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Donnerstag, 28. November 2019

Ein neuer Tag an deinem Strand


Ein neuer Tag an deinem Strand

Augen auf, Glück im Herzen.
Kaffee ans Bett, keine Schmerzen.
Noch ein bisschen wach werden.
Noch ein bisschen weiter träumen.
Ruhige Worte, treue Blicke,
Wohlgefühl, statt Angezicke.
Noch nen Kaffee?! Aber klar!
Noch ne Kippe, wunderbar.
Noch ein bisschen schwelgen
und sich in den Kissen wälzen.
Spontane Erinnerung an gestern,
dauerhaftes Wiederholenwollen.
Ich schaue dich ja so gerne an
und weiß, du tust es ebenso.
Schmachtende Blicke,
kaltwerdender Kaffee,
knisternde Stille,
uneingeschränkte Nähe.
Die Zeit verfliegt im Nu,
nur der Horizont schaut uns zu.
Erinnerungen an heute.
Erinnerungen an morgen.
Ein neuer Tag an deinem Strand.


Donnerstag, 14. November 2019

Dichterdienstag 19KW46 - Der Hammer mit dem Nagel



Der Hammer mit dem Nagel

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.
Es ist dann so, wie mit dem Deckel und dem Topf,
völlig frei und ständig, wie die Brandung in der Bucht.
Wenn man nicht mal groß ausholen muss...
Wenn es egal ist, welche Macken man hat...
Wenn es einfach funktioniert, wie im Fluss...
Wenn es tiefgreifend ist und nicht platt...
...dann ist der Hammer die Besänftigung
und der Nagel die totale Bestätigung.

Auf den Kopf, auf den Kopf bei jedem Mal,
ständig steigt die Zahl,
der Frequenz der wahnsinnigen Genugtuung,
mit Schwung, Leichtigkeit, ohne Zumutung.
Ganz wie von selbst funktioniert's dann
mit jedem weiteren Schlag.

Egal wo,
egal wie,
egal wann.

Ich bin der Hammer, du der Nagel.
Getroffen, ohne hinzusehen.
Verbunden, ohne Knoten.
Verwunden, ohne Wunden.
Unfassbare Verbindungen
ohne wirkliche Einschränkungen.

Manchmal trifft's den Nagel auf den Kopf
ungeachtet aller Umstände mit voller Wucht.

Freitag, 23. November 2018

Ein Moment der inneren Stille

Gerade verstummte die letzte Note der Abspann-Musik einer Serie, die ich schaute. Nun flimmert sie nicht mehr, die Kiste. Jetzt ist's still. Nur das leichte Feedback der digitalen Tasten und ab und zu ein Auto, das über weitestgehend leere Straßen fährt. Viel mehr Geräusche sind gerade nicht zugegen. Das ist angenehm, muss ich feststellen. Ich halte inne und suche das Chaos, das einst in mir wohnte. Ich denke, jeden Moment wird es wieder an meiner Seele zerren. Wenn ich still wurde, nahm es sich einen Platz und herrschte. Aber das tut es nicht mehr. Es zerrt nicht mehr, wenn ich in mir Ruhe suche. Es ist wirklich sehr sehr angenehm, eine innere Stille so wahrnehmen zu können. Das sollte man viel öfter mal tun.

Gleich folgt dann noch die letzte Folge dieser Serie. Ganz bewusst und gewollt. Ist ne gute Serie. Ich hab sie gern gesehen. Die innere Stille wird auch nach den nächsten fünfundzwanzig Minuten wieder einkehren. Da bin ich mir sehr gewiss.

Innere Stille: fast so viel Wert wie das Schweigen des Goldes. Aber auch nur fast. Gold ist ja nur ne Ressource. Der Seelenfrieden hingegen wird niemals mit Gold aufgewogen werden können.
Dennoch kann dieses Selbst ein enormes Gewicht haben und einen runterziehen. Dann ist es aber kein Gold, was an dir zerrt, sondern die Schwere eines Momentes. Die Schwere einer Situation oder über lange Sicht, die Schwere einer Phase oder die Schwere eines Lebens. Selbst der Schmerz der Welt kann einen so arg erdrücken, dass nicht mehr viel Luft für die eigene Seele bleibt.

In der Tat starte ich aber nun die zwölfte Folge dieser Serie und werde den Text danach noch einmal lesen. Im Bestfall selbst-bestätigend. Da es mir nicht mehr an Zuversicht fehlt, bin ich mir da sehr sicher. Auch wenn es nur um eine kleine Selbstreflektion der inneren Ruhe/Stille geht. Bestätigung des Selbst ist immer eine gute Sache.

Die Serie endete leider merkwürdig abrupt und erhält auf Grund fehlender Zusammenhänge dann doch nur ne subjektive 6/10. Spricht man bei einer Staffel a 12 Folgen überhaupt schon von einer Serie? Wenigstens kann man von einer Serie von Folgen sprechen. Ich befürchte aber, da kommt nichts mehr nach. Demnach bleibts bei 12 Folgen.

Dienstag, 20. November 2018

Nur Du

Menschen:
Alle sind sich ähnlich.
Viele sind gewöhnlich.
Wenige sind gleich.
Und ein Paar...sind meist zwei.

Nur Du,
Du bist einzigartig,
ganz speziell und eigen-artig.
Wunderbar verrückt.
Ich bin von Dir entzückt.



Sonntag, 18. November 2018

Rückkehr und Schutz

Ich blickte tief in Ihre großen, dunklen Augen und vernahm das leichte Beben darin. Ein tanzender Kranz, pulsierende Pupillen. Eine einsetzende Verschwommenheit, ein unsicheres Flackern. Sie blickte sich hektisch um, während Nervosität über Ihre feinen Züge huschte. Ich sah die Zweifel, die Ihre Mundwinkel - kaum merkbar - zum Zucken brachten. Immer wenn sie grübelte oder besorgt war, zog sie eine Augenbraue nach oben und feine Falten erschlossen Ihre Stirn. Sie nestelte nervös am Saum der viel zu großen Sweatshirtjacke, blickte mich an und fragte:

"Warum ist das Leben so ungerecht? Nur Enttäuschungen und Betrug. Neid und Eifersucht. Meine Seele ist schon wieder ein bisschen mehr kaputt gegangen, denke ich...das ist doch scheiße!"

"Aber es sind die Menschen, die ungerecht sind, nicht das Leben.", sagte ich. "Du bist toll und wunderbar und voller Herz und Frohsinn. Lasse niemals zu, dass Dir die Menschen das wegnehmen. Nimm das Leben an, dein Leben und sei Du selbst. Dafür brauchst du doch niemand Anderen."

"Ich bin doch immer ich gewesen" resignierte Sie, "...was mache ich denn nur falsch? Alles, was ich will, ist doch nur ein bisschen Liebe, Zuneigung und Geborgenheit. Vertrauen und Leichtigkeit...ganz normale Dinge...aber..."

"...einige Menschen wollen die Welt einfach nur brennen sehen.", fiel mir dazu spontan ein, "Es ist ein Graus mit einem Großteil der Gesellschaft, das wissen wir beide. Und dennoch, gerade deswegen, bewundere ich Dich für deinen Optimismus. Du versuchst es wenigstens immer wieder...auch wenn es mir im Herzen schmerzt, Dich dann so sehen zu müssen. Besonders Du hast diese kalte, oberflächliche Ungerechtigkeit nicht verdient."

"Bin ich deshalb naiv, blöd oder gar bescheuert? Ich habe Zweifel und ich verliere die Kraft. Ich fühle mich gerade wieder so klein..." Sie senkte den Kopf und seufzte.

Ich trat einen Schritt auf sie zu, nahm Ihre, immer noch leicht zitternden Hände, lächelte und sagte: "Ganz im Gegenteil, Sweetheart. Du bist sensibel und denkst einfach viel nach. Blöd wäre es nur, wenn Dich das Alles runterzieht und Du dich ungewollt veränderst..."

"Aber..."

"Kein "Aber" und keine Widerrede...!"

Sie senkte ihren Kopf und ließ die Schultern noch ein wenig mehr sinken als zuvor.
 
"Hey, schau mich an."

Der Blick den sie mir dann entgegenbrachte, war wieder voller Angst und Zweifel. Tanzende Kreise. Unsicheres Flackern.

"Ändere Dich nicht, denn Du bist gut, wie du bist. Vergiss das bitte nicht. Jeder sollte sich eine Scheibe von Dir bzw. deinem Charakter und Wesen abschneiden. Wären mehr Menschen, wie du, wäre die Welt ein gutes Stück besser und definitiv ein besseres Stück guter!"

Sie musste schmunzeln. Dabei wackelte Ihre Nasenspitze für einen kleinen Augenblick. Das tat sie immer, wenn sie schmunzelte. Aber das wusste Sie natürlich.

"...siehst Du, da bist Du ja wieder.", freute ich mich. "Das Lächeln steht Dir eindeutig besser als der Zweifel und die ganzen Runzel auf deiner Stirn! Und Du weißt: wenn du Dich klein fühlst, hebe ich Dich hoch. Wenn Du Kraft brauchst, schenke ich Dir Energie. Wenn Du Schutz benötigst, empfange ich Dich mit offenen Armen und schließe Dich darin ein. Ich halte Dich fest, damit Du nicht verloren gehst."

Die Falten der Sorgen legten sich so langsam. Ein tiefes Durchatmen. Sie schloss die Augen für einen weiteren Moment, öffnete sie wieder, schaute mich an und eine spontane Rührung überkam sie. Eine Mischung aus Erkenntnis, Dankbarkeit und purer Emotion. Jetzt war Sie wieder so echt, wie sie nur sein konnte.

"Lass einfach los, hier bist Du in Sicherheit. Ich verstehe Dich. Ich bin da, wenn Du mich brauchst!"

Es war drei Uhr nachts, kalt und nass. Es war wieder Herbst.

Sie nickte nur kurz zur Bestätigung, schloss dann wieder ihre braunen Augen und umarmte mich. Sie hielt sich fest. Ich schloss meine Arme um Ihre Schultern und hielt sie ebenso fest.
Das leise "Danke", was sie mir entgegen flüsterte, erfüllte mich mit tiefer Emotion, Demut und ebenso Dankbarkeit.

So standen wir dort, umarmten uns und waren einfach für einander da. Auch um drei Uhr Nachts.


Donnerstag, 15. November 2018

Update November 2018

Auf einen runden Abschluss meiner Gedicht-Geschichte "Wolle, Garn und Webertum - eine Geschichte vom Bande", packe ich diese nochmal als Komplett-Beitrag mit auf die Seite. So kann man, wenn man will, alles in einem Lesen ohne die Seiten wechseln zu müssen. Fein aufgegliedert in ihre einzelnen Kapitel, versteht sich. Ich hoffe auf jeden Fall, dass Ihr beim Lesen dieser doch spezielleren Geschichte Spaß, Freude oder Ärger hattet?! In jedem Fall eine Emotion, das wäre gut!

Die Interpretation und Zusammensetzung ist hoffentlich schlüssig, bzw. regt dazu an, die Dinge und Stränge ein bisschen selbst miteinander zu verflechten. Im Endeffekt gibt das letzte Kapitel aber die Verbindung des Weber bzw. der Weber preis und webt sein ganz eigenes Ende der Geschichte. Mit Moral oder Fazit oder auch nicht...das bleibt dann doch immer ein bisschen der subjektiven Wahrnehmung überlassen.

Gedichte über Gedichte. So viele waren es in letzter Zeit. Und es macht mir richtig Freude und hat dies getan, diese Poesie, die dort in meinem Kopf herumschwebt, aufs digitale Papier zu bringen. Es folgen garantiert immer wieder Gedichte, Lyrik und Poesie. Manchmal lang geplant, wie der "Weber", manchmal ganz spontan inspiriert. Mein Kopf bleibt nicht leer, demnach bald mehr.

Als nächste, größere Element stehen bald aber wieder die Interviews aus der Nachbarschaft an. Staffel 3 wird dieses Jahr noch an den Start gehen. Ein bisschen ist schon im Kasten, ein wenig muss noch produziert werden, aber, was man sagen kann, ist, dass es auf jeden Fall wieder ein Spezial-Interview geben wird. Ein bisschen gesondert von der 1live-Freundeskreis-Dynamik.

Kurz zur Band: Es läuft. Es gab zwar wieder Veränderungen. Diese fallen aber spontan sehr positiv aus. Wir haben vor Kurzem eine Renovierungs- und Optimierungs-Aktion unseres Proberaumes vorgenommen. Neue Mit-Mieter, neue Klang- und Schall-Ausstattung, ein Schlagzeug-Podest, bald noch mehr Equipment, dann mal was aufnehmen und dann die Komplettierung der Band anstreben. Es geht voran. Es macht Bock. Wir machen geile Mucke. Die Jungs sind super drauf. Alles schick.

Kurz zu mir persönlich: Auch bei mir persönlich passieren wieder Veränderungen. Ich orientiere und perspektiviere mich gerade arbeits-technisch wieder etwas neu um. Der nächste Schritt muss jetzt passieren und darüber hinaus übe ich mich in mehr Weitsicht, Ehrgeiz und Motivation. Das funktioniert mit dem weiter vorhandenen Optimismus ganz gut. Dran bleibe ist jetzt die Devise!
Zudem kann ich sagen, dass ich persönlich eine wunderbare, nicht geplante aber dennoch passierte Wieder-Erfahrung machen darf, die gerade im Moment passiert. Ich bin sehr froh, etwas anzunehmen, bzw. wieder etwas geben zu können. Es ist wirklich schön, dass Dinge dann doch passieren, wenn man nicht damit rechnet.

Was bleibt noch zu sagen?! Die Blogseite wurde nochmal ein bisschen angepasst. Ich habe in der Sidebar, rechts, die Suche, eine Übersetzung und Links eingebaut. Die Formatierung hat sich insgesamt noch etwas angeglichen und die Strukturierung ebenso. Da bleibe ich auf jeden Fall auch weiter am Ball, um ein möglichst informatives aber auch angenehmes Seh- und Lese-Bild der Seite zu gestalten.

Achja, Feedback. Ganz grundsätzlich wünsche ich mir ein bisschen mehr Feedback. Ich denke, die die es lesen, verstehen es weiterhin und da ist dann eh die passende Übereinstimmung meiner Gedanken und Texte gegeben. Dennoch: Feedback ist immer gerne gelesen oder gehört. Scheut Euch auch nicht, die Seite zu verlinken oder sie zu teilen oder zu empfehlen oder was auch immer!

Ich denke, das wars jetzt erstmal. Bis zum nächsten Eintrag, Beitrag, Gedicht, Podcast, Geschichte oder Gespräch.

Stay cool, stay real!

Cheerio - Friede und Freude