässt, oftmals persönlich angegangen. Alles was nicht beschönigt wird, ist direkt negative Kritik. So wirkt es auf mich sehr häufig. Deshalb ist es auch schöner, alles mit Blumen auszumalen, als sich Neutralem auszusetzen, was einen nicht so glücklich macht, wie die mit Honig versehenen Kommunikations-Häppchen.
Im Endeffekt resultiert diese Über-Hasipupsischatzimausi-Thematik ja aus etwas Gutem. Dem Hang danach, nicht schlecht sein zu wollen. Allerdings finde ich - es folgt die subjektive Wertung -, dass durch die Möglichkeit der Manipulation mit dem Werkzeug Internet, die Leute immer mehr zu Heuchlern und Zweigesichtigen werden. Ja, keine Frage, FB ist der Wilde Westen. Es ist in meinen Augen auch immernoch eine Parallelwelt. Aber seit dem ich nun aktiv schreibe, Vieles lese, mir Gedanken mache, analysiere und das Verhalten im Laufe der Zeit betrachte, wird der Wilde Westen immer mehr zum Spiegelbild. Vielmehr wird das Spiegelbild immer mehr zum Wilden Westen. Mir macht das Internet ja unglaublich viel Spaß und viele meiner Kommentare im, mehr oder weniger, öffentlichen Raum, gehören definitiv zu der Kategorie "der Rest ist Zynismus und Sarkasmus". Aber es steckt immer viel zwischen den Zeilen. Vieles ist ohne Eckendenken und/oder subjektives Wissen zwar mehr für mich selbst lustig, als für Andere, aber nun gut, die Richtigen werden es Alles verstehen. Ich bin ja eh weiterhin derjenige, der "brave new world" schreit, wenn man die Neuzeit beschreiben sollte. Dennoch, ich finde diese Herzchen-Attitüde nur gut, wenn sie auch so gemeint ist. 80 Prozent dieser Honig-Kommunikationen sind halt nur Mittel zum Zweck, weil: alle wollen pimpern. Da ist der Vergleich mit Honig und Zucker, Schmieren und Ärschen auch schon gar nicht mehr so abwegig. Verrückt, oder?
Versteht mich nicht falsch, pro Liebe! Aber immer noch contra die Kurzfristigkeit der Dinge. Auch in Bezug auf die Titel-Thematik (und bei diesem Wörtchen hoffe ich doch sehr, wenigstens Eine/r von Euch hat Titten-Thematik gelesen) ist es möglich, schnell und kurzfristig so zu tun, als ob. Vielleicht ist das ganze Geschleime ja auch zu einer Masche geworden. Maschen sind ja sooo platt. Abgekupferte Scheiße, die massenweise adaptiert, verwendet und weitergetragen wird. Nochmal: Machen es alle, ist es auch irgendwann für alle der normale Usus. Das Problem (etwas übergreifend) ist ja auch, dass wir uns zwar in unseren Handydisplays spiegeln, dies aber immer weniger mit dem Inhalt unserer Profile tun können. Wenn wir dann irgendwann den Bezug zu uns selbst verlieren, ist es auch kein Wunder, dass scheinbar niemand mehr so richtig weiß, wo er hingehört. Wenn ich es selbst von mir nicht weiß, wie soll ich mich zum Beispiel wirklich auf jemanden einlassen können. Klar im Internet groß knutschen, aber in Wirklichkeit eben nicht. Wo ist da der Anspruch? Werden schöne Komplimente nur noch in Honig ersäuft, um als karamellisierte Massenware unters Volk geschmissen zu werden? Abknutschen verliert seinen Wert. Honig ebenso. Der Bezug zu uns selbst verändert sich, somit auch zu anderen sozialen Wesen. Hunde und Katzen sind zum Beispiel wieder voll im Kommen. Auch wenn diese Wesen schon fast zum Standard geworden sind.
Aber ernsthaft: es ist nicht zu leugnen. Wenn das alles so weitergeht und das wird es, steht ein gewisser, in der Tat nicht kleiner Teil unserer Gesellschaft in ein paar Jahren mitten in einer großen Depression. Wenn wir uns immer mehr selbst vergessen und immerzu flüchten, werden wir immer das sein, was den geringsten Widerstand hat. Und das ist nunmal das, was alle machen. Weil es einfach ist. Weil es normal erscheint. Weil es dir deine persönliche Zeit kurzfristig versüßt. Weil es Bestätigung gibt. Weil wir es brauchen. Weil es möglich ist. Dynamiken im Internet. Jeder wie er will. Jeder wie er kann. Aber wundert euch bitte nicht, wenn die Unsicherheit des Wankelmutes euch irgendwann bewusst wird.
Was bleibt noch zu sagen? Rettet Bienen, esst mehr Honig... und wahrscheinlich noch so Einiges mehr. Aber zum Abschluss dieser höchst umfangreichen Schreib-Aufgaben-Thematik möchte ich mich hier bei allen Mitwirkenden bedanken! Danke an das Gremium (Anna, Anne, Caro, Dani, Mary) für das Ausdiskutieren des Themas. Ich würde mich zudem sehr freuen, da ich weiß, dass ihr aus mehreren Themen auswählen bzw. abstimmen musstet, dass bald wieder ein erheiterndes Thema zur Quelle einer Schreiberei wird!
Vielen Dank an meine lieben Mitschreiber: Caro, David und Marcel! Ich finds großartig, dass ihr mitgemacht habt und auf den Aufruf reagiert habt. Ich bin extremst gespannt, was ihr so fabriziert habt! Werden alles Beiträge komplett anders sein? Wie sind die Herangehensweisen? Was ist deckungsgleich? Wo gibt es eventuelle Meinungsverschiedenheiten? Ich bin sowas von gespannt. Ein Flitzbogen ist ein Witz dagegen. Ich hoffe zudem, dass ihr Spaß und einen guten Schreibfluss hattet.
Sehr, sehr schön, dass wir dieses kleine Projekt zusammen realisieren konnten. Habt Dank!
Auch Dir, werte Leserin und Dir, wertem Leser: Danke fürs Durchalten bis hier hin und viel Spaß mit den Beiträgen von Caro, David und Marcel!
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Sonntag, 14. Juli 2019
Donnerstag, 24. Januar 2019
Westworld in a Questworld
Westworld in a Questworld
Im Grunde genommen ist das Internet nur ein Querschnitt unserer wunderbaren Gesellschaft. Dort sind die Menschen so, wie sie gerne sein würden, dies aber niemals zugeben würden, da im Internet ja alles nur ein Spaß ist. Jeder folgt nur seiner eigenen Quest.
Dennoch gilt: "Der Spaß ist das Loch, durch das der Wind der Wahrheit pfeift".
Demnach ist es so, dass die Wilde Spielwelt die Symbiose aus dem Wilden Westen und einem Spielplatz ist. Dort kannst du sein, wer du sein möchtest. Suche dir einfach eine Identität aus und schlüpfe hinein.
Viele wollen offensichtlich dreist, anzüglich, platt, stumpf, verzweifelt, hilflos, asozial oder ekelhaft sein. Nun gut, es spiegelt, was es ist: "Alles nur Spaß", genau...
Ist es also verwunderlich, dass mittelalterliche Praktikanten, wie Hetze, Prangertum und Pöbeligkeit an der Tagesordnung sind? Nein. Denn wer im Wilden Westen zuerst schießt, der trifft wohlmöglich auch zuerst. Im Wilden Westen muss jeder immer der Erste sein. Man könnte ja sonst etwas verpassen oder würde Gefahr laufen, dass andere einem die Option wegschnappen oder man selbst niedergestreckt wird.
Es ist einfach, in der Wilden Welt ein Kostüm zu tragen. Es ist einfach, so zu tun, als wäre man Billy the Shit. Es ist einfach, über eigentlich gefestigte gesellschaftliche Konventionen und fremde Privatsphären hinweg zu sehen. Es ist einfach, ein Egoist zu sein. Es ist einfach, so zu tun als wäre das Kostüm eine Rechtfertigung für Alles.
Karneval ohne Session, Kostüme ohne Mehrwert, Identität ohne Individualität.
Getrocknetes Blut, verscharrt unter staubigem Sand. Die Geier kreisen schon und warten nur, bis sich das nächste arme Lamm desillusioniert in die Prärie verirrt. Und wenn es nicht die Geier sind, dann warten schon die Schakale, um ihr Übriges zu tun.
Quest um Quest zur persönlichen Belohnung. Was eine wunderbare Selbstkonditionierung. Hauptsache, man macht mit und erreicht irgendwann den Highscore. Alles Andere ist eh nur Schall und Rauch und Staub und Asche.
Im Grunde genommen ist das Internet nur ein Querschnitt unserer wunderbaren Gesellschaft. Dort sind die Menschen so, wie sie gerne sein würden, dies aber niemals zugeben würden, da im Internet ja alles nur ein Spaß ist. Jeder folgt nur seiner eigenen Quest.
Dennoch gilt: "Der Spaß ist das Loch, durch das der Wind der Wahrheit pfeift".
Demnach ist es so, dass die Wilde Spielwelt die Symbiose aus dem Wilden Westen und einem Spielplatz ist. Dort kannst du sein, wer du sein möchtest. Suche dir einfach eine Identität aus und schlüpfe hinein.
Viele wollen offensichtlich dreist, anzüglich, platt, stumpf, verzweifelt, hilflos, asozial oder ekelhaft sein. Nun gut, es spiegelt, was es ist: "Alles nur Spaß", genau...
Ist es also verwunderlich, dass mittelalterliche Praktikanten, wie Hetze, Prangertum und Pöbeligkeit an der Tagesordnung sind? Nein. Denn wer im Wilden Westen zuerst schießt, der trifft wohlmöglich auch zuerst. Im Wilden Westen muss jeder immer der Erste sein. Man könnte ja sonst etwas verpassen oder würde Gefahr laufen, dass andere einem die Option wegschnappen oder man selbst niedergestreckt wird.
Es ist einfach, in der Wilden Welt ein Kostüm zu tragen. Es ist einfach, so zu tun, als wäre man Billy the Shit. Es ist einfach, über eigentlich gefestigte gesellschaftliche Konventionen und fremde Privatsphären hinweg zu sehen. Es ist einfach, ein Egoist zu sein. Es ist einfach, so zu tun als wäre das Kostüm eine Rechtfertigung für Alles.
Karneval ohne Session, Kostüme ohne Mehrwert, Identität ohne Individualität.
Getrocknetes Blut, verscharrt unter staubigem Sand. Die Geier kreisen schon und warten nur, bis sich das nächste arme Lamm desillusioniert in die Prärie verirrt. Und wenn es nicht die Geier sind, dann warten schon die Schakale, um ihr Übriges zu tun.
Quest um Quest zur persönlichen Belohnung. Was eine wunderbare Selbstkonditionierung. Hauptsache, man macht mit und erreicht irgendwann den Highscore. Alles Andere ist eh nur Schall und Rauch und Staub und Asche.
Donnerstag, 13. Dezember 2018
Wankelmut, der
"Wankelmut oder Unbeständigkeit
bezeichnet die Unentschlossenheit einer Person".
Soweit die Definition. Gehen wir mal
einen Schritt weiter und formen aus der Unentschlossenheit einer
Person die Übertragung auf mehrere Personen. Der Wankelmut einer
Gruppe oder gar der Wankelmut einer Generation. Die
Unentschlossenheit des Volkes.
Die Optionalität der Dinge kommt mir
in dem Zusammenhang spontan erneut in den Sinn. Natürlich springt
diese Phrase, die ich seit ein einhalb Jahren verwende und immer
wieder in Frage stellen muss, mir in den Kopf. Wenn man von
Unentschlossenheit in der heutigen Zeit spricht, muss man wohl
zwangsläufig die Optionalität der Dinge anführen. Der Basar des
Sozialen. Da werden allerdings auch nur Medien verkauft...
Wie kommt's, dass es einem so vorkommt,
als würden sich Menschen sichtlich schwer damit tun, sich zu
entscheiden. Wenigstens für eine Sache. Ok. Netflix oder Prime?
Beides! Ist ja klar.
Aber was ist, wenn Menschen zu so einer
Art Netflix- oder Prime-Sache werden sollten?
Könnte es sein, dass der Basar uns verkauft. Dass wir auch nur Medien sind?
Zum einen verkaufen wir uns ja selbst. Der Basar, wahlweise Markt, ist ja nur eine geographische Lage eines Sammelpunktes. Er verkauft nichts. Der ist einfach nur da.
So wie wir auch "nur" da sind. Allerdings haben wir alle unseren kleinen, individuell anmutenden Verkaufsstand dabei, wenn wir uns auf dem Basar tummeln.
Könnte es sein, dass der Basar uns verkauft. Dass wir auch nur Medien sind?
Zum einen verkaufen wir uns ja selbst. Der Basar, wahlweise Markt, ist ja nur eine geographische Lage eines Sammelpunktes. Er verkauft nichts. Der ist einfach nur da.
So wie wir auch "nur" da sind. Allerdings haben wir alle unseren kleinen, individuell anmutenden Verkaufsstand dabei, wenn wir uns auf dem Basar tummeln.
Das passiert mittlerweile sogar so
zwangsläufig und teilweise ungewollt, dass wir gar nicht zwingend
merken, wenn/wann wir auf dem Basar sind.
Dazu folgende einfache Regel: Internet
aus. Direkt weniger Mark-Atmosphäre. Leider ist das "zwangsläufig"
und "ungewollt" so ein Thema geworden. Sagen wir mal,
achtzig Prozent der Händler sind schon so sehr von den Medien, also
auch von uns selbst, manipuliert, dass sie denken, es sei jeden Tag
Zeit für einen Basar. Jeden Tag? Jede Stunde. Jede Minute. Einfach
immer!
Die Möglichkeit, Optionen auszuchecken und abzuwägen ist
heutzutage so einfach wie noch nie.
Und: Es wird auch immer jemanden
geben, der die permanente Nachfrage bedienen wird. Manchmal sind das
echte Leute. So wie du und ich...na gut, deren Selbstwertgefühl ist
wahrscheinlich um ein immenses Ausmaß geringer, als das Deine oder
Meine...manchmal sind es aber auch nur Programme, keine echten Leute,
die die Nachfragen der echten Händler dann zum Schein bestätigen.
Auch wenn nur ein fadenscheiniger Kuhhandel abgeschlossen wurde...den
Händler bestätigt das in seiner Options-Suche. So wird die
Nachfrage weiter bleiben und der Markt wird versuchen sie zu
erfüllen. Wie an der Börse. Ziemlich viel Schein und Spekulation. Und zudem extrem viel heiße Luft.
Ich frage mich allerdings, wann ist das
Volk dazu übergegangen, Spekulationen so sehr auszuchecken und ihnen
einen gewissen Wert zu geben, dass aus Spekulationen schon Optionen
werden. Bzw. Irgendwann wird einfach nicht mehr spekuliert, sondern
einfach gemacht. Egal, was es dann ist. Ich glaube die Leute
verlieren immer mehr den Anstand und den Respekt, den es in
Anbetracht einer Privatsphäre, die nun ein jeder von uns haben
sollte, mal gab. Oder sie verlieren den Wert für diese Sphären.
Alles ist durchsichtig. Alles ist nackt. Wir entblößen uns über
unser Profilverhalten ja zunehmend selbst. Wir sind alle irgendwie "schuldig".Trotzdem ist es
ein UNDING, wie frech, dreist, penetrant oder asozial einige Menschen
meinen, mit anderen umgehen zu können. Die vermeintliche Anonymität
macht's möglich. Das gemeine Volk wird immer gemeiner. Bald ist es
aber soweit, dass sich innerhalb dieses Volkes (80%) soviel
Zustimmung und Bestätigung für Angebote und Nachfragen findet, dass
es eben zum ganz normalen Standard wird, wie sich untereinander verhalten wird.
Leute, ihr geht gar nicht! Die ganzen Muchels, die nach einer Trillion Nachrichten (einseitig) immer noch keine Ruhe geben. Die, die meinen, aufgrund eines kleinen, blauen Daumens, der eigentlich weiß ist, das große Los gezogen zu haben. Die, die einfach gar kein Schema haben, weil eh alles gleich, Hauptsache "was wegbuttern". Männer, Jungs: verwechselt doch nicht immer Freundlichkeit mit Interesse! Kein Wunder, dass sich Mädels immer unsicherer, zynischer und ironischer verhalten. Kein Wunder auch, dass daraus eine ganz ganz miese Eigendynamik entsteht...aber nun gut, das ist ja jetzt auch nicht mehr abzuwenden.
Zurück zu denen die nicht mal wissen, dass der Markt geöffnet hat. Lasst es euch gesagt sein: der Markt hat immer auf. 24/7/365 etc., leider!
Kann man sich an so viel Gefeilsche, Abwägen, Schätzen und Handeln überhaupt gewöhnen? Wenn man sich als Ware sieht oder als Objekt, dann geht das bestimmt. Da wir aber immer noch Menschen sind, sollten wir wohl etwas dagegen haben, als Ware gehandelt zu werden. Erst recht dann, wenn es ein wildfremder Markt ist. Zum einen: selber Schuld, weil wir das Internet natürlich auch nutzen, aber auf der anderen Seite: Prost, Mahlzeit! Brave new world. Wenn alles zu optionalem Abwägen wird, wir selbst uns durch unsere Medien-Präsenz und durch die Präsenz der Medien so sehr manipuliert haben, dass es wirklich ein Problem geworden ist, sich an etwas längerfristig binden zu können, dann, ja dann, ist bald Weihnachten. Und eben der Wankelmut einer Gesellschaft, gemacht durch sich selbst und den Nährboden, auf dem das ganzen Unkraut wächst.
Zurück zu denen die nicht mal wissen, dass der Markt geöffnet hat. Lasst es euch gesagt sein: der Markt hat immer auf. 24/7/365 etc., leider!
Kann man sich an so viel Gefeilsche, Abwägen, Schätzen und Handeln überhaupt gewöhnen? Wenn man sich als Ware sieht oder als Objekt, dann geht das bestimmt. Da wir aber immer noch Menschen sind, sollten wir wohl etwas dagegen haben, als Ware gehandelt zu werden. Erst recht dann, wenn es ein wildfremder Markt ist. Zum einen: selber Schuld, weil wir das Internet natürlich auch nutzen, aber auf der anderen Seite: Prost, Mahlzeit! Brave new world. Wenn alles zu optionalem Abwägen wird, wir selbst uns durch unsere Medien-Präsenz und durch die Präsenz der Medien so sehr manipuliert haben, dass es wirklich ein Problem geworden ist, sich an etwas längerfristig binden zu können, dann, ja dann, ist bald Weihnachten. Und eben der Wankelmut einer Gesellschaft, gemacht durch sich selbst und den Nährboden, auf dem das ganzen Unkraut wächst.
Nochmal ein Einschub, auf den ich
eingehen will:
"Grund für ein wankelmütiges Verhalten kann zum Beispiel ein Dilemma sein, bei dem beide Wahlmöglichkeiten zu unerwünschten Resultaten führen oder einen negativen Nebeneffekt haben."
Eigentlich ist es wie immer: es gibt zwei Möglichkeiten der Entscheidung. Ja oder nein. 1 oder 0. Nach links wischen oder nach rechts wischen. Do or die. Der Baum oder der Hund.
Man sagt zwar immer, dass man den Mittelweg finden soll...allerdings ist ein "Jein" als Antwort oder Entscheidung nicht wirklich aussagekräftig, sondern eiert so um das Ja und das Nein herum. Nicht festlegen wollen oder können. Das ist die Frage. Ist es denn schon ein Dilemma, wenn man eventuell ein paar Abstriche auf seiner Checkliste machen muss? Das Dilemma besteht wahrscheinlich darin, dass mit einer anderen Option die Checkliste doch noch optimal bestätigt werden könnte. So hält man sich also alle Optionen offen, um irgendwann komplett kompromiss-los und dilemma-frei seine einhundert Prozent erreicht hat. Das Streben nach der perfekten Option wird allerdings niemals komplett erfüllt werden können. Perfekt ist heutzutage schon lange niemand mehr. Und besonders auch der Anspruch des Perfekten scheint exorbitante Umfänge erreicht zu haben. Das, was Euch da vorgegaukelt wird...ja...was soll man da sagen, merkt ihr selbst, ne?!
"Grund für ein wankelmütiges Verhalten kann zum Beispiel ein Dilemma sein, bei dem beide Wahlmöglichkeiten zu unerwünschten Resultaten führen oder einen negativen Nebeneffekt haben."
Eigentlich ist es wie immer: es gibt zwei Möglichkeiten der Entscheidung. Ja oder nein. 1 oder 0. Nach links wischen oder nach rechts wischen. Do or die. Der Baum oder der Hund.
Man sagt zwar immer, dass man den Mittelweg finden soll...allerdings ist ein "Jein" als Antwort oder Entscheidung nicht wirklich aussagekräftig, sondern eiert so um das Ja und das Nein herum. Nicht festlegen wollen oder können. Das ist die Frage. Ist es denn schon ein Dilemma, wenn man eventuell ein paar Abstriche auf seiner Checkliste machen muss? Das Dilemma besteht wahrscheinlich darin, dass mit einer anderen Option die Checkliste doch noch optimal bestätigt werden könnte. So hält man sich also alle Optionen offen, um irgendwann komplett kompromiss-los und dilemma-frei seine einhundert Prozent erreicht hat. Das Streben nach der perfekten Option wird allerdings niemals komplett erfüllt werden können. Perfekt ist heutzutage schon lange niemand mehr. Und besonders auch der Anspruch des Perfekten scheint exorbitante Umfänge erreicht zu haben. Das, was Euch da vorgegaukelt wird...ja...was soll man da sagen, merkt ihr selbst, ne?!
Filter statt Falten. Katzenohren statt
Segelohren. Nieten statt Narben. Lappen statt Lyrik.
Wissen wir überhaupt noch in welchem Dilemma wir uns befinden? Gibt es wohl so viele Möglichkeiten, dass es zunehmende Dilemmata gibt, gar Trilemmata oder Polylemmata? Wenn alles immer nur aus so vielen kleinen Entscheidungen besteht, wir immer wählen müssen...was wählen wir dann? 1 oder 0? Vermeintlich einfach, einfach unvermeintlich. Man kann sein Leben heutzutage schon so führen, dass man jeden Tag aufs Neue, neue Optionen wählt, weil könnte ja besser sein. Ob es uns damit aber so viel besser geht, wage ich mal arg zu bezweifeln.
Wie immer gilt aber auch: Mach dir keinen Kopf und du hast keine Probleme. Wie immer gilt auch: zwanzig Prozent werden sich immer schwerer tun, die Veränderungen einfach hinzunehmen.
Es ist wirklich toll, dass es diese zwanzig Prozent gibt. Ihr seid auf jeden Fall, die mit denen man noch draußen sitzen kann. Die, mit denen man philosophieren kann. Die, die wissen, wie man "philosophieren" schreibt. Die, mit den Falten, Segelohren, Narben und der Lyrik.
Wie schon einst der gute alte Johann Wolfgang von Goethe schrieb:
Wissen wir überhaupt noch in welchem Dilemma wir uns befinden? Gibt es wohl so viele Möglichkeiten, dass es zunehmende Dilemmata gibt, gar Trilemmata oder Polylemmata? Wenn alles immer nur aus so vielen kleinen Entscheidungen besteht, wir immer wählen müssen...was wählen wir dann? 1 oder 0? Vermeintlich einfach, einfach unvermeintlich. Man kann sein Leben heutzutage schon so führen, dass man jeden Tag aufs Neue, neue Optionen wählt, weil könnte ja besser sein. Ob es uns damit aber so viel besser geht, wage ich mal arg zu bezweifeln.
Wie immer gilt aber auch: Mach dir keinen Kopf und du hast keine Probleme. Wie immer gilt auch: zwanzig Prozent werden sich immer schwerer tun, die Veränderungen einfach hinzunehmen.
Es ist wirklich toll, dass es diese zwanzig Prozent gibt. Ihr seid auf jeden Fall, die mit denen man noch draußen sitzen kann. Die, mit denen man philosophieren kann. Die, die wissen, wie man "philosophieren" schreibt. Die, mit den Falten, Segelohren, Narben und der Lyrik.
Wie schon einst der gute alte Johann Wolfgang von Goethe schrieb:
"Was seid denn ihr, um von
Wankelmut zu sprechen? Ihr, die ihr selten seid, was ihr sein wollt,
niemals, was ihr sein solltet."
Zwanzig Prozent weniger Wankelmut sind
hundert Prozent der Zustimmung unserer Generation.
(Quellen: Wikipedia)
(Quellen: Wikipedia)
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Montag, 14. Mai 2018
Fake-Profile und Trolle
Leute, es geht mal wieder ums Internet. Wie so oft. Denn weiterhin gilt: das Internet geht jetzt erstmal nicht mehr weg. Es ist mal so was von am Start und wir machen Sachen damit. Das ist legitim, ab und an echt gut und oft einfach nur mega nervig. So zum Beispiel: Fakeprofile. Im Speziellen habe ich mal über die Fake-Troll-Aufmerksamkeits-Profile bei Facebook sinniert.
Im Allgemeinen betrachtet gibt es Fake-Profile überall. Auf Dating-Seiten, in Dating-Apps, in der Politik, bei Facebook, in der Tierwelt. Überall, da wo ein Profil von Nöten ist, gibt es immer ein paar, die nicht echt sind. Oder, zwar echt sind, aber gefaked, um im Internet einfach rumzutrollen, ohne Gefahr laufen zu müssen, die eigene Identität preiszugeben.
Bei Dating-Apps haben Fake-Profile nur einen Nutzen: sie sollen den Optionen-Pool füllen und beleben. Sie sorgen für zusätzliche, vermeintliche Chancen, Reichweite und Werbung. Die meisten Profile sind aber sehr offensichtlich nicht echt, wie ich finde. Aber sie dienen eben dem Zweck, Masse und Optionen für den Konsumenten zu suggerieren. Dating-Apps funktionieren genau deshalb so gut. Besonders bei mir, da ich total auf Bauernfängerei und scripted virtuality stehe.
Weg vom Dreck, hin zum anständigen und nicht unterwanderbaren Facebook.
Fake-Profile in Form von werbenden Katalog-Damen gibt es aber auch hier. Da Facebook mittlerweile zu der Werbe- und Algorithmen-Plattform schlechthin geworden ist, wird diese Option zur Verbreitung von willigem Material natürlich voll bedient. Im Bestfall, wenn man diesen höchst seriösen Angeboten folgt (oft sinds wahrscheinlich Menschen, die erst klicken, bevor sie denken, oder grundsätzlich davon ausgehen: "Ist ja nur ein Klick...ups...". "Hallo service uschi? Was macht man den gegen Virusse die von Internet her kommen? Muss ich damit jetzt zum Artzt?"[Obacht: bewusst gewählter "Slang"]) folgt, handelt man sich eben irgendwelche ünerwünschten Internet-Krankheiten ein. Selber Schuld, finde ich. Aber es wird immer eben Solche geben, die "mitmachen". Es wird ja auch immer irgendwen geben, der sich RTL anschaut. Bis das Fernsehen irgendwann ausstirbt und alles nur noch im Internet passiert. Dann wird eben Cyber-RTL gestreamt.
Troll-Profile bei Facebook. Wenn man sich regelmäßig in Facebook-Gruppen aufhält, bekommt man im Laufe der Zeit ja durchaus einen Eindruck von Aktivitäten, Mitgliederzahlen und Häufigkeiten von Postings. Bestes Beispiel ist weiterhin der 1-Live-Freundeskreis. Mittlerweile bei über zehntausend eingetragenen Mitgliedern. Und ja, Trolle gibt es und sie sind echt oder eben nur zum Teil.
Es gibt da diese Internet-Rambos, die offensichtlich auch in echt echte Arschgeigen sind und denen der Pöbel-Fleck auf der Profil-Weste egal ist. Solche Leute stänkern einfach lustig tum un provozieren relativ willkürlich. Diese "Pros" halten sich erfahrungsgemäß aber nicht so lange. Da es, wenigstens im FK, noch relativ diplomatisch zu geht und die Gruppen-Dynamik mit solchen Leuten ganz einfach ist. Trolle mit echtem Profil werden schnell entlarvt und demnach oft mit den eigenen Waffen geschlagen. Da diese Individuen meistens alleine sind, ist die "Macht der Gruppe" ein wesentlicher Bestandteil davon, dass diese Prolls früher oder später selber gehen oder aber mit Vehemenz gemeldet und dann entfernt werden. Wenn man wirklich so aggressiv, unzufrieden, frustriert und mit sich selber nicht im Reinen ist, sollte man vielleicht erstmal außerhalb des Internets zu sich selber finden. Trolle blockieren auch gerne mal das ganze Internet, damit sie nicht Gefahr laufen, sich doch mal rechtfertigen zu müssen. Sehr geschickt. Seht Ihr mich nicht, seh ich Euch auch nicht. Aber Troll?! Zweck verfehlt!? Naja, RTL eben.
Echte Trolle mit unechten Profilen: Die zweite Variante von Trollen in der Facebook-Gruppe ist die, des kopierten Profils. Irgendein Ingo denkt sich: "Ich könnte mich doch als jemand anderes ausgeben. Dazu verwende ich einfach ein neues FB-Profil, suche bei Instagram nach optisch aufregenden Bilder von einer Person, kopiere diese, überlege mir einen anderen Namen. Trete hier und da noch in ein, zwei Gruppen ein. Suche darüber nach ein paar "Freunden" und passe meine Vorlieben, Aktivitäten und Hobbys ein bisschen den geklauten Bildern an".
So dass, trara, man den Eindruck haben könnte, dass es sich um ein authentisches Profil handelt. Dann sitzt der echte Ingo da mit seinem unechten Profil vor seinem Computer oder Smartphone und denkt sich...ja, was denkt er sich dabei?
Warum macht man denn so etwas? Aus Spaß an der Freude? Weil man zu viel Zeit hat und sich selber beweisen will, dass man mit einem gefakedten Profil mehr Aufmerksamkeit bekommt, als als Ingo Kowalski-Scmitz (alle Namen sind natürlich frei erfunden!)? Ich setzt mal voraus, dass ein gutes Fakeprofil ein bisschen Intelligenz benötigt. Also ganz so dumm scheinen, so Leute eigentlich nicht zu sein...obwohl...es kann auch sein, dass sich solche Hajos auch einfach ne App oder ein Tutorial besorgt haben. Denn, warum sollte man selber handeln oder denken, wenn es eine App gibt!?
Was macht der Ingo nun mit seinem optisch ansprechenden Profil? Er fängt an, in der Gruppe aktiv zu werden. Zack von heute auf morgen. Sehr regelmäßig, immer irgendwie provozierende, sexistische oder fragwürdige Memes, Spruchbilder, GiFS, kopierte Kettenbrief-artige Beiträge, die das Internet durchlaufen und immer überall mal wieder auftauchen. Okay, man könnte sagen, der Ingo mit dem falschen Profil belebt die Gruppe mit Inhalt. Was stimmt. Allerdings ist die Art und Weise, wie der Inhalt dargestellt und kommuniziert wird, nur darauf aus, zu sticheln, Leute zu trollen, eine große Fresse zu haben, oder Dinge zu suggerieren, die noch weniger wahr sind, als das Faken an sich.
Warum möchte Ingo denn nicht auch in echt Ingo sein? Wenn Ingo das Alles macht, um eine Studie durchzuführen, wenn Ingo ganz bewusst herausfinden will, wie Menschen im Internet reagieren und wie leicht sie durch optisch oberflächliche Begebenheiten zu beeinflussen sind, dann würde ich sagen, ja, als Gesellschafts-Analyse für eine wahnsinnig gute Abhandlung und Erörterung des menschlichen Verhaltens im Internet, würde ich das gelten lassen. Dann würde ich den Beweggrund der Psychologie oder der Wissenschaft voll nachvollziehen können. So etwas würde man als, bewusster Mensch aber dann irgendwann auflösen und sich "zu erkennen geben". Man sollte vielleicht vorher schon mit dem Gruppen-Betreiber darüber sprechen und sich ein "okay" abholen.
Aber in diesem Falle befürchte ich einfach, dass Ingo ein unglaublich hässlicher Mensch ist, sowohl innerlich als auch äußerlich. Wahrscheinlich giert er tatsächlich nur nach Aufmerksamkeit und tut das Alles nur zur egoistischen Belustigung. Holt sich darüber eine Art von Bestätigung ab, die er so vielleicht niemals bekäme? Narzissmus? Man weiß es nicht so genau. Vielleicht ist er auch einfach nur komisch bis kaputt oder krank? Vollkommen zu Recht bin ich da mal sehr anmaßend.
Außer zu temporären Studienzwecken erschließt sich mir der Beweggrund weiterhin nicht, warum man mit geklauten Bildern und der Identität von jemand anderem wirklich aktiv kommuniziert. Nur weil die Resonanz dann größer ist? Ein merkwürdiger Fetisch, scheint das zu sein. Das Problem bei diesen Trollen ist leider auch, dass sie bei Sonnenlicht NICHT zu Stein werden. Aktive Trolle weisen eine Frequenz von annähernd 20/7 vor. Sie sind nicht nur lästig, sondern auch hartnäckig und auffällig präsent.
Merke: Trolle gibt es. Sie sehen nur meistens anders aus, als wir erwarten. Wenn der Schein Euch überzeugen kann, okay, dann aber bitte nicht jammern, wenn man irgendwann Leim an den Finger und den Füßen hat. Trolle sind eben - auf der kommunikativen Ebene - die Süßigkeiten-Fallen der Moderne. "Oh, guck - ein Meme in einem großen dunklen Van. Ich will wissen, was es sagt, also gehe ich mal in den Van hinein..." Zack, Leim. Aber nun gut. Leim verbindet ja auch. Man sollte sich nur irgendwann wieder lösen können.
Im Allgemeinen betrachtet gibt es Fake-Profile überall. Auf Dating-Seiten, in Dating-Apps, in der Politik, bei Facebook, in der Tierwelt. Überall, da wo ein Profil von Nöten ist, gibt es immer ein paar, die nicht echt sind. Oder, zwar echt sind, aber gefaked, um im Internet einfach rumzutrollen, ohne Gefahr laufen zu müssen, die eigene Identität preiszugeben.
Bei Dating-Apps haben Fake-Profile nur einen Nutzen: sie sollen den Optionen-Pool füllen und beleben. Sie sorgen für zusätzliche, vermeintliche Chancen, Reichweite und Werbung. Die meisten Profile sind aber sehr offensichtlich nicht echt, wie ich finde. Aber sie dienen eben dem Zweck, Masse und Optionen für den Konsumenten zu suggerieren. Dating-Apps funktionieren genau deshalb so gut. Besonders bei mir, da ich total auf Bauernfängerei und scripted virtuality stehe.
Weg vom Dreck, hin zum anständigen und nicht unterwanderbaren Facebook.
Fake-Profile in Form von werbenden Katalog-Damen gibt es aber auch hier. Da Facebook mittlerweile zu der Werbe- und Algorithmen-Plattform schlechthin geworden ist, wird diese Option zur Verbreitung von willigem Material natürlich voll bedient. Im Bestfall, wenn man diesen höchst seriösen Angeboten folgt (oft sinds wahrscheinlich Menschen, die erst klicken, bevor sie denken, oder grundsätzlich davon ausgehen: "Ist ja nur ein Klick...ups...". "Hallo service uschi? Was macht man den gegen Virusse die von Internet her kommen? Muss ich damit jetzt zum Artzt?"[Obacht: bewusst gewählter "Slang"]) folgt, handelt man sich eben irgendwelche ünerwünschten Internet-Krankheiten ein. Selber Schuld, finde ich. Aber es wird immer eben Solche geben, die "mitmachen". Es wird ja auch immer irgendwen geben, der sich RTL anschaut. Bis das Fernsehen irgendwann ausstirbt und alles nur noch im Internet passiert. Dann wird eben Cyber-RTL gestreamt.
Troll-Profile bei Facebook. Wenn man sich regelmäßig in Facebook-Gruppen aufhält, bekommt man im Laufe der Zeit ja durchaus einen Eindruck von Aktivitäten, Mitgliederzahlen und Häufigkeiten von Postings. Bestes Beispiel ist weiterhin der 1-Live-Freundeskreis. Mittlerweile bei über zehntausend eingetragenen Mitgliedern. Und ja, Trolle gibt es und sie sind echt oder eben nur zum Teil.
Es gibt da diese Internet-Rambos, die offensichtlich auch in echt echte Arschgeigen sind und denen der Pöbel-Fleck auf der Profil-Weste egal ist. Solche Leute stänkern einfach lustig tum un provozieren relativ willkürlich. Diese "Pros" halten sich erfahrungsgemäß aber nicht so lange. Da es, wenigstens im FK, noch relativ diplomatisch zu geht und die Gruppen-Dynamik mit solchen Leuten ganz einfach ist. Trolle mit echtem Profil werden schnell entlarvt und demnach oft mit den eigenen Waffen geschlagen. Da diese Individuen meistens alleine sind, ist die "Macht der Gruppe" ein wesentlicher Bestandteil davon, dass diese Prolls früher oder später selber gehen oder aber mit Vehemenz gemeldet und dann entfernt werden. Wenn man wirklich so aggressiv, unzufrieden, frustriert und mit sich selber nicht im Reinen ist, sollte man vielleicht erstmal außerhalb des Internets zu sich selber finden. Trolle blockieren auch gerne mal das ganze Internet, damit sie nicht Gefahr laufen, sich doch mal rechtfertigen zu müssen. Sehr geschickt. Seht Ihr mich nicht, seh ich Euch auch nicht. Aber Troll?! Zweck verfehlt!? Naja, RTL eben.
Echte Trolle mit unechten Profilen: Die zweite Variante von Trollen in der Facebook-Gruppe ist die, des kopierten Profils. Irgendein Ingo denkt sich: "Ich könnte mich doch als jemand anderes ausgeben. Dazu verwende ich einfach ein neues FB-Profil, suche bei Instagram nach optisch aufregenden Bilder von einer Person, kopiere diese, überlege mir einen anderen Namen. Trete hier und da noch in ein, zwei Gruppen ein. Suche darüber nach ein paar "Freunden" und passe meine Vorlieben, Aktivitäten und Hobbys ein bisschen den geklauten Bildern an".
So dass, trara, man den Eindruck haben könnte, dass es sich um ein authentisches Profil handelt. Dann sitzt der echte Ingo da mit seinem unechten Profil vor seinem Computer oder Smartphone und denkt sich...ja, was denkt er sich dabei?
Warum macht man denn so etwas? Aus Spaß an der Freude? Weil man zu viel Zeit hat und sich selber beweisen will, dass man mit einem gefakedten Profil mehr Aufmerksamkeit bekommt, als als Ingo Kowalski-Scmitz (alle Namen sind natürlich frei erfunden!)? Ich setzt mal voraus, dass ein gutes Fakeprofil ein bisschen Intelligenz benötigt. Also ganz so dumm scheinen, so Leute eigentlich nicht zu sein...obwohl...es kann auch sein, dass sich solche Hajos auch einfach ne App oder ein Tutorial besorgt haben. Denn, warum sollte man selber handeln oder denken, wenn es eine App gibt!?
Was macht der Ingo nun mit seinem optisch ansprechenden Profil? Er fängt an, in der Gruppe aktiv zu werden. Zack von heute auf morgen. Sehr regelmäßig, immer irgendwie provozierende, sexistische oder fragwürdige Memes, Spruchbilder, GiFS, kopierte Kettenbrief-artige Beiträge, die das Internet durchlaufen und immer überall mal wieder auftauchen. Okay, man könnte sagen, der Ingo mit dem falschen Profil belebt die Gruppe mit Inhalt. Was stimmt. Allerdings ist die Art und Weise, wie der Inhalt dargestellt und kommuniziert wird, nur darauf aus, zu sticheln, Leute zu trollen, eine große Fresse zu haben, oder Dinge zu suggerieren, die noch weniger wahr sind, als das Faken an sich.
Warum möchte Ingo denn nicht auch in echt Ingo sein? Wenn Ingo das Alles macht, um eine Studie durchzuführen, wenn Ingo ganz bewusst herausfinden will, wie Menschen im Internet reagieren und wie leicht sie durch optisch oberflächliche Begebenheiten zu beeinflussen sind, dann würde ich sagen, ja, als Gesellschafts-Analyse für eine wahnsinnig gute Abhandlung und Erörterung des menschlichen Verhaltens im Internet, würde ich das gelten lassen. Dann würde ich den Beweggrund der Psychologie oder der Wissenschaft voll nachvollziehen können. So etwas würde man als, bewusster Mensch aber dann irgendwann auflösen und sich "zu erkennen geben". Man sollte vielleicht vorher schon mit dem Gruppen-Betreiber darüber sprechen und sich ein "okay" abholen.
Aber in diesem Falle befürchte ich einfach, dass Ingo ein unglaublich hässlicher Mensch ist, sowohl innerlich als auch äußerlich. Wahrscheinlich giert er tatsächlich nur nach Aufmerksamkeit und tut das Alles nur zur egoistischen Belustigung. Holt sich darüber eine Art von Bestätigung ab, die er so vielleicht niemals bekäme? Narzissmus? Man weiß es nicht so genau. Vielleicht ist er auch einfach nur komisch bis kaputt oder krank? Vollkommen zu Recht bin ich da mal sehr anmaßend.
Außer zu temporären Studienzwecken erschließt sich mir der Beweggrund weiterhin nicht, warum man mit geklauten Bildern und der Identität von jemand anderem wirklich aktiv kommuniziert. Nur weil die Resonanz dann größer ist? Ein merkwürdiger Fetisch, scheint das zu sein. Das Problem bei diesen Trollen ist leider auch, dass sie bei Sonnenlicht NICHT zu Stein werden. Aktive Trolle weisen eine Frequenz von annähernd 20/7 vor. Sie sind nicht nur lästig, sondern auch hartnäckig und auffällig präsent.
Merke: Trolle gibt es. Sie sehen nur meistens anders aus, als wir erwarten. Wenn der Schein Euch überzeugen kann, okay, dann aber bitte nicht jammern, wenn man irgendwann Leim an den Finger und den Füßen hat. Trolle sind eben - auf der kommunikativen Ebene - die Süßigkeiten-Fallen der Moderne. "Oh, guck - ein Meme in einem großen dunklen Van. Ich will wissen, was es sagt, also gehe ich mal in den Van hinein..." Zack, Leim. Aber nun gut. Leim verbindet ja auch. Man sollte sich nur irgendwann wieder lösen können.
Mittwoch, 6. Dezember 2017
Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer Internetuser/Leute zur Paarungszeit
Hey Folks, heute mal wieder etwas, was uns alle betrifft. Fortpflanzung und so, is klar, ne?! Ich habe mir zwar noch nicht wirklich viele, konkrete Gedanken zu dem Thema gemacht, außer die, die spontan bei der Themenwahl erschienen sind, aber - wie so oft - entsteht der Beitrag dieses Mal auch eher beim Schreiben.
Der Ein oder Andere wird den Beitragstitel sicherlich in seiner Ursprungsform kennen?! Der Originaltitel eines Filmes lautet nämlich "Das merkwürdiger Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" und befasst sich natürlich mit der Gesellschaft, dem Miteinander und den Problemchen, die so auftreten, wenn Menschen geschlechtsreif sind und nach Umgang und Körperlichkeiten streben. Ich finde den Übertrag ins Internet nur passend und will das Verhalten bei den geschlechtsreifen Internetusern eben ein bisschen hinterfragen bzw. gedanklich anschauen, da wir uns - mittlerweile in fast allen Generationen - mit dem Internet als Kommunikator befassen und es vermehrt wahrnehmen.
Wenn man sich das allgemeine Verhalten im Internet, spezieller Weise in Facebook-Gruppen, Whats-App- und Telegram-Gruppen anschaut, wird der versierte Menschenkenner schnell feststellen: Ja, viel Stumpfsinn, viel Primitives, viel Profilieren, viel Titten, viel Penis, viel Sex und naja, Vieles, was unnötig, aber leider ganz normal ist. Viel Oberflächlichkeit.
Offensichtlich besteht die Paarungszeit dieser Internetuser permanent. Das ganze Jahr, 24/7/365, quasi. Im Sommer und Frühling intensiver, weil Sonne und Hormone, die vermeintlich über die Stränge schlagen. Im Winter und Herbst aber auch, nur etwas anders merkbar, mit mehr Bezug auf die Jahreszeiten...Ein Kamin mit Teppich davor, ist zum Beispiel ein Bild für den Winter...
Das merkwürdige Verhalten dieser Leute, das Verhalten Aller, die annähernd triebgesteuert sind, herrscht, seit dem das Internet sämtliche Kommunikationswege beeinflusst, also permanent vor. So ist also eine permanente Paarungszeit einhergehend mit permanent, merkwürdigem Verhalten. Menschen machen Sachen, dreiste, kommunikative Sachen, um darauf aufmerksam zu machen, dass Paarungszeit ist. Hauptsache es mal erwähnen, sich anbieten, anpreisen, mit einem Augenzwinkern (wie ich es liebe) darauf hinweisen, zur Not ist ja Alles nur ein Spaß (wie ich es liebe). Der einfache Mensch, der sich keine Gedanken macht, würde das merkwürdige Verhalten wahrscheinlich als Flirten auslegen, bzw. es so erklären, wenn er danach gefragt werden würde. Das ist dann individuelle Auslegungssache, natürlich. Und wenn Flirten heutzutage heißt, auf Biegen und Brechen darauf hinzuweisen, dass man ja zur Verfügung steht...naja, dann sollte ich wohl endlich mit der alten Welt und den Vorstellungen von früher abschließen und einfach mitmachen...
...ja, eher nicht, auch wenn ich wollen würde. Ein bisschen eigenen Anspruch, Gewissen und Würde will ich mir dann doch behalten und muss das Flirten anders gestalten, als es heutzutage der Usus ist. Von daher nehme ich dann weiter mit dem kleinen, speziellen Teil, den besonderen Menschen vorlieb, die es ähnlich sehen, dass dieses 0815-Getue des Großteils der Leute, stumpf und hohl ist. Ich mag Menschen, die meine Ansichten teilen. Ich mag Ansichten, die von Wenigen geteilt werden. Gegen die Masse? Ja, durchaus. Kritik, weiterhin. Total glücklich mit Gedanken über die Welt und deren Bewohnern? Bedingt. Zu viel Ärger und Unverständnis. Aber, hey, hier ist wieder der Punkt, an dem man feststellen kann: mach dir keine Gedanken und du bist glücklich. Mache dir zu viele Gedanken und du bist definitiv schwierig. Der Mittelweg, auch hier, ja, der wäre gut.
Zurück zu vermeintlich merkwürdigem Verhalten. Die meisten Mädels im Internet sind wie Prinzessinnen, die erobert werden möchten. Eine recht klassiche Vorstellung und gar nicht mal so abwegig, dass dies so ist. Sie wollen gewonnen und überzeugt werden, dass man der Prinz auf dem weißen Ross ist, ob es dabei speziell um Sex geht oder nicht, ist erstmal egal. Die emanzipierte Prinzessin von heute würde niemals auf die Idee kommen auch nur einen kleinen Schritt von alleine zu machen. Der Herr ist gefragt und soll aktiv werden und Interesse bekunden, soweit so gut, klassisch und so gar nicht modern, in dieser aufstrebenden und nach Gleichstellung bemühten Welt. Dennoch ist dieses Verhalten durchaus nachzuvollziehen. Warum sollte man sich auch bemühen, wenn man eh täglich, je nach optischer Erscheinung, mit diversen Angeboten, Flirtversuchen oder eindeutigen Bildern überschwemmt wird. Man kann ja dann ganz einfach aussuchen und sich das herauspicken, was man gerade braucht. Die Kurzfristigkeit der Dinge. Überangebot macht faul.
Da die meisten Typen diese Art und Weise aber voll unterstützen, gerne der Jäger sind und mit Tatendrang dafür sorgen, mindestens jedes weibliche Wesen, was annähernd - in ihren Augen - nicht hässlich ist, wenigstens einmal angeschrieben, geliked oder einen zweideutigen Spruch offeriert zu haben, wird diese Jagd nach Profilen, oberflächlich betrachtet, einfach voll ausgelebt und befeuert.
Ganz klar, man liest immer wieder von Mädels, die sich öffentlich darüber auslassen, dass sie ja schon wieder Dick-Pics bekommen haben, aber gar nicht danach gefragt hatten. Das sind dann die ganz primitiven Prinzen, die nicht mal mehr ein "Hi, wie gehts?" schreiben, sondern direkt alles anbieten. Sicher, das ist sehr eindeutig und verfehlt wohl nicht den Zweck, der da gewollt ist. Und wenn man als ambitionierter Internetuser 100 Mädels solche Bilder geschickt hat, und nur Eine darauf eingeht, nun ja...Zweck erfüllt. Und auch bei den weiblichen Usern, die sich darüber beschweren, stört der, leicht süffisante, Nebensatz "...ich habe nicht mal danach gefragt 😂😂", wie ich finde. Ganz so scheiße wird diese Art der Aufmerksamkeit wohl gar nicht gefunden. Das betrifft dann aber auch wieder alles die breite Masse, denke ich. Ganz normal, jeder möchte Sex. Sex ist, wie oft erwähnt, eine ganz tolle Sache, das sehe ich ja auch so. Aber muss man denn das ganze Internet auf so eine stumpfe Art und Weise, regelrecht, abgrasen, um nur mal zum Zug zu kommen? Kann man machen, weil es durch die Mittel und Wege nunmal möglich ist...
...da nehme ich mich dann mal wieder raus. Spezielles Pflänzchen, ich bin. Auf der Suche nach dem Platz im Licht mit Bewässerungsmöglichkeiten. Ich will ja schließlich nicht eingehen. Sex ist wichtig und er fehlt mir auch arg in den letzten drei Jahren. Sehnsucht ist als sensibler Mensch nochmal ne ganz andere Nummer, als bei den ganzen hohlen Fritten, ich sags Euch! Ich habe eben das Verlangen nach ganzheitlichem, einvernehmlichem und erfülltem Sex. Diesen kann man eventuell auch dadurch finden, in dem man einfach danach fragt, ne?! Wer ficken will, muss freundlich sein. Ja, super. Ich kann so freundlich sein, mein Wesen hat so eine tolle Art, ich bin ein liebenswerter Mensch. Auf jeden Fall, das Alles, zu letzt noch gehört. Alles toll. Nur ist mein Gewissen einfach zu präsent und meine Ängste vor Ablehnung einfach zu groß, als dass ich so ohne Weiteres bei den Menschen, die mir sympathisch sind, bei denen ein gewisser Vibe vorherrscht, aufs Ganze gehen würde. Ich machs mir selber schwer, oder?
Ja, mitunter, ich kenne mich ja leider auch ganz gut und weiß, dass man mich auch ersteinmal kennen lernen muss. Ich komme einfach über die Zeit und die Intensität, als über das Kurzfristige und Oberflächliche. Also, wer Zeit will und intensive Momente mag, der sollte sich nun angesprochen fühlen. Wie sagte man mir vor Kurzem noch: "Du bist eh das speziellste Pflänzchen, das ich kenne, du bekommst deinen ganz eigenen Platz. fern ab von den anderen Schubladen, damit du keinen Schaden anrichtest." Ich sehe das durchaus als Kompliment, auch das mit dem Schaden. Bei dieser Aussage herrschte aber eh ein unausgesprochenes, aber dieses Mal passendes, Augenzwinkern vor.
Ich freue mich auch weiterhin darüber einen positiven, aber eben speziellen, Eindruck hinterlassen zu können und möchte diesen wahren, da Bestätigung für meine Person (speziell für mich selbst: für meine, neue Person, die ich in den letzten 2 Jahren wieder aufgebaut habe) ein echt tolles Gefühl ist. Und es ist so wichtig, da diese Bestätigung in meinem Leben (Abschnitt) auch mal komplett gefehlt hat. Der Weg erstreckt sich also weiterhin vor mir und es ist an mir ihn zu gehen. Mit oder ohne Begleiter, am liebsten aber mit, dann ist man nicht so alleine mit seinen Gedanken. Ich brauche eindeutig mehr Konfetti in meinem Leben und mehr oder weniger, weniger Gehirn, weiterhin. "Sei nicht so streng mit Dir, aber bleibe Du selbst!" So soll es sein, ich bin ja gut, nicht einfach, aber ziemlich toll, so wie ich bin, es benötigt nur jemanden mit etwas botanischem Verständnis für Pflege und Obacht, damit ich richtig und noch mehr wachse...oder einfach mal eine helfende Hand...ja, tschuldigung, ein platter Spruch musste nun sein. Wobei in dem Zusammenhang die Zweideutigkeit vielleicht nicht ganz so platt ist.
Vielleicht spiele ich das Spiel um die Profile ja doch irgendwann mal mit. Vielleicht mache ich auch ein ganz eigenes Spiel daraus. Fördert Wettbewerb nicht irgendwo Ehrgeiz? Ja, unter Umständen. Ich mag die Umstände allerdings nicht, deshalb muss das eigene Spiel her. Ich sag dann Bescheid, wenn es soweit ist. Ein Titel existiert aber schon:
Das merkwürdige Verhalten spezieller Pflänzchen zur Blütezeit - Ein Spiel um Bienen, Nektar, Pollen und Bestäubung.
Das wird garantiert ein Hit, ab 18, versteht sich. Ein eher unkonventionelles Spiel.
Der Ein oder Andere wird den Beitragstitel sicherlich in seiner Ursprungsform kennen?! Der Originaltitel eines Filmes lautet nämlich "Das merkwürdiger Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit" und befasst sich natürlich mit der Gesellschaft, dem Miteinander und den Problemchen, die so auftreten, wenn Menschen geschlechtsreif sind und nach Umgang und Körperlichkeiten streben. Ich finde den Übertrag ins Internet nur passend und will das Verhalten bei den geschlechtsreifen Internetusern eben ein bisschen hinterfragen bzw. gedanklich anschauen, da wir uns - mittlerweile in fast allen Generationen - mit dem Internet als Kommunikator befassen und es vermehrt wahrnehmen.
Wenn man sich das allgemeine Verhalten im Internet, spezieller Weise in Facebook-Gruppen, Whats-App- und Telegram-Gruppen anschaut, wird der versierte Menschenkenner schnell feststellen: Ja, viel Stumpfsinn, viel Primitives, viel Profilieren, viel Titten, viel Penis, viel Sex und naja, Vieles, was unnötig, aber leider ganz normal ist. Viel Oberflächlichkeit.
Offensichtlich besteht die Paarungszeit dieser Internetuser permanent. Das ganze Jahr, 24/7/365, quasi. Im Sommer und Frühling intensiver, weil Sonne und Hormone, die vermeintlich über die Stränge schlagen. Im Winter und Herbst aber auch, nur etwas anders merkbar, mit mehr Bezug auf die Jahreszeiten...Ein Kamin mit Teppich davor, ist zum Beispiel ein Bild für den Winter...
Das merkwürdige Verhalten dieser Leute, das Verhalten Aller, die annähernd triebgesteuert sind, herrscht, seit dem das Internet sämtliche Kommunikationswege beeinflusst, also permanent vor. So ist also eine permanente Paarungszeit einhergehend mit permanent, merkwürdigem Verhalten. Menschen machen Sachen, dreiste, kommunikative Sachen, um darauf aufmerksam zu machen, dass Paarungszeit ist. Hauptsache es mal erwähnen, sich anbieten, anpreisen, mit einem Augenzwinkern (wie ich es liebe) darauf hinweisen, zur Not ist ja Alles nur ein Spaß (wie ich es liebe). Der einfache Mensch, der sich keine Gedanken macht, würde das merkwürdige Verhalten wahrscheinlich als Flirten auslegen, bzw. es so erklären, wenn er danach gefragt werden würde. Das ist dann individuelle Auslegungssache, natürlich. Und wenn Flirten heutzutage heißt, auf Biegen und Brechen darauf hinzuweisen, dass man ja zur Verfügung steht...naja, dann sollte ich wohl endlich mit der alten Welt und den Vorstellungen von früher abschließen und einfach mitmachen...
...ja, eher nicht, auch wenn ich wollen würde. Ein bisschen eigenen Anspruch, Gewissen und Würde will ich mir dann doch behalten und muss das Flirten anders gestalten, als es heutzutage der Usus ist. Von daher nehme ich dann weiter mit dem kleinen, speziellen Teil, den besonderen Menschen vorlieb, die es ähnlich sehen, dass dieses 0815-Getue des Großteils der Leute, stumpf und hohl ist. Ich mag Menschen, die meine Ansichten teilen. Ich mag Ansichten, die von Wenigen geteilt werden. Gegen die Masse? Ja, durchaus. Kritik, weiterhin. Total glücklich mit Gedanken über die Welt und deren Bewohnern? Bedingt. Zu viel Ärger und Unverständnis. Aber, hey, hier ist wieder der Punkt, an dem man feststellen kann: mach dir keine Gedanken und du bist glücklich. Mache dir zu viele Gedanken und du bist definitiv schwierig. Der Mittelweg, auch hier, ja, der wäre gut.
Zurück zu vermeintlich merkwürdigem Verhalten. Die meisten Mädels im Internet sind wie Prinzessinnen, die erobert werden möchten. Eine recht klassiche Vorstellung und gar nicht mal so abwegig, dass dies so ist. Sie wollen gewonnen und überzeugt werden, dass man der Prinz auf dem weißen Ross ist, ob es dabei speziell um Sex geht oder nicht, ist erstmal egal. Die emanzipierte Prinzessin von heute würde niemals auf die Idee kommen auch nur einen kleinen Schritt von alleine zu machen. Der Herr ist gefragt und soll aktiv werden und Interesse bekunden, soweit so gut, klassisch und so gar nicht modern, in dieser aufstrebenden und nach Gleichstellung bemühten Welt. Dennoch ist dieses Verhalten durchaus nachzuvollziehen. Warum sollte man sich auch bemühen, wenn man eh täglich, je nach optischer Erscheinung, mit diversen Angeboten, Flirtversuchen oder eindeutigen Bildern überschwemmt wird. Man kann ja dann ganz einfach aussuchen und sich das herauspicken, was man gerade braucht. Die Kurzfristigkeit der Dinge. Überangebot macht faul.
Da die meisten Typen diese Art und Weise aber voll unterstützen, gerne der Jäger sind und mit Tatendrang dafür sorgen, mindestens jedes weibliche Wesen, was annähernd - in ihren Augen - nicht hässlich ist, wenigstens einmal angeschrieben, geliked oder einen zweideutigen Spruch offeriert zu haben, wird diese Jagd nach Profilen, oberflächlich betrachtet, einfach voll ausgelebt und befeuert.
Ganz klar, man liest immer wieder von Mädels, die sich öffentlich darüber auslassen, dass sie ja schon wieder Dick-Pics bekommen haben, aber gar nicht danach gefragt hatten. Das sind dann die ganz primitiven Prinzen, die nicht mal mehr ein "Hi, wie gehts?" schreiben, sondern direkt alles anbieten. Sicher, das ist sehr eindeutig und verfehlt wohl nicht den Zweck, der da gewollt ist. Und wenn man als ambitionierter Internetuser 100 Mädels solche Bilder geschickt hat, und nur Eine darauf eingeht, nun ja...Zweck erfüllt. Und auch bei den weiblichen Usern, die sich darüber beschweren, stört der, leicht süffisante, Nebensatz "...ich habe nicht mal danach gefragt 😂😂", wie ich finde. Ganz so scheiße wird diese Art der Aufmerksamkeit wohl gar nicht gefunden. Das betrifft dann aber auch wieder alles die breite Masse, denke ich. Ganz normal, jeder möchte Sex. Sex ist, wie oft erwähnt, eine ganz tolle Sache, das sehe ich ja auch so. Aber muss man denn das ganze Internet auf so eine stumpfe Art und Weise, regelrecht, abgrasen, um nur mal zum Zug zu kommen? Kann man machen, weil es durch die Mittel und Wege nunmal möglich ist...
...da nehme ich mich dann mal wieder raus. Spezielles Pflänzchen, ich bin. Auf der Suche nach dem Platz im Licht mit Bewässerungsmöglichkeiten. Ich will ja schließlich nicht eingehen. Sex ist wichtig und er fehlt mir auch arg in den letzten drei Jahren. Sehnsucht ist als sensibler Mensch nochmal ne ganz andere Nummer, als bei den ganzen hohlen Fritten, ich sags Euch! Ich habe eben das Verlangen nach ganzheitlichem, einvernehmlichem und erfülltem Sex. Diesen kann man eventuell auch dadurch finden, in dem man einfach danach fragt, ne?! Wer ficken will, muss freundlich sein. Ja, super. Ich kann so freundlich sein, mein Wesen hat so eine tolle Art, ich bin ein liebenswerter Mensch. Auf jeden Fall, das Alles, zu letzt noch gehört. Alles toll. Nur ist mein Gewissen einfach zu präsent und meine Ängste vor Ablehnung einfach zu groß, als dass ich so ohne Weiteres bei den Menschen, die mir sympathisch sind, bei denen ein gewisser Vibe vorherrscht, aufs Ganze gehen würde. Ich machs mir selber schwer, oder?
Ja, mitunter, ich kenne mich ja leider auch ganz gut und weiß, dass man mich auch ersteinmal kennen lernen muss. Ich komme einfach über die Zeit und die Intensität, als über das Kurzfristige und Oberflächliche. Also, wer Zeit will und intensive Momente mag, der sollte sich nun angesprochen fühlen. Wie sagte man mir vor Kurzem noch: "Du bist eh das speziellste Pflänzchen, das ich kenne, du bekommst deinen ganz eigenen Platz. fern ab von den anderen Schubladen, damit du keinen Schaden anrichtest." Ich sehe das durchaus als Kompliment, auch das mit dem Schaden. Bei dieser Aussage herrschte aber eh ein unausgesprochenes, aber dieses Mal passendes, Augenzwinkern vor.
Ich freue mich auch weiterhin darüber einen positiven, aber eben speziellen, Eindruck hinterlassen zu können und möchte diesen wahren, da Bestätigung für meine Person (speziell für mich selbst: für meine, neue Person, die ich in den letzten 2 Jahren wieder aufgebaut habe) ein echt tolles Gefühl ist. Und es ist so wichtig, da diese Bestätigung in meinem Leben (Abschnitt) auch mal komplett gefehlt hat. Der Weg erstreckt sich also weiterhin vor mir und es ist an mir ihn zu gehen. Mit oder ohne Begleiter, am liebsten aber mit, dann ist man nicht so alleine mit seinen Gedanken. Ich brauche eindeutig mehr Konfetti in meinem Leben und mehr oder weniger, weniger Gehirn, weiterhin. "Sei nicht so streng mit Dir, aber bleibe Du selbst!" So soll es sein, ich bin ja gut, nicht einfach, aber ziemlich toll, so wie ich bin, es benötigt nur jemanden mit etwas botanischem Verständnis für Pflege und Obacht, damit ich richtig und noch mehr wachse...oder einfach mal eine helfende Hand...ja, tschuldigung, ein platter Spruch musste nun sein. Wobei in dem Zusammenhang die Zweideutigkeit vielleicht nicht ganz so platt ist.
Vielleicht spiele ich das Spiel um die Profile ja doch irgendwann mal mit. Vielleicht mache ich auch ein ganz eigenes Spiel daraus. Fördert Wettbewerb nicht irgendwo Ehrgeiz? Ja, unter Umständen. Ich mag die Umstände allerdings nicht, deshalb muss das eigene Spiel her. Ich sag dann Bescheid, wenn es soweit ist. Ein Titel existiert aber schon:
Das merkwürdige Verhalten spezieller Pflänzchen zur Blütezeit - Ein Spiel um Bienen, Nektar, Pollen und Bestäubung.
Das wird garantiert ein Hit, ab 18, versteht sich. Ein eher unkonventionelles Spiel.
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