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Dienstag, 20. Oktober 2020
Dienstag, 29. Oktober 2019
Dichterdienstag 19KW44 - Mein Glück
Mein Glück
Egal wo ich bin, Eines ist gewiss:
ich weiß um mein Glück, ganz bewusst.
Ich kann mich darauf verlassen,
ohne verlassen zu sein,
mit dem Wissen, immer da zu sein.
Mein Glück ist so erstrebenswert,
so unglaublich stark und toll.
Es ist da, es ist nah, es ist mein Held.
Manchmal klingt es auch in Moll,
dennoch macht es nicht traurig,
ganz im Gegenteil: es beflügelt,
macht mich zufrieden, schenkt mir Kraft.
Es sagt mir, glaube an dich. Es lacht,
es lebt, es ist präsent. Es zügelt
mich manchmal, hält mich bei mir selbst.
Mein Glück, egal, ob nah, ob fern,
es belebt mich, lässt mich atmen.
Es blüht in mir, wie ein bunter Garten,
Mein Glück, ich trage dich so gern
in mir, bei mir, mit mir. Ich danke dir!
Dank dir sehe ich, selbst im tiefen Dunkel.
Dank dir höre ich, selbst im lauten Tosen.
Dank dir schmecke ich, selbst im Faden.
Dank dir rieche ich, selbst im Argen.
Dank dir spüre ich mich selbst in mir.
Mein Glück, bleibe genau so wie du bist.
Du bist mein Quell, mein Motor, mein Weg.
Du bist mein Klee, mein Gold, mein Steg,
an dem das Schiff des Lebens anlegt,
welches mich dann zu dir bringt.
Egal wo ich bin, Eines ist gewiss:
ich weiß um mein Glück, ganz bewusst.
Ich kann mich darauf verlassen,
ohne verlassen zu sein,
mit dem Wissen, immer da zu sein.
Mein Glück ist so erstrebenswert,
so unglaublich stark und toll.
Es ist da, es ist nah, es ist mein Held.
Manchmal klingt es auch in Moll,
dennoch macht es nicht traurig,
ganz im Gegenteil: es beflügelt,
macht mich zufrieden, schenkt mir Kraft.
Es sagt mir, glaube an dich. Es lacht,
es lebt, es ist präsent. Es zügelt
mich manchmal, hält mich bei mir selbst.
Mein Glück, egal, ob nah, ob fern,
es belebt mich, lässt mich atmen.
Es blüht in mir, wie ein bunter Garten,
Mein Glück, ich trage dich so gern
in mir, bei mir, mit mir. Ich danke dir!
Dank dir sehe ich, selbst im tiefen Dunkel.
Dank dir höre ich, selbst im lauten Tosen.
Dank dir schmecke ich, selbst im Faden.
Dank dir rieche ich, selbst im Argen.
Dank dir spüre ich mich selbst in mir.
Mein Glück, bleibe genau so wie du bist.
Du bist mein Quell, mein Motor, mein Weg.
Du bist mein Klee, mein Gold, mein Steg,
an dem das Schiff des Lebens anlegt,
welches mich dann zu dir bringt.
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Montag, 28. Oktober 2019
Dichterdienstag 19KW43 - Steck' mich an
Steck' mich an
Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Zuversicht und Tatendrang.
Mit Wohlgefühl und Optimismus,
mit Geborgenheit und einem Seelenkuss.
Ich gebe dir ja so gerne von mir:
das Licht und die Ruhe,
die Wärme und das Hier,
wenn du Schuhe brauchst, auch Schuhe.
Aber vor allen Dingen will ich dir Zeit spendieren.
Zeit, die gut tut.
Zeit, die glücklich macht.
Zeit, die einen immensen Wert hat.
Zeit, die dein inneres Feuer entfacht.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich einfach so berührt.
Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Fantasie und Schelmigkeit.
Mit Freude und Gelassenheit,
mit Kraft und Zufriedenheit.
Ich gebe dir ja so gerne von mir:
mein Lächeln, meinen wissenden Blick.
Mein Ohr, meine Hand, mein Wir.
Mein Verständnis und mein großes Glück.
Jeden Tag ein bisschen mehr.
Jeden Tag ein Stückchen näher.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich immer mehr verführt.
Zeit, die dich positiv stimmt.
Zeit, die dir deine Sorgen nimmt.
Zeit, die ich mit dir teile.
Zeit, die dich immer mehr berührt.
So schenke ich dir diese großartigen Sachen
und knüpfe ein konstantes Band.
Ich schaue dich an,
reiche dir die Hand
und sehe dann:
dein wundervollstes Lachen.
Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Zuversicht und Tatendrang.
Mit Wohlgefühl und Optimismus,
mit Geborgenheit und einem Seelenkuss.
Ich gebe dir ja so gerne von mir:
das Licht und die Ruhe,
die Wärme und das Hier,
wenn du Schuhe brauchst, auch Schuhe.
Aber vor allen Dingen will ich dir Zeit spendieren.
Zeit, die gut tut.
Zeit, die glücklich macht.
Zeit, die einen immensen Wert hat.
Zeit, die dein inneres Feuer entfacht.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich einfach so berührt.
Ich stecke dich ja so gerne an,
mit Fantasie und Schelmigkeit.
Mit Freude und Gelassenheit,
mit Kraft und Zufriedenheit.
Ich gebe dir ja so gerne von mir:
mein Lächeln, meinen wissenden Blick.
Mein Ohr, meine Hand, mein Wir.
Mein Verständnis und mein großes Glück.
Jeden Tag ein bisschen mehr.
Jeden Tag ein Stückchen näher.
Zeit, die sich nicht nach Zeit anfühlt.
Zeit, die dich immer mehr verführt.
Zeit, die dich positiv stimmt.
Zeit, die dir deine Sorgen nimmt.
Zeit, die ich mit dir teile.
Zeit, die dich immer mehr berührt.
So schenke ich dir diese großartigen Sachen
und knüpfe ein konstantes Band.
Ich schaue dich an,
reiche dir die Hand
und sehe dann:
dein wundervollstes Lachen.
Montag, 12. November 2018
II: Der Verdrießlichkeit zum Trotze
Der eigenen Dankbarkeit begegnen, wie sie einst
gegeben.
Verdrießlich, so waberte die Gefühlbarkeit,
hinüber zu einer zäh gefühlten Ewigkeit,
als des Webers letzter Wille, dann doch
fand in ihr die Stille. Weder Angst noch
Gram war nun vorhanden,
reiner Zwang war bald abhanden.
Denn sie führte herbei die Bande, die er einst webte.
Brachte hinzu ein Garn, welch' er einst fühlte
und entschleierte somit die Schleierrigkeit
des seinen, trüben Geistes und war bereit
gut Acht zu geben, dass Garne bald
gewoben würden, um zu erreichen,
was dem Weber schon damals half:
Verbundenheit, Vertrauen und der Gleichen.
Und so webte er sukzessive diese Garne,
teilte, gab, nahm, verweilte, mit dieser Dame.
War sie doch der Rettung Grund, so fand der Weber.
War sie noch der Rettung Grund?, fragte sich der Weber.
Denn Zeiten kamen, Stunden gingen,
Tage waren und Wochen schwinden.
Er prüfte immerzu die Haltbarkeit,
des Garnes stet'ger Zusammenhalt.
Ob es wohl reichen würde? Denn er fand,
das Band, das Garn, von ihrer Seite,
fing an sich auszudünnen und verschwand?
So sinnierte er ob der einst'gen Pleite.
Verdrießlicher wurde nun erneut der Apparat,
der damals so wunderbar besänftigt ward.
Was zu tun, war jetzt die Frage! Webers erste Gabe,
der Umgang mit solcher Lage, kam nur zu Tage,
sollte er den Sachbestand äußern, schreiben oder niederlegen.
Es ward wie einst zu Mal, zu Mal er war wie noch nie im Leben.
So fühlte es sich an, Garn um Garn um Garn um Garn.
Dennoch war es jetzt ruhig geworden.
Er hatte auch schon lang nichts mehr gewoben
und hielt fest an der Beständigkeit,
seiner eigentlichen eigenen Handarbeit.
Sollte es so sein, dass beide Seiten sind von Nöten,
so war er es, der nun litt, entglitt ihm doch die Muße.
Aus den Händen seines eig'nen Verstand's wühlten
nun die Fragen und Zweifel und rieten ihm zu Buße.
Sprich zu mir, oh des Garnes Dame, was ist nun mit dem feine Bande?
Ein Teil von ihm grämte sich,
ob der Unwissenheit...das am Rande.
War es aber eindringlich nötig, diese Frage,
die er schleppte, nun so lange,
die ihn packt und erdrückte,
nun zu äußern und er sagte:
Sprich zu mir, oh des Garnes Dame, was ist nun mit dem feine Bande?
Der Verdrießlichkeit zum Trotze fasste er den Mut.
Er beharrte auf Gemeinsamkeit und zog den inner'n Hut.
Sie war es doch gewesen, welcher er verdankte noch zu sein,
dennoch konnte er nicht sehen, was wirklich war gemein.
Er wand sich, rang nach Atem, zweifelte nun an, die Taten,
die Zeiten, die sie hatten, warum er's tat, konnte man nur raten.
Unzufriedenheit und Verdrießlichkeit keimten, meinte er
und warf ihrem Garne vor, sich aufzulösen, raunte er.
Wahrlich wahrnehmend war nicht der Situation entsprechend,
es nahm ihm jede Sicht fürs Ganze. Last erdrückend.
Des Webers Fähigkeiten reichten ihm wohl selbst nicht mehr,
so müsse er dem Werk entsprechen, aber das war schwer.
Nun zu differenzieren, war geboten
denn alles, was blieb, war ein großer, wirrer Knoten.
Nun sieh' doch mal genauer hin, oh Weber, siehst du nicht den Sinn?
Des Garnes Dame sprach und deutete auf die Bande.
Sieh, was dort verschwimmt, welche Garne dort verglimm'.
Es ist nicht das Meine, wie käme ich denn dazu, ich wäre nie im Stande
deiner Verbundenheit Zweifel zu beteuern!
Du bist es selbst. Ihr lasst Euch steuern!
Zweifel sind nicht nötig. Tragt sie nicht all zu lang'.
Wenn doch, werden sie gewichtig werden
und Sicht und Dankbarkeit vernebeln.
Verblassend verschwimmt die Bande dann.
Nun sieh' doch mal genauer hin, oh Weber, siehst du nicht den Sinn?!
Sonntag, 11. November 2018
I: Dem Ganzen zum Wohle
Würden wir die Zukunft weiterhin erwägen, wenn wir vorher wüssten, was wird werden?
Höchstwahrscheinlich würde Wolle mehr gewoben werden,
wenn wir ambitioniertere Woll-Weber wären.
Wer weiß das schon, reimte der Gedanke,
wäre Wissen wahlweise die weise Variante,
zum Einsatz hinweg des Wissens Schranke,
mit der Wolle garnend, webend. Danke:
an die Ambition der Tüchtigkeit
und lobend gar der Zielstrebigkeit,
auf dem richt'gen Weg zu Anstrebung.
Auf dass die Weber finden Anbindung.
So lasst uns weben, was die Spindel gibt.
Weise wählend, welch' Garn verwendet wird.
In Anbetracht der Weber Zahl,
wäre des Einz'lnen Bürde keine Qual.
Wir sollten uns verwinden, alle allein,
zum ganzen Wohl und uns darin finden,
uns einfach retten in gewob'ner Tradition,
ganz klassisch, so will es doch der Lohn.
So bindet sich das Garn als bald
und webt und tut und gibt Gestalt
der ganz natürlichen Wahrnehmung
in Verbindung mit der Annehmung
zum Wohle des wollenden Webers, einst,
Bande schaffend, Geist vereint.
Bahn um Bahn mit Garn umgarnen,
zu verbinden, dass wir einst mal einsam waren.
Wer webet auch die sture Wolle,
mit Ambition und Tatendrang,
der scheint ein ganz edler Geselle,
voll mit Hang zum Allumfang.
Nun hat der ed'le Weber nicht gewoben,
um einer feinen Dame Gunst erlang',
sondern webte gar fürs Volke droben,
voll Ambition und Tatendrang.
Dankend auch der sturen Wolle,
wählend aus dem Rest der Leere,
in Anbetracht der Verarbeitung,
war dies aber keine Einschränkung.
Ganz im Gegenteil: der Weber erlangte
mit dieser vermeintlichen Resteware
feinsten Edelmut und Dankbarkeit,
zum Dank des Webers Handarbeit.
Nun sitzt der ed'le Weber dort,
wie gebunden an diesen Ort,
an dem so viele Bande er schon knüpfte.
Ganz zum Wohl der Anderen, rümpfte
er die Nas', beugte sich seinem Willen,
ging in sich und fragte, arg im Stillen,
vergaß ich mich nun selbst? Oh, Weber,
was bindest du nun zum Garne? Lieber
gebunden an die Dankbarkeit, obgleich
die Bande kratzen können? Gedankenreich
hoffte er auf Verbundenheit. Nein, sicherlich
vergaß er seiner Selbst. Rein innerlich.
Da das letzte Garn schon lang verwoben war,
wusste der Weber nicht, was jetzt geschah.
Er hatte schon lang an diesem Ort verweilt,
schaffte, machte und arbeitete hart.
Er gab so Vieles auf und diente weit.
Nun waren alle fort und er weinte...zart.
Zweifel, Angst und Beklemmungen.
Dämonen stiegen auf, ohne Hemmungen.
Des Verstandes Zustand war nun ernst.
Der Weber taumelte, schlug um sich, wild,
fiel gen Erde, ein weiteres Mal, wie blind,
heulte, flehte und sann nach Sinn.
Des Spindels feine Spitze nahm er in Betracht,
als wär's das Größte, nun aufzuhören,
um gar niemanden mehr zu stören.
Er schloss die Augen und entglitt der Nacht...
...beinahe! Aber, Aber, Weber, gib doch Acht!
Des Spindels feine Spitze soll nicht sein, dein letzter Akt.
So vieles dir doch wurd' geschenkt und vermacht,
Habe Hoffnung, Glaube, Zuversicht und verliere nicht den Takt.
Leise grünte es in seinem Ohr, schwer begreiflich, von wo es kam.
Benommen vernahm er nicht die volle Rede, aber war
merkwürdig bereit, hinzuhören und anzunehmen, was geschah.
Der Weber schüttelte sich und schauderte,
stemmte sich empor und es dauerte,
ein Weilchen bis des Schleiers dunkler Dunst
wieder in den Tiefen der Tiefen des Bodens versunk.
Weber, oh Weber! rief es aus der Ferne,
hab Dank! Du wartest bestimmt eine ganze Weile?!
Ich habe ein Garn für Dich und ein Garn für mich.
Wie wäre es, wenn du sie webtest!?
Bande schaffend, Geist vereint.
Bahn um Bahn mit Garn umgarnen,
zu verbinden, dass wir einst mal einsam waren.
Höchstwahrscheinlich würde Wolle mehr gewoben werden,
wenn wir ambitioniertere Woll-Weber wären.
Wer weiß das schon, reimte der Gedanke,
wäre Wissen wahlweise die weise Variante,
zum Einsatz hinweg des Wissens Schranke,
mit der Wolle garnend, webend. Danke:
an die Ambition der Tüchtigkeit
und lobend gar der Zielstrebigkeit,
auf dem richt'gen Weg zu Anstrebung.
Auf dass die Weber finden Anbindung.
So lasst uns weben, was die Spindel gibt.
Weise wählend, welch' Garn verwendet wird.
In Anbetracht der Weber Zahl,
wäre des Einz'lnen Bürde keine Qual.
Wir sollten uns verwinden, alle allein,
zum ganzen Wohl und uns darin finden,
uns einfach retten in gewob'ner Tradition,
ganz klassisch, so will es doch der Lohn.
So bindet sich das Garn als bald
und webt und tut und gibt Gestalt
der ganz natürlichen Wahrnehmung
in Verbindung mit der Annehmung
zum Wohle des wollenden Webers, einst,
Bande schaffend, Geist vereint.
Bahn um Bahn mit Garn umgarnen,
zu verbinden, dass wir einst mal einsam waren.
Wer webet auch die sture Wolle,
mit Ambition und Tatendrang,
der scheint ein ganz edler Geselle,
voll mit Hang zum Allumfang.
Nun hat der ed'le Weber nicht gewoben,
um einer feinen Dame Gunst erlang',
sondern webte gar fürs Volke droben,
voll Ambition und Tatendrang.
Dankend auch der sturen Wolle,
wählend aus dem Rest der Leere,
in Anbetracht der Verarbeitung,
war dies aber keine Einschränkung.
Ganz im Gegenteil: der Weber erlangte
mit dieser vermeintlichen Resteware
feinsten Edelmut und Dankbarkeit,
zum Dank des Webers Handarbeit.
Nun sitzt der ed'le Weber dort,
wie gebunden an diesen Ort,
an dem so viele Bande er schon knüpfte.
Ganz zum Wohl der Anderen, rümpfte
er die Nas', beugte sich seinem Willen,
ging in sich und fragte, arg im Stillen,
vergaß ich mich nun selbst? Oh, Weber,
was bindest du nun zum Garne? Lieber
gebunden an die Dankbarkeit, obgleich
die Bande kratzen können? Gedankenreich
hoffte er auf Verbundenheit. Nein, sicherlich
vergaß er seiner Selbst. Rein innerlich.
Da das letzte Garn schon lang verwoben war,
wusste der Weber nicht, was jetzt geschah.
Er hatte schon lang an diesem Ort verweilt,
schaffte, machte und arbeitete hart.
Er gab so Vieles auf und diente weit.
Nun waren alle fort und er weinte...zart.
Zweifel, Angst und Beklemmungen.
Dämonen stiegen auf, ohne Hemmungen.
Des Verstandes Zustand war nun ernst.
Der Weber taumelte, schlug um sich, wild,
fiel gen Erde, ein weiteres Mal, wie blind,
heulte, flehte und sann nach Sinn.
Des Spindels feine Spitze nahm er in Betracht,
als wär's das Größte, nun aufzuhören,
um gar niemanden mehr zu stören.
Er schloss die Augen und entglitt der Nacht...
...beinahe! Aber, Aber, Weber, gib doch Acht!
Des Spindels feine Spitze soll nicht sein, dein letzter Akt.
So vieles dir doch wurd' geschenkt und vermacht,
Habe Hoffnung, Glaube, Zuversicht und verliere nicht den Takt.
Leise grünte es in seinem Ohr, schwer begreiflich, von wo es kam.
Benommen vernahm er nicht die volle Rede, aber war
merkwürdig bereit, hinzuhören und anzunehmen, was geschah.
Der Weber schüttelte sich und schauderte,
stemmte sich empor und es dauerte,
ein Weilchen bis des Schleiers dunkler Dunst
wieder in den Tiefen der Tiefen des Bodens versunk.
Weber, oh Weber! rief es aus der Ferne,
hab Dank! Du wartest bestimmt eine ganze Weile?!
Ich habe ein Garn für Dich und ein Garn für mich.
Wie wäre es, wenn du sie webtest!?
Bande schaffend, Geist vereint.
Bahn um Bahn mit Garn umgarnen,
zu verbinden, dass wir einst mal einsam waren.
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Montag, 22. Oktober 2018
Wirre Wege binden sich
Und ist die Welt auch noch so wirr,
gib nicht auf und glaube mir,
dort draußen, ja, da ist jemand.
Er wartet nur und reicht Dir die Hand,
um zu zeigen Dir die Wege,
Wirre, Gerade oder Schräge.
Und ist die Welt auch noch so wirr,
gib nicht auf und glaube Dir,
dass du siehst die Wege,
Leichte, Gute oder Schräge.
Greife sicher nach der Hand
und finde so ein bindend Band.
Und ist der Weg auch noch so wirr,
gebt nicht auf und seid ein Wir.
Geht die Wege allesamt,
bindend dann, Hand in Hand,
um zu leben diese Wege,
Wundervolle, Tolle, Schöne.
Dienstag, 2. Oktober 2018
Der Aufstieg einer Insel
..."Diese Insel, genau, wie die anderen Musik-Inseln in meinem bisherigen
Leben, wird immer ein Teil von mir bleiben und ich bin unendlich dankbar
für eine ganz wunderbare Zeit, die ich wahrnehmen durfte! Eine für mich
persönlich sehr wichtige Zeit. Eine Zeit, in der ich unglaublich viel
Neues lernen und erfahren durfte. Eine Zeit, die mich gestärkt hat. Eine
Zeit, die mir Mut gemacht hat. Eine Zeit die mich positiv verändert
hat. Eine Zeit, die mich wieder mehr zu dem gemacht hat, was ich mal
gewesen bin und was ich wieder sein will. Eine tolle musikalische
Erfahrung, die bleibt. Schade und traurig ist es aber dennoch! Und es
wird bestimmt noch ein paar Momente brauchen, bis ich das versunkene
Makiwara auf dem Grund meiner Erinnerungen besuchen kann, ohne dabei nach
Luft zu schnappen oder mir Kiemen wachsen lassen zu müssen. Genau wie
Crowd, Dadrox, Earmarked und Atlantis, wird Makiwara eine versunkene,
aber nicht verschwundene Stadt sein, in der ich sehr gerne gelebt und
meine Zeit verbracht habe!"...
...so beschrieb ich vor ungefähr einem halben Jahr die Trennung von meiner letzten Band. Heute schreibe ich voller Freude über den Aufstieg einer neuen Insel!
Es war vollbracht...nachdem Tommy Stickwurf und Baessmaen sich mit dem schnell zusammen geschusterten Floß von ihrer alten Insel entfernt hatten, trieben sie mit einem bestimmten Ziel umher. Diese Aussage sollte man also umformulieren. Sie trieben nicht umher, sondern folgten ganz konkret einem inneren Kompass, der zwar noch keine finale Destination visualisierte, aber doch ein gutes Gefühl bot und die Basis schaffte, um dann irgendwann auf einen einsamen Busch auf einer ansprechenden Insel zu führen. Gar nicht mal so lang, war ihre Reise. Und alles andere als langweilig. Schwer mitunter, ja und auch müßig. Aber auch sehr reflektierend in Bezug auf die verlassene Insel. Der Bruch war einfach zu gewaltig gewesen, um so zu tun, dass alles in Ordnung sei. Dafür war man aber auch nicht gemacht. Man setzte sich mit Dingen auseinander.
Während Ihres Weges über die Wogen der Ursuppe namens Leben, kamen natürlich immer wieder Groll und negative Gedanken auf, die den beiden Floß-Fahrern nächtelange Gespräche und einen regen Gedankenaustausch bescherte. Ziemlich flott wurde klar, dass man sich immer wieder sehr schnell im gedanklichen Kreis drehte. Die Entscheidung die Insel verlassen zu haben, wurde in keinster Weise bereut, allerdings sehr oft hinterfragt. Eine völlig verständliche Reaktion, wenn man überlegt, dass Tommy Stickwurf wirklich viele Jahre auf dieser Insel verbracht hatte. Seine Bindung und die damit einhergehenden Gedanken waren über die ganze Reise hinweg ein Begleiter, der ab und an für Ballast sorgte und die Fahrt etwas verzögerte. Aber das war okay. Baessmaen wusste um den zeitlichen Faktor der Bindung und bemühte sich um Verständnis aber auch Weitsicht. Er war allerdings etwas radikaler im Umgang mit der Trennung. Das wiederum kam Tommy Stickwurf zu Gute. So glich man sich gegenseitig aus und neutralisierte den Ballast ein ums andere Mal.
Und so trieben sie dann eines frohen Tages auf eine kleine und fein anmutende Insel zu. Sie schien wie aus dem Nichts vor ihnen aufzutauchen und erstreckte sich in einer kompakten aber annehmbaren Größe vor ihren Augen. Sie war hübsch anzusehen und auch das Klima und die weitere Vegetation war zur vollen Zufriedenheit mit "gut" zu bewerten.
Tommy und Baessmaen nahmen Kurs auf eine Anlegestelle und waren freudiger Erwartung, hier die neue Flagge mit den richtigen Ambitionen hissen zu können. Home is where the flag was put in the sand...oder so ähnlich.
Als die Beiden von Ihrem Floß stiegen und die Insel betraten, nahmen sie relativ umgehend die Anwesenheit einer Präsenz war. Man kannte diese Präsenz irgendwo her...sie kam einem relativ vertraut vor. Eher positiv als neutral...aber definitiv neutraler als negativ. Man sah sich um, suchte nach Anwesenheiten, die darauf deuten ließen, dass die Insel doch nicht so frei war, wie sie sich das erhofft hatten.
Tommy und Baessmaen waren fast schon etwas verunsichert und wussten nicht so richtig, ob und wie sie nun Ihre Flagge hissen sollten. Man streifte umher suchte nach der schwebenden Präsenz, die die Insel auf eine eigene Art und Weise umgeben hatte. Sie tigerten einmal um die Insel herum. Tommy links lang, Baessmaen ging rechts entlang. Sie Trafen sich auf der Rückseite der Insel wieder und auch dort fanden sie letztendlich diese präsente Anwesenheit auf dieser kleinen aber feinen Insel.
Es war ein Busch, der da am Wasser stand und in die Wellen blickte. Tommy näherte sich langsam von der linken Seite, legte dem Busch eine Hand auf die Schulter und sagte: "Yo, Busch, was geht ab!? Was machste hier? Ich dachte Amerika läge geographisch und gesellschaftlich in einem anderen Gebiet?!" Der Busch zögerte nicht lange und entgegnete: "Weder noch, weder noch. Ich warte hier lediglich auf Euch. Und jetzt hisst endlich die bekackte Flagge!"...raunte der Busch etwas mürrisch. Man sollte es ihm nicht verübeln. Für jemanden der am Strand stand, auf die Wellen schaute und offensichtlich schon etwas länger wartete, war er noch relativ entspannt.
Und genau diese entspannte Art, stellte sich dann als totaler Optimismus und in Positivität dar. Denn, wer konnte das ahnen: der Busch hatte auch Bock auf eine neue Insel. Er war sogar recht bewandert, was die Pflege und die Intakthaltung - was im Endeffekt das Gleiche ist - anging. Man war sich ziemlich schnell einig, dass man aus der bestehenden Anhäufung von Sand eine erneut, neue Insel machen könnte. Zusammen, gemeinschaftlich. Eine gute Option, sagte Tommy. Baessmaen stimmte dem zu und auch der Busch war guter Dinge, sich auf eine gemeinsame Insel einzulassen und ihr neues Leben einzuhauchen. (In Kombination mit einer möglichen Metapher und der Idee, dass jemand Busch heißen könnte, sollte den Busch in seiner Inselform aber nicht weniger wert erscheinen lassen. Die Erzählweise könnte dies eventuell vermitteln, falls man sich tatsächlich einen Busch vorstellen würde.)
Aber kommen wir mal zurück zur Realität und nennen die Dinge beim Namen. Tommy Stickwurf aka Tommy Stickwurf, der Busch alias Dennis und meine Wenigkeit, sind mit der Idee der neuen Insel voll am Start. Ich bin wirklich froh, sagen zu können, dass wir, Tom und Ich, auf unserer Suche nach neuen Band-Companeros, gar nicht so lange haben suchen müssen. Wir haben ja nicht mal großartig gesucht. Die Findung hatte sich im Endeffekt über Vitamin B, bzw. aus einer lockeren Bekanntschaft heraus ergeben. Und wir sind sehr froh darum, dass es sich so schnell und unkompliziert gefügt hat. Und von Fügung sollte man in diesem Rahmen auf jeden Fall sprechen. Die Tatsache, dass wir über wirklich wenig Einsatz von Kommunikation nun einen top Gitarristen an unserer Seite haben, der zudem auch noch enorm motiviert, ideenreich und technisch bewandert ist, ist ganz klar Fügung. Da kann der Dennis jetzt machen, was er will, er muss nun für sein Leben lang die Gitarre bei uns bedienen. Aber das ist auch ganz gut so.
Lange Reise, riesen Sinn. Neue Insel am Start und schon einen Bewohner konvertiert, yay! Die Basis steht und wächst. Nun sind wir natürlich alle sehr dahinter her, dieses Mal eine komplette Insel zu schaffen. Dafür fehlt uns zu unserem Bandgefüge aber noch allerhand. In erster Linie natürlich ein Gesang, eine Stimme, ein charismatischer Front-Mensch! In Zweiter Linie allerdings auch eine weitere Gitarre und eventuell bleibt dann sogar noch Luft für einen Tasten-/Synthi-Menschen. Da wir uns selbst vielschichtige Musik zutrauen und nicht zwingend festgelegt sind, wäre eine Komplettierung um diese weiteren Elemente natürlich das Nonplusultra. Für meinen Geschmack würde aber auch eine Insel mit fünf Bewohnern völlig genügen. Anhand von technischen Hilfsmitteln und etwaigen Möglichkeiten für Soundgenerierungen von Saiteninstrumenten, sollte man auch mit ohne Tasten sehr viele Facetten bedienen können, bzw. die Musik machen können, die man sich vorstellt.
Und ja, was soll ich sagen? Wir sind sehr fleißig, arbeiten jede Probe an neuen Songs, haben einen echt guten Workflow weiterhin und was das Wichtigste ist: es macht Spaß, es erfüllt uns alle mit diesem gewissen Moment, den man nur haben kann, wenn man in einem harmonisierenden Bandgefüge Musik machen darf. Und das ist so toll. Die Insel lebt und sie wird wachsen. Die Flagge ist gehisst und strahlt mit kräftigen Tönen und zeigt eindeutig: We are Many!
Trotz des halben Jahres und der gemeisterten Etappe der neue Reise erreichen uns dennoch immer mal wieder Wellen von der alten Insel. Sie sind noch da. Sie rufen, wenn sie am Ufer branden, Erinnerungen wach. So mögen diese Wellen nun endlich verebben! Es ist ein bisschen wie alter Kaugummi, der unterm Schuh klebt und RTL. Beides ist scheiße und hält sich leider viel zu lange. Es gibt im Endeffekt noch organisatorische Nachwirkungen, die zu klären sind. Die Wellen, die rüber schwappen sind dabei aber nur der fade Beigeschmack der Unmöglichkeit von Kommunikation und den damit verbundenen Sachen, die erledigt werden müssen. Wir haben es leider nicht selbst in der Hand, das ist das Problem bei den Wellen und der alten Insel. Sie scheint immer noch auf der Stelle zu treiben und dreht sich dabei unentwegt im Kreis. Sie produziert eine Art von Bewegung, aber kommt selbst nicht voran. Man würde am liebsten sagen: "Insel, so funktioniert das nicht." Oder haben wir das schon längst getan? Natürlich! Durch die Blindheit, die wahrscheinlich entsteht, wenn man sich permanent im Kreis dreht, wird so etwas von der betroffenen Partei dann aber weiterhin nicht wahrgenommen. Und wir sehen dann nur die Wellen, die ab und an an unsere eigene Insel schwappen und ein bisschen dafür sorgen, dass das Ufer temporär etwas unschön oder hässlich wird.
Wenn diese Wellen der negativen Energie dann bald komplett verebbt sein werden, wird unsere neue Insel noch mehr strahlen können. Dann werden auch die Ufer und Strände immer in prachtvoller Sandigkeit sein, umrahmt, von dem tiefen, leuchtenden Blau der Ursuppe. Keine negativen Wellen. Nur Musik und Harmonie.
...so beschrieb ich vor ungefähr einem halben Jahr die Trennung von meiner letzten Band. Heute schreibe ich voller Freude über den Aufstieg einer neuen Insel!
Es war vollbracht...nachdem Tommy Stickwurf und Baessmaen sich mit dem schnell zusammen geschusterten Floß von ihrer alten Insel entfernt hatten, trieben sie mit einem bestimmten Ziel umher. Diese Aussage sollte man also umformulieren. Sie trieben nicht umher, sondern folgten ganz konkret einem inneren Kompass, der zwar noch keine finale Destination visualisierte, aber doch ein gutes Gefühl bot und die Basis schaffte, um dann irgendwann auf einen einsamen Busch auf einer ansprechenden Insel zu führen. Gar nicht mal so lang, war ihre Reise. Und alles andere als langweilig. Schwer mitunter, ja und auch müßig. Aber auch sehr reflektierend in Bezug auf die verlassene Insel. Der Bruch war einfach zu gewaltig gewesen, um so zu tun, dass alles in Ordnung sei. Dafür war man aber auch nicht gemacht. Man setzte sich mit Dingen auseinander.
Während Ihres Weges über die Wogen der Ursuppe namens Leben, kamen natürlich immer wieder Groll und negative Gedanken auf, die den beiden Floß-Fahrern nächtelange Gespräche und einen regen Gedankenaustausch bescherte. Ziemlich flott wurde klar, dass man sich immer wieder sehr schnell im gedanklichen Kreis drehte. Die Entscheidung die Insel verlassen zu haben, wurde in keinster Weise bereut, allerdings sehr oft hinterfragt. Eine völlig verständliche Reaktion, wenn man überlegt, dass Tommy Stickwurf wirklich viele Jahre auf dieser Insel verbracht hatte. Seine Bindung und die damit einhergehenden Gedanken waren über die ganze Reise hinweg ein Begleiter, der ab und an für Ballast sorgte und die Fahrt etwas verzögerte. Aber das war okay. Baessmaen wusste um den zeitlichen Faktor der Bindung und bemühte sich um Verständnis aber auch Weitsicht. Er war allerdings etwas radikaler im Umgang mit der Trennung. Das wiederum kam Tommy Stickwurf zu Gute. So glich man sich gegenseitig aus und neutralisierte den Ballast ein ums andere Mal.
Und so trieben sie dann eines frohen Tages auf eine kleine und fein anmutende Insel zu. Sie schien wie aus dem Nichts vor ihnen aufzutauchen und erstreckte sich in einer kompakten aber annehmbaren Größe vor ihren Augen. Sie war hübsch anzusehen und auch das Klima und die weitere Vegetation war zur vollen Zufriedenheit mit "gut" zu bewerten.
Tommy und Baessmaen nahmen Kurs auf eine Anlegestelle und waren freudiger Erwartung, hier die neue Flagge mit den richtigen Ambitionen hissen zu können. Home is where the flag was put in the sand...oder so ähnlich.
Als die Beiden von Ihrem Floß stiegen und die Insel betraten, nahmen sie relativ umgehend die Anwesenheit einer Präsenz war. Man kannte diese Präsenz irgendwo her...sie kam einem relativ vertraut vor. Eher positiv als neutral...aber definitiv neutraler als negativ. Man sah sich um, suchte nach Anwesenheiten, die darauf deuten ließen, dass die Insel doch nicht so frei war, wie sie sich das erhofft hatten.
Tommy und Baessmaen waren fast schon etwas verunsichert und wussten nicht so richtig, ob und wie sie nun Ihre Flagge hissen sollten. Man streifte umher suchte nach der schwebenden Präsenz, die die Insel auf eine eigene Art und Weise umgeben hatte. Sie tigerten einmal um die Insel herum. Tommy links lang, Baessmaen ging rechts entlang. Sie Trafen sich auf der Rückseite der Insel wieder und auch dort fanden sie letztendlich diese präsente Anwesenheit auf dieser kleinen aber feinen Insel.
Es war ein Busch, der da am Wasser stand und in die Wellen blickte. Tommy näherte sich langsam von der linken Seite, legte dem Busch eine Hand auf die Schulter und sagte: "Yo, Busch, was geht ab!? Was machste hier? Ich dachte Amerika läge geographisch und gesellschaftlich in einem anderen Gebiet?!" Der Busch zögerte nicht lange und entgegnete: "Weder noch, weder noch. Ich warte hier lediglich auf Euch. Und jetzt hisst endlich die bekackte Flagge!"...raunte der Busch etwas mürrisch. Man sollte es ihm nicht verübeln. Für jemanden der am Strand stand, auf die Wellen schaute und offensichtlich schon etwas länger wartete, war er noch relativ entspannt.
Und genau diese entspannte Art, stellte sich dann als totaler Optimismus und in Positivität dar. Denn, wer konnte das ahnen: der Busch hatte auch Bock auf eine neue Insel. Er war sogar recht bewandert, was die Pflege und die Intakthaltung - was im Endeffekt das Gleiche ist - anging. Man war sich ziemlich schnell einig, dass man aus der bestehenden Anhäufung von Sand eine erneut, neue Insel machen könnte. Zusammen, gemeinschaftlich. Eine gute Option, sagte Tommy. Baessmaen stimmte dem zu und auch der Busch war guter Dinge, sich auf eine gemeinsame Insel einzulassen und ihr neues Leben einzuhauchen. (In Kombination mit einer möglichen Metapher und der Idee, dass jemand Busch heißen könnte, sollte den Busch in seiner Inselform aber nicht weniger wert erscheinen lassen. Die Erzählweise könnte dies eventuell vermitteln, falls man sich tatsächlich einen Busch vorstellen würde.)
Aber kommen wir mal zurück zur Realität und nennen die Dinge beim Namen. Tommy Stickwurf aka Tommy Stickwurf, der Busch alias Dennis und meine Wenigkeit, sind mit der Idee der neuen Insel voll am Start. Ich bin wirklich froh, sagen zu können, dass wir, Tom und Ich, auf unserer Suche nach neuen Band-Companeros, gar nicht so lange haben suchen müssen. Wir haben ja nicht mal großartig gesucht. Die Findung hatte sich im Endeffekt über Vitamin B, bzw. aus einer lockeren Bekanntschaft heraus ergeben. Und wir sind sehr froh darum, dass es sich so schnell und unkompliziert gefügt hat. Und von Fügung sollte man in diesem Rahmen auf jeden Fall sprechen. Die Tatsache, dass wir über wirklich wenig Einsatz von Kommunikation nun einen top Gitarristen an unserer Seite haben, der zudem auch noch enorm motiviert, ideenreich und technisch bewandert ist, ist ganz klar Fügung. Da kann der Dennis jetzt machen, was er will, er muss nun für sein Leben lang die Gitarre bei uns bedienen. Aber das ist auch ganz gut so.
Lange Reise, riesen Sinn. Neue Insel am Start und schon einen Bewohner konvertiert, yay! Die Basis steht und wächst. Nun sind wir natürlich alle sehr dahinter her, dieses Mal eine komplette Insel zu schaffen. Dafür fehlt uns zu unserem Bandgefüge aber noch allerhand. In erster Linie natürlich ein Gesang, eine Stimme, ein charismatischer Front-Mensch! In Zweiter Linie allerdings auch eine weitere Gitarre und eventuell bleibt dann sogar noch Luft für einen Tasten-/Synthi-Menschen. Da wir uns selbst vielschichtige Musik zutrauen und nicht zwingend festgelegt sind, wäre eine Komplettierung um diese weiteren Elemente natürlich das Nonplusultra. Für meinen Geschmack würde aber auch eine Insel mit fünf Bewohnern völlig genügen. Anhand von technischen Hilfsmitteln und etwaigen Möglichkeiten für Soundgenerierungen von Saiteninstrumenten, sollte man auch mit ohne Tasten sehr viele Facetten bedienen können, bzw. die Musik machen können, die man sich vorstellt.
Und ja, was soll ich sagen? Wir sind sehr fleißig, arbeiten jede Probe an neuen Songs, haben einen echt guten Workflow weiterhin und was das Wichtigste ist: es macht Spaß, es erfüllt uns alle mit diesem gewissen Moment, den man nur haben kann, wenn man in einem harmonisierenden Bandgefüge Musik machen darf. Und das ist so toll. Die Insel lebt und sie wird wachsen. Die Flagge ist gehisst und strahlt mit kräftigen Tönen und zeigt eindeutig: We are Many!
Trotz des halben Jahres und der gemeisterten Etappe der neue Reise erreichen uns dennoch immer mal wieder Wellen von der alten Insel. Sie sind noch da. Sie rufen, wenn sie am Ufer branden, Erinnerungen wach. So mögen diese Wellen nun endlich verebben! Es ist ein bisschen wie alter Kaugummi, der unterm Schuh klebt und RTL. Beides ist scheiße und hält sich leider viel zu lange. Es gibt im Endeffekt noch organisatorische Nachwirkungen, die zu klären sind. Die Wellen, die rüber schwappen sind dabei aber nur der fade Beigeschmack der Unmöglichkeit von Kommunikation und den damit verbundenen Sachen, die erledigt werden müssen. Wir haben es leider nicht selbst in der Hand, das ist das Problem bei den Wellen und der alten Insel. Sie scheint immer noch auf der Stelle zu treiben und dreht sich dabei unentwegt im Kreis. Sie produziert eine Art von Bewegung, aber kommt selbst nicht voran. Man würde am liebsten sagen: "Insel, so funktioniert das nicht." Oder haben wir das schon längst getan? Natürlich! Durch die Blindheit, die wahrscheinlich entsteht, wenn man sich permanent im Kreis dreht, wird so etwas von der betroffenen Partei dann aber weiterhin nicht wahrgenommen. Und wir sehen dann nur die Wellen, die ab und an an unsere eigene Insel schwappen und ein bisschen dafür sorgen, dass das Ufer temporär etwas unschön oder hässlich wird.
Wenn diese Wellen der negativen Energie dann bald komplett verebbt sein werden, wird unsere neue Insel noch mehr strahlen können. Dann werden auch die Ufer und Strände immer in prachtvoller Sandigkeit sein, umrahmt, von dem tiefen, leuchtenden Blau der Ursuppe. Keine negativen Wellen. Nur Musik und Harmonie.
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