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Sonntag, 7. Juni 2020

DIADN #24 - Moritz

Guten Hallo zusammen!

Der DIADN-Zug wird länger und länger. Ein weiteres Abteil hat sich erneut angeschlossen und trägt die Nummer 24. In dieser Folge von dem Interview aus der Nachbarschaft hatte ich den Moritz aus dem FK vor dem Mikro. Moritz, seines Zeichens Metal-Head, Bart-Träger und durchaus mit dem einen oder anderen Mysterium behangen und bald ziemlich volltätowiert, stand mir Rede und Antwort auf die ein oder andere Frage. Ein super angenehmes Gespräch mit einem super angenehmen Menschen, der ob seines Alters noch so viel Potential aus sich schöpfen kann! Moritz, hab Dank, dass du dich angeschlossen und mitgemacht hast. Mir war es wieder einmal ein Fest.

Ich wünsche viel Spaß beim Hören!


(Dieses Gespräch wurde am 01.06.2020 im gegenseitigen Einverständnis aufgezeichnet.
Musik von Tom le Mot.)

Mittwoch, 20. März 2019

Loch ist Loch

Fiktive Dialoge aus dem Leben (FDADL): Loch ist Loch!?


Ich: "Na, was geht, Kollege? Alles fresh?"

Er: "Yo, yo...muss ne?!"

Ich: "Auf jeden Fall."

Er: "Ist doch immer das Gleiche, mit der Kacke, tagein, tagaus. Ein tolles Leben."

Ich: "Yo, mein Reden...aber du weißt ja, was ich beim letzten Mal zu dir gesagt habe, als du wieder gejammert hast!"

Er: "Jaja, komm...hier, Fluppe?!"

Ich: "Jup, bedankt.
Sag' mal, was hälst du eigentlich von der Aussage Loch ist Loch?"

Er: "Pahahaha...Löcher sind toll. Auf der letzten Baustelle haben wir eins gegraben...Alter...so ein tiefes Loch, Junge. Bham!"

Ich: "...ja...Löcher...ich meinte zwar jetzt etwas Anderes, aber nun gut...ich habe etwas Angst, zu fragen...aber: warum habt ihr so ein tiefes Loch gegraben? Habt ihr nen Schatz gesucht?"

Er: "Wir waren durch mit Allem an dem Tag, war irgendwann Mittags rum...der Chef war schon weg und der Typ mit dem Bagger meinte, kommt wir buddeln noch ein Loch, lass mal gucken, wann wir Wasser finden...Und Alle so, YAY! Wasser! Wir buddeln jetzt ein Loch! Wir buddeln jetzt ein Loch! Hab natürlich mitgemacht. Wie du weißt bin ich der Typ mit dem Bagger, harharhar...geile Idee, ne?!

Ich: "Ja, mega!!!...war es denn wenigstens erfolgreich, als ihr Sandkasten und Sickergrube gespielt habt?"

Er: "Klaaar, was denkt du denn!? Voll super. Ich glaube ich habe noch nie so schnell, so viel gebaggert, wie dort."

Ich: "Was war das dann letzte Woche in der Altstadt?"

Er: "Huh? Da war ich doch gar nicht arbeiten!?"

Ich: "...ja...wie auch immer. Nochmal weg von deinem Spaß mit dem Loch auf der Arbeit" – ich hoffte inständig, dass sie es wieder zugeschüttet hatten.
"Loch ist Loch. Du als Teilzeitbauarbeiter und Vollmacho musst doch ne Meinung dazu haben, wie es sich für dich mit den diversen Eingängen des Menschen und die dadurch fokussierte Stimulation durch etwaiges Eindringen verhält. Hinzu kommt noch die Idee der Aussage, dass es eigentlich egal ist, wie jemand aussieht, weil Loch ja Loch ist. Egal ob vorne, hinten oder gar oben. Und? Was sagste?"

Er: "Ich versuche mich gerade zu erinnern, ob wir das Loch auf der Baustelle wieder zugekippt haben...Alter...so ein tiefes Loch...ich meine aber schon, dass wir es wieder zuschütten wollten. Hab dem Azubi gesagt, wenn er das wieder zuschüttet, schwärze ich ihn auch nicht beim Chef an. Was ein Lump. Azubis halt."

Ich: "Anubis wäre bestimmt nicht so devot gewesen, wie der Azubi. Rache wäre göttlich gewesen."

Er: "Anu...Ana...Pahaha! Analbis, der Loch-Azubi...Pahahaha."

Ich: "Wie viele Biere hattest du heute schon?"

Feine Tropfen, lauwarmen Gerstensaftes plus Speichel flogen durch die unmittelbare Atmosphäre, als er über seine eigene Wort-"Spielerei" flachste. Ich wünschte mir einen Regenschirm. Oder einen Vorschlaghammer. So ein Regenschirm, wie bei Kingsman, das wäre es jetzt.
18:47 Uhr. Stadt. Wohnung. Feierabend. Gemütliches Bier bei nem Kumpel.

Er: "Öhhh...keine Ahnung, ich sehe hier vier Flaschen. Zwei davon sind leer, eine trinke ich noch und die andere bist... DU! ...Pahahahaha."

Ich: "Yo...ich merk schon. Auf jeden Fall genug, um auf meine Fragen einzugehen. Du hast ein Leben..."

Er: "Ja, oder? Mega. Nach Feierabend lass ich mich einfach volllaufen und checke die ganzen Bitches im Internet ab. Dating 3.0 und so. Geil, ne?! Läuft bei mir. Wobei ich bei manchen Uschis so denke: Alter, was für ne Fresse...aber guter Körper. Da wische ich trotzdem nach rechts. Eigentlich wische ich immer nach rechts. Außer bei so voll den fetten Alten...geht gar nicht, Alter. Haste die mal gesehen so? Das ganze Profilbild. Voll. Da siehste nichts anderes als Masse. Deren Mütter musste man auch schon mit Googleearth fotografieren...pahahaha..."

Ich: "Alter! Verschluck dich nur nicht, bei dem ganzen Pahahaha, hier!
Nee du, ich benutze diese Apps doch nicht. Aber ich kann mir vorstellen, wie und was du meinst, ich kenne dich ja...passt übrigens immer noch super zu der Thematik: Ist Minigolf das Gleiche wie Golf?"

Er leerte die dritte Flasche mit einem hastigen Zug, setzte sie ab und sah kurzzeitig so aus, als würde er sich nun doch an dem Bier verschluckt haben...ich malte mir schon das Szenario aus, was folgen könnte: nach Luft schnappend, prustend und eskalierend würde er einen hochroten Kopf bekommen, so lange husten, bis fast etwas mit rauskommen würde, um danach zu sagen: Aaaaaalter, das Zeug bringt mich nochmal um. Dazu kam es aber nicht. Er rülpste kurz, ging zum Kühlschrank, holte sich einfach ein neues Bier und setzte sich, sichtlich unbeeindruckt, wieder hin.

Er: "Golf? Nee...BMW, Lan! Wenn schon, denn schon."

Ich: "Warum sind wir nochmal befreundet? Manchmal denke ich mir, dass du mal so überhaupt nie zuhörst und immer nur das sagst, was du selber hören willst. Löcher, Kollege, Löcher. Wie ist das bei den Profilen, wo du nach rechts wischst, dir aber dachtest: 'Naja...wirklich hübsch ist die nicht, aber geile Möpse'..."

Er: "Yo! Loch ist Loch. Hauptsache rein da!"

Ich schloss innerlich meine Augen und schüttelte ganz leicht den Kopf. Innerfacepalm etc.

Ich: "Also doch?! So wie ich dachte. Es gibt ja immer mal wieder Leute – wahrscheinlich sind das anteilmäßig sehr viele, auf jeden Fall mehr, als weniger – die das genau so sagen und auch leben bzw. durchziehen. Hauptsache Einen wegstecken oder irgendwo reinhalten. Hässlich, aber Loch ist Loch. Bzw. Guter Körper, ich mach einfach die Augen zu oder stelle mir jemand Anderes vor? Läuft das so?"

Er: "Kein Plan. Ich ficke meistens nur, ohne darüber nachzudenken. Ich will ja Spaß. Was da bei der Alten ist, ist mir doch egal. Hauptsache, kein Googleearth! Pahahahaha!
Was wolltest du eben mit Minigolf und Golf und so von mir...?"

Ich: "Wäre es in deinem Fall nicht eh immer Minigolf, wenn du einlochst?"

Er: "Huh?"

Ich: "Ja, du weißt schon. Wie die Sache mit der Salami im Flur, nur dass der Flur nicht größer ist, dafür die Salamit dementsprechend klein. Merkt man da überhaupt was? Ich hab da nicht so die Erfahrung mit."

Er: "Was willst du denn jetzt!!? Ach, halt die Fresse!! Bisher hat sich noch Keine beschwert. Und ich komme immer! Es muss mir ja schließlich Spaß machen."

Ich: "Hast du dich mal gefragt, warum du bisher nie mehr als einmal was mit Einer gehabt hast? Oder kam das schonmal vor? Du sagst ja immer: Alle scheiße...Wenn man einmal in der Kiste war, wollen die nichts mehr mit dir zu tun haben, Du sollest dich ändern etc...?!"

Er: "Ja, richtig, Alle scheiße! Da kann ich ja nichts für. Deshalb wische ich auch immer und soviel nach rechts. Das haben die gar nicht anders verdient. Für einmal reichts ja meistens."

Ich: "Sehr beständig!!!"

Er: "Ach, halt die Fresse. Ich kann immer ran, wenn ich will. Egal was ist. Loch ist Loch. Zur Not halt ich ihr die Hände vors Gesicht oder knall sie nur von hinten. Da muss ich das Elend der Hackfresse nicht sehen."

Ich: "Das beruht bestimmt auf Gegenseitigkeit.
Du, ich mach mich aber jetzt gleich mal vom Acker. Ich nehme die nächste Bahn."

Er: "Yo. Besser ist's wohl, sonst muss ich nachher nochmehr trinken und dabei bin ich doch schon so blau...ich glaube ich checke gleich noch ein paar Alten da im Netz ab! Harharhar."

Ich: "Ja...mach das mal...war wie immer ein guter Dialogfetzen, unsere Unterhaltung am Feierabend. Sehr aufschlussreich! Aber ich sag's dir: ein bisschen persönlicher Anspruch würde dir gut tun. Ist ja nur meine Meinung und Wahrnehmung und du bist ja selber alt genug, um vielleicht mal ein bisschen zu reflektieren."

Er: "Du immer mit deinen Reflektierungen und so. Ich reflektiere mich meistens, wenn ich vor dem Spiegel stehe und zu mir sage, was für ein geiler Typ ich bin! Prost, ne?!"

Ich: "Yo. Hau rein. Wir sehen uns."

Er: "Guck hier, wieder so ne fiese Alte, die auch nur gepoppt werden will..."

Kaum hatte ich mich von dem Stuhl erhoben, fingerte er schon wieder an seinem Smartphone rum und wischte fleißig nach rechts.

Ich: "Ja...viel Spaß dabei. Ist genau dein Kaliber. Vergiss aber nicht, das Licht auszumachen. Und überleg nochmal, ob Anubis deine Befehle befolgt hat."

Er: "Ach, halt die Fresse und verpiss dich. Yo. Analbis...was ein Lump. Pahahaha!"





Sonntag, 9. September 2018

Ein Schwenk aus dem Leben

Dass ich das mal schreiben würde - ein Schwenk aus dem Leben - verrückt. Aber hey, Sachen passieren ja glücklicherweise.

Freitag auf Samstag Nacht, halb vier. Ich bin dann mal wieder raus zur Arbeit. Mittlerweile immer mit dem Gedanken, ob der Typ der das Material da ablegt, dieses Mal wohl pünktlich ist. In letzter Zeit, besonders Samstags, kam es häufig zu Verspätungen. Dann steht man da an dem Ablagepunkt herum. Und das unter Umständen bis zu ner dreiviertel Stunden. Das war bisher die längste Wartezeit...obwohl, einmal wars fast ne Stunde...wie auch immer: super lästig. Besonders dann, wenn man keine zeitliche Idee davon hat, wie lange die Verspätung und die damit verbundene Verzögerung im Betriebsablauf sein wird. Ich habe ja Geduld, aber das ist dann, wie auf die DB zu warten...verschwendete Lebenszeit.

Ich gehe an dem Ort des Geschehens dann meistens auf und ab. Gehe sehr gemächlichen Schrittes eine ungefähr drei mal sieben Meter große Fläche ab. Immer wieder von der einen Hausseite nach vorne und zurück. An der Vorderseite ist die Straße, die Kreuzung, an der der Typ mit dem Lieferwagen immer erscheint. Deshalb stehe ich dann auf halbem Wege immer an der Straße und werfe hoffnungsvolle Blicke nach links, in Erwartung, die Karre böge als bald um die Ecke. Irgendwann erscheint ja dann jemand...aber bis dahin, naja, ich muss mir was ausdenken, am besten etwas Produktives, was ich in der Zeit von ungefähr fünfundvierzig Minuten machen kann. Das wäre gut.

Am Samstag Morgen war es mal wieder soweit, Verspätung, Zeitüberbrückung, Schritte, Kippen. Aber: Menschen. Also ein Mensch. Bürgersteig, Vorderseite, aus der linken Richtung. Nun gut, auf der Straße, ungefähr einhundert Meter von der Ecke der Kreuzung entfernt, da ist halt auch ne Kneipe. Und an einem Samstag morgen, retrospektiv Freitagabend, kann es gut sein, dass betrunkene Menschen aus der Kneipe auf der Straße laufen und irgendwo hinwollen...oft nach Hause. Ganz ehrlich: wenn ich um diese Uhrzeit sichtlich betrunkene Menschen auf mich zu kommen sehen, habe ich immer ein leicht merkwürdiges Gefühl. Wer weiß, was das für Leute sind. Allerdings, so die Erfahrung, sind einzelne Betrunkene eher harmlos. Gruppen von drei bis vier betrunkenen Halbstarken, die eine leicht asoziale Herkunft zu haben scheinen, sind da schon ne andere Nummer. Ich will ja nie etwas beschwören, allerdings bin ich da echt vorsichtig geworden. Die Welt halt, man kennt sie.

However, der einzelne betrunkene Mensch kam dann so langsam in meine Richtung. Er hielt auf halber Strecke zweimal inne, hustete, spuckte auf den Boden und torkelte dann weiter. Immer mit einer Hand, der Rechten, leicht erhoben an den Häuserfronten entlang. Na, herzlichen Glückwunsch. Mittlerweile war es so vier Uhr morgens. Ich hab mein Telefon, was ich da gerade in den Fingern hatte, erstmal verstaut und guckte mir weiter das torkelnde Etwas. Welche Elend, dachte ich mir. Es kam dann näher, bog um die Ecke, stracks auf mich zu. Hart am nuscheln aber immerhin bemüht ein freundliches tschööön nbend heraus zu bringen, brachte er dann ein tschööön nbend heraus und fragte mich, ob ich mal Feuer hätte. Jo, sagte ich. Und zweifelte daran, dass er die Zigarette, die er gerade im Begriff war zu drehen, wirklich was werden würde. Alles in Allem machte er mir den Anschein, in meinem Alter zu sein, sehr betrunken, aber harmlos. Er lehnte dann da so an der Hauswand, drehte bestimmt drei Minuten an der Fluppe rum, bevor ich ihm dann das Feuerzeug aushändigte.

Er war einer der Betrunkenen, die so leicht nach vorn über gebeugt dann da so mit dem Verfall und dem Prozess des Alkohols leicht kämpfen. Dennoch auf meinen Hinweis, ob er die Kippe wohl rauchen können, die er da gebastelt hatte, lachte er nur kurz und meinte, klar, kein Thema...ja das sah man. Selbstgedrehte mit Filter im Suff sind so ne Sache. Entweder völlig luftig oder so scheiße gedreht, dass der Filter bei der kleinsten Berührung mit den Leben wieder flöten geht. Ich fand das amüsierend und etwas traurig. Aber wir kamen dann ins Gespräch, was ich hier mache, als er mir das Feuerzeug zurück gab. Von sich aus. Sehr löblich.

"Arbeit, ne, ich warte hier schon ein bisschen..."

"Ja, wer will jetzt schon arbeiten?"

"Muss, oder? Aber ist eigentlich ganz angenehm, um die Uhrzeit. Und du? Kommst da vorne aus der Kneipe?"

"Jo...Bierstüü..."

Ein ekelhafter Husten überkam diesen Menschen. Rauchen, Alkohol, es war relativ frisch. Er so in Pulli und Jeans, machte wie gesagt einen echt normalen Eindruck. Und wahrscheinlich echt eloquent, wenn er nüchtern war.

"Ja, das Bierstübchen, was für ein Laden! Schon auch eher so die Kaschemme, oder?"

"Joo..."

Ich dachte mir nur, was macht ein relativ junger und normaler Mensch alleine in so einer Kneipe, an einem Freitagabend. Trifft man da wirklich Gleichgesinnte? Eigentlich ist das so ne Kneipe, wo die Mitfünfziger täglich abhängen und es eigentlich keinen anderen Gäste, als diese Stammgäste gibt. Man weiß es nicht so genau, warum, weshalb, wieso. War ja auch nicht mein Bier. Ich wollte nur, dass der Typ mit dem Lieferwagen umme Ecke biegt.

"Darf ich dich mal unverschämter Weise nach der politischen Einstellung fragen?" sagte er dann recht unvermittelt.

"Ja, sicher. Das System fickt uns alle."

"Jooo...ds Sysss"

"Genau, die Wirtschaftspolitik ist so sehr verzahnt mit den Mittelschiebern dieser Welt, dass es mir einfach nur auf den Sack geht, dem dennoch entsprechen zu müssen. Aber ich halte mich da sehr raus, aus der Politik. Das läuft eh so weiter, wie es die Wirtschaft will. Wir müssten einfach mal alle aufhören zu arbeiten. Dann würde dem System so Einiges durch die Lappen gehen. Aber der kleine Mensch, wahlweise die breite Masse ist überhaupt nicht bereit, zu verstehen, dass es anders sein könnte. Ich sags dir, die Kurzfristigkeit der Dinge...auch hier..."

"Jooo. Echt mal" bei diesem Satz wurde seine Stimme leicht lebendiger und definitiv lauter. Alkoholdynamik, wenn man emotional wird. "Die ganzen Pisser da oben...die drücken uns doch eh nur und wollen manipulieren."

"Vielen ist es aber echt egal, oder die setzen sich damit nicht weiter auseinander. Auch ein Problem unserer Generation. Wir sind nicht richtig am Anfang und nicht am Ende. So mitten drin. Etwas schwebend und wartend auf den großen Verfall."

"Jooo, das mal ne gute Einstellung, findsch korrekt."

Seine Zigarette hatte dann im Laufe der Unterhaltung in der Tat ihren Filter verloren...er war zwar bemüht immer mal wieder dran zu ziehen, aber das war doch sehr effektlos. Dann schleuderte er den übrigen Stummel unmotiviert auf den Boden und schien im Begriff zu sein, sich von der Hauswand zu lösen und sich auf zu machen.

Ich fragte noch, wo hin des Weges, er darauf: nach Odenkirchen. Ich so: na herzlichen Glückwunsch!! Er würde zu Fuß mindestens noch ne Stunde unterwegs sein, von da wo er jetzt war.

"Oha, dann wünsche ich mal eine gute Ankunft."

"Du bist korrekt, weißte?"

Er reichte mir zur Bestätigung seine Hand und torkelte wieder weiter.

Kurz drauf kam dann auch der Typ mit dem Lieferwagen um die Ecke.